PERRY RHODAN Infotransmitter
Herzlich willkommen beim offiziellen Newsletter der
größten Science-Fiction-Serie der Welt
PERRY RHODAN im Internet: http://www.perry-rhodan.net
Ein Service der Pabel-Moewig KG, Rastatt

52!

Rainer Nagel


Ja, so viele Wochen hat das Jahr. Und so viele Infotransmitter erscheinen durchschnittlich in zweien davon. Und dies ist der 52. – in allerdings 60 Wochen. Ich verstecke ab jetzt in jeder Infotransmitter-Ausgabe die aktuelle »Laufzahl«. Vielleicht etwas unauffälliger als hier.

Meine Zwölfer haben letzte Woche die Kursarbeit zum Thema »Utopias and Dystopias« geschrieben. Da ich mit ihnen zur Vorbereitung auf die schriftliche Abiturprüfung Mediation üben wollte (also die Zusammenfassung eines Textes in einer anderen Sprache, in unserem Fall von Deutsch nach Englisch), habe ich einen Auszug aus Robert Feldhoffs »Terra in Trance« (Planetenroman 368 vom November 1993 bzw. Taschenheft 13 vom Juli 2011) ausgesucht, in dem die Entstehungsgeschichte und Wirkungsweise von Simusense zusammengefasst wird. Arbeitsauftrag war eine gelenkte Zusammenfassung mit Umstrukturierung der Informationen in die Abschnitte »Entstehung der Dystopie« und »Aufrechterhaltung der Herrschaft«. Ich bin schon ganz gespannt. Mehr dazu in zwei Wochen.

Was die aktuellen Exposés angeht, ist mir im letzten Infotransmitter ein böser Fehler unterlaufen. Ich schrieb (in Bezug auf den Keller von Orpleyd): »Unter einem gewissen Aspekt könnte man sagen, dass er fünf Stockwerke hat.« Das ist natürlich Unfug: Es sind insgesamt sechs Stockwerke. Aber das mit dem Schnittern stimmt! In den aktuellen Romanen hingegen klären wir bahnbrechende Fragen, wie die, ob es jetzt »Kataphore« oder »Katapore« heißt. Und auf der RAS TSCHUBAI geht’s rund. Und wenn wir gerade dabei sind: Hier plauscht unser Chefredakteur Klaus N. Frick ein wenig über die ersten Arbeiten am neuen Zyklus.

In diesem Infotransmitter hingegen geht es um PERRY RHODAN-Trivid, PERRY RHODAN-Jupiter, den neuen Silberband, die aktuellen Planetenromane und NEO. »Hinter den Materiequellen« macht sich Gedanken über die Funktion von ES in der PR-Serie.

Diese Ausgabe wird übrigens aus internen Gründen bereits am Donnerstag verschickt. Das passiert manchmal.

Trivid läuft und läuft …


PERRY RHODAN-Trivid Band 5PERRY RHODAN-Trivid, unsere nur in elektronischer Form verfügbare Miniserie aus sechs Kurzromanen, ist seit dem letzten Infotransmitter eifrig weitergehastet. Band 4 mit dem Titel »Heimkehr«, wie gehabt von Christian Montillon und Oliver Fröhlich verfasst, ist letzten Donnerstag erschienen. Forist »Arthur Dent« schreibt dazu: »Die Fortsetzung ist wieder flott geschrieben.«

Wie schon vor zwei Wochen verweisen wir auf die Rezensionen der Romane von Uwe Bätz: »Labor« und »Heimkehr«.

Heute kommt also schon Band 5: »Experiment«. Die Ereignisse spitzen sich zu, die Geschichte nähert sich schon ihrem Finale. Trivid 5 ist bei allen bekannten E-Book-Shops wie Science-Fiction eBooks, eBook.de und Amazon erhältlich und kostet 1,49 Euro. Der Prolog ist nach wie vor kostenlos.

Ganz allgemein analysierte bereits am 6. November »Trevor Casalle 839« im PERRY RHODAN-Forum : »Trotzdem interessant, dass Trivid bereits mit lediglich drei veröffentlichten Titeln beinahe an NEO (mit viel mehr veröffentlichten Titeln und einer etablierten Leserschar) herankommt. Das Konzept scheint aufzugehen; ich gehe also jetzt erst mal davon aus, dass wir in Zukunft mehr solcher kleiner ›Häppchenserien‹ sehen werden. Was mir persönlich gefallen würde, ich finde das Format toll. Lediglich die Seitenzahlen beim Lesen ticken viel zu schnell hoch, zu schnell ist Seite 62 erreicht ...«

Also dann mal los und weiterlesen – wenn der nächste Infotransmitter erscheint, ist alles schon vorbei.

Und wer bis dahin noch ein wenig Hintergrund benötigt: Hier hat Oliver Fröhlich einen weiteren Werkstattbericht zu Trivid verfasst.

Was wird aus dem Jupiter?


Jupiter-Cover Band 11 von Arndt DrechslerPERRY RHODAN-Jupiter ist mittlerweile auch fast zu Ende. Und Ganymed ging es schon einmal besser. Das habt ihr vor zwei Wochen alles selbst lesen können, in Band 10, »Ganymed fällt«  von Hubert Haensel und Kai Hirdt. Ich wiederhole noch einmal: »Wenige Minuten später wurde der Torpedo abgefeuert.« Ich hatte noch gar nicht erwähnt, dass dieser Teil der Geschichte im Ziegelstein »Ganymeds Sturz« hieß.

Den Torpedo sehen wir gegen Ende des nächsten Bandes unserer aktuellen Miniserie wieder: »›Ein Torpedo? ‹ Porcius klang genauso verwirrt, wie sich Mondra fühlte. ›Wie wollen die mit einem Torpedo einen derart riesigen Mond zerstören? Es müsste ein Kaliber sein, das ... Moment.‹«

Genau: Moment. Denn erst einmal widmet sich Christian Montillon in dem morgen erscheinenden Band 11 »Countdown für MERLIN« dem Schicksal Mondra Diamonds und ihrer noch verbliebenen Begleiter. Diese versuchen, die 20.000 Lebewesen auf MERLIN zu retten. Auch das ist natürlich alles nicht so einfach, denn wie schon der Untertitel sagt: »Der Gravo-Fraß zerstört die Faktorei – Oread Quantrill ist noch nicht geschlagen«. Weshalb das Kapitel im Ziegel »Gravo-Fraß« hieß. Und es wäre ja auch überraschend, wenn es den Oberschurken vor dem letzten Band der Serie zerlegt. Es sieht also gar nicht gut aus für MERLIN – auch wenn Chayton Rhodan, wie uns der Hauptpersonenkasten verrät, Mondra »ein geheimnisvolles Geschenk« macht.

In zwei Wochen schließt Wim Vandemaan (unterstützt von Kai Hirdt) mit »Der ewige Lügner« die Geschichte ab, indem er die Ereignisse aus »Wie man Sterne programmiert« noch einmal aufgreift und zu ihrem Ende führt. Auch den Handlungsstrang um Chayton Rhodan und seine Familie bringen wir in diesem Band zu einem Ende.

Und damit die Trauer nicht allzu groß wird: Es wird auch 2017 wieder eine Miniserie geben! Als ich über den AustriaCon berichtet habe, habe ich schon erwähnt, dass Uwe Anton daran arbeitet. Mittlerweile hat unser Chefredakteur erste Informationen dazu preisgegeben. Er schreibt im Redaktionsblog: »Uwe Anton, der als Exposéautor die Handlung der Serie gestaltet, hat mir Arbeitsblätter und erste Exposés geschickt – diese werde ich kritisch lesen und kommentieren.«

Natürlich ist es noch zu früh, um Details zu beraten. Aber wie immer gilt: Wer Infotransmitter liest, ist klar im Vorteil!

Die große Vision


3D-Cover Silberband 136 von Johnny BruckBereits letzte Woche ist der Silberband 136 erschienen (wir berichteten). Hubert Haensel legt unter dem Titel »Im Bann des Zweisterns« eine weitere Ausgabe mit bearbeiteten Nachdrucken der alten Heftromane vor.

Wir sind im Jahre 1983 der Originalromane und immer noch im Zyklus um die Endlose Armada, der »kosmischen« Epoche der PERRY RHODAN-Serie. Das Buch enthält die Hefte »Operation Hornissenschwarm« (Band 1144) von H. G. Francis, »Der unsichtbare Bote« (Band 1145) von H. G. Ewers, »Angriff der Barbaren« (Band 1146) sowie »Die Spur zu Ordoban« (Band 1147) von Detlev G. Winter, »Die schwarze Pyramide« (Band 1148) sowie »Die große Vision« (Band 1150) von Kurt Mahr und »Im Bann des Zweisterns« (Band 1149) von Marianne Sydow.

Nachzutragen bliebe der aktuelle Werkstattbericht von Hubert Haensel. Dabei geht er auch darauf ein, dass die hier verwendeten Romane ohne Auslassungen in exakt der gleichen Reihenfolge erscheinen wie seinerzeit in der Erstauflage – das passiert so oft nicht.

In diesem Zusammenhang gibt es schon Neuigkeiten für das Jahr 2017, da Hubert zusammen mit Redakteurin Sabine Kropp bereits die Titel festgelegt hat. Mit »Seth-Apophis« publizieren wir einen weiteren PERRY RHODAN-Klassiker – es handelt sich um die Vorgeschichte jener Superintelligenz, die seit Band 1000 (bzw. dem Silberband »Der Terraner« vom September 2012) als Gegner der Galaktiker und ihrer Kosmischen Hanse im Mittelpunkt der Handlung steht.

Los geht es im März 2017 mit Buch 137, das den Titel »Kampf um Terra« trägt; im Mai 2017 erscheint mit »Seth-Apophis« sofort der bereits genannte Science-Fiction-Höhepunkt. Weiter geht es im September 2017 mit dem dramatischen Band »Einsteins Tränen« und im November 2017 mit »Abgrund unter schwarzer Sonne«.

Die E-Books sind sogar bereits vorbestellbar!

Mutantensterben bei NEO?


NEO-Cover Band 136 von Dirk SchulzNa gut, fast. Aber immerhin: Ein Mutant stirbt. Schon wieder.

Also:

Letzten Freitag erschien NEO 135, »Fluch der Bestie« von Susan Schwartz. Seitdem wisst ihr mehr über die üble Situation auf der Erde sowie die nicht minder üblen Pläne von Masmer Tronkh, der titelgebenden Bestie.

Und nun eben, nächste Woche, der »Tod eines Mutanten« als NEO 136; Autor ist wieder einmal Rainer Schorm. Das war auch der einzige Arbeitstitel, und das Exposé vermerkt: »Das dürfte die Leser sicher zum Grübeln bringen.« Insbesondere: Wer ist es denn wohl?

Die NEO-Städtereisen gehen auf jeden Fall weiter und führen uns ins New York des Jahres 2051. Nächstes Jahr leite ich unseren Schüleraustausch (10. Klasse) dorthin – da kann ich ja mal vergleichen. Hoffentlich hat sich das Problem mit den Sitarakh bis dahin geklärt.

Jedenfalls: »Die Lage auf der Erde spitzt sich zu.« Ein in der realen Welt seit 2016 bekannter Asteroid spielt ebenfalls eine Rolle. Es spricht das Exposé: »Die Leser, die hier ein bisschen recherchieren, werden hoffentlich überrascht feststellen, dass dieser Asteroid 2016 tatsächlich entdeckt wurde. Wir verknüpfen also einmal mehr reale mit fiktiver Forschung.«

Das Planetenspringen der LESLY POUNDER setzen wir auch fort – diesmal erreichen wir die Weiße Welt Kan. Und Atlan ist eher übel gelaunt – vieles von dem, was der NEO-Perry da macht, gefällt ihm gar nicht.

Zwei Wochen später kommt Arno Endler zu seinem Debüt bei PERRY RHODAN NEO. Darüber erzähle ich euch im nächsten Infotransmitter mehr. Ihr könnt aber als Einstimmung bereits einen kleinen Werkstattbericht von ihm lesen: »Ich fühle mich wie ein Rennpferd kurz vor dem Start.«

Bereits angekündigt (für März 2017) ist übrigens der 11. Band der NEO Platin Edition. Der (zweite) Vorstoß ins Herz des Großen Imperiums geht weiter, diesmal hoffentlich erfolgreicher als der erste. Und Sid Gonzales wird zum Raumfahrer. Ach, das waren noch Zeiten …

Laut Klaus N. Frick ist auch Band 12 schon vertraglich unter Dach und Fach. Und auf die Frage »Warum kommt Band 11 erst nach einer so langen Wartezeit?« wusste er zu berichten: »In den Monaten Dezember, Januar und Februar wollte unser Partner halt keine zusätzlichen Bücher in den Markt werfen. März ist definitiv der bessere Monat; da kaufen statistisch gesehen einfach mehr Leute.«

Der Zyniker von Wollonggong


PERRY RHODAN-Planetenromane 65/66– Cover von Arndt DrechslerAnfang November sind in unserer Reihe der Nachdrucke der Planetenromane zwei Werke von Arndt Ellmer erschienen, als Band 65/66: »Die Verschwundenen von Arkona« und »Kometenjäger«. Der erste Roman spielt kurz nach Band 999 (»Heimkehr« von H. G. Francis, Oktober 1980) und zeigt uns nicht zuletzt Perry Rhodans Zweifel bezüglich der Gründung der Kosmischen Hanse – ein eher ungewöhnliches Bild unseres Helden. Der zweite führt uns ganz weit zurück in der PR-Historie, in die Zeit der Dritten Macht, im Sinne des Wortes an den Anfang des terranischen Weltraumzeitalters.

Anfang Dezember gibt es nun wieder einmal einen Doppelband von Hans Kneifel: Es handelt sich um die beiden Wollonggong-Romane, Kolonistenabenteuer aus dem 24. Jahrhundert, die im neuen »Doppelformat« erst so richtig zur Geltung kommen. Der zynische Alleingänger ist der Archetyp des Kneifelschen Heldenparadigmas – und Sherpa Carmichael ist ohne Zweifel die extremste Ausprägung eines solchen Helden. Seymour Alcolaya (siehe die Taschenbücher 23, »Der Einsame von Terra« aus dem April 1966, sowie 31 und 32, »Die Spur nach Andromeda« und »Die Schatten des kristallenen Todes«, Dezember 1966 bzw. Januar 1967), mit dem Kneifel diese Art Person in die Serie eingeführt hat, mag der Prototyp des ehemaligen Helden sein, der sich von seinem Beruf zurückgezogen hat und nun gleichsam in der Provinz im selbstgewählten Exil lebt. Carmichael aber hat sein Exil nicht selbst gewählt. Er ist durch Vorfälle, über die er keine Kontrolle hatte, aus dem Experimentalkommando des Imperiums verbannt worden. Die beiden Romane beziehen einen nicht unbeträchtlichen Teil ihrer Spannung daraus, wie sich der gefallene Offizier wieder aufrichtet – eine interessante Charakterstudie.

Im Januar kommen zwei sehr frühe Taschenbücher von Ernst Vlcek: »Der Untergang des Solaren Imperiums« und »Drei Stufen zur Ewigkeit«, im Februar geht es mit zwei der drei Tyll-Leyden-Romane von W. K. Giesa weiter (»Eine Sonne entartet« und »Weltraumfalle Sternenland«).

Meine Erwähnung der auf diese folgenden Omar-Hawk-Romane von H. G . Ewers hat wohl mancherorts zu einem Missverständnis geführt: Ich meine damit nicht »Mission in Andromeda« und »Die letzte Waffe der Meister«, sondern die beiden, wenn man so sagen möchte, »Jugendromane« aus dem Jahr 1967: Taschenbuch 34, »Die Festung der Raumfahrer«, sowie 36, »Die Katakomben der Besessenen«. Mit denen hat es etwa die gleiche Bewandtnis wie mit den »frühen« Tekener-Abenteuern von H. G. Francis, deren erste vier wir bei Zaubermond als Bände 41/42 bzw. 61/62 nachgedruckt haben: Sie schildern die Vorgeschichte einer voll ausgeformt in der Heftromanserie aufgetauchten Figur. Und in diesem Fall lernen wir den Planeten Oxtorne kennen, von dem wir bis dahin zwar gehört, aber noch nie etwas gesehen hatten. Vieles von dem, was wir heute über Oxtorne wissen, hat hier seine Grundlagen.

Der übliche monatliche Abschlussabsatz: Wer nicht dauernd nachsehen möchte, wann welcher Roman erscheint, kann ein Abonnement abschließen. Oder man bestellt sie einfach in der nächstgelegenen Buchhandlung.

Ist ES hinter den Materiequellen?


Laut Julian Tifflors Aussage in Heft 2874 (»Thez« von Wim Vandemaan und Christian Montillon, September 2016) hat die von Matan Addaru eingeleitete und von Thez zugelassene Scherung den Abfluss der Eiris aus der Mächtigkeitsballung von ES eingeleitet und damit »unsere« Superintelligenz gleichsam aus der Serie vertrieben. Oder, in Tifflors Worten: »Die dys-chrone Scherung hat ihren Preis: In der nicht in der Zukunft verankerten Welt kann die Eiris von ES nicht existieren. Schließlich ist der Wanderer ein integraler Bestandteil von Thez.«

Schon direkt nach Erscheinen des Romans wurde dieses Thema, wie man heute so schön sagt, »viral«. Im PERRY RHODAN-Forum entstand ein eigener Diskussionsstrang (»ES – Wie soll es mit dem Alten von Wanderer weitergehen?«), der derzeit 85 Beiträge umfasst.

Auf der Leserkontaktseite des letzte Woche erschienenen Bandes 2883 (Leo Lukas’ »Der Mechanische Orden«) herrscht deshalb (aufgrund des redaktionellen Vorlaufs so spät) fast schon Panikstimmung. Trockner Peter (oder doch Peter Trockner?) stellt fest: »Also, dass ihr ES aus der Handlung nehmt, ist sehr bedauerlich.« Und Michael Küpper fragt sich: »Was wird aus dem Sense of Wonder, ohne Superintelligenzen, Kosmokraten und Chaotarchen?«

Zu letzterem: Geduld, mein blauer Freund, wie Obi-Wan Kenobi einst sagte – oder passt Mr. Morden aus Babylon 5 besser? Eins nach dem anderen, Botschafter. Der kosmologische Hintergrund ist nach wie vor da, das wird der laufende Zyklus noch zeigen. Speziell zum Thema ES antwortet Michelle Stern auf die erste Leseräußerung: »Ich habe meine Zweifel, ob man Superintelligenzen so einfach auf Dauer loswerden kann.«

Und da gibt ihr die Seriengeschichte Recht: Schließlich ist dies nicht das erste Mal, dass ES aus der Handlung genommen wurde.
Immerhin hat eine solch mächtige Figur das Potenzial, die Serie auf den Kopf zu stellen, da sie automatisch jedem Gegner, mit dem die Autoren die Terraner konfrontieren können, überlegen ist. Auf Dauer müssten unsere Helden also nur zu ES rennen, um ihre Probleme zu lösen – und das ist doch arg spannungstötend.

Das sehen wir schon sehr früh. In Heft 32, »Ausflug in die Unendlichkeit« von Clark Darlton (April 1962), hat Perry Rhodan Probleme mit den Springern und sucht bei ES um eine Waffe nach. Dies trägt ihm zwei Fiktivtransmitter ein: »Hallo, alter Freund! Nun probiere deine neue Waffe aus - es ist ein Heidenspaß ...«

Aber noch im gleichen realweltlichen Monat, nur zwei Bände später (in Kurt Brands Nummer 34, »Levtan, der Verräter«), weigert sich ES schon, weitere Waffen herauszurücken. Da mussten die Autoren ihrer übermächtigen Schöpfung zum ersten Mal Fesseln anlegen – und Perry Rhodan durchschaut das auch sofort: »Er traut uns mehr zu als wir uns selbst! Es kann gar nicht anders sein, Bully. Denke daran, wie sauer Er es uns werden ließ, den Weg zu Wanderer, zu seinem Stern, zu finden. Du und ich – wir beide müssen seinen Humor noch verstehen lernen. Darum ließ Er uns dieses Mal nicht hinein, nahm von unserer Anwesenheit keine Notiz. Er denkt nicht daran, uns noch weitere Fiktiv-Transmitter auszuhändigen; wir sollen mit den Mitteln, über die wir verfügen, uns allein der Händler erwehren …«

Seitdem hat es sich als gute Serientradition etabliert, den Alten von Wanderer ein- oder auszubremsen. Oft geht dies über die Eigenwilligkeit dieses Wesens, und der Trick mit »Dazu seid ihr noch nicht reif genug.« oder, neuerdings, »Wenn ich euch das gebe/sage, erfahren es meine Überwesen-Gegner, und das wäre ganz schlecht.« geht eigentlich immer.

Manchmal aber haben sich die Autoren bemüht, ES längerfristig von seinen Schützlingen fernzuhalten, um die Handlung spannend zu halten.

Zum ersten Mal sehen wir das in Band 150, »Die Spezialisten der USO« von K. H. Scheer, Juli 1964. ES muss vor einem übermächtigen Feind fliehen (dem Suprahet, wie seinerzeit angenommen, was aber später zum Schwarm umgedeutet wird), vernichtet Wanderer und lässt als Ersatz für die nicht mehr zur Verfügung stehenden Zellduschen 25 Zellaktivatoren zurück.

Dabei ging es natürlich nicht nur um die Verminderung des Einflusses der Superintelligenz auf die Handlung, sondern primär um eine Reduzierung der dank der Zellduschen unüberschaubar gewordenen Handlungsträger, aber das Muster ist schon da.

ES bleibt trotzdem irgendwie immer im Hintergrund, greift aber auch manchmal direkt ein – bis es dann im Schwarm-Zyklus, als die um Band 150 vorausgesehene Gefahr tatsächlich eintrifft, von den Terranern gerettet werden muss. Aufgrund eines »Rechenfehlers« (meine Kleinen würden verständnisvoll nicken) hat sich die Superintelligenz um ganze 0,032 Sekunden – was im Normalraum rund 1500 Jahren entspricht – geirrt und ist deshalb zu früh zurückgekehrt. ES ist nun natürlich geschwächt und kann den Terranern gerade noch den einen oder anderen Tipp geben, aber ebenso natürlich nichts direkt gegen den Schwarm ausrichten. Das alles steht in Band 517, »Notruf des Unsterblichen« von Clark Darlton, Juli 1971.

Dies hindert das Geistwesen allerdings nicht daran, ab Band 600 das Kosmische Schachspiel gegen seinen Widerpart ANTI-ES zu Ende zu spielen. Dieses geht wohl bis in die Zeit der Lemurer zurück, aber das wird nie so richtig ausgeführt. Am Ende dieser Auseinandersetzung ist ES zwar nicht erschöpft, verspricht aber eine Belohnung.

Mit späteren Versuchen der Autoren, ihre Superintelligenz auszubremsen, befassen wir uns dann aus Gründen des Umfangs in der nächsten Ausgabe des Infotransmitters. Wir brauchen dazu schon noch mindestens den gleichen Platz wie für diesen Teil.

Die 53 ruft!


Und das in mehr als einem Sinne. Ja, ich weiß, das war ein bisschen platt.

Auf jeden Fall schließen wir in zwei Wochen PERRY RHODAN-Trivid ab und führen auch PERRY RHODAN-Jupiter seinem Ende entgegen. Dazu runden wir unsere Betrachtungen über die Abwesenheiten von ES ab – und wagen einen Ausblick. Das alles aber erst am 9. Dezember.

Bis dann,
Euer
Rainer Nagel

Impressum
Der PERRY RHODAN-Infotransmitter ist eine kostenlose E-Mail- und
Internet-Publikation der Pabel-Moewig Verlag KG, Rastatt

Postanschrift:
Pabel-Moewig Verlag KG
PERRY RHODAN-Kommunikation
Postfach 23 52,
D-76413 Rastatt

E-Mail:
infotransmitter@perryrhodan.net
Internet:
http://www.perry-rhodan.net

Verantwortlich: Philine-Marie Rühmann (v.i.S.d.P)

Wir haben keinen Einfluss auf die Gestaltung und die Inhalte fremder
Seiten. Gemäß eines Urteils des Landgerichts Hamburg vom 12. Mai
1998 distanzieren wir uns von Aussagen und Inhalten gelinkter Seiten.

Falls Sie zukünftig keinen PERRY RHODAN-Infotransmitter mehr erhalten
möchten, können Sie ihn hier abbestellen.