Warum ich Lian schätze Eine Kolumne von Christian Montillon

26. Oktober 2016

Fragt man mich nach dem inhaltlichen Herzen der Serie PERRY RHODAN-Trivid, so antworte ich ohne Zögern mit »Lian Taupin«. Die weibliche Hauptfigur ist für mich das Zentrum des Ge-schehens, das sich kontinuierlich fortentwickelt – und sich sowohl in die Vergangenheit als auch in ihre charakterliche Tiefe öffnet.

Ich mag Lian, und ich mag die Probleme, denen diese junge Frau gegenübersteht. Ihre Welt bricht zusammen, sie sieht sich mit einer Ebene ihres Lebens konfrontiert, die sie sich nie hätte träumen lassen. Und sie muss sich bewähren – zu allem Überfluss (oder zum Glück) an der Seite des Mannes, der für sie bislang eine Art lebende Legende und völlig unnahbar war: Perry Rhodan.

Für mich führen sämtliche Handlungen zu Lian hin, zweigen von ihr ab, gehen von ihr aus ... Es hat mir riesigen Spaß gemacht, das Netz um sie zu spinnen und von Folge zu Folge immer neue Teile ans Licht zu bringen.

Sie ist tough, sie ist modern (auch in einer Welt in ferner Zukunft) und sie sieht sich vor Herausforderungen gestellt, die ihre Vorstellungskraft überschreiten.

Wobei gerade ihre Vorstellungskraft sehr ausgeprägt ist – als Medienkünstlerin spielte sie jahrelang die Rollen bekannter Serienhelden und löste kreativ deren eigentlich fiktive Probleme. Aus dieser Fiktion wird sie nun in eine Realität geworfen, die noch weitaus phantastischer ist.

Ihren Weg bis zum Ende der Geschichte zu verfolgen, stellte Oliver Fröhlich und mich vor große Herausforderungen. Wir haben es zu einer Art Sport gemacht, immer mehr Ideen und Verwicklungen herauszukitzeln ... es war nicht einfach, Lösungen zu finden.

Da ging es uns wie Lian. Aber geschont haben wir weder sie noch uns ...