Über Motivvorschläge und Zusammenarbeit – Teil zwei Ein Interview mit Dirk Schulz zu hundert Bänden PERRY RHODAN NEO

24. Juli 2015

Seit der erste Band von PERRY RHODAN NEO erschienen ist, gestaltet Dirk Schulz die Titelbilder dieser Science-Fiction-Serie. Da am 17. Juli 2015 der hundertste Roman der Serie erschien, bot es sich an, ein Interview mit dem Titelbildkünstler zu machen. Die Fragen stellte der PERRY RHODAN-Autor Michael Marcus Thurner, das Interview wurde per Mail geführt. Wegen seiner Länge bringen wir es in zwei Teilen; gestern war der erste Teil dran, heute bringen wir den zweiten Teil.

NEO-Cover Band 9 von Dirk SchulzMichael Marcus Thurner: Gibt es bei NEO Titelbilder, die dir persönlich besonders gut gefallen oder solche, die vielleicht eine ungewöhnliche Entstehungsgeschichte haben?

Dirk Schulz: Natürlich habe ich persönliche Lieblinge. Eines meiner liebsten Motive ist nach wie vor das der Nummer 9 mit dem Raumschiff über London. Es gibt aber noch viele weitere Favoriten. Bei NEO, so empfinde ich das zumindest persönlich, sind sehr viele starke Motive dabei. Schon alleine deswegen, weil ich durch den zweiwöchentlichen Turnus immer an der Arbeit für NEO bin. Anders als bei der Hauptserie, an der auch andere Zeichner arbeiten und ich nach zwei Monaten erst einmal wieder reinkommen muss.

Ungewöhnliche Entstehungsgeschichten gibt es eigentlich nicht. Das hat wahrscheinlich auch mit der Regelmäßigkeit meiner Arbeit zu tun. Einige Motive gehen halt schneller, andere dauern länger.

Michael Marcus Thurner: Lass uns noch kurz zu einem anderen Standbein deiner Firma kommen. Du betreibst den Splitter-Verlag, einen Comic-Fachverlag, der größtenteils frankobelgische Comics in hochqualitativen Alben auf den Markt bringt.

Ich selbst bin ein begeisterter Fan des Verlags und sage Dankeschön für viele hervorragende Serien wie »Ythaq«, »Die Legende der Drachenritter« oder auch »Universal War« (eine großartige SF-Story, von der eben der zweite Zyklus erscheint). Wie entwickelt sich der Verlag denn, bist du zufrieden?

Dirk Schulz: Der Splitter-Verlag ist ein echtes Herzensprojekt. Das, was ich mir immer schon erträumt habe.

Vielen Dank für dein Lob an unserer Arbeit an den Comics. Gerade die von dir aufgeführten Serien sind echte Stützpfeiler des Programms. Der Splitter-Verlag läuft außerordentlich gut und wächst immer weiter. Der aktuelle Katalog, der gerade online gestellt wurde (und in circa sechs Wochen in gedruckter Form vorliegen wird), umfasst inzwischen 14 Titel pro Monat. Wir haben nach den klassischen Science-Fiction-, Horror- und Fantasy-Geschichten vor ein paar Jahren das Programm auch für ein jüngeres Publikum erweitert (zum Beispiel mit »Die Schlümpfe«) und danach das Segment der Graphic Novels ins Programm genommen.

Im kommenden Katalog tauchen verstärkt amerikanische Serien (zum Beispiel »Fight Club 2«, »Lazarus«, »Orphan Black« oder »Descender«) auf. Wir erweitern also unser Portfolio.