»Eigentlich bin ich neidisch« Ein Statement von Michael Marcus Thurner zum Band 100 von PERRY RHODAN NEO

2. Juli 2015

Seit über zehn Jahren zählt Michael Marcus Thurner zu den Autoren, die PERRY RHODAN in die Zukunft steuern. Die Leser mögen vor allem seine Phantasie und sein Vergnügen daran, originelle Figuren zu entwickeln und durch die Handlung zu führen.

Bei PERRY RHODAN NEO steuerte er vor allem zu Beginn der Serie drei Romane bei, in denen er unter anderem die Mutanten ins Zentrum der Geschichte stellte. Er freut sich über das Jubiläum der Serie, das am 17. Juli 2015 ansteht – an diesem Tag erscheint Band 100 – und endet mit einem wienerisch-positiven Ausklang ...

Hier sein Statement:

»Eigentlich bin ich neidisch. ICH hätte diese Serie gerne erfunden. Die Figur Perry Rhodan nicht neu definieren – sondern ihr die Moralvorstellungen der sechziger und siebziger Jahre aus dem Raumanzug schütteln, ihr eine neue charakterliche Tiefe geben und sie in ein Umfeld setzen, das modern erscheint.

Aber nein – Klaus N. Frick und Frank Borsch waren früher dran. Und, verflixt nochmal, sie haben ihre Aufgabe toll erledigt.

Immerhin durfte ich zu Beginn der NEO-Serie einige Beiträge liefern und dabei auch meine persönlichen Vorstellungen von Figurenführung umsetzen. Die angenehme Länge von circa eineinhalb Heftromanen erlaubte es mir, näher auf die Charaktere einzugehen und mich insbesondere den ›neuen‹ Mutanten zu widmen. Ich hab mit einigen Hauptdarstellern sehr gute Freundschaften geschlossen, zum Beispiel mit Sid Gonzalez und Sue Mirafiore.

André Noir in PR NEO 39 hätte ich gerne noch näher kennengelernt – aber es waren diese verdammten Zeitgründe, die verhinderten, dass ich nach Band 39 nochmals einen Beitrag zur Serie schreiben konnte. Es sind immer Zeitgründe ...

Auch wenn ich nichts mehr für NEO schreibe, so verfolge ich die Serie doch aus der – nahen – Ferne. Ich bin schon sehr gespannt, womit Frank Borsch die Leser in Band 100 überraschen möchte – und freue mich auf die neuen Staffeln, die das Duo Michael Buchholz/Rüdiger Schäfer danach expokratisch begleiten wird. Und vielleicht geht sich's ja doch irgendwann wieder mit einem Beitrag aus.«