Herren und die SF-Autoren – Teil 4 mit Christoph Dittert Kolumne von Marc A. Herren

24. März 2015

Christoph Dittert und mich verbindet nicht nur die Leidenschaft für PERRY RHODAN, sondern auch – neben vielem anderem – für eine weitere Serie, für die wir bereits in unserer Jugend geschwärmt haben: Den »drei Fragezeichen«, respektive »Die drei ???«. Während es bei mir beim Lesen und Hören der legendären Serie geblieben ist, startet Christoph seit 2011 als Stammautor durch.

Nur noch über die Zeitmaschine ist mein Artikel zu seinem ersten Beitrag zu den »Die drei ???« abrufbar. Mittlerweile hat Christoph bereits vier »normale« Bücher, mehrere sogenannte Midi-Bände (in kleinerem Format) und ein Mitrate-Buch namens »Hotel der Diebe« verfasst.

Im Alt und Jung stehen an, um sich ihren gefiederten Schrecken signieren zu lassen, © Marc A. Herren November unternahm er eine Lesetour mit Stationen in der Schweiz, Italien und Deutschland. Logisch, dass ich die Gelegenheit nutzte, um ihm meine Heimatstadt Bern zu zeigen. Wir besuchten die Berner Altstadt, betraten sowohl die Herrengasse als auch die Fricktreppe, tranken das beste Bier von ganz Mitteleuropa und standen im Einstein-Museum ehrfürchtig neben der Couch, die einst die Ehre hatte, den Poabdruck des wichtigsten Schweizers aller Zeiten abzubilden.

Die Zeit verging wie im Flug, und ehe wir es uns versahen, saß Christoph in der Buchhandlung Thalia auf dem Podium und stellte sein neues Werk vor: »Der gefiederte Schrecken«. Die drei Detektive werden beauftragt, das Nachbargrundstück ihrer neuen Auftraggeberin zu beobachten. Dort soll nämlich ein gefiedertes Monster sein Unwesen treiben.

Schnell erhalten Justus, Peter und Bob die Gelegenheit, einen Blick ins Innere des Hauses des mürrischen Nachbars Faring zu werfen. Sie kommen aus dem Staunen nicht heraus: Mr Farings Haus beherbergt etliche Aquarien mit allen möglichen See- und Meerestieren. Im Keller befindet sich sogar ein Wassertank, der so groß ist, dass das Haus um ihn herum gebaut werden musste und nicht das Aquarium ins Haus hinein.

Was es mit dem gefiederten Schrecken auf sich hat und wie er mit dem riesigen Aquarium und Mister Farings Comicsammlung verknüpft ist, erzählt Dittert in einem kurzweiligen und farbenfrohen »Die drei ???«-Abenteuer. Es erinnerte mich stark an die »gute alte Zeit«, und so habe ich es sehr gerne gelesen und freue mich schon auf die spätere Hörspiel-Umsetzung; die grausigen Schreie des Federviehs werden wohligen Grusel auslösen, da bin ich mir sicher.

Christophs Auftritt machte allen Besuchern viel Spaß. Da die Buchhandlung bewusst eine Abendvorstellung geplant hatte, war das Publikum schön durchmischt. Mindestens zwei Generationen von »Die drei-???«-Fans lauschten der Lesung und stellten anschließend ihre Frage an den Autor.

Ach ja: Falls der unwahrscheinliche Fall eingetreten sein sollte, dass jemand den Dittert noch nicht so richtig zuordnen kann: Sein Alter Ego ist niemand geringeres als einer der beiden Exposéautoren der größten Science-Fiction-Serie der Welt, besser bekannt unter dem Pseudonym Christian Montillon.



Marc A. Herren