Logbuch: Das erste NEO-Autorentreffen

13. September 2013

Manchmal müssen Ereignisse spontan stattfinden – dann laufen sie mit am besten ab. So auch bei der Veranstaltung, die am Freitag, 6. September 2013, im Allee-Hotel in Karlsruhe stattfand: Zum ersten Mal trafen sich mehrere Autoren der Science-Fiction-Serie PERRY RHODAN NEO, um über Ideen und Inhalte, Leserkontakte und Fan-Diskussionen zu sprechen.

Schon seit längerem trug ich mich mit dem Gedanken, auch die NEO-Autoren »an einen Tisch« zu bringen. Bei PERRY RHODAN gibt es mindestens einmal im Jahr eine Autorenkonferenz, bei NEO hatten wir das bislang nicht. Im Verlauf der vergangenen zwei Jahre entwickelte sich aber bereits eine Art NEO-Team, und so lag es nahe, einige der NEO-Mitwirkenden recht spontan zu einem Treffen nach Karlsruhe zu bitten.

Die Autoren sowie Helmut Ehls als Lektor der Serie trafen pünktlich zum Mittagessen ein, danach gingen wir in den Besprechungsraum. Dort informierte ich über den aktuellen Stand der Dinge: Ich berichtete über die Auflagenentwicklung, die sich vor allem im E-Book-Bereich sehr positiv darstellt, die aber im Print-Bereich eine »stärkere Belebung« brauchen könnte. Danach forderte ich die Autoren auf, aktiv daran mitzuwirken, PERRY RHODAN NEO stärker im Handel zu präsentieren.

In der folgenden Diskussion forderten die Teilnehmer unserer Runde unter anderem eine eigene Internet-Seite für PERRY RHODAN NEO, damit die Serie klarer positioniert werden könnte. Zudem sprachen sie sich dafür aus, enger mit den Lesern zu kommunizieren. »Warum gibt es keine NEO-Fan-Romane, warum keine NEO-Fanzines?«, wurde beispielsweise gefragt.

Die Ausstattung der Romane wurde ebenfalls diskutiert. Dass wir keine Leserseite veröffentlichten, leuchtete ein – aber man sollte doch eine Art Einleitung bringen. Könnte ein Glossar helfen, die wesentlichen Begriffe zu erklären, benötigen wir einen »Personenkasten« wie in der Erstauflage? Oder sollen solche Dinge einfach nur verstärkt im Internet präsentiert werden?

Alexander Huiskes hatte eine umfangreiche Zitatesammlung mitgebracht, die er als Ausdruck verteilte: »Wünsche aus dem NEO-Forum im Wortlaut«, so lautete ihr Titel, und vor allem in den kurzen Pausen wurden diese Leser-Argumente besprochen. Allen war und ist klar, dass nicht alle Wünsche erfüllt werden können; einige wesentliche Punkte hoffen wir aber, in Angriff zu nehmen.

Selbstverständlich gab es auch inhaltliche Diskussionen. Als Exposéautor gab Frank Borsch einen inhaltlichen Ausblick zu den möglichen Staffeln und Handlungsbögen bis Band 100. Engagiert diskutierten die Autoren dann über den Konflikt zwischen Arkoniden und Maahks, über den Sinn und Unsinn von Mutanten, über Zellaktivatoren und das ewige Leben, über attraktive Handlungsträger und originelle Schauplätze, über Thora und Perry sowie zahlreiche weitere Ideen und Überlegungen.

Die Autoren brachten eigene Vorschläge zu Handlungskonzepten ein, und ich stellte nicht zum ersten Mal fest, dass bei solchen Konferenzen immer genügend Ideen für zwei Serien zustande kämen ...

Nach einer Kaffeepause ging es um stilistische Fragen bei NEO, um das Marketing für die Serie oder um die Exposésteuerung durch Frank Borsch. Die Diskussionsteilnehmer schilderten ihre Erfahrungen zu seinem System und lieferten hilfreiche Rückmeldungen.

Gegen 18 Uhr endete das erste NEO-Autorentreffen, und die Kollegen konnten ihre jeweilige Heimreise antreten. Ich bin sicher, dass es nicht das letzte Treffen gewesen ist ...

Klaus N. Frick