Logbuch: Wiener Dreierpack

4. Juni 2013

Dass PERRY RHODAN-Autoren einen Doppelband verfassen, also zwei Romane hintereinander, die zudem in einem inhaltlichen Zusammenhang stehen, ist nichts besonderes. Das kommt seit vielen Jahrzehnten immer wieder vor und erfreut sich großer Beliebtheit bei Autoren wie Lesern: Eine komplexe Handlung lässt sich über zwei Romane hinweg besser erzählen, die erzählerische Breite ermöglicht es zudem, Charakteren mehr Raum zu geben. Dass Autoren aber gleich drei Bände hintereinander schreiben, ist sehr selten.

Wenn alle Informationen stimmen, war Kurt Mahr jener Autor, der dies zum letzten Mal schaffte: Von ihm stammen die Bände 1159 bis 1161 – und das ist fast dreißig Jahre her. Umso interessanter ist deshalb der »Dreier-Block«, den Michael Marcus Thurner geschrieben hat und der in den nächsten Wochen unter den Bandnummern 2704 bis 2706 erscheinen wird. Sein Thema ist zudem eines, das bei den Lesern auf großes Interesse, aber nicht unbedingt auf große Gegenliebe stoßen wird ...

Das zeigt sich schon beim Titel des ersten Romans, der die Nummer 2704 trägt. In »Die Rückkehr der JULES VERNE« spielt ein Raumschiff eine wichtige Rolle, mit dem Perry Rhodan selbst schon durch Raum und Zeit gereist ist. Dieses Schiff und seine Besatzung stehen im Zentrum eines durchdachten Plans. Eine der Hauptpersonen des Romans ist darüber hinaus Reginald Bull, seit der Mondlandung ein Wegbegleiter Perry Rhodans; als weiterer Handlungsträger tritt unter anderem ein Geheimagent mit allerlei Problemen auf.

Der Autor, dem das Schreiben an der Trilogie – der Ausdruck ist hier angebracht – sichtlich Spaß gemacht hat, äußerte sich in seinem privaten Blog dazu: »Drei Heftromane haben in etwa die Länge eines PERRY RHODAN-Taschenbuchs, von denen ich schon einige geschrieben habe. Man könnte also glauben, dass ich problemlos damit zurechtkommen würde.« Immerhin soll jeder Roman einen eigenen Spannungsbogen haben, so dass er auch für sich allein stehen kann – und die drei Bände zusammen sollen wiederum eine zusammenhängende Geschichte erzählen.

Der Autor wechselt im Lauf seiner Trilogie durchaus die Perspektive: In Band 2705, der den schönen Titel »Die Sippe der Würdelosen« trägt, stellt er eine recht ausgefallene Gruppe von Lemurer-Abkömmlingen vor, und er präsentiert mit dem geheimnisvollen »Marschall« erstmals einen Handlungsträger, von dem man im Verlauf der weiteren Zyklushandlung wohl noch mehr hören wird.

Den Höhepunkt und Abschluss der Trilogie bildet dann – wie es sich gehört – der Abschlussband: Das ist Band 2706 mit dem programmatisch klingenden Titel »Sternengrab«. Ich fand das Manuskript schon bei der Lektüre sehr spannend, und ich bin sicher, dass es auch bei den Lesern auf große Zustimmung stoßen wird.

»Für mich persönlich ist diese Trilogie auf jeden Fall ein Highlight meiner bisherigen Karriere als Mitglied des PERRY RHODAN-Teams«, schreibt der Autor in seinem Blog. Damit hat er komplett recht: Die Trilogie ist auch ein Highlight der gesamten PERRY RHODAN-Serie und liefert für den aktuellen Handlungszyklus »Das Atopische Tribunal« einen echten »Kracher«.

Den sollte sich kein Leser entgehen lassen: weder als gedrucktes Heft am Kiosk oder im Abonnement noch als E-Book oder Download-Hörbuch!
 

Klaus N. Frick