»Die Gernsback-Prophezeiung« in Karlsruhe Eine Ausstellung über den »Father of Science Fiction«

24. Juli 2013

Vom 20. Juli bis 27. Oktober 2013 läuft in Karlsruhe eine Ausstellung, die Science-Fiction-Fans interessieren dürfte. Ihr Titel: »Die Gernsback-Prophezeiung – Father of Science Fiction«. Das Zentrum für Kunst und Medientechnologie, kurz ZKM, präsentiert damit erstmals im deutschsprachigen Raum das Leben und Schaffen des Mannes, der als wichtiger Wegbereiter der Science Fiction gilt: Hugo Gernsback.

Der in Luxemburg geborene Gernsback (1884–1967), dessen Familie aus dem Badischen stammt und der seine technische Ausbildung in Bingen erhielt, wanderte 1904 nach Amerika aus. Dort begründete er mit der Herausgabe von Zeitschriften wie »Amazing Stories« (1926–1929) und »Wonder Stories« (1929–1936) das moderne Genre der Science-Fiction-Literatur.

Als einer ihrer wichtigsten Urheber gab Gernsback wertvolle Anregungen für erfinderische und experimentelle Arbeiten im Bereich der Technik und beeinflusste die an neuen Erfindungen interessierte Jugend. Der Ausstellungstitel »Die Gernsback-Prophezeiung« bezieht sich auf die Vielzahl seiner Voraussagen zur zukünftigen Entstehung und Anwendung von Sonnenkraftwerken, TV-Flachbildschirmen oder der drahtlosen Telegrafie.

Der Namensgeber des »Hugo Award«, der jährlich die besten Arbeiten der Science-Fiction-Literatur auszeichnet, leistete einen entscheidenden Beitrag zur Popularisierung der elektronischen Kultur in Amerika. Als Herausgeber und Autor zahlreicher Science-Fiction-Magazine sowie einer Vielzahl von allgemein verständlichen Zeitschriften und Büchern zu Themen wie Radio, Fernsehen, (Haushalts-) Elektronik, Bionik, Eroberung des Weltalls, Automation und Telematik konnte Gernsback seine Begeisterung und Kenntnisse zahlreichen Lesern vermitteln.

Auch wenn er später von vielen Autoren und Herausgebern angefeindet wurde und eine Reihe von Science-Fiction-Kritikern seinen Einfluss auf die Literatur sehr kritisch sehen, ist seine Bedeutung unbestritten. Die Ausstellung zeigt zahlreiche Magazine und präsentiert eine Nachbildung seines Büros.

Weitere Informationen zur Ausstellung, zu den Eintrittspreisen und den Öffnungszeiten gibt es auf der Internet-Seite des ZKM.