»Dreimal geschockt – oder: NEO mal hundert« Alexander Huiskes äußert sich zu PERRY RHODAN NEO

24. Juli 2015

Seit vielen Jahren ist Alexander Huiskes als Lektor für PERRY RHODAN tätig. Er bearbeitete Hunderte von Romanen und ist somit für die Serie seit langem im Hintergrund tätig. Bei PERRY RHODAN NEO trat er als Autor mehrfach in den Vordergrund; seine Werke kamen bei den Lesern gut an.

Selbstverständlich äußert sich auch Alexander Huiskes zu hundert Bänden PERRY RHODAN NEO. Seinen Beitrag dazu reichte er unter dem Titel »Dreimal geschockt – oder: NEO mal hundert« ein. Er schreibt zum Jubiläum:

»Als ich zum ersten Mal von PERRY RHODAN NEO hörte, war es ein Schock. Wie konnte sich jemand ernsthaft etwas davon versprechen, PERRY RHODAN neu zu erzählen? Wie sollte das funktionieren? Würde es ein Sakrileg sein, eine literarische Totgeburt, ein langweiliges Wiederkäuen?

Als ich gefragt wurde, ob ich nicht ebenfalls etwas zum NEOversum beisteuern wolle, war das ebenfalls ein Schock, denn ich hatte damit nicht gerechnet und wollte anfangs auch gar nicht. Meine Sorge war, dass das auf meine Lektorenarbeit für PERRY RHODAN abfärben könnte und dass ich die beiden getrennten ›Universen‹ vermischen würde.

Der dritte Schock kam, als ich erfuhr, dass Frank Borsch ›seine‹ Serie als Exposéautor verlassen würde.

Nun ... den ersten Schock überwand ich erst nach dem zweiten, wie ich zugeben muss. Ich musste damals den Mut haben, mich für ein Produkt zu entscheiden, dem ich anfangs mit Skepsis begegnet war und bei dem ich mir jedes Detail erkämpfen und erarbeiten musste, bis ich mich heimisch im NEOversum fühlte. Aber es war fantastisch, alte Figuren neu zu definieren, alte Hintergründe neu zu ordnen und alte Wendungen neu zu interpretieren, ohne den Respekt vor dem, was gewesen war, zu verlieren.

Auch die Zusammenarbeit mit Frank Borsch war großartig – er ist neugierig, kritisch und konstruktiv, offen für Ideen und zugleich durchaus streng mit ›seinem‹ Team, aber gerade dadurch habe ich (hoffentlich) vieles gelernt und bin heute ein besserer Autor als früher.

Kurz und gut: Die beiden Schocks erwiesen sich im Nachhinein als völlige Fehleinschätzung. Und so hoffe ich, dass ich in ein paar Jahren auch über den dritten Schock werde sagen können: halb so wild. Anlass, dies zu hoffen, gibt es, denn Frank hat PERRY RHODAN NEO gut aufgestellt, und ich hatte die Ehre und das Vergnügen, ihm siebenmal mit höchst unterschiedlichen Romanen dabei zu assistieren.

Chapeau, Herr Borsch! Auf Wiederlesen!«