Den Mythos noch einmal neu erzählen Ein Statement von Oliver Plaschka zum Band 100 von PERRY RHODAN NEO

15. Juli 2015

Seine Beiträge zu PERRY RHODAN NEO haben die Leser stets begeistert, und mit »Showdown für Terra« lieferte Oliver Plaschka einen intensiven Abschluss für die »erste Epoche« – danach kommt mit Franks Borsch Nummer 100 der Roman, der gewissermaßen den Übergang in die neue Zeit markiert.

Band 100 von PERRY RHODAN NEO kommt am 17. Juli 2015. Es ist ein großes Jubiläum für die Serie, die immer ein wenig im Schatten des »klassischen« PERRY RHODAN stand.

Wir haben einige Autoren der Serie gebeten, sich an ihre Arbeit für NEO zu erinnern und etwas dazu zu schreiben. Oliver Plaschkas Statement:

»Den Mythos PERRY RHODAN nach fünfzig Jahren noch einmal neu zu erzählen, war eine Aufgabe, die der Leistung unserer mondfahrenden Titelfigur in nichts nachstand. Frank Borsch hat sich an dieses Wagnis herangetraut und die letzten Jahre eine Geschichte gesponnen, deren Komplexität und Detailreichtum den Vergleich mit modernen Fernsehserien nicht zu scheuen braucht.

Manche Konflikte und Höhepunkte wurden über Dutzende von Romanen vorbereitet, und die ruhige Disziplin und unerschöpfliche Kreativität, mit der Frank alle zwei Wochen einen 160-Seiten-Roman entwarf, der dennoch immer Teil eines oder mehrerer großer Handlungsbögen war, nötigten mir Respekt ab.

Gleichzeitig gab es immer auch den Raum für die Autoren, eine Welt oder einen Charakter mit eigenen Ideen auszugestalten. Einige dieser Figuren und ihre Schicksale werden mir unvergessen bleiben: etwa der frustrierte Fürsorger Trebolas oder die unwahrscheinliche Romanze zwischen der schillernden Ihin da Achran und dem Asketen Anra'Thir'Nom; Brendan Caine, der suchende Priester, der den sterbenden Onat da Heskmar begleitet; zuletzt der zwielichtige Celista Jemmico und die junge Berlinerin Mia Weiß, die sich entscheiden müssen, auf welcher Seite im Konflikt zwischen Arkoniden und Menschen sie stehen.

Es war eine große Freude, einige dieser Geschichten und Figuren gemeinsam mit Frank entwickeln zu dürfen, und ich habe durch meine Arbeit mit ihm sehr viel über Dramaturgie und effiziente Charakterzeichnung gelernt, wovon ich auch bei meinen eigenen Romanen profitieren werde. Außerdem habe ich die Zusammenarbeit mit ihm und allen Kollegen immer als sehr positiv erlebt. In einem Team wie dem von PERRY RHODAN NEO gibt es keinen Platz für Eitelkeiten, und das ist nicht selbstverständlich.

Nun freue ich mich darauf, bald zu sehen, in welche Richtung Rüdiger Schäfer und Michael H. Buchholz das Neoversum weiter steuern werden.«