PERRY RHODAN Infotransmitter
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Rhodaner aufgepasst!

Rainer Nagel


Es kommt ein Infotransmitter im Zeichen des »R«! Schon Albrecht Klein ließ in Band 10 (»Raumschlacht im Wega-Sektor« von K.H. Scheer, November 1961) mit einem lauten »… rheeee-Ton!« arkonidische Roboter exerzieren, um General Pounder beim Besuch der Dritten Macht zu beeindrucken. Ich habe keine Ahnung, wie das erste Wort in seiner vollen Gänze hieß, aber hier hätte es gepasst.

Meine Kleinen müssen jetzt eine ganze Woche ohne mich auskommen, da ich übermorgen mit einer Klasse »Ersatz-Kleiner« nach Berlin fahre. Das Haluterleben ist manchmal ein schweres. Außerdem bringt uns Berlin für den Infotransmitter nicht weiter, das haben wir letztes Jahr schon ausgeschlachtet. Es kamen aber auch keine neuen Exposés zu Atlan, da müssen wir keine Vergleiche zu meinen Kleinen ziehen. Obwohl vorgestern die letzten ihre Leistungskursanmeldungen abgegeben haben. Das wäre ja fast so, wie wenn Atlan den Weg zu seinem Gespräch mit Thez vorplanen würde.

Apropos Exposés: Was haben wir denn hier? Hm … »Der Fall Janus tritt ein« … »Aichatou Zakara erlebt eine Katastrophe mit« … »1. Planet: Cupido (atmosphärelos; 0,091 Erdmassen; mittl. Sonnenabstand: 32,89 Mio. km)« … »Eine Meldung von der WOLFGANG PAULI kommt herein« … Über die Reihenfolge dieser Auszüge würde ich mir nicht zu viele Gedanken machen. 

Im vorliegenden Infotransmitter geht es um unsere Miniserien (ja, der Plural ist beabsichtigt), um den Silberband 134, um NEO, um den ColoniaCon und um die SOL 82. Und wir fragen uns, ob auch Aliens rauchen. Aber das nur »Hinter den Materiequellen«.

Darüber hinaus widmen wir diesen Infotransmitter Kai Hirdt. Ihr werdet schon sehen, warum.

Riesenplanet im Fokus


Lösen wir doch gleich die aufgebaute Spannung wieder auf:

Bereits im Juli dieses Jahres erscheint unsere zweite Miniserie für 2016!

Ihr Name?

Wollt ihr den wirklich wissen? Ihr seid ja wie meine Ersatz-Kleinen, die mich heute gefragt haben, wann sie denn während der Klassenfahrt aufstehen müssen. (Für die Freunde meiner kleinen Plaudereien: Ich habe ihnen gesagt, dass mir das eigentlich egal ist. Solange sie jeden Morgen pünktlich beim Frühstück sind. War nicht so der Burner, die Antwort.)

Äh … Miniserie?

Na gut:

PERRY RHODAN-Jupiter.

Moment …

Hat er gerade »Jupiter« gesagt???

Er hat.

Jupiter? War das nicht dieser Ziegelstein bei Heyne? Damals, 2011? 1007 Seiten nach einem Exposé von Wim Vandemaan, mit Beiträgen von Hubert Haensel, Christian Montillon und Wim himself?

Genau dieser Jupiter.

Ich erinnere mich gut, habe ich den Text doch damals selbst lektoriert. Und die Druckfahnen korrigiert. War ganz schön viel Arbeit.

Und wie macht man daraus jetzt noch einmal eine Miniserie?

Nun, die Details findet ihr hier, das muss ich nicht alles  noch einmal einkopieren. Aber ihr seht schon, dass Kai Hirdt beteiligt ist.

Es hat damals so Mancher gesagt, dass der Stoff noch viel mehr als nur diese 1007 Seiten hergegeben hätte. Stimmt ja auch. Zum Beispiel zum Thema Tau-acht. Stimmt ebenfalls. Wir drucken also den Ziegelstein nicht einfach nach (das bringt ja auch nichts und passt zudem nicht in zwölf Heftromane), sondern schreiben neue Sachen dazu.

Ich bin diesmal allerdings nicht beteiligt (meine Rolle übernimmt Dieter Schmidt) – aber ich stecke ja auch noch in der Endphase von PERRY RHODAN-Arkon.)

Ihr hört in den kommenden Infotransmittern natürlich mehr dazu, sobald es spruchreif wird.

Rettet Arkon!

Arkon-Cover Band 9 von Dirk Schulz
Wie gesagt: PERRY RHODAN-Arkon gibt es ja auch noch. Vor einer Woche durftet ihr Michael Marcus Thurner nach Aralon begleiten, um in Heft 8 »Die Stunde des Smilers« zu erleben. Darin hat sich so langsam gezeigt, wohin der Arkon-Hase läuft.

Noch deutlicher wird das nächste Woche, wenn ihr am 13. Mai (dem Tag, an dem ich aus Berlin zurückkomme) der »Flotte der Verräter« auf ihrem Weg nach Arkon folgen könnt – während sich Perry Rhodan zusammen mit Gucky und Sahira nach Iprasa durchschlägt. Autor ist … Kai Hirdt.

Zwei Wochen später kommt dann auch schon Band 10. Wie in unserer letzten Ausgabe bereits erwähnt, wurde er von Arkon-Spezialistin Verena Themsen verfasst und trägt den Titel »Hüter der Gedanken«. Zum Cover schrieb ich kürzlich im PERRY RHODAN-Forum als Antwort auf die Spekulation, ob man da Klein-Atlan mit einem schönen Büffel sähe: »Ne, das ist Klein-Sidhar mit einer Berkomnair-Kuh.«  Worauf Foristin »Elena« folgerte: »Dann ist er wohl der Hüter der Gedanken!« Recht hat sie.

In Band 11 geht es dann weiter mit der Enthüllung der Geheimnisse hinter der Handlung, die sich Perry Rhodan »Auf dem Wandelstern« offenbaren. Dafür ist Susan Schwartz in ihrem zweiten Beitrag für unsere Miniserie verantwortlich. Diese Enthüllungen sind aber noch so geheim, dass per Exposé eine Order erging, dass bestimmte Namen nicht im Hauptpersonenkasten erscheinen dürfen. Also muss auch ich hier die Klappe halten.

Der letzte Band ist auch schon in Arbeit; verfasst hat ihn traditionell Exposéautor Marc A. Herren, der nun zu Ende bringen darf, was er in Band 1 begonnen hat. Der steht aber erst am Wochenende nach der Klassenfahrt auf dem Programm.

Reich der Vier Sonnen

3D-Cover Silberband 134 von Johnny Bruck
Ja, ich weiß – der Silberband 134 heißt »Sammelpunkt Vier-Sonnen-Reich«, aber das »S« ist erst in zwei Wochen dran und das Buch erscheint schon am 17. Mai, das ist vor dem nächsten Infotransmitter. Also musste für heute irgendwie eine passende Überschrift her.

Die Galaktische Flotte musste sich bekanntlich in den Frostrubin stürzen und kam völlig zersplittert in M 82 heraus, der Heimat der negativen Superintelligenz Seth-Apophis. Entsprechend geht es im aktuellen Silberband um die Endlose Armada und ihre Geheimnisse sowie besagte Seth-Apophis. Wir vergessen aber auch die fiese Kosmokratin Vishna sowie ihr Virenimperium nicht.

Hier könnt ihr nachlesen, welche Romane für diesen Band berücksichtigt wurden; sie stammen aus dem Jahr 1983. Erwähnenswert sind hier vor allem »Planet der Deportierten« von Thomas Ziegler (sein dritter Beitrag für PERRY RHODAN) sowie »Im Innern einer Sonne«, einer der leider nur vierzehn Romane von Detlev G. Winter.

Hubert Haensel hat zu diesem Buch wieder einen sehr interessanten Werkstattbericht verfasst. Völlig zu Recht beendet er seine Ausführungen mit: »In Silberband 134 wartet auf die Leser also schlichtweg eine faszinierende kosmische Umgebung.« Kein Wunder – bei vier Sonnen!

Rettet NEO-Arkon!

NEO-Cover Band 121 von Dirk Schulz
Vor zwei Wochen ging die Posbi-Staffel bei PERRY RHODAN NEO zu Ende  – und heute schon geht es weiter! In Band 121 geht Mit-Exposéautor Michael H. Buchholz mit der »Schlacht um Arkon«(das war auch der Arbeitstitel) gleich in die Vollen. Schon das Titelbild verheißt wenig Gutes.

Vor zwei Wochen fragten wir, ob es wirklich so schlimm um das Imperium steht, wie der Staffeltitel »Arkons Ende« es vermuten lässt. Da hat man gerade erst die Milchstraße vor den Posbis gerettet und tuckert so langsam wieder gen Heimat, war gerade einmal vier Wochen weg – und dann sowas. Das Exposé fasst die Handlung ganz treffend zusammen: »Die Flotte der Maahks ist bereits vor Ort und im Herzen des Großen Imperiums tobt eine gigantische Schlacht!«

Ein wenig können wir auch schon verraten, wie es weitergeht: In Band 122, »Geboren für Arkons Thron«, werfen wir nicht zuletzt einen Blick auf die Drahtzieher des aktuellen Ungemachs. Geschrieben hat den Band … Kai Hirdt. (Und nein, wir verraten jetzt nicht, wer da genau »geboren für Arkons Thron« ist …)

Rüdiger Schäfer, der zweite NEO-Exposéautor, war wieder im PERRY RHODAN-Forum unterwegs und hat eine Reihe von Fragen beantwortet bzw. kommentiert. Ich dachte, ich enthalte euch das nicht vor:

»Die Frage zu Perrys Unsterblichkeit wird selbstverständlich noch beantwortet. Bis spätestens Band 150 herrscht da absolute Klarheit – auch über Tuire Sitareh und einiges mehr.

›Sorgen‹ muss sich ob der Arkon-Staffel niemand machen. Die Arkoniden und ihr Imperium werden zwar arg gebeutelt, aber auch in Zukunft noch eine Rolle spielen. Atlan wird in den Bänden 121-130 (und darüber hinaus) eine wichtige Figur sein. Und das Thema Maahks werden wir vorerst abschließen und auch hier alle noch ungeklärten Geheimnisse enthüllen.

Michael und ich konzipieren gerade die letzten drei Staffel-Bände 128-130 – und auf den 30er freue ich mich schon ganz besonders. Da geht es richtig zur Sache. Das Neoversum wird maßgeblich verändert und die Weichen für einige sehr brisante Entwicklungen gestellt.

Sicher werden einige unserer Entscheidungen auch nicht so gut ankommen, aber das ist völlig normal. Jede Figur hat ihre Fans, aber wir müssen nun einmal Schwerpunkte setzen. So haben wir zum Beispiel für den Tod der Old Men auch Prügel bezogen; trotzdem war das meiner Meinung nach die richtige Entscheidung.

FürCover NEO-Story 7 von Arndt Drechsler mich ist NEO auch die Gelegenheit, mal den ein oder anderen neuen respektive anderen Weg zu gehen. Dinge zu tun, die man in der Erstauflage nicht tun kann. Sozusagen abseits der ›reinen Lehre‹ zu wandeln. Dass das nicht jedem zusagt, kann ich verstehen.«


Zum letzten Mal (dann ist es zu spät) verweisen wir auf Band 8 der NEO Platin Edition. Unter dem Titel »Söldner des Imperiums« geht es um die zweite Hälfte der misslungenen ersten Expedition nach Arkon. Welche vier Romane im Buch enthalten sind, könnt ihr hier nachlesen. Die für diesen Band neu geschriebene Geschichte stammt von Alexander Huiskes und trägt den Titel »Die Graulinge«.

Und in diesem Zusammenhang: Die Zusatzgeschichte aus Band 7 ist mittlerweile als eigenständiges E-Book erhältlich. Sie stammt von Oliver Plaschka. Sie heißt »Das Schiff« und ist ein NEO-Atlan-Zeitabenteuer. Für 0,49 Cent gibt es sie bei allen bekannten Anbietern.

Romanbesprechungen im Wandel

SOL 82Zwischen diesem und dem letzten Infotransmitter lag in meinem Briefkasten die neuste Ausgabe der SOL, der Mitgliederzeitschrift der PERRY RHODAN-Fanzentrale. Heft 82 bietet auf 68 Seiten wieder ein buntes Programm.

Gleich am Anfang findet sich der letzte Beitrag des »Galaktischen Beobachters« Rainer Stache, der mit dieser Nummer seine Tätigkeit einstellt und eine kurze Stellungnahme dazu abgibt. Seine Rolle wird zukünftig Markus Gersting einnehmen, manchen vielleicht schon durch sein Blog Hydorgol bekannt.

In einem umfassenden Beitrag befasst sich Angelika Rützel mit der Figur des Michael Rhodan, und die von mir betreute Serie über »Die gute alte Zeit …« findet mit ihrem sechsten Teil (und den Bänden 44 bis 49 der Heftromanserie) ihr Ende. Christoph Alexander Schmidberger liefert mit einem Artikel über die Band »Flares« eine weitere Ergänzung zu meinen Anmerkungen zu PERRY RHODAN-orientierter Musik von vor zwei Infotransmittern (das Thema ist doch größer, als ich ursprünglich gedacht hatte), während Ekkehart Brux die ATLAN-Zeitabenteuer in den PERRY-Comics behandelt.

Und das ist vielleicht gerade einmal die Hälfte des Angebots …

Die SOL ist für Mitglieder der PRFZ im Mitgliedsbeitrag inbegriffen. Nichtmitglieder erhalten die Zeitschrift für 9 Euro im Space-Shop.

Rennen wir nach Köln!

ColoniaCon
Es ist schon ganze acht Ausgaben her (am 15. Januar dieses Jahres war das), dass wir über die aktuelle Auflage des vom Kölner PERRY RHODAN und Phantastik-Stammtisch schon seit 32 Jahren veranstalteten ColoniaCon am 28./29. Mai berichtet  haben. Neben »Urgestein« Achim Mehnert ist auch Robert Corvus im Organisationsteam aktiv.

Das vielfältige Programm findet ihr hier. (Huch, da bin ja auch ich. Sogar zweimal. Aber keine Sorge, beim »großen« PR-Panel sind noch Uwe Anton und Arndt Drechsler dabei, da kann ich nicht so viel Schaden anrichten.) Kai Hirdt kommt übrigens auch. Und Singh Boncard, über den wir ja kürzlich im Musik-Artikel hier berichtet haben.

Die Voranmeldung ist geschlossen, es gibt aber noch Karten an der Tageskasse: 20 Euro für beide Tage (einschließlich Conbuch), 5 Euro nur für den Sonntag (dann halt ohne Conbuch). Mitglieder von ACD, PRFZ, PROC und des PC Guy Nelson erhalten eine Ermäßigung auf 15 Euro für beide Tage, Kinder und Jugendliche haben freien Eintritt bis 14 Jahre, ab 15 zahlt man 10 Euro für beide Tage bzw. 3 Euro für den Sonntag.

Erwähnt haben wir ja schon die amüsanten Videoclips auf dem YouTube-Kanal des Cons, in denen ein verwirrter Jülziish auf der Suche nach dem Con ist. Episode I ist bereits seit Ende letzten Jahres online. Mittlerweile gibt es auch Episode II, III und IV. Angekommen ist der Arme aber immer noch nicht … Einzelheiten zu den Dreharbeiten sind im ausführlichen Bericht nachzulesen, der in PERRY RHODAN Report 495 (Band 2836) enthalten ist.

Rauchen denn auch Aliens (vor oder hinter den Materiequellen)?


Im letzten Infotransmitter haben wir uns mit der Darstellung des Rauchens in der PERRY RHODAN-Serie beschäftigt, hauptsächlich aus der terranischen Perspektive (und der einiger ihrer Gäste).

So haben wir ausgeführt, dass Atlan, der Beuteterraner per se, nach seinem Aufwachen in seiner Kuppel im Jahr 2040 folgende Aussage getätigt hat (Band 50, »Der Einsame der Zeit« von K.H. Scheer, August 1962): »Wie mir Phil Holding erklärte, konnte man für nur fünf Soli ein Zwanzigerpäckchen bester Zigaretten kaufen. Die Unsitte des Rauchens gab es demnach noch« Später erfahren wir, dass weder Lemurer (Band 265, »Das Zeitauge« von H.G, Ewers, September 1966) noch Cappins (»Die Stunde der Thunderbolts« von Willi Voltz, Oktober 1969) noch Arkoniden (Heft 441, »Zwischen Mars und Jupiter« von H.G. Ewers, Januar 1970) Tabak angebaut haben.

Wie ist das aber mit Nichtmenschen?

Den meisten Fremdvölkern ist die terranische Rauchkultur fremd, sie wirkt oft bedrohlich. So nimmt es wenig Wunder, dass irdischer Tabak häufig argwöhnisch betrachtet wird. Dies liegt nicht zuletzt daran, dass gerade viele nichtlemuride Rassen schnell süchtig nach Drogen werden, zu denen auch der Tabak gezählt werden muss.

Die Morg oder die Eingeborenen von Alazes Planet sind gute Beispiele für die schädliche Wirkung terranischen Tabaks. Aufgrund von Differenzen, die durch den terranischen Drogenexport verursacht wurden, verhängen im Jahre 2102 mehrere Welten pauschale Landeverbote für terranische Schiffe (PR 104, »Nur ein Greenhorn« von Willi Voltz, August 1963).

Überliefert ist zudem eine Begebenheit aus dem Jahre 2435 alter Zeitrechnung, in der Angehörige des Fremdvolks der Gurrads Zigaretten zunächst für eine Waffe halten, als einer ihrer Gefangenen sich eine solche zur Entspannung anzündet (PR 315, »Kreuzfahrt durch Magellan« von H.G. Ewers, September 1967).

Interessant ist der Fall des Aras Prak-Parlong, Mediker auf der Sonnenforschungsstation AMATERASU (PR 2607, »Der Fimbul-Impuls« von Wim Vandemaan, August 2011). Er hing sehr an seiner Uvurd-Pfeife. Solche Rauchinstrumente haben einen doppelten Pfeifenkopf. Das in einer solchen Pfeife gerauchte Kraut wird ebenfalls Uvurd genannt. Es hat eine honiggelbe Farbe und ist recht wertvoll und teuer in der Anschaffung. Entzündet entwickelt der Rauch einen Duft nach verbranntem Holz und Honig. Angeblich ist er für den terranischen Metabolismus unverträglich, er soll Unfruchtbarkeit, Verdauungsschwierigkeiten, Haarausfall und Blindheit hervorrufen. Für Aras scheint der Rauch hingegen bekömmlich zu sein.

Da drängt sich fast schon der Verdacht auf, dass die Galaktischen Mediziner (wie auch im Vorwort zum Planetenroman-Band 58, »Phantom-Station« von H.G. Ewers, erscheint im Juli 2016, spekuliert) ihre Finger im Spiel haben oder hatten, wenn es um die Tabakunverträglichkeit des überwiegenden Restes der Milchstraße geht.

In den terranischen Kolonien hingegen werden häufig die Rauchgewohnheiten der Vorfahren geteilt: Schon die deportierten Rhodan-Gegner von Gray Beast diskutierten 2040 über Möglichkeiten, tabakähnliche Substanzen zu finden, damit sie weiterhin ihrer Sucht frönen konnten (PR 66, »Wächter der Verbannten« von Kurt Mahr, Dezember 1962). Epsaler und Ertruser hingegen rauchen lieber Zigarren – Zigaretten sind ihnen schlicht und ergreifend zu klein (PR 569, »Das Korps der Cappins« von H.G. Ewers, Juli 1972).

Die ertrusischen Kolonisten auf Zaltertepe nahmen erst gar kein Tabak-Saatgut mit. Die Biogenetiker der Kolonie formten daraufhin Buchweizen so um, dass die Blätter Nikotin anreichern konnten. Die Ergebnisse ähneln dem Vernehmen nach im Geschmack brennendem Gummi (PR 913, »Im Land der Riesen« von H.G, Ewers, Februar 1979).

Von den Gefangenen auf History, der Zeitwelt der Meister der Insel, wird berichtet, dass sich die Terraner unter ihnen mit einem vergleichbaren Kraut behalfen, dem Augenzeugen einen »unbeschreiblichen Gestank« unterstellten (PR 260, »Gespenster der Vergangenheit« von Kurt Mahr, August 1966). Und in Band 1 der Taschenbuch-Serie »Der Posbi-Krieg« (»Das gestrandete Imperium« von Michael Marcus Thurner, November 2006) erfahren wir, dass sich die Alteraner mit Stäbchen aus Pflanzenfasern trösten müssen.

Die Tabakindustrie hat sich von Terra aus auch auf Ferrol niedergelassen, dem ersten intergalaktischen Handelspartner der Menschheit. Dort wird Tabak angebaut, im Jahre 2402 ist der Export ferronische Zigaretten belegt. Hierbei handelt es sich allerdings um von Terra importierte Gewächse, die die Bedürfnisse der steigenden Terranerzahlen auf Ferrol bedienen sollten, nicht um heimische Eigengewächse (PR 246, »Kontrollstation Modul« von H.G. Ewers, Mai 1966).

Manchmal fragt man sich durchaus, wie Außerirdische denn an typisch terranische Rauchmaterialien gelangen können. Nehmen wir Volfdeprix, das raupenartige, semi-materielle Persönlichkeitsrelikt in Koltogor, einer Raumstation TRAITORS, die als Gefängnis für die Sorgorin Inkadye diente. Es liebte das Pfeiferauchen, verwendete jedoch eher übel riechenden Tabak (PR 2482, »Der ewige Kerker« von Leo Lukas, März 2009).Ob da die Wasserpfeife rauchende Raupe aus »Alice im Wunderland« Pate gestanden hat …?

Und dann war da noch der Somer Uleboe, Tormeister des Gom-Tores. Er rauchte Zigarren, die mit einem sehr flachen Mundstück versehen waren (PR 1719, »Die Totenliste« von Horst Hoffmann, August 1994). Kontakt mit Terranern hatte er sicherlich genug, um sich Zigarren beschaffen zu können – gleich wohl er im Jahre 1217 NGZ den Menschen gar nicht positiv gegenüberstand.

Unabhängig von der terranischen Entwicklung haben nur wenige andere Kulturen das Rauchen entdeckt: So kennen die Zaliter gerollte Pflanzenblätter, die eine ähnliche Wirkung wie Zigarren haben – und das schon zu Zeiten von Band 40 (»Aktion gegen Unbekannt« von Clark Darlton), also im realweltlichen Juni 1962. Da die Zaliter noch nie zuvor auf Terraner getroffen sind, muss es sich um ein Eigenprodukt handeln.

Das Dozz-Kraut ist der Tabak der Mönche in Shaogen-Himmelreich. Hier kommen die Terraner erst 1289 NGZ hin, da sind sie unschuldig. Die Mönche haben eine umfassende Pfeifenraucherkultur ausgebildet. Ohne Dozz-Kraut können ältere Mönche sich kaum noch konzentrieren. Dazu gehören verschiedene Dozz-Sorten und Meerschaumpfeifen (PR 1891, »Das Mädchen Siebenton« von Horst Hoffmann, November 1997, sowie PR 1894, »Das vergessene Volk« von Susan Schwartz, Dezember 1997).

Und die meisten Charandiden rauchen Wasserpfeifen (Andromeda 4, »Die Sternenhorcher« von Frank Böhmert, Februar 2003). Da sie völlig zurückgezogen vom galaktischen Geschehen leben, müssen sie diese wohl selbst entwickelt haben.

Rennet und flüchtet, der Infotransmitter ist zu Ende!


Aber nicht zu weit, in zwei Wochen gibt es schon den nächsten. Sicherlich können wir dann wieder etwas mehr zu PERRY RHODAN-Jupiter preisgeben. Und zum letzten Arkon-Band. Und habe ich da nicht etwas von einem Taschenbuch-Nachdruck von »Die falsche Welt« gehört …? Also – am 20. Mai wissen wir mehr.


Bis dann,

Euer
Rainer Nagel

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