»NEO ist keine Nacherzählung« Ein Statement von Hubert Haensel zum Band 100 von PERRY RHODAN NEO

23. Juli 2015

Band 100 von PERRY RHODAN NEO kam bereits am 17. Juli 2015 in den Handel – er wurde von Frank Borsch geschrieben und bildet einen Höhepunkt dieser Science-Fiction-Serie. Wir baten im Vorfeld einige PERRY RHODAN-Autoren, etwas zum Jubiläum zu schreiben.

Hubert Haensel verfasste nur einen Roman zu PERRY RHODAN NEO, zählt aber seit vielen Jahren zu den Mitgliedern des PERRY RHODAN-Autorenteams. Darüber hinaus stellt er die PERRY RHODAN-Buchausgabe zusammen, die sogenannten Silberbände.

Hier ist sein Statement:

»Wiederholen sich wichtige Ereignisse im Lauf eines Menschenlebens? Ich habe den Eindruck, dass es so ist. Umso besser, wenn es sich dabei um ein faszinierendes Déjà-vu handelt.

An meinen Einstieg bei der PERRY RHODAN-Serie erinnere ich mich jedenfalls, als sei es erst vor wenigen Tagen gewesen; dabei sind fünfzig Jahre vergangen. Es war Heft 209, ›Im Banne der Scheintöter‹, das mich PERRY RHODAN verfallen ließ. Sehr bald ärgerte ich mich darüber, dass ich keine Möglichkeit hatte, die vorangegangenen Romanhefte noch zu erwerben und die Handlung vom ersten Moment des Aufbruchs zum Mond an nachzulesen.

Wie groß war dann meine Freude, als kurze Zeit später die zweite Auflage gestartet wurde. Da war es also, das Live-Gefühl, mit den ersten Menschen zum Mond zu fliegen, den dort gestrandeten Arkoniden Thora und Crest zu begegnen und in der Folge dabei zu sein, wenn die Menschheit den ersten Schritt hinaus zu den Sternen macht – wirklich zu den Sternen und nicht nur zu unseren Nachbarplaneten.

Und nun ist es schon wieder fast vier Jahre her, dass sich dieses Gefühl eines grandiosen Aufbruchs von Neuem bei mir einstellte: PERRY RHODAN NEO – der Neustart der Serie für alle, die ohne Vorkenntnisse von Band 1 an mitlesen wollen, aber auch für jene, die gespannt darauf warten, welche Wege Perry Rhodan selbst und die Menschheit nun beschreiten.

NEO ist keine Nacherzählung. NEO ist für mich wie ein Klon, der zwar mit identischer genetischer Ausstattung geboren wurde, sich aber unter anderen Bedingungen seines Umfelds anders entwickelt und anders aufwächst als sein Elter. Ein Science-Fiction-Thema par excellence, wenn wir so wollen. Es bleibt also spannend und faszinierend, wie die Entwicklung verlaufen wird, und mich bewegt alle 14 Tage die Frage, was das Schicksal mit Neo-Perry vorhat.

Leider konnte ich aus Zeitgründen bislang nur einen Roman zu PERRY RHODAN NEO beisteuern. Aber schon dieser hat mir gezeigt, wie unterschiedlich die Wege sein können, obwohl das Ziel dasselbe ist, nämlich die Menschheit hinauszuführen in die endlose Weite von Raum und Zeit. Ein, wie ich finde, unerlässlicher Aufbruch, wenn die Menschheit auf Dauer überleben und sich weiterentwickeln will.«