William Voltz


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Er war »Mr. PERRY RHODAN«


Der Schriftsteller, Redakteur und Herausgeber William Voltz wurde 1938 in Offenbach geboren. Bereits in seiner Jugend interessierte sich der junge Mann, den die meisten Zeit seines Lebens nur »Willi« nannten, für Science Fiction und artverwandte Literatur. Darüber hinaus las er auch gern moderne amerikanische Autoren wie beispielsweise John Steinbeck.

Er kam sehr früh in Kontakt zur Fan-Szene, trat dem Science-Fiction Club Deutschland e.V. sowie anderen Fan-Vereinigungen bei und veröffentlichte erste Texte. Mit eigenen Fan-Zeitschriften machte er auf sich aufmerksam, spätestens da bemerkten ihn die Profi-Autoren. Als erste »offizielle« Veröffentlichung erschien im Herbst 1958 sein Science-Fiction-Roman »Sternenkämpfer« innerhalb der UTOPIA-Reihe.

Zahlreiche professionelle Veröffentlichungen folgten, er schrieb aber weiterhin auch für Fan-Zeitschriften. 1961 wurde William Voltz sogar zum besten Fan-Autor des deutschsprachigen Raumes gewählt.

Über die Fan-Kontakte lernte er K.H. Scheer kennen, der 1961 die PERRY RHODAN-Serie aus der Taufe hob. Der Kontakt der beiden Autoren wurde enger, und bereits 1962 konnte Voltz seinen ersten PERRY RHODAN-Roman veröffentlichen. »Das Grauen« kam mit der Bandnummer 74 in den Handel – der Roman faszinierte viele Fans und ebnete der weiteren Karriere des jungen Schriftstellers den Weg.

Schnell etablierte sich Voltz als Stammautor. Vor allem die ungewöhnlichen Figuren – etwa der Cheyenne-Indianer Don Redhorse oder später der Transmittergeschädigte Alaska Saedelaere – hoben seine Romane über die Romane seiner Kollegen hinaus. Er wagte stilistische Experimente, brachte bereits früh eine »kosmische Komponente« ein und erweiterte behutsam den Horizont der PERRY RHODAN-Serie.

Als 1969 die Schwesterserie ATLAN entstand, war Willi Voltz mit dabei. Er verfasste ATLAN-Romane, später zeichnete er für die ATLAN-Exposés verantwortlich. Als 1973 die Fantasy-Serie »Dragon« startete, der erste deutschsprachige Versuch in dem damals noch ganz neuen Literatur-Genre, bildeten drei Voltz-Romane den Einstieg in einen neuen Serienkosmos.

Im Verlauf der 70er-Jahre wurde sein Einfluss auf die PERRY RHODAN-Serie immer stärker: Er beriet K.H. Scheer bei seiner Arbeit und löste ihn 1974 als Exposéautor ab. Danach veränderte Voltz die Handlung. PERRY RHODAN wechselte den Schwerpunkt von einer action-orientierten Serie hin zu einem kosmischen Epos, das auch Fragen nach der Existenz des Menschen stellte.

Unter seiner Ägide wurde der PERRY RHODAN-Kosmos durch Superintelligenzen und Kosmokraten, durch Organisationen wie die Ritter der Tiefe und Jahrmillionen überdauernde Konflikte bereichert. Als er am 24. März 1984 starb, hinterließ sein Tod eine große Lücke.