Ausstellung »Science Fiction in Deutschland« in Bonn Eine Kolumne von Robert Vogel, unserem »Rasenden Weltraum-Reporter«

29. November 2012

Am Donnerstag, 22. November 2012, wurde im Bonner Haus der Geschichte die Wechselausstellung »Science Fiction in Deutschland« eröffnet. Mit anwesend war Robert Vogel, der als »Rasender Weltraum-Reporter« geladen war. Hier ist sein Bericht:

Bei der Eröffnungsfeier vor vollem Haus unterhielt sich Stiftungspräsident Hans Walter Hütter mit Ehrengast Andreas Eschbach über das Thema. Dabei kam die Frage auf, warum der Autor ausgerechnet für PERRY RHODAN einen Gastroman geschrieben hat. Seine Antwort: »Weil es Spaß macht und es für mich sozusagen der Ritterschlag war.« (Wobei man den Eindruck hatte, dass Hütter mit dem letzten Teil der Antwort wohl wenig anfangen konnte ...)

Dann wurde mit dem nach Hausrezept zusammengestellten »Light«-Fassung des SF-Kult-Drinks Vurguzz angestoßen, den es für die geladenen Gäste gleich an der Vurguzz-Bar gab. Aus der Science-Fiction-Szene waren etliche Fans unter anderem vom Kölner Stammtisch anwesend. Dazu kamen der PERRY RHODAN-Autor Wim Vandemaan sowie Inge Mahn, die Witwe der PERRY RHODAN-Autoren William Voltz und Kurt Mahr.

Danach hatte man die SF-Ausstellung: Bei der Eröffnung am 22. November kamen viele Besucher ins Bonner »Haus der Geschichte«. (Bild: Robert Vogel)Gelegenheit, sich die Ausstellung in Ruhe zu betrachten. Der Eingang wird unübersehbar von einem lebensgroßen Alien aus dem gleichnamigen Film »bewacht«. Das Innere der kleinen, aber feinen Ausstellung ist wie das Innere eines Raumschiffs gestaltet.

In mehreren Räumen wird die Wechselwirkung von SF und Zeitgeschichte auf Deutschland aufgezeigt. Es geht von den Anfängen (Fritz Langs Filme »Metropolis« und »Die Frau im Mond«) über die in Monster- und Invasionsfilme umgesetzte Angst vor der Atombombe und dem Wettrüsten der 50er-Jahre, die Technikbegeisterung der 60er-Jahre, die düsteren Zukunftsvisionen der 70er-Jahre bis hin zur Gegenwart und den Einfluss von SF-Kultphänomenen wie »Star Wars« und »Star Trek«. Auch die beiden Urgesteine der deutschen SF, natürlich PERRY RHODAN und »Raumpatrouille« sind angemessen vertreten.

Die Ausstellung bietet auf kleinem Raum eine sehr interessante Mischung von Exponaten: Bücher, Modelle, Multimedia-Präsentationen und anderes. Wenn man an die Decke schaut, erblickt man vor einem phantastischen Sternenhintergrund das Raumschiff Enterprise sowie die Rakete aus dem Film »Erster Flug zur Venus«.

Ist die Ausstellung die Reise wert? Meine Empfehlung: auf keinen Fall verpassen!

Jemand, der sich nicht besonders in Sachen SF auskennt, wird innerhalb von wenigen Minuten alles gesehen haben, aber für einen Fan bietet das »Ausstellungs-Raumschiff« viele kleine Juwelen, mit denen man etliche interessante Stunden verbringen kann.

Was das alles ist? Das soll man schon selbst erkunden. Ich habe den letzten Raum erst dann verlassen, als ein Mitarbeiter die Lichter ausgeschaltet hat…und das will etwas heißen.

Die Ausstellung bleibt noch bis zum 10. März 2013 in Bonn. Die Öffnungszeiten sind: Dienstag bis Freitag von 9 bis 19 Uhr; Samstag und Sonntag von 10 bis 18 Uhr. Der Eintritt ist übrigens frei.

Hier gibt's weitere Impressionen zur Ausstellung.