PERRY RHODAN 2800: Logbuch-Countdown 10 Exposéarbeit am Jubiläumsband

17. April 2015

Zuerst sei mir am Anfang dieses letzten Beitrags zum Logbuch-Countdown ein privates Wort erlaubt: Es war ein tolles Gefühl, als das Exposé zum zweiten Jubiläumsband fertig war, das Wim Vandemaan und ich gemeinsam verantworten. Oder, noch ein wenig persönlicher: »Juchu!«

Bis PERRY RHODAN 2800 – Variant-Cover 1 von Arndt Drechslerdas Exposé seine endgültige Fassung erreichte, haben wir ungezählte Male Kleinigkeiten umgearbeitet - die grundlegende Handlung stand schon früh fest. Wir wussten bereits vor mehr als einem Jahr, was prinzipiell geschehen wird. Aber die Feinheiten - das ist eine andere Sache.

Bei einem Jubiläumsband kommt es auf viele Details an, weil er entscheidende Grundlagen legt. Für die Stimmung an Bord der ATLANC. Für das, was Perry Rhodan und Atlan widerfährt. Für die Darstellung des neuen Volkes, der Tiuphoren. Und natürlich für das »Feeling« des kosmischen Phänomens, das alles verändert ... eben des Zeitrisses.

Also sprachen wir über Details. Und über andere Details. Danach über noch weitere ...

... ach, ihr wisst schon.

Dennoch sind viele Kleinigkeiten übriggeblieben, die im Exposé nicht ausreichend geklärt worden sind, die die Autorin aber für ihr Gesamtverständnis brauchte. Als Michelle Stern an die Arbeit ging, habe ich deshalb eine Menge Emails mit ihr gewechselt. Und mit Wim Vandemaan sowie der PERRY RHODAN-Redaktion, namentlich mit Klaus N. Frick, der seinerseits wiederum ...
PR 2800 - Variant-Cover 2 von Arndt Drechsler
... ach, ihr wisst schon.

So konnten wir vieles in einem interessanten Prozess klären und auch weiterentwickeln. Vor allem grübelte Michelle darüber, wie exakt sie das Exposé umsetzen muss und welche Einzelheiten sie ignorieren und anders darstellen kann. Diese Frage stellt sich bei jedem Roman ... aber auch hier gilt: Bei einem Jubiläumsband ist sie besonders wichtig, eben wegen der bereits genannten Grundlagen für den startenden Zyklus.

Im Logbuch-Countdown von letzter Woche hat Oliver Fröhlich über das gemeinsame Schreiben in meinem Arbeitszimmer erzählt. In dieser Phase trudelten nebenbei etliche Mails von Michelle bei mir ein, die ich gleich mit Oliver besprechen konnte, weil wir bei konkreten Formulierungen in unserem Band 2799 schon etwas vorbereiteten oder anpassten.

Ja, es war eine spannende Zeit, aber ebenso eine Menge Arbeit. Die sich gelohnt hat, davon bin ich überzeugt. Ein neuer Abschnitt im Gesamtgeschehen beginnt diese Woche mit Band 2800 ... der Zeitriss verändert alles!

Eine wichtige Aufgabe des Exposés bestand darin, das Volk der Tiuphoren einzuführen und zu erklären, warum sie sind, wie sie sind. Welche kulturellen Eigenschaften bestimmen dieses Volk? Wie sieht die Historie aus, die sie geprägt hat?

Das Informationsdatenblatt dazu existiert in zwei Versionen. Die eine Fassung haben alle Autoren erhalten, damit sie sich einen Überblick verschaffen können. Die zweite enthält weitere Hintergrundinformationen, wie sie der Leser im Verlauf des nächsten Jahres in den Romanen kennenlernen wird.

Diese Geheimversion heißt bei mir »2800db_Tiuphoren_Mehr als im verschickten Datenblatt!!!«. Kein sehr eleganter Titel, das gebe ich gerne zu. Aber das muss ja auch nicht sein, solange die Informationen auf meinem Laptop schlummern. Doch trotz aller Vorbereitung: Auch für die Exposéautoren lauern garantiert einige Überraschungen hinter der Geschichte, da bin ich mir sicher.

Mit den Tiuphoren zieht jedenfalls ein ... böses Volk in die Handlung ein. Wobei »böse« das falsche Wort ist. Vielleicht sind sie einfach nur anders. Auf eine ganz besonders perfide Art.

Und nun bin ich extrem gespannt darauf, den »Zeitriss« in Händen zu halten. Natürlich gleich doppelt: Mit beiden Variantcovern. Ich rechne jeden Tag damit, die Belegexemplare aus dem Briefkasten ziehen zu können. Ich freu mich drauf, und ich bin überzeugt davon, dass dann wieder das gilt, was ich am Anfang schrieb: »Juchu!«

Christian Montillon