Logbuch: Die Buchmesse in Leipzig im Jahr 2012

29. März 2012

Das Wetter sorgte auf jeden Fall für strahlende Gesichter. Während der gesamten Buchmesse-Zeit schien die Sonne, es war frühlingshaft warm. Viele Besucher saßen im Freien herum und bevölkerten die Flächen außerhalb der Hallen.

Auch die PERRY RHODAN-Redaktion besuchte die diesjährige Messe. Ich selbst war vom Donnerstag, 15. März, bis Sonntag, 18. März 2012, vor Ort. Wie in den letzten Jahren war unser Stand in der sogenannten Comic-Halle. Hier tummelten sich vor allem Manga-Kids, Comic-Fans und jüngeres Publikum - eine schöne Möglichkeit, junge Leute mit PERRY RHODAN in Berührung zu bringen.

Das übrigens ist für mich ein wichtiges Ziel auf der Buchmesse in Leipzig: Ich trat mit Lesern in direkten Kontakt. Dutzende von Jugendlichen standen jeden Tag am Messestand, betrachteten unsere Bücher, nahmen sie manchmal fast schon andächtig aus den Regalen und sahen sie staunend an. Zahlreiche Fragen mussten beantwortet werden, mit vielen Lesern kam ich in Gespräche - das ist immer wieder spannend.

Natürlich hatten wir zahlreiche »reguläre Termine«, sprich, wir unterhielten uns mit Autoren und Zeichnern, mit Journalisten und Vertretern ausländischer Verlage, mit Kollegen anderer Verlage oder mit Partnern. Wir sprachen über neue Projekte, mögliche Kooperationen und neue Lizenzen. Wie immer ist die Buchmesse ein Treffen, bei dem man viele Ideen spinnt, und es können nicht alle Ideen so umgesetzt werden, wie man es sich vorstellt.

In diesem Jahr besuchte ich keine Lesung außerhalb des Messegeländes. Das ist eigentlich schade, denn »Leipzig liest« lädt an den Messetagen zu Hunderten von Veranstaltungen, andererseits ging es einfach nicht. An jedem Abend war ich unterwegs, und ich war hinterher immer froh, nicht zu viel Termine wahrgenommen zu haben.

Am Freitagabend ging ich beispielsweise mit Frank Borsch, Dirk Schulz und Heidrun Imo in die Moritzbastei, wo alljährlich die Buchhändler-Party stattfindet. Dort traf ich Kollegen der Verlage Heyne und Piper, Lyx, Carlsen und Ullstein - um nur einige zu nennen -, unterhielt mich mit Autoren wie Kai Meyer, Michael Peinkofer und Markus Heitz und trank das eine oder andere Bier.

Schön fand ich die Autogrammstunden bei uns am Stand: Dirk Schulz zeichnete mit einer wahren Engelsgeduld allerlei Bilder in die Bücher von Besuchern, Frank Borsch diskutierte mit den Besuchern über NEO und die anderen laufenden Projekte. Frank hatte darüber hinaus eine Lesung, in der er am Sonntag vor allem jugendlichen Besuchern die Serie nahebrachte.

Als Heidrun Imo und ich am Sonntagabend mit dem Auto von Leipzig zurück nach Karlsruhe fuhren, waren wir uns einig: Wie immer war die Buchmesse Leipzig eine Veranstaltung, die anstrengend, aber gleichzeitig befriedigend war. Eigentlich freue ich mich schon aufs nächste Jahr ...

Klaus N. Frick