Mythos Cyberwar (kartoniertes Buch)

Über digitale Spionage, Sabotage und andere Gefahren
ISBN/EAN: 9783896842602
Sprache: Deutsch
Umfang: 330 S.
Einband: kartoniertes Buch
18,00 €
(inkl. MwSt.)
Noch nicht lieferbar
In den Warenkorb
Wir haben gelernt, uns vorm Cyberwar zu fürchten: Seit Jahrzehnten füttert Hollywood uns mit Bildern dunkler Mächte, die mithilfe geheimer und hochkomplexer Computernetzwerke Staaten erpressen und nukleare Sprengköpfe zünden. Der Mythos vom Cyberkrieg hat sich tief in unsere Vorstellungswelt eingegraben. Politik und Militär machen sich diese Furcht zunutze. Höchste Zeit zu fragen: Gibt es den Cyberkrieg wirklich? Der Politikwissenschaftler Thomas Rid ist sich sicher: Der Cyberkrieg findet nicht statt. Die bisher dokumentierten Cyberattacken lassen sich nicht als Krieg bezeichnen, denn es fehlt die zielgerichtete Gewalt gegen Menschen, die brutale Zerstörung, die untrennbar mit dem Gedanken des Krieges verbunden ist. Beruhigt zurücklehnen können wir uns dennoch nicht. Denn Thomas Rid macht auch klar, dass aus dem Cyberspace durchaus reale Gefahren wie Spionage, Sabotage und Subversion drohen. Detailliert und kenntnisreich erzählt er von Spionageangriffen, von Sabotageakten und von Versuchen, mithilfe der Informationstechnologie Regierungen zu destabilisieren und Umstürze einzuleiten. Kriegerische Handlungen sind dies jedoch für Rid nicht, und dabei geht es um weit mehr als um eine rhetorische Abrüstung: Wir müssen begreifen, wer vom Mythos Cyberwar profitiert. Und wir müssen definieren, welchen Gefahren wir wirklich ausgesetzt sind, um den Sicherheitsanforderungen gut vorbereitet begegnen zu können.
Thomas Rid ist Professor im Fachbereich War Studies am King's College in London. Der Politikwissenschaftler stammt aus dem baden- württembergischen Aach und studierte in Berlin und London. Von 2003 bis 2005 arbeitete er für die Stiftung Wissenschaft und Politik, nach seiner Promotion 2006 war er für diverse Think Tanks und Universitäten in Frankreich, den USA, Israel und Deutschland tätig. Seit 2011 forscht er in London vor allem zu Geschichte und Risiken der Informationstechnologie.