Erweiterte Realität

06.03.2012 23:21 von Robert Vogel

tl_files/comic/images/Kolumnen/vogel_klein.jpgRobert Vogel, der »Rasende Weltraumreporter«, berichtet aus den High-Tech-Werkstätten der European Space Agency (ESA):

»Was gestern noch ein Märchen war, kann morgen Wirklichkeit sein ...« So oder ähnlich wie der Vorspanntext von »Raumpatrouille« könnte man folgende Meldung aus der ESA-Forschung der interpretieren, auf die ich gerade gestoßen bin:

»Erweiterte Realität verspricht Astronauten medizinisches Sofortwissen - Anwendungen auch für PERRY RHODAN-Leser und Autoren möglich!«

Konkret: Ein neues, von der ESA entwickeltes »Erweitertes Realitäts-System« stellt Astronauten medizinisches Sofortwissen bereit. Sie brauchen lediglich einen Datenhelm aufzusetzen und erhalten bei medizinischen Diagnosen oder sogar bei Operationen 3D-Unterstützung. Bei diesem System wird die reale mit der virtuellen Welt kombiniert, indem das tatsächliche Blickfeld des Trägers präzise um Ebenen computergenerierter Darstellungen ergänzt wird.

Zukünftige Astronauten, die sich weiter in den Weltraum hinaus wagen, müssen in der Lage sein, sich gegenseitig zu behandeln. Je nach Entfernung von unserem Heimatplaneten ist der Funkverkehr mit Experten auf der Erde entweder völlig unmöglich oder aber mit langen Signallaufzeiten verbunden. Im Datenhelm werden 3D-Hinweise eingeblendet, die den Anwender anleiten. Diese werden durch den Abgleich der entsprechenden Körperstellen eines »virtuellen Menschen« und des registrierten Patienten generiert.

Soweit der Text der ESA, den ich wortwörtlich zitiert habe. Kaum hatte ich den Text gelesen, erschienen mir im nächsten Moment Anwendungsmöglichkeiten vor meinem inneren Auge, die sowohl PERRY RHODAN-Lesern als auch Autoren zugute kommen könnten.

Grundvoraussetzung wäre »nur«, die Perrypedia sowie die bei Rainer Castor gehorteten Datenmengen abzugleichen und in einen solchen Datenhelm zu integrieren. Stellt Euch vor, Ihr bekommt den neuesten PR-Roman - als Heft, E-Book oder Hörbuch. Ihr setzt Euch den Datenhelm auf, und in dem Moment, in dem ein passendes Stichwort in Bild oder Ton auftaucht, springt der Datenhelm an und projeziert Euch die passenden Hintergrundinformationen sofort und direkt vor die Nase.

Die Vorteile: kein lästiges Strapazieren des Gedächtnisses, kein zeitraubendes Nachschlagen mehr im Internet oder in alten Heften, Du weißt sofort, was Sache ist!

Sogar für Neuleser wäre solch ein Datenhelm eine ideale Einstiegshilfe. Allerdings müsste man die angezeigten Hintergrundinfos sehr komprimieren, sonst kommt der Neuleser vor lauter Daten-Overkill gleich nach dem Lesen der Einleitung um den Verstand!

Auch für Autoren könnte auf diese Weise zeitraubende Recherche-Zeit eingespart werden. Sie könnten sich dann auf das Schreiben von spannenden Geschichten konzentrieren, ohne immer wieder kapitelweise technische Beschreibungen kopieren zu müssen ...

Der vollständige ESA Artikel findet sich übrigens hier.

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