Logbuch: PERRY RHODAN in Tutzing

25. November 2016

Die Akademie für politische Bildung in Tutzing war mir seit Jahren ein Begriff. Nie wäre ich auf die Idee gekommen, sie einmal zu besuchen; die Strecke erschien mir zu weit. Als ich im Frühjahr 2016 eine Mail aus dieser Akademie erhielt, war ich erst einmal irritiert – was wollte denn diese Bildungseinrichtung von mir?

Autorenlesung: Uwe Anton las in Tutzing sowohl PERRY RHODAN- als auch allgemeine Science-Fiction-Texte vor. Bild: Dominik Kühl.Wie es sich schnell herausstellte, hatte die Akademie vor, Science Fiction als Thema anzubieten; es wurde ein Seminar geplant, das sich ausdrücklich an Lehrerinnen und Lehrer an Gymnasien und Beruflichen Schulen richtete. Mit Dr. Michael Schröder, dem Dozenten für Medien und Kommunikationspolitik, konnte ich mich schnell einigen. Als zweiten Dozenten aus unserem Team wurde Uwe Anton eingeladen.

Die Veranstaltung lief unter dem Titel »Science Fiction und Fantasy in der Literatur«; sie dauerte vom 19. bis 21. September 2016. Die Eröffnungsveranstaltung bekamen Uwe Anton und ich nicht mit, ebenso wenig die ersten Programmpunkte am Montagmittag, 19. September 2016, sowie am Dienstag im Verlauf des Tages. Dabei ging es vor allem um die Fantasy-Literatur in ihren verschiedenen Ausprägungen.

UwAnthologie: Bei seiner Lesung präsentierte Uwe Anton auch das Buch »Venus ist tot«, das im Fabylon-Verlag erschienen ist. Bild: Dominik Kühl.e Anton fuhr am Vormittag des Dienstag, 20. September, in Wuppertal los und war am frühen Nachmittag in Karlsruhe. Wir trafen uns – höchst konspirativ – auf dem Parkplatz eines »McDonald's«; Uwe stieg in mein Auto um, und gemeinsam fuhren wir los. Während der Fahrt über die Autobahn diskutierten der Autor und ich über die aktuellen PERRY RHODAN-Exposés sowie über die geplante nächste Miniserie.

Wir kamen gut voran und gönnten uns eine gemütliche Fahrt durch die Dörfer entlang des Starnberger Sees. Wir erreichten pünktlich die Akademie in Tutzing, wo wir eincheckten. Beim Abendessen lernten wir einige der Seminarteilnehmer kennen, dann ging es schon los: Im großen Saal der Akademie las Uwe Anton aus seinen Texten vor.

Der Autor wählte ein abwechslungsreiches Programm und begann mit eiPräsentation: Der PERRY RHODAN-Redakteur Klaus N. Frick stellte die Serie und ihr multimediales Umfeld vor. Bild: Dominik Kühl.nem Text aus dem »allgemeinen« Kurzgeschichtenband, der vor einigen Jahren unter dem Titel »Venus ist tot« im Fabylon-Verlag erschienen ist. Bei der Geschichte ging es um einen Überwachungsstaat – berührend fand ich, dass die Geschichte aus dem Jahr 1980 stammt.
Die anderen Texte bezogen sich auf PERRY RHODAN: eine Story aus dem Kurzgeschichtenband »Tempus Fugit«, zwei Seiten aus dem Roman »Der Hetork Tesser« sowie den Anfang aus dem Roman »Die neue Menschheit«, der als erste Folge der Miniserie PERRY RHODAN-Stardust erschienen ist. 

Es schloss sich eine Diskussion mit den Lehrerinnen und Lehrern an. Nach dem offiziellen Ende ging es mit Gesprächen im »kleinen Kreis« weiter; einige Lehrer stellten sich als ehemalige PERRY RHODAN-Leser heraus.

WIm Garten: Vor dem Hintergrund des Starnberger Sees zeigten Klaus N. Frick, der PERRY RHODDAN-Redakteur, und der PERRY RHODAN-Autor Uwe Anton einige Produkte aus der größten Science-Fiction-Serie der Welt. . Bild: Dominik Kühl.eiter ging es am Mittwochmorgen. Nach dem Frühstück eilten wir schon in den Vortragsraum. Zuerst musste Uwe Anton auf die Bühne; in einem Werkstattgespräch wurde er zu seiner Arbeit  befragt – vom Moderator und den anwesenden Lehrerinnen und Lehrern. Zwischendurch musste ich den Raum verlassen: Ich wurde interviewt.

Danach saß ich auf der Bühne: eineinhalb Stunden lang wurden mir Fragen zu den unterschiedlichsten Themen gestellt. Ich hatte das Gefühl, dass Uwe und ich sehr ausführlich über PERRY RHODAN und Science Fiction informieren konnten. Danach nahmen wir noch ein Mittagessen in der Akademie zu uns und verließen Tutzing.

Reden wir nicht über die Rückfahrt: Wir standen bei Stuttgart stundenlang im Stau. Bis wir in Karlsruhe ankamen, war es schon dunkel. Und Uwe musste dann noch nach Wuppertal fahren – das dauerte ebenfalls. Trotzdem betrachtete ich die Veranstaltung unterm Strich als sehr positiv und gelungen. Gerne mal wieder!


Klaus N. Frick