Logbuch: Die Leipziger Buchmesse 2016

6. April 2016

Für Menschen, die in der Buchbranche arbeiten, wird das Jahr durch die Buchmessen in Leipzig und Frankfurt gegliedert. Immer im Frühjahr und im Herbst fährt unsereins auf eine Messe, trifft sich dort mit Kolleginnen und Kollegen, spricht mit vielen anderen Menschen und kehrt nach Hause zurück, den Kopf voller neuer Eindrücke. Das ging mir in diesem März 2016 nicht anders.

Leipziger Buchmesse 2016Ich fuhr am Freitag morgen, 18. März, in aller Gemütsruhe los. Im Auto hatte ich ein Hörbuch, die Straßen waren frei, meine Laune empfand ich als hervorragend. Ein längerer Stau auf der Höhe von Nürnberg verschlechterte meine Laune unwesentlich, und als ich gegen 14.20 Uhr in Leipzig eintraf, kam ich eigentlich zu spät für den ersten Termin. Entsprechend hektisch startete ich ins Messegeschehen ...

Unseren Stand fand ich sehr schön. PERRY RHODAN-Arkon und die Comics bildeten Schwerpunkte in der Gestaltung. Klaus Bollhöfener hatte die neue Miniserie und die neuen Comics ins Zentrum gerückt, weshalb auch die Autoren Marc A. Herren und Kai Hirdt vorrangig für die Signierstunden eingeteilt worden waren. Und Katrin Weil hatte den Standaufbau so gesteuert, dass alles klasse aussah. Wir waren direkt an der Fantasy-Leseinsel platziert, was zur Folge hatte, dass ständig junge Leute bei uns am Stand vorbeikamen.

Leipziger Buchmesse 2016: Die Miniserie PERRY RHODAN-Arkon wird präsentiertDas war für mich das Spannendste während dieser Messe: die vielen Gespräche mit den Besuchern. Vor allem in Leipzig gibt es zahlreiche junge Leute, die kommen und Fragen stellen. »Ich finde dieses PERRY RHODAN ja interessant, aber wo fange ich an?«, war eine ganz typische Frage. Andere erkundigten sich nach Hörbüchern und E-Books, viele freuten sich über die Comics, und wenn wir gewollt hätten, wäre unser Stand schon am Samstagmorgen leergekauft gewesen.

Aber natürlich dient so ein Stand unter anderem dazu, die Marke zu präsentieren. Das klappte sehr gut, fand ich. Selbstverständlich blieben ebenso Stammleser stehen oder Exleser, die mit Bemerkungen wie »lebt eigentlich diese Weltraumratte noch?« erheiterten.

Wichtig bei so einer Messe sind die Fachgespräche, die wir in unterschiedlichen Runden absolvierten. Mit den Kollegen von Edel unterhielten wir uns über die Möglichkeiten, stärker auf die Silberbände und die Platin Edition aLeipziger Buchmesse 2016: Marc A. Herren und Kai Hirdt im Gesprächufmerksam zu machen. Klaus Bollhöfener kümmerte sich um die Comics, Katrin Weil diskutierte über Shop-Lösungen und E-Books, ich hatte viele Autoren und Zeichner am Stand.

Und abends ging es weiter. Mit Marc A. Herren redete ich über die aktuellen Romane und Exposés von PERRY RHODAN-Arkon, mit Kai Hirdt sprach ich über PERRY RHODAN NEO, die Comics und die Spiele-App, für die er die Texte geschrieben hatte. Letztlich geht und ging es bei PERRY RHODAN und bei einer Buchmesse immer um Inhalte.

Auch wenn in der Berichterstattung über eine solche Messe – vor allem im Fernsehen – die »Show-Aspekte« in den Vordergrund gerückt werden, stehen doch die Inhalte im Zentrum. Die Leute kaufen Bücher, weil sie die Inhalte mögen, und unsere Leser mögen PERRY RHODAN, weil ihnen die Geschichten gefallen. Und das wird einemLeipziger Buchmesse 2016: Dirk Schulz zeichnet bei den vielen Messegesprächen immer wieder bewusst.

Als ich am Sonntagabend, 20. März, kurz nach 18 Uhr die Hallen verließ, befiehl mich ein wenig die Wehmut. So eine Messe bringt viele sehr positive Begegnungen mit sich, die ich danach immer sehr vermisse – letztlich unterhält man sich das ganze Wochenende über mit Leuten, die ähnliche Interessen haben und sich für Bücher im Allgemeinen, Science Fiction im Besonderen und PERRY RHODAN im ganz Besonderen interessieren ...
 

 

Klaus N. Frick