Logbuch: Frankfurter Buchmesse 2015

22. Oktober 2015

Seit ich für PERRY RHODAN tätig bin und auf die Frankfurter Buchmesse fahre, ist unsere Science-Fiction-Serie mit einem Messestand vertreten. Der Oktober 2007 war eine Ausnahme, weil zu diesem Zeitpunkt kein Buchverlag mehr existierte und wir bei unserem Print-On-Demand-Partner einen Unterschlupf suchten; in anderen Jahren waren wir gelegentlich als Partner anderer Verlage dabei.

Im Herbst 2015 hatten wir erstmals keinen offiziellen Messestand – und auch keinen Stand, an dem wir uns beteiligten. Das hatte zur Folge, dass Katrin Weil und Klaus Bollhöfener vom Marketing sowie ich an getrennten Tagen und jeder für sich zur Buchmesse fuhren. Weil wir keinen eigenen Stand hatten, fielen viele Aufgaben weg, die es sonst im Rahmen einer Buchmesse gibt. Das wiederum führte dazu, dass ich deutlich entspannter und lockerer über die Messe spazieren konnte.

Am Freitag, 16. Oktober 2015, hatte ich im Verlauf des Tages eine Reihe von Terminen. Ich traf mich mit den Kollegen von Edel, von denen unsere Silberbände und die Platin Edition vertrieben werden. Später plauderte ich mit den Kollegen von Lübbe-Audio, bei denen die »Sternenozean«-Hörspiele nach wie vor im Programm sind; weitere Aktionen im Vertriebsgeschäft sind geplant. Selbstverständlich traf ich mich mit anderen Redakteuren sowie verschiedensten Autoren – allein beim Bummeln zwischen den Ständen hatte ich eine Reihe von netten Begegnungen.

Gern besuchte ich vor allem den Stand des CrossCult-Verlages, an dem unter anderem der neue PERRY RHODAN-Comic präsentiert wurde. Mir gefiel der Stand gut, die Kollegen dort erwiesen sich als freundlich und kompetent, und im Verlauf der Messe schaute ich immer wieder an dieser Stelle vorbei.

So raste der Tag vorüber, ohne dass ich zu sehr gestresst wurde. Zwischen den einzelnen Terminen sah ich etwas von der Messe und musste nicht immer sofort an den eigenen Stand zurück rennen ...

Den Ausklang am Freitagabend bildete das Galaktische Forum. In den Jahren 2001 bis 2014 war das die »Perry-Party«, wie die Veranstaltung von vielen Leuten genannt wurde; veranstaltet von der PERRY RHODAN-Redaktion und gedacht für Leute, die sich professionell mit Science Fiction und Fantasy beschäftigten. Da wir in diesem Jahr keinen Messestand hatten, gab's auch keine Party – aber eine Gruppe von Verlagsleuten griff unsere alte Idee auf und rief das Galaktische Forum einfach an neuem Ort und unter neuer Leitung ins Leben.

Das fand ich klasse: Mit Autoren und Lektorinnen, mit Grafikern und Agenturleuten stand ich in einer Bar in Frankfurt-Höchst zusammen, trank Cocktails und amüsierte mich sehr. Mein Abendessen kurz davor hatte ich mit dem Fantasy-Autor Kai Meyer in einem nahe gelegenen Restaurant eingenommen; solche Begegnungen sind für mich immer die Höhepunkte einer Buchmesse.

In der Nacht fuhr ich nach Hause, um am nächsten Morgen wieder nach Frankfurt zu reisen. Wieder hatte ich eine Reihe von Terminen. Unter anderem traf ich mich mit Autorinnen und Autoren, sprach mit Hans Greis von Eins A Medien über aktuelle Projekte und ließ mir die Situation im sich schnell verändernden Hörbuchgeschäft erläutern.

Meinen Messeabschluss erlebte ich dann am Samstag in Dreieich: Ich verließ die Messe einigermaßen zeitnah, aß unterwegs noch etwas und traf am späten Nachmittag im Bürgerhaus der kleinen Stadt ein. Dort fand zum wiederholten Mal der BuchmesseCon statt, bei dem ich mich dieses Jahr wieder sehr wohl fühlte.

Ich redete mit Fans und Autoren, plauderte vor allem angeregt mit Verena Themsen, schaute mir Programmpunkte an und fuhr gegen 21 Uhr weiter in Richtung Süden. Damit war die Buchmesse für dieses Jahr tatsächlich auch vorüber, schneller und stressfreier als sonst.
 

Klaus N. Frick