Drei Päpste und ihre Lieblingsheiligen (gebundenes Buch)

Persönliche Gedanken von Johannes Paul II., Benedikt XVI. und Franziskus
ISBN/EAN: 9783451379130
Sprache: Deutsch
Umfang: 208 S.
Einband: gebundenes Buch
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Jeder hat seine Lieblingsheiligen. Bei den Päpsten ist das nicht anders. Diese Figuren sind für einen besonders wichtig, sie begleiten, geben Orientierung und Halt. In diesem Buch sind die schönsten Texte von Johannes Paul II., Benedikt XVI. und Franziskus über die Heiligen versammelt, die ihnen besonders viel bedeuten. Darunter sind nicht nur die berühmten Gestalten des Christentums, sondern auch weniger bekannte und exotische. Diese Mischung macht das Buch zu einem großen Lesevergnügen, denn man taucht tief ein in die Welt der Heiligen und wird dabei nicht nur spirituell inspiriert, sondern entdeckt auch einige Überraschungen. Es handelt sich nicht um ein 'Who is Who' der Heiligkeit: Viele große Namen fehlen. Die Menschen, die wir hier vorstellen, sind nicht alle offiziell heilig; manche haben es bislang nur zur Seligsprechung geschafft, in einem Fall noch nicht einmal das. Es geht es um etwas anderes: Wir fragen danach, welche Leitfiguren die letzten drei Päpste (von denen Johannes Paul II. ebenfalls heilig ist) inspiriert haben. Welche großen Gestalten der Kirchengeschichte, von den Anfängen bis heute, sie ihren Zeitgenossen und den nachkommenden Generationen zum Vorbild geben wollten. Wir lesen drei Pontifikate im Spiegel ihrer Heiligen und Seligen. Jeder der drei Rom-Bischöfe ging bzw. geht anders heran an das Thema Heiligkeit und Heiligsprechungen, setzt ganz eigene Akzente. Johannes Paul war der Eilige Vater, der in seinem Pontifikat etwa hundert Auslandsreisen unternahm und dabei häufig große Persönlichkeiten einer jeweiligen Ortskirche vor Ort selig- oder heiligsprach. Benedikt, der Stillere, reformierte den Ritus, um die Selig- oder Heiligsprechungen deutlich von der eigentlichen Messfeier abzutrennen. Und er wies in einer Vielzahl von Katechesen bei seinen Mittwochs-Generalaudienzen vor allem auf die Kirchenväter und auf Heilige des Mittelalters hin. Die farbigsten Schilderungen von Heiligen-Biografien stammen von Benedikt. Franziskus wiederum weist gern auf große Missionare hin und auf eine 'Mittelklasse der Heiligkeit', also ein im Alltag gelebtes Heiligsein ganz normaler Menschen, auf die keiner in Rom aufmerksam wird und die doch eine Leuchtspur des Heiligen in ihrer Umgebung hinterlassen. Zu diesen unbekannten und nicht-kanonisierten Heiligen zahlt Franziskus auch seine Großmutter. Ein originelles Konzept, eine Demokratisierung des Heiligenbegriffs. Wir haben hier also Selige und Heilige ausgewählt, denen sich Johannes Paul, Benedikt und Franziskus nahe fühlen. Und wir beleuchten in kurzen Aufsätzen und anhand von Papst-Zitaten, woher in jedem spezifischen Fall diese Affinitat rührte. Wir erzählen die Geschichte dieses Papstes mit diesem Heiligen, dieser Seligen.
Benedikt XVI., geboren als Joseph Ratzinger am 16. 4. 1927 in Marktl am Inn (Oberbayern). Nachdem er von 1943 bis Kriegsende Kriegsdienst geleistet hatte, trat er in das Priesterseminar Freising ein und studierte Philosophie und Theologie an der Universität München. 1951 erfolgte die Priesterweihe, 1953 wurde er mit einer Arbeit über "Volk und Haus Gottes bei Augustinus" zum Dr. theol. promoviert, 1959 mit einer Studie über Bonaventuras Geschichtstheologie habilitiert. Seit 1958 lehrte er Fundamentaltheologie und Dogmatik am Priesterseminar Freising sowie an den Universitäten Bonn, Münster, Tübingen, das er nach den Studentenunruhen 1969 verließ, und Regensburg. 1977 wurde Ratzinger zum Erzbischof von München-Freising ernannt und im selben Jahr zum Kardinal erhoben. 1981 berief ihn Papst Johannes Paul II. zum Präfekten der Glaubenskongregation, ein Amt, das er bis zu seiner Wahl zum Papst 2005 ausübte. Zudem wirkte er als Präsident der Päpstlichen Bibelkommission und der Internationalen Theologenkommission sowie von 2002 bis 2005 als Dekan des Kardinalskollegiums. Am 19.4.2005 wurde Ratzinger zum Papst gewählt. Als Papst trat Benedikt XVI. besonders durch seine großen Lehrschreiben zu den theologischen Tugenden und durch seine Jesusbücher hervor, mit denen er auf das Zentrum christlichen Glaubens hinweisen wollte. Die Vermittlung von Glaube und Vernunft war ihm weiterhin ein Grundanliegen. Kirchenpolitisch war sein Pontifikat durch mehrere Kontroversen gekennzeichnet, z.B. angesichts der Wiederzulassung der Tridentinischen Messe (2007), der Neuformulierung der Karfreitagsfürbitte für die Juden (2008) und der Aufhebung der Exkommunikation der Piusbrüder (2009). Dabei spitzte sich die Diskussion auf die Frage der Bedeutung des Zweiten Vatikanischen Konzils zu. In Abgrenzung zu einer Hermeneutik der Kontinuität oder der Diskontinuität sprach sich Benedikt dabei für eine "Hermeneutik der Reform" aus, wobei der Begriff vage bleibt. Aufsehen erregte der Amtsverzicht Benedikts, den er am 11. Februar 2013 ankündigte und am 28. Februar vollzog. Es war der erste Rücktritt eines Papstes aus eigenem Antrieb seit jenem Coelestins V. im Jahr 1294. Als "emeritierter Papst" lebt Benedikt zurückgezogen im Vatikan.