Christian Montillon: Das sechste Logbuch der Expokraten Autorenkonferenz 2013

19. November 2013

Ein Höhepunkt des PERRY RHODAN-Jahres ist zweifelsohne die jährliche Autorenkonferenz; alle Teamautoren versammeln sich im Zentrum der Macht, um die Weichen für die Serienzukunft zu stellen. In diesem Jahr reisten außerdem zwei Titelbildzeichner an, um am Austausch teilzunehmen und kreativ mitzugestalten.

So war der Besprechungsraum gut gefüllt, als Klaus N. Frick am Freitag, 8. November 2013, nachmittags alle Teilnehmer begrüßte ... Sabine Kropp, Klaus Bollhöfener und Katrin Lienhard aus der Redaktion mit eingeschlossen. Es gab eine Menge zu besprechen, die Tagesordnung für das Wochenende platzte aus allen Nähten. Marketing, neue Produkte, Teamsituation, Pläne, Leserreaktionen, PR-Report, Leserkontaktseite, Innenillustrationen, Cover und, und, und ...

Was steht an? Was war im letzten Jahr gut gelaufen, was schlecht? Was könnte besser laufen? Was sagen die Leserreaktionen und die Verkaufszahlen (über die ich hier kein Wort verlieren werde ...)?

Irgendwann brachen wir die Besprechung ab und wanderten ins Hotelrestaurant, wo munter weiterdiskutiert wurde, diesmal in kleinen Grüppchen und abgelenkt von leckeren Düften. So waren wir alle fit für den Samstag, an dem es gleich weiterging.

Bald schlug die Stunde der Expokraten – einerseits mit einem Handlungsausblick, andererseits mit Fragen wie »Was gefällt euch an der neuen Art der Exposés gut, was nicht?«. Es ging um Details: Welche Hinweise und Methoden sind praktisch, welche eher hinderlich? Was können Wim und ich als dualer Exposéautor anders machen? Wo vielleicht den Roman schon in dieser Phase genauer auf den jeweiligen Autoren zuschneiden?

Die Antworten waren so kreativ, wie man es mit einem Raum voller kreativer Köpfe erwarten kann: »Manchmal können die Exposés auch weniger ausführlich sein« kam genauso zur Sprache wie »Manchmal können die Exposés auch ausführlicher sein« ... und das bezog sich jeweils durchaus auf exakt dasselbe Thema.

Dennoch kristallisierten sich ein paar Punkte heraus, die Wim und ich in Zukunft etwas anders handhaben wollen. Details, die die Arbeit erleichtern sollten.

Unsere neue Teamautorin Michelle Stern sah die ganze Zeit über recht zufrieden aus und streckte auch gleich die Hand, als es darum ging, dass die Aufgabe XYZ neu ansteht. Nein, langweilig wird es ihr bestimmt nicht werden in den nächsten Jahren. Gut so!

Über die inhaltliche Diskussion zum laufenden Zyklus verrate ich an dieser Stelle nichts – außer, dass es bei mir irgendwann »Klick« machte und ich plötzlich verstand, wie manche Entwicklungen zusammenhängen. Oder, genauer gesagt: Wir kannten vorher schon diese Puzzleteile und wussten, dass sie zum Gesamtbild gehören; aber nun sah ich vor mir, wie sie sich zusammenfügten und eine ganz logische Abfolge ergaben.

Unsere Gespräche reichten bis Band 2850, vereinzelt sogar darüber hinaus, und thematisierten natürlich den nächsten Jubiläumsband 2800.

Oder soll ich doch ein paar Stichworte nennen, die derzeit in der Expokratenküche brodeln und mit denen auch die versammelte Autorenmannschaft jonglierte? Na gut. Atlan war ein Thema. Wir sprachen über Fälschungen. Und Richterschiffe. Über eine besondere Stadt.

Die Geheimnisse des Atopischen Tribunals werden offenbar, wenn die Atopie in den Mittelpunkt rückt.

Und ein alter Freund erhält ein besonderes Denkmal.
 

Christian Montillon