PERRY RHODAN Infotransmitter
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Qapla’!

Rainer Nagel


Die erste Herausforderung: der Infotransmitter mit dem »Q«. Nicht einfach, das … Querionen, Quostoht, Quiryleinen … ne, passt alles nicht, und »Quatschen wir doch ein wenig über PERRY RHODAN« wäre vielleicht ein klein wenig zu flapsig.

Für die Begrüßung musste ich mich also bei »Star Trek« bedienen: »Qapla’!« ist Klingonisch und bedeutet »Erfolg!«, kann aber auch als Grußformel genutzt werden. Wir haben ja Autoren mit expliziter »Star Trek«-Vergangenheit (z.B. Uwe Anton), und bei den demnächst bei Cross Cult herausgegebenen deutschen »Star Trek«-Romanen sind mit Bernd Perplies und Christian Humberg zwei Autoren am Werk, die in der PR-Szene keine Unbekannten sind. Passt schon.

Meine Kleinen waren am Dienstag zu einer Rechercheübung in der hessischen Landesbibliothek. Während einer freien Recherchephase sagte die Bibliothekarin: »Die suchen ja wirklich nach Büchern zum Thema und schreiben sich Sachen heraus. Das haben wir bei Schülergruppen nicht oft.« Offensichtlich haben sie sich ein Beispiel an Atlan genommen, der ist auch immer noch eifrig auf Informationssuche in den Jenzeitigen Landen.

Zumindest tut er das in den aktuellen Exposés und damit der Finalen Stadt. Er kommt seinem Ziel allmählich näher. Dabei erfahren wir auch, wer der Verbündete der Terraner im Atopischen Tribunal ist und wer ihr ganz persönlicher Gegner. So langsam schließt sich der (zugegebenermaßen recht komplexe) Kreis, der in Band 2700 begonnen wurde. In den aktuellen Romandateien sucht auch Perry Rhodan nach Informationen, geht dabei allerdings eher experimentell-praxisorientiert vor. Wird das ParaFrakt-System funktionieren?

Auf jeden Fall wird dieser Infotransmitter funktionieren. Es gibt Neues zu PERRY RHODAN-Arkon, den Planetenromanen und NEO. Wir erzählen vom PR-Programmpunkt  auf der diesjährigen FedCon und tragen eine Reihe von Ergänzungen zu früheren Infotransmittern nach. »Hinter den Materiequellen« widmet sich dem Rauchen in der PERRY RHODAN-Serie.

Quo vadis, Arkon?

Arkon-Cover Band 8 von Dirk Schulz
Während ihr euch seit letzter Woche mit Sahiras Qualen und Prüfungen auf Aralon beschäftigen könnt, sind wir schon wieder ein wenig weiter. Björn Berenz hat uns auf die »Welt der Mediker« entführt, und ich verrate sicherlich nicht zu viel, wenn ich sage, dass das letztlich einem gewissen Ara nicht wirklich gut bekommt – aber das hat in der Serie bereits seit dem ersten Auftauchen der Galaktischen Mediziner Tradition.

Wir erinnern uns an Guckys Aktion in Band 45 der Erstauflage (»Seuchenherd Aralon« von Clark Darlton), damals, Juli 1962. Das ist der Roman, in dem wir erfahren: »Allein der Plan, den er entwickelte, war spannend wie ein utopischer Roman.« Und der Roman, in dem Gucky unsere Helden aus der Todesfalle eines ungebremst nach unten stürzenden Lifts befreit, dessen Hebel ein todesmutiger Ara (der dann auch das einzige Opfer bleibt) abgebrochen (!) hat.

Kennt ihr eigentlich schon das Interview mit Björn Berenz zu seinem Roman?

Auf Aralon schlägt dann auch in Band 8 »Die Stunde des Smilers«, in Szene gesetzt von Michael Marcus Thurner in seinem zweiten Beitrag für unsere Miniserie. Nächsten Freitag gibt es also ein Wiedersehen mit Ronald Tekener und Imperator Bostich. Goloshir taucht auch kurz auf, ohne allerdings viel glücklicher zu wirken. Und wir lernen eine Seite Aralons kennen, die uns bislang unbekannt war.

Nach Kai Hirdts »Flotte der Verräter« (Band 9) am 13. Mai ist auch Nummer 10 schon fertig. Er wurde von Arkon-Spezialistin Verena Themsen verfasst und trägt den Titel »Hüter der Gedanken«. Die Autorin schildert eine sehr schön gemachte Lebensgeschichte aus der Endphase der Archaischen Periode, die auch für all jene interessant sein sollte, die sich bislang von Arkon ferngehalten haben – immerhin erfahren wir, wie die Arkoniden zu ihrem Extrasinn kamen … und erahnen so langsam, was im Jahre 1402 NGZ im Reich der Arkoniden abgeht. Mehr dazu aber ein anderes Mal.

Die Arkon-Edition ist übrigens nach wie vor bestellbar. Weitere Informationen findet ihr hier.


Qualität bei Zaubermond

PERRY RHODAN-Planetenromane 53/54 – Cover von Arndt Drechsler
Aktuell ist bei Zaubermond der Planetenroman-Doppelband 51/52 mit zwei Agentenromanen von Kurt Mahr erschienen: »Die Fremden aus dem Mikronebel« sowie »Bomben auf Karson«. Unter anderem treffen wir dabei auf den noch jungen Julian Tifflor (was angesichts des aktuellen Geschehens in der Erstauflage durchaus seinen Reiz hat) und können ein Wiedersehen mit Meech Hannigan feiern, dem »Robot-Sergeant« – einer gleichsam klassischen Mahr-Figur aus den frühen Tagen der Heftromanserie.

Am 6. Mai geht es dann mit zwei Romanen von Peter Terrid weiter: »Unsterblichkeit x 20« und »Aufstand der Posbis«. Ersterer schließt eine Handlungslücke in der Serie, indem er den Verbleib der in Band 113 (»Die Wunderblume von Utik« vom November 1963 – hey, schon wieder ein Mahr!) an die Antis ausgegebenen zwanzig Zellaktivatoren klärt, in letzterem erfahren wir durchaus beunruhigende Dinge über die Posbis aus der Spätphase des Krieges gegen die Meister der Insel. Beide Romane sind sauber in ihre Serienhintergründe eingepasst (darin war Peter Terrid bekanntlich richtig gut) und machen Spaß.

Kürzlich habe ich das Manuskript für Band 59/60 abgegeben. Dieser wird die beiden einzigen Planetenromane von Falk-Ingo Klee enthalten, der in der ATLAN-Serie sehr aktiv war. Beide sind in der Zeit zwischen Band 599 und 600 angesiedelt, verschaffen uns also einen Einblick in die Spätphase des Solaren Imperiums.

Und sobald ich mit Arkon 11 fertig bin, geht es für Zaubermond an die nächsten beiden Tekener-Romane von H.G. Francis – hier sehen wir nicht zuletzt das erste Auftauchen von Sinclair Marout Kennon.

Und wenn wir gerade dabei sind, erwähnen wir noch einmal gerne, dass ihr die Planetenromane auch direkt bei Zaubermond abonnieren könnt, das macht vieles einfacher.


Quelle allen Posbi-Übels

NEO-Cover Band 120 von Dirk Schulz
Richtig, die Posbis-Staffel bei PERRY RHODAN NEO kommt zu ihrem Ende – und das heute! Sinnig-passend zum Staffelauftakt (»Seid ihr wahres Leben?«) trägt der von Rüdiger Schäfer geschriebene Roman den Titel »Wir sind wahres Leben«.

Während Eric Leyden in einer Fabrik auf Uwawah von einer kleinen Posbiarmee angegriffen wird, tickt an Bord der CREST die Bujun ihrer Zündung entgegen. Gleichzeitig ist Aashra auf dem Weg nach Pharaduat, um dort den Feldzug gegen alles Leben in der Milchstraße einzuleiten.

»Finale der Posbi-Staffel!«, vermeldet das Exposé. Und: »In diesem Roman werden eine Reihe von offenen Fragen geklärt und das Posbi-Thema abgeschlossen.« Wohlgemerkt: Alle offenen Fragen lösen wir hier nicht auf – es muss ja auch noch etwas Handlung übrigbleiben für die Bände bis 150.

Der Arbeitstitel war in diesem Fall übrigens bereits der endgültige Titel.

Wie geht es dann weiter, ab Band 121? Richtig, es geht Arkon an den Kragen! In Band 121 legt zuerst einmal Mit-Exposéautor Michael H. Buchholz tüchtig Hand an, wenn er in zwei Wochen die »Schlacht um Arkon« beschreibt. Oh ja, die seit Band 101 auf dem Weg befindlichen Maahks treffen endlich ein. Was wird passieren? Steht es wirklich so schlimm um das Imperium, wie der Staffeltitel »Arkons Ende« es vermuten lässt? Oder werden die Posbis zu Freunden der Menschheit und retten die Arkoniden, wie es Forist »frfr« im PERRY RHODAN-Forum vermutet?

Wir werden es sehen …

NEO Platin-Edition Band 8 »Söldner des Imperiums«Am 17. Mai erscheint zudem Band 8 der NEO Platin-Edition. Unter dem Titel »Söldner des Imperiums« geht es um die zweite Hälfte der misslungenen ersten Expedition nach Arkon. Die Terraner sitzen immer noch teils auf Snowman fest und sind teils in der Gewalt der Mehandor, nachdem Thora die TOSOMA geschrottet hat, während Eric Manoli auf Topsid den »schlafenden Gott« findet. Welche vier Romane im Buch enthalten sind, könnt ihr hier nachlesen.

Die für diesen Band neu geschriebene Geschichte stammt von Alexander Huiskes (schon seine zweite für die Platin-Edition). Sie trägt den Titel »Die Graulinge« und befasst sich mit einer Episode aus der Vorgeschichte von Matriarchin Belinkhar. Eine eigenständige E-Book-Veröffentlichung folgt im Sommer 2016.

Quasseln auf der FedCon

Die FedCon geht in die 25. Runde
Vom 13. bis 16. Mai 2016 findet im Maritim Hotel in Bonn bereits zum 25. Mal die FedCon, Europas größte Science-Fiction-Convention, statt. Zahlreiche Schauspieler aus den verschiedenen Ablegern der Serie »Star Trek«, aber auch aus »Battlestar Galactica« oder »Defiance« werden zu diesem Event erwartet. Mit William Shatner und George Takei sind in diesem Jahr zudem zwei Publikumslieblinge Gäste auf der FedCon.

Seit vielen Jahren kooperiert die PERRY RHODAN-Redaktion eng mit den Veranstaltern der FedCon, und so gibt es auch in diesem Jahr einen Programmpunkt zur größten Science-Fiction-Serie der Welt.

Am Freitag, den 13. Mai 2016, stellen sich der PERRY RHODAN-Teamautor Uwe Anton und der NEO-Expokrat Rüdiger Schäfer ab 13 Uhr im Raum »Haydn« den Fragen der Leser. Die Autoren berichten allerlei Wissenswertes zur aktuellen Handlung sowie zur weiteren Entwicklung bei PR NEO. Im Anschluss daran gibt es um 14 Uhr eine Signierstunde mit den Autoren am Stand von Cross Cult.

Weitere Infos zur FedCon findet ihr hier.


Quälende Fragen und Nachträge (auch bekannt als: »Es stand im Infotransmitter …«)


In unserer letzten Ausgabe haben wir uns mit der Idee beschäftigt, dass Terra ein idealkommunistisches Paradies sein könnte. Mittlerweile habe ich bei Recherchen zum Planetenroman-Doppelband 59/60 herausgefunden, dass solche Ideen gar nicht so fürchterlich neu sind. So schrieb schon im April 1969 (!) K.H. Scheer (!) in Band 400, »Menschheit im Zwielicht«, auf Seite 19 f.:

»Die sozialen Einrichtungen der Terraner waren beispiellos in der gesamten Galaxis. Es gab kein anderes System, das seinen absolut freien und meinungsungebundenen Bürgern derart hohe Sozialzuwendungen bieten konnte. Ein erkrankter oder erholungsbedürftiger Terraner wurde auf Kosten des Imperiums ohne langwierige Amtsvorgänge zu den schönsten und für seinen speziellen Fall geeignetsten Planeten befördert, um dort unter einem hochwertigen Aufwand an Fachärzten und anderweitig spezialisierten Wissenschaftlern seine Genesung abzuwarten.«


Soviel also dazu …

Und vor einiger Zeit habe ich mich in »Hinter den Materiequellen« über »James Bond und Perry Rhodan« ausgelassen. Auch hier erbrachte die Beschäftigung mit Band 400 ein Aha-Erlebnis: Perry Rhodan wird auf dem Planeten Taura beinahe Opfer eines Attentats. Er kann sich nur retten, weil Sicherheitschef Maurice zuvor darauf bestanden hat, dass er eine USO-Spezialwaffe, einen »Röhrennadler mit intermittierender Schnellschußfolge und halbautomatischer Ausfahrmechanik«, trägt.

Scheer beschreibt die Waffe auf Seite 22: »Der Ausfahrmechanismus wurde durch eine bestimmte Handbewegung betätigt. Es gehörte Übung dazu, um den Abstrahllauf des Röhrennadlers nicht bei einem harmlosen Händedruck aus dem Ärmel hervorschnellen zu lassen. Eine Zielvorrichtung gab es nicht. Sie mußte durch das kunstfertige Ausrichten des gesamten Armes ersetzt werden.«

Dies erinnert uns natürlich an eine sehr ähnliche Waffe, die James Bond 1979 im Film »James Bond 007 – Moonraker – Streng geheim« verwendet und die dem britischen Agenten in einer ähnlichen Situation das Leben rettet – nur dass PERRY RHODAN die Idee zuerst hatte.

Und dann kam zum Thema »PERRY RHODAN und Musik« noch ein Nachtrag von Rainer Stache:
»Es gibt diesen wirklich begnadeten Electro-Rock-Musiker Dave Schmidt, der auch langjähriger PR-Fan ist. Er macht leider ein bisschen viel Musik, was das Schaffen etwas verwässert, aber zumindest in seiner Band-Inkarnation ›T‹ hat er große Songs gemacht.

Hier einige direkt PERRY RHODAN gewidmete Songs:

2009: ›Kosmokrator‹ (edit) on Music from Time and Space Vol. 33 CD-sampler

2009: 7’’vinyl-single ›Vegetable Man‹ + ›Perry Rhodan‹ on Nasoni-records

Auf der Sula Bassama-CD ›Kosmonauts‹ heißt ein Song ›Thora‹. Auf ›Dreamer“ heißt ein Song sogar ›Perry Rhodan‹.

Und schließlich aus dem Umfeld: von 2006: ›45 Years Perry Rhodan / Operation Stardust Perry‹ (Tribal Stomp, Cargo-Records).«

Qualmen hinter den Materiequellen


Bei den Arbeiten am Planetenroman-Doppelband 57/58 (»Die verhängnisvolle Expedition« und »Phantom-Station«, beide von H.G. Ewers) ist mir eine Sache aufgefallen, die ein zeitgenössisches Licht auf die frühe PERRY RHODAN-Serie wirft:
Das Rauchen der Protagonisten.

Julian Tifflor raucht ganz gern im ersten Roman, und man verliert schnell den Überblick, wie häufig Perry Rhodan in »Phantom-Station« zur Zigarette greift. Es ist offensichtlich, dass das Rauchen für unsere Protagonisten selbstverständlich ist, ein Teil ihres Alltags. Und in der Heftromanserie ist das um diese Zeit ebenso.

In ihrem wirklich gut recherchierten Artikel zum Stichwort schreibt die Perrypedia: »Zum einen gehört Nikotin zum Alltag der westlichen Kultur, die auf das Perryversum abfärbt. Besonders in der Anfangszeit der Heftserie werden mit rauchenden Protagonisten ganz normale Alltagsszenen geschildert. Gründe für oder wider das Rauchen gibt es in diesem Zusammenhang nicht, vielmehr wird mit der Aktion des Rauchens eine Situation geschildert: Die Protagonisten stehen unter Stress und brauchen einen Nikotinschub, oder sie vertreiben sich die Zeit, während sie auf ein Ereignis warten.«

So ganz stimmt das nicht: Das Rauchen wird als selbstverständlich und erstrebenswert geschildert – denn wenn unser Held Perry raucht, sollen/dürfen wir das sicherlich auch. Und dahinter steckt System.

Ohne jetzt jedes einzelne Heft der Serie diesbezüglich durchgearbeitet zu haben, wird doch klar, dass es einen Zusammenhang zwischen dem Rauchen der Protagonisten und den, sagen wir, Wünschen der Tabakindustrie gibt. So findet sich in der Ausgabe der 4. Auflage von Band 17 (Januar 1978) auf Seite 43 mitten im Text eine halbseitige, in Form einer Pressemitteilung aufgemachte Anzeige, in welcher die Schädlichkeit des Rauchens, bzw. des Passivrauchens, angezweifelt wird. Speziell richtet sie sich gegen damals wohl neue Verbote des Rauchens am Arbeitsplatz. In späteren Bänden aus jener Zeit sieht man, dass dies kein Einzelfall war.

In der frühen PERRY RHODAN-Serie wird häufig und stark geraucht (die nachfolgende Zusammenschau entstammt diversen Romanen bis zum Cappin-Zyklus – damit wären wir Ende 1969): Rauchende Raumfahrer führen häufig Zigaretten in ihren Einsatzanzügen und griffbereit an Bord von Raumschiffen mit sich. Große Mengen an Zigaretten oder Zigarren werden jedoch wiederholt als vorschriftswidrig bezeichnet, demnach duldet die Solare Flotte eine völlige Abhängigkeit vom Tabak nicht. Ausnahmen bestätigen die Regel. Zigaretten gehören sogar zur Notration von Raumschiffen – aber Besatzungen im Kampfeinsatz durften nicht rauchen. Weggeworfene und herumliegende Zigarettenstummel sind auf Raumschiffen der Solaren Flotte ein stetes Ärgernis. So werden Zigaretten an Bord häufig mit den Bordstiefeln ausgetreten. Deswegen fahren stets Reinigungsroboter durch die Gänge, um sie – wie anderen Dreck – zu beseitigen.

Mein erklärter Liebling ist der Zigarettenautomat an Bord des Nullzeitdeformators in den Heften 425 und 429. Dessen Vorräte gehen allerdings während der ersten Expedition aufgrund der zahlreich teilnehmenden Kettenraucher schnell zur Neige. Da befinden wir uns aber auch in der Hochzeit der Kneifelschen Raucher, bevor die Protagonisten dieses Autors auf nikotinfreie Glimmstängel umsteigen – natürlich sind auch die beiden gerade erwähnten Romane von diesem Autor verfasst. Band 425 sagt uns auf Seite 40: »An der Rückwand eines der Schaltelemente der Zeitkuppel hatte Rhodan einen Zigarettenautomaten anbringen lassen, denn er sagte, er sähe nicht ein, warum er die Laster seiner Mitarbeiter aus der Staatskasse finanzieren sollte.« Bezahlt wird in Soli-Münzen, es ist wohl ein Automat mit einem großen Geldfach. Und in 429 klagt man darüber, dass es langsam an der Zeit ist, nach Hause zurückzukehren, weil die Zigaretten ausgehen.

Doch längst nicht jeder unserer Helden raucht. An vorderster Anti-Raucher-Front steht unser Lieblings-Arkonide Atlan. Schon in Band 50 erfahren wir bei seinem ersten Auftreten: »Wie mir Phil Holding erklärte, konnte man für nur fünf Soli ein Zwanzigerpäckchen bester Zigaretten kaufen. Die Unsitte des Rauchens gab es demnach noch.« Klingt nicht gerade wie Begeisterung.

Im mit dem Zigarettenautomaten bewehrten Cappin-Zyklus führt man uns auch die Gegenseite vor Augen. So meint der Ganjase Ovaron, dass rauchende Terraner ein »scheußlicher Anblick« seien, und versteht nicht, warum diese Süchtigen den »ekelhaften Qualm« einatmen. Auch Merceile missbilligt das Rauchen in ihrer Umgebung. Hier kommt wieder Atlan zu Wort (in Band 441), der erklärt, es handele sich beim Rauchen um ein historisch bedingtes menschliches Laster. Diesen Äußerungen zufolge kannten und kennen die Arkoniden keine Raucherkultur. Auch Lemurer und Cappins bauten keinen Tabak an. All das hält allerdings den zusammen mit Ovaron und Merceile aus der Vergangenheit geholten Takvorian nicht davon ab, in Heft 490 selbst Hand an die Zigarette zu legen.

Während der Zyklen »Die Cappins« und »Der Schwarm« gibt es übrigens eine auffallende Häufung von Zigarren-Rauchern, während die Zahl der beschriebenen Zigarettenraucher zurückgeht. Mir ist allerdings unklar, wo die Gründe dafür liegen. Die Tradition hält aber selbst heute noch an.

Heutzutage steht in den Romanen das Rauchen meist für die Charakterisierung von Außenseitern, die sich damit von den anderen Handlungsträgern abheben können. So lernen wir in Band 2400 Jason »Havanna« Colton kennen, den zweiten Emotionauten der JULES VERNE im Rang eines Majors der LFT-Flotte. Seinen Beinamen hat er seiner leidenschaftlichen Vorliebe für Zigarren (!) zu verdanken. Er raucht auch im Dienst und hat sich zu diesem Zweck eine eigens für ihn angefertigte Zigarrenhalterung am Emotionautensessel anbringen lassen. Colton gibt sich meist betont lässig, cool, freigeistig und unangepasst. Er hält dies für einen Ausdruck seiner Individualität, die er sich bewahren will, da er glaubt, nur auf diese Weise leistungsfähig zu bleiben. Nötig hat er das als »Spitzenkönner« im besten Scheerschen Sinne nicht, aber mit diesen einfachen Kunstgriffen bleibt er den Lesern im Gedächtnis.

Reginald Bull ist insbesondere zu Beginn der Serie ein eher starker Raucher. Ab den 200er-Bänden geht dies aber stark zurück, doch lauft Heft 310 führt er häufig Zigarettenpackungen mit sich, die er aber meist unangebrochen wegwirft. Nach dem Tausendjahressprung von Band 399 zu 400 steigt er auf Zigarren um.

Perry Rhodan entwöhnt sich noch schneller und ist ab dem frühen 24. Jahrhundert als Nichtraucher bekannt (wobei es ab und an noch Rückfälle gibt, bei denen man sich jetzt streiten könnte, ob es schwache Momente oder Autorenfehler sind).

Wir springen abschließend in die aktuellen Romane. Im Jahr 1515 NGZ (oder 1516 NGZ?) findet Perry Rhodan während der vom Atopischen Tribunal veranlassten Gefangenschaft in seiner Bußklause auch eine Packung frischer Chesterfield-Zigaretten, Streichhölzer und einen Aschenbecher vor. Es ist unbekannt, ob er diese Zigaretten tatsächlich geraucht hat (ja, das ist Heft 2732, »Der Hetork Tesser« von Uwe Anton, Dezember 2013). Der Bezug zu den frühen Romanen der Serie ist natürlich klar.

Und Michael Marcus Thurner legt in Band 2777 (»Flucht aus Allerorten«, November 2014) Zeugnis von der Unsterblichkeit der Zigarre in PERRY RHODAN ab:

»Aposhad zündete sich eine Zigarre an und reichte Bull das brennende, überlange Streichholz. Harziger Geruch verbreitete sich im Raum. ...

Bull blies die Flamme aus und schüttelte den Kopf. Er würde sich diese Zigarre aufheben und sie rauchen, sobald er seine Arbeit erledigt hatte.«

Na dann.

Das Schlusswort überlassen wir einem Auszug aus PERRY RHODAN-Arkon 6, »Unternehmen Archetz« von Dennis Mathiak und Marc A. Herren (April 2016):

»Er hob einen seiner tätowierten Arme – und nahm einen tiefen Zug von einer Zigarette. Korrt Moody wirkte in vielerlei Hinsicht wie ein Relikt aus einer früheren Zeit.«


Qual des Abschieds


Aber keine Sorge, schon in zwei Wochen lesen wir uns wieder. Dann ohne das »Q« und somit wieder mit etwas weniger Mühe bei den Überschriften. Das wäre dann der 6. Mai. Bestimmt verraten wir etwas zu Arkon 11. Und der Silberband 134 steht auch an. Danach bin ich für eine Woche auf Klassenfahrt, aber das betrifft den Infotransmitter nicht, der kommt dann am 20. Mai wieder.

Bis dann,

Euer
Rainer Nagel

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