»Die falsche Welt« aus Sicht des Exposéautors Wim Vandemaan informiert über die Hintergründe zum anstehenden Vierteiler

5. Juni 2015

Vier besondere PERRY RHODAN-Romane, die von Andreas Eschbach und Verena Themsen verfasst worden sind, bilden ab dem 10. Juli einen Mini-Zyklus innerhalb der laufenden Serie. »Die falsche Welt«, so der Titel des Vierteilers, erzählt eine in sich abgeschlossene Geschichte.

Wie er auf die Idee kam, sich das alles auszudenken, erzählt Wim Vandemaan. Er ist einer der zwei Autoren, die derzeit mit ihren Exposés die PERRY RHODAN-Serie steuern. Und er begründet sein Statement, in dem er auf seine früheste Begegnung mit der interstellaren Raumfahrt zurückblickt:

»Am  26. November 1966 fegte der Schnelle Raumkreuzer ORION über den Bildschirm in unserm Kinderzimmer. Es war schon dunkel, 20.15 Uhr; die Episode trug den Titel ›Die Raumfalle‹, und die Einschaltquote lag bei 51 Prozent; ein winziger, siebenjähriger Bruchteil einer Promille davon war ich.

Für alle diejenigen, die die Handlung nicht mehr ganz vor Augen haben, sei daran erinnert: Es handelte sich um eine ziemlich frogfreie Episode; die ORION ist unterwegs, um in der Nähe des Uranus-Mondes Umbriel Sporen im All zu sammeln, um der Panspermie-Theorie Nahrung zu geben.

Besagte Panspermie-Theorie sagt – in einfachen Worten –, dass das irdische Leben nicht auf der Erde entstanden, sondern fix und fertig im Zuge kosmischen Vagabundentums auf unseren Planeten zugewandert sei – seinerzeit eine Welt ohne Zoll- und Einfuhrbeschränkungen.

Vertreten wurde diese Theorie, die uns, ja das Leben insgesamt zu Nachfahren illegaler Einwanderer macht, von Denkern wie Jöns Jakob Berzelius aus dem Socken Vadstena in der Provinz Östergötlands län, Svante Arrhenius und Leslie Orgel ... wer kennt sie nicht!

Über diese Theorie ließe sich nun lange diskutieren, in diesem Zusammenhang von größerem Interesse ist wohl, dass die ORION damals bekanntlich einen besonderen Gast an Bord hatte: den Science-Fiction-Autor Pieter Paul Ibsen nämlich, gegeben von dem begnadeten Mimen Reinhard Glemnitz (uns allen im Gedächtnis auch mit seinen Auftritten in Serien wie »SOKO 5113«, »Das Traumschiff«, »Derrick« oder »Weißblaue Geschichten« – und das ist nur eine bescheidene Auswahl).

Pieter Paul Ibsen ist, soweit ich mich entsinne, der zukünftige Schwiegersohn des Ministers für interplanetarische Angelegenheiten und panspermische Theorien, ein Gast, den man nicht gerne vor die Tür seines Raumschiffs setzt, wenn man als Commander noch Karrierepläne hat. Ibsen möchte sich im Weltall zu weiteren Werken inspirieren lassen.

Seit jenem Tag (26. November 1966) ist mir dieser Gedanke nicht mehr aus dem Kopf gegangen: Welche Zukunftsliteratur mag man in jener fernen Zukunft lesen? Wie stellt sich die Zukunft ihre Zukunft vor?

Darauf wollte ich mit dem Roman-Quartett ›PERRY RHODN plus 1000‹ – so der ursprüngliche Arbeitstitel der vier Romane – eine Antwort geben.«