Reginald Bull kehrt zurück Ein Interview mit dem Exposéautor Christian Montillon

2. Juni 2017

Am 14. Juli 2017 erscheint ein PERRY RHODAN-Roman, der schon im voraus für viele Diskussionen sorgt. Hubert Haensel verfasste den Roman mit der Bandnummer 2917 und dem Titel »Reginald Bulls Rückkehr«.

Aus diesem Grund gibt’s heute ein kurzes Interview mit Christian Montillon, einem der zwei Autoren, von denen die Exposés für die PERRY RHODAN-Serie stammen. Die Fragen stellte Madlen Bihr per Mail.

Madlen Bihr: Reginald Bull kehrt zurück – da stellt sich natürlich die Frage, wie lange das schon geplant war.

Christian Montillon: War das eine Frage, ja? Okay, dann plaudere ich mal ein wenig aus dem Nähkästchen. Natürlich war von vorne herein klar, dass Bull zurückkehren wird. Also ab dem Moment, als wir ihn in der Larengalaxis zurückgelassen haben.

Die Frage war eher: WIE kehrt er zurück? Wir haben den guten Reginald sozusagen mit einer klaren Idee zurückgelassen: So-und-so wird das ablaufen.

Madlen Bihr: Und wurde diese Idee dann umgesetzt, wie sie geplant worden ist?

Christian Montillon: Ganz klar: Nein.

Was aber nicht daran liegt, dass diese ursprüngliche Idee schlecht gewesen wäre. Sie ging nur von einem frühen Planungsstadium des Zyklus nach Band 2900 aus – eine Planung, die wir in einigen Punkten der aktuellen Entwicklung angepasst haben. Darum kehrt Bull nun auf andere Weise zurück ... weil er eine andere Funktion im aktuellen Geschehen zu erfüllen hat.

Madlen Bihr: Eine wichtige Funktion? Das klingt ja geheimnisvoll ...

Christian Montillon: Nochmal ganz klar: Ja.

Obwohl man ja über ungelegte Eier nicht sprechen soll: Unsere verworfenen Überlegungen gingen davon aus, dass Bull eine wichtige Rolle bei der Suche nach ES spielen sollte. Die Superintelligenz hat sich ja bekanntermaßen zurückgezogen oder zurückziehen müssen.

Bull bekam von der Geschichte aber eine andere Aufgabe zugeteilt – und die wird sein ganzes Können abfordern. Er kommt außerdem mit ... hm, sagen wir: verändertem Privatleben zurück, was sein Handeln natürlich ebenfalls beeinflusst.

Madlen Bihr: Es wurde ja von manchen Lesern spekuliert, dass Bull erst einmal auf Dauer »geparkt« wäre. Das war also nie eine Option?

Christian Montillon: Eine Figur wie Bull kann man gar nicht auf Dauer parken. Dazu ist er viel zu eigensinnig. Er drängt sich schon von selbst ins Bewusstsein zurück und wird notfalls laut fordern, endlich wieder mitmischen zu können.

Ups ... ich höre da ein Rufen. Eine Forderung von einer anderen Figur, die man ebenfalls nicht auf Dauer parken kann. Das ist so ein gewisser Arkonide ...