»Ich staune immer noch« Kurz-Interview mit Michael H. Buchholz

22. Dezember 2015

Bei PERRY RHODAN NEO begann ein neuer Handlungsabschnitt: Die »Posbis«-Staffel startete am Freitag, 18. Dezember 2015. Mit der Bandnummer kam der Roman »Seid ihr wahres Leben?« in den Handel.

Einer der zwei Autoren, die für die Handlungssteuerung der Serie verantwortlich sind, ist Michael H. Buchholz. In einem kurzen Interview äußert er sich zu PERRY RHODAN NEO. Das Interview wurde per Mail geführt, die Fragen stellte Klaus N. Frick.

Klaus N. Frick: Du hast bei der »Methans«-Staffel damit angefangen, Exposés für PERRY RHODAN NEO zu schreiben. Was war das für eine Erfahrung?

Michael H. Buchholz: Eine einerseits bekannte. Ich verfasse ja für meine Fantasy-Romane schon seit einigen Jahren vorher ausgefeilte Exposés, von daher war das ein gewohntes Arbeiten, vom Inhalt natürlich abgesehen. Aber andererseits traf mich ein Effekt gänzlich unerwartet. Und zwar das beständige gedankliche Hin- und Herspringen.

Ein Beispiel: Ich verfasse in diesen Tagen das Exposé zu Band 120, zeitgleich bin ich Ansprechpartner für unseren Lektor Dieter Schmidt, der gerade Band 114 lektoriert, während Rüdiger und ich parallel an den Bänden 115 und 116 schreiben und obendrein die Autoren der Bände 117 und 118 »vorbriefen«. Da wache ich schon mal auf und weiß nicht mehr, was en detail in welchem Band passiert.

Klaus N. Frick: Rüdiger Schäfer und du – ihr seid schon seit langen Jahren befreundet. Also kann ich davon ausgehen, dass die Zusammenarbeit gut verlaufen ist? Da ihr ja in unterschiedlichen Regionen des Landes wohnt, kommuniziert ihr sicher vor allem per Mail, oder?

Michael H. Buchholz: Ja, zwingend. Aufgrund meiner Sprachbehinderung nach meiner Kehlkopfoperation sowieso. Aber das ist auch ein Vorteil. Früher haben wir Stunden lang telefoniert, und unsere Notizen wichen anschließend durchaus voneinander ab. Das passiert jetzt nicht mehr. Aber die Zahl der Mails ist exorbitant hoch. Im Monat kommen schnell mal über tausend Mails hin wie her zusammen.

Klaus N. Frick: Gibt es bei der »Methans«-Staffel etwas, das dich selbst völlig überrascht hat?

Michael H. Buchholz: Ja. Ich staune immer noch, wie kongenial und deckungsgleich es die einzelnen Autoren geschafft haben, Hermes und sein Team – sorry, Eric Leyden und sein Team – zu schildern. Das war alles wie aus einem Guss, und der Effekt hält weiterhin an – großartig.

Klaus N. Frick: Wenn jetzt die »Posbis«-Staffel angefangen hat, stellt sich natürlich die Frage nach Lieblingsfiguren. Hast du eine spezielle, oder magst du alle?

Michael H. Buchholz: Schwierige Frage. Als Exposéautor schlägt mein Herz natürlich für alle Figuren, die ich »betreue«. An einer Figur hänge ich in der Tat besonders, und ich bin sehr stolz darauf, ihr in der ihr angestammten Weise in Band 116 zu neuen Abenteuern verhelfen zu dürfen. Wer das ist, verrate ich hier nicht.

Klaus N. Frick: Wessen Idee war es eigentlich, die Geschichte der Posbis so eng mit der der Menschen zu verknüpfen?

Michael H. Buchholz: Das vermag ich gar nicht mehr zu sagen. Damals flogen die Mails zwischen Rüdiger und mir nur so hin und her, und irgendwann stand es fest. Die Verbindung lag einfach nahe, vermute ich. Und sie ist in unserem Konzept des Neoversums eine logische Folge der Ereignisse der Vergangenheit.

Klaus N. Frick: Welche Wünsche hat der Autor Michael H. Buchholz für die nächste Zukunft?

Michael H. Buchholz: Wie lange hast du Zeit? – Im Ernst, da sind schon einige. Der Mensch Michael H. Buchholz wünscht sich vor allem Gesundheit und ein langes Leben. Wer so nah an der Klippe stand wie ich im vergangenen Jahr, der wird das verstehen können.

Der Exposéautor wünscht sich für die Zukunft neben der Zusammenarbeit mit Rüdiger vor allem viele Ideen, die dann die Leser in den Bann schlagen und die so die Serie NEO am Leben erhalten. Und der Autor selbst wünscht sich das anhaltende Staunen über alles zuvor Ungedachte und Ungeschriebene, denn das ist es, was mich jeden Tag erneut wie magisch an den Schreibtisch zieht.

 

 

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