Einige Sätze zu PERRY RHODAN-Trivid Eine Kolumne von Christian Montillon

25. Oktober 2016

Eine PERRY RHODAN-Serie, die nur als E-Book erscheint?
Vor ein paar Jahren hätte ich diesen Gedanken noch für verrückt gehalten. Ehrlich gesagt, war ich generell sehr skeptisch, was das E-Book als Medium angeht. Ich mochte die Abrechnungen, die mir ins Haus flatterten (und welcher Autor sagt nein, wenn es eine neue Form gibt, seine Produkte an den Leser zu bringen?). Aber für mich persönlich lehnte ich E-Books kategorisch ab.

Ich bin schließlich ein Buchliebhaber!

Tja, das hat sich geändert. Also nicht die Buchliebhaberei – die ist noch immer da. Nur hat sie sich ausgeweitet ... und schließt nun E-Books mit ein, was übrigens völlig problemlos möglich ist.

Das elektronische Lesen hat Vorteile, die mich selbst verblüffen. Ich erinnere mich gut an ein Gespräch mit Professor Füssel, dem renommierten Buchwissenschaftler der Universität Mainz, das ich auf einer Frankfurter Buchmesse führte; wiederum einige Jahre vorher hatte ich bei ihm meine Abschlussprüfung abgelegt. Er sagte mir, dass er untersucht habe, wie viel Inhalt beim Lesen auf Papier oder einem Reader bei den unterschiedlichsten Gruppen von Menschen hängenbleibe.

Zu seiner Überraschung schnitt das E-Book-Lesen besser ab. Er erntete dafür Kritik – wie er so etwas veröffentlichen könne, als Buchwissenschaftler! Nun, meinte er, »es ist eben so«; darum betreibe man ja Wissenschaft.

Dennoch, dass ausgerechnet ich einer der beiden Autoren sein würde, der die erste PERRY RHODAN-Serie als »E-Book-Only« schreibt, hätte ich mir nicht träumen lassen. Dieses Medium erweitert eindeutig die Palette des Lesens, und wir ebnen einen frischen Zugang zum Perryversum.

Von Anfang an begeisterte mich das ganze Umfeld: Die kurze Form der einzelnen Episoden, die schnelle, knackige Erzählform, ideal auch für Smartphones & Co. geeignet ... es ist vielleicht nicht »das« Lesen der Zukunft, aber es bringt neue Aspekte und Horizonte.