Die Redaktion empfiehlt: »Mark Brandis Raumkadett – 1 und 2« von Balthasar von Weymarn Jugendabenteuer eines Raumfahrers

18. März 2015

Wenn es eine Science-Fiction-Serie aus dem deutschsprachigen Raum gibt, die ich – neben PERRY RHODAN selbstverständlich – stets geschätzt habe, dann ist es »Mark Brandis«. Die Romane erschienen in den 70er-Jahren und begeisterten mich als jugendlichen Leser. Seit einigen Jahren werden sie in moderne Hörspiele umgesetzt, die mir ebenfalls gefallen.

Seit dem Jahr 2014 rundet das »Mark Brandis«-Team die Serie akustisch ab: Es gibt jetzt auch Jugendabenteuer des Raumfahrers, die vor der eigentlichen Serie angesiedelt sind. Erschienen sind bereits vier Hörspielfolgen, und die ersten zwei Teile der Reihe »Mark Brandis Raumkadett« habe ich mittlerweile gehört. Um es vorwegzunehmen: Wer an spannender Science-Fiction-Unterhaltung im Hörspiel seinen Spaß hat, der wird diese neue Serie mögen.

Wenn man es genau nimmt, steht über den »Raumkadett«-Abenteuern ein fast schon prophetischer Satz: »Jede Reise, über die es sich lohnt zu erzählen, beginnt mit dem ersten Schritt ins Unbekannte.« Die Hörspiele schildern also die ersten Schritte des späteren Commanders und Weltenretters Mark Brandis – wobei sich die wichtigsten Charakterzüge des Helden schon früh genug zeigen.

Das merkt man gleich in der ersten Folge. In »Aufbruch zu den Sternen« ist Mark Brandis ein Jugendlicher, der davon träumt, irgendwann zu den Sternen zu fliegen. Dabei schreckt er auch vor Hindernissen nicht zurück: So bricht er beispielsweise in ein Ausbildungszentrum für Astronauten ein – was später nicht gerade als positiv betrachtet wird. Aber der Jugendliche geht seinen Weg, schmuggelt sich an Bord eines Raumfrachters und kommt so tatsächlich ins All. Dass die Besatzung des Schiffes alles andere als erfreut über den Blinden Passagier ist, versteht sich von selbst, und sehr schnell hat Mark eine Reihe von neuen Problemen ...

Als ähnlich aufmüpfiger Charakter trumpft der junge Mann auch in der zweiten Folge auf. In »Verloren im All« hat er es doch geschafft, auf die Astronautenschule zu kommen. Mit anderen Kadetten zusammen tritt er zu seinem ersten offiziellen Raumflug an. Selbstverständlich geht einiges schief: Bei einer Forschungsreise wird das Schiff angegriffen und rast danach führerlos ins All hinaus. Nur Mark Brandis mit seinen Ideen und die Zusammenarbeit des ganzen Teams bieten eine Chance, dem Verhängnis zu entkommen ...

Soweit zu den Inhaltsangaben der zwei Hörspiele. Was ich spontan gut fand: Die hohe Qualität der »Mark Brandis«-Produktionen ist auch beim »Raumkadetten« vorhanden; die Produzenten haben nicht gespart, sondern setzen ebenfalls auf gute Sprecher und gute Geräusche. Die Szenen sind spannend, sie bauen aufeinander auf, der Handlung kann man jederzeit folgen. Geräusche in einem fliegenden Raumschiff wirken glaubhaft, die Spannung junger Menschen unter Lebensgefahr fand ich ebenfalls glaubwürdig dargestellt.

Dass Mark Brandis für sein Alter schon viel zu schlau agiert und eigentlich immer mehr weiß als alle anderen, ist der Tatsache geschuldet, dass er der »Held« ist. Spannend sind die Geschichten allemal, als Science-Fiction-Fan kommt man auf seine Kosten. Technische Details werden nicht ausgewalzt, wissenschaftlich korrekt hört sich aber alles an.

Insgesamt sind die zwei Hörspiele ein richtig guter Start. Sie machen neugierig auf die weiteren Folgen, und ich bin sehr optimistisch, dass die Serie gut ankommen wird. Ich freue mich auf jeden Fall schon jetzt auf die weiteren Abenteuer von »Mark Brandis – Raumkadett«!

Die Hörspiele kosten im Einzelhandel durchschnittlich 8,99 Euro – wenn man sie als CD kauft. Im Download gelten selbstverständlich wieder andere Preise.

Weitere Informationen sowie Hörproben gibt es auf der eigens eingerichteten Internet-Seite zu »Mark Brandis«, im speziellen »Raumkadett«-Bereich geht's dann um die Jugendabenteuer.

Klaus N. Frick