Logbuch: Expedition der besonderen Art

15. Januar 2013

Der aktuelle PERRY RHODAN-Zyklus läuft seit Band 2600, und jeder Leser hat wohl seinen ganz persönlichen Lieblingsschauplatz. Für manche dürfte das die Handlungsebene Terra sein: Die Erde und die anderen Planeten des Solsystems sind in diesen Romanen mitsamt der Sonne nicht mehr an ihrem üblichen Standort in der Milchstraße, sondern befinden sich in einem kleinen Universum, das eigentümlichen Gesetzen gehorcht.

Dort warten eine Reihe von Gefahren und Schwierigkeiten auf die Terraner, mit denen vorher niemand rechnen konnte. Unter anderem wurde die Sonne mit einer sogenannten Fimbul-Kruste überzogen, was dazu führt, dass kein Sonnenlicht mehr die Planeten erreicht und sich die Menschen mit technischen Mitteln behelfen müssen.

Im Verlauf der Handlung, die in den vergangenen Romanen geschildert worden ist, konnten die Terraner ihren Aktionsraum erweitern; längst wissen sie mehr über den Kosmos, in dem sie sich aufhalten, und können gewissermaßen in die Offensive gehen. Eine solche Offensive schildern zwei besondere Romane: Sie stammen von Leo Lukas und Wim Vandemaan und waren die zwei Bände, mit denen ich mein Arbeitsjahr 2012 abschließen konnte.

»Angriff der Nanokrieger« von Leo Lukas kommt am 8. Februar 2013 mit der Bandnummer 2686 in den Handel. In diesem Roman setzen die Terraner nicht nur massive Flottenverbände in Marsch, die sich in verschiedenen Sonnensystemen gegen ihre Gegner in Stellung bringen. Fast wichtiger ist ein geheimnisvoller Einsatz, der unter anderem von Toufec angeführt wird – der sogenannte Bund der Sternwürdigen setzt sich für die Menschheit ein, will direkt gegen die Sayporaner und ihre Macht antreten.

Dank Ynirt, einem auf Menschen seltsam wirkenden Wesen, erhalten die Einsatzkräfte weitere Einblicke in das System der Sayporaner. Ynirt, Toufec und die anderen treffen aufeinander, sie reisen miteinander, und sie teilen zeitweise dasselbe Schicksal. Ich fand die von Leo Lukas erzählte Geschichte auf allen Handlungsebenen spannend und mitreißend, und ich denke, dass es anderen Lesern ebenso gehen wird.

Mit Ynirt, Toufec und den Sayporanern haben wir es auch im Folgeband zu tun, ein Roman mit ungewöhnlichem Titel. Wim Vandemaan verfasste »Alles gerettet auf ewig«, der ein merkwürdiges Duell schildert: Toufec dringt in ein geheimnisvolles Bauwerk ein, trifft dort auf seltsame Gegner und muss eine Mission erfüllen, die alles andere als einfach ist.

Ich gestehe, dass ich persönlich ein Fan von Wim Vandemaans Romanen bin, und Band 2687 belegt das wieder aufs beste. Der Roman ist abwechslungsreich, er bringt gelungene Stimmungsbilder, und er verblüfft zumindest mich durch außergewöhnliche Perspektiven. Das bereitete mir bei der Lektüre großen Spaß, und ich bin mir sicher, dass sich dieser Spaß auch auf die Leser übertragen wird.

Für alle Fans der Handlungsebene Terra sind die zwei Romane sicher ein Höhepunkt des Zyklus, aber auch alle anderen dürfen sich auf zwei gelungene Bände freuen. Im Februar 2013 sind sie da, und ich bin auf die Reaktionen der Leser gespannt ...
 

Klaus N. Frick