PERRY RHODAN Infotransmitter
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Und so endet 2016 …

Rainer Nagel


… mit noch einem letzten Infotransmitter. Und wenn ihr ihn lest, bin ich bereits in Ägypten, wie jedes Jahr um diese Zeit. Da ich die gesamten Ferien ausnutze, sehen wir uns erst nächstes Jahr wieder. Als Ausgleich wird dieser Infotransmitter wieder etwas länger – es ist ja Weihnachten.

Ich hatte versprochen, die Erfahrungen meiner Zwölfklässler mit der Simusense-Mediationsarbeit zu schildern. Also: Die Klausur enthielt einen Auszug aus Robert Feldhoffs »Terra in Trance«, der mit zwei gezielten Arbeitsaufträgen (»Wie entstand die Dystopie?« und »Wie wird die Herrschaft aufrechterhalten? «) auf Englisch zusammengefasst werden sollte. Die Schüler fanden den Text schwer, schlagen sich aber inhaltlich sehr ordentlich. Allerdings waren viele unter Zeitdruck und hatten einen grausligen Fehlerindex. Alles in allem ein Schnitt von 8,15 – nicht unbedingt unsere beste Kursarbeit, aber doch gar nicht übel. Immerhin wissen jetzt die, die in Englisch schriftliches Abi machen wollen, dass diese Art von Aufgabe (eine Mediation kommt im Abi stets in einem der drei Vorschläge) mit einer gewissen Vorsicht zu behandeln ist.

Ich habe weitere Exposés zum »Genesis«-Zyklus« gelesen. Er fängt vergleichsweise klein an und behandelt ein komplett neues Thema – somit ist er ideal nicht nur für Neuleser, sondern auch für all jene, denen die letzten 200 Bände zu komplex bzw. zu sehr miteinander verzahnt waren. Natürlich spielen die bisherigen Geschehnisse (z.B. die Abwesenheit von ES) eine Rolle, aber man wird nicht mit Vorgeschichte erschlagen.

Band 2900 wird von Verena Themsen geschrieben, das erzählt sie hier sogar selbst auf YouTube – weitere Informationen folgen! Ich sehe eine Band-2900-Infotransmitter-Sonderausgabe nahen…

Davor aber muss der laufende Zyklus noch enden, und dazu trudeln langsam die Romane ein. Da sind wir zum Beispiel »auf der Spur der wahren Drahtzieher«. Oder wir schauen uns auf der Bannwelt um.

Ihr hingegen seid gerade mitten in den dreiteiligen »Tschubai-Chroniken«. Zu diesen hat unser Chefredakteur Klaus N. Frick hier noch einmal etwas geschrieben.

In meinem persönlichen PR-Rückblick stehen für das Jahr 2016 25 Ausgaben des Infotransmitters (das ist nicht ganz zweiwöchentlich, aber doch fast), die uns durch drei komplette Miniserien (Arkon, Jupiter, Trivid) geführt haben und deren »Hinter den Materiequellen« sich mit so diversen Themen wie James Bond bei PERRY RHODAN, der Geschichte der Mausbiber, PERRY RHODAN und Musik, Rauchen in PR (Uwe Anton schwärmte auf dem AustriaCon noch von diesem Text, er muss gut gewesen sein) und natürlich dem laufenden Zyklus befasst hat.

Hinzu kommen Lektorate und redaktionelle Teile für zwölf Zaubermond-Doppelbände sowie neun lektorierte Romane von PERRY RHODAN Arkon. Auf dem ColoniaCon war ich und auf dem AustriaCon auch. Nicht übel.

Im aktuellen Infotransmitterhausen befassen wir uns erst einmal mit einer redaktionsinternen Veränderung, die auch uns betrifft. Und es gibt ein neues Preisausschreiben. Danach geht es jeweils im Nachgang noch einmal kurz um Trivid und Jupiter. Die Zaubermond-Taschenbücher sind mal wieder an der Reihe, und NEO darf natürlich auch nicht fehlen. Und in »Hinter den Materiequellen« gehen wir noch einmal auf ein paar Hintergründe zu PERRY RHODAN Jupiter ein.

52 Ausgaben hat sie durchgehalten …




… ab der 53. Ausgabe des Infotransmitters mussten wir bereits auf sie verzichten. Und in der heutigen 54. auch. Katrin Weil ist seit Ende November im Mutterschaftsurlaub. Doch lassen wir sie selbst erzählen.

Bereits am 23. November schrieb sie:

tl_files/comic/images/team/mitarbeiter/ruehmann.jpg»Morgen ist mein vorerst letzter Arbeitstag bei PERRY RHODAN. Dann gehe ich in Elternzeit. In dieser Zeit übernimmt Philine-Marie Rühmann mein Aufgabengebiet.

Erreichen könnt ihr Philine-Marie wie folgt:
Philine-Marie.Ruehmann@vpm.de

Wir lesen/sehen uns im Januar 2018 wieder.

Bis dahin alles Gute!«

Von Infotransmitterseite wünschen wir Katrin Weil ebenfalls alles Gute und Philine-Marie Rühmann einen erfolgreichen Start bei PERRY RHODAN!

Wir haben das hier auch noch einmal offiziell verlautbart.

Möge die Macht mit dir sein!




Das ist unser neues Preisausschreiben. Es beruht auf dem YouTube-Video »Die Macht«, das ihr bestimmt kennt – falls nicht, könnt ihr es euch hier am Ende der Beschreibung des Preisausschreibens ansehen.

Wer am Gewinnspiel teilnehmen möchte, schickt der PERRY RHODAN-Redaktion ein kreatives Bild oder auch Video, in dem PERRY RHODAN-Neuleser etc. zu sehen sind – der Phantasie sind keine Grenzen gesetzt!

Folgendes gibt's zu gewinnen:

1. Preis: 1x exklusives PERRY RHODAN-Paket (1x handsigniertes Plakat von PR-Autoren; 1x PERRY RHODAN-Regenjacke; 4x PERRY RHODAN-Erstauflagen Ausland; 1x PERRY RHODAN AD ASTRA Cosmolodics CD; PERRY RHODAN-Sammelkartenspiel und das PERRY RHODAN-Infopaket; 1x PERRY RHODAN Silber Edition #26 Hörbuch »Kontrollstation Modul« und 1x #27 »Andromeda«)

2. Preis: 1x 50er E-Book-Paket aus der PERRY RHODAN-Erstauflage
(*welche bereits erhältlich sind)

3. Preis: 1x PERRY RHODAN Silber Edition #34 Hörbuch »Die Kristallagenten«

Das Bild / Video schickt ihr bitte mit dem Betreff »Gewinnspiel Macht« an gewinnspiel@perryrhodan.net.



tl_files/comic/images/news/news/Macht_Gewinnspiel.jpgEinsendeschluss ist der 29. Dezember 2016 (20:00 Uhr).
Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

Mit der Zusendung und Teilnahme am Gewinnspiel ist der Teilnehmer damit einverstanden, dass das eingereichte Bild / Video auf den sozialen Netzwerken der PERRY RHODAN-Redaktion (Homepage; Facebook; Twitter; Google + und Youtube) öffentlich gezeigt werden darf, d.h. der Veranstalter ist zu einer uneingeschränkten, zeitlich und örtlich unbegrenzten Nutzung, Speicherung und Verwendung des eingesandten Bild- und Textmaterials berechtigt. Die Bild- und Verwertungsrechte werden unbefristet an den Veranstalter abgetreten.

Weitere Teilnahmebedingungen gibt es hier.

Apropos Gewinnspiel: Das zu »Rezensieren und gewinnen«, von dem wir im letzten Infotransmitter sprachen, ist mittlerweile abgeschlossen. Die Informationen dazu (einschließlich der Gewinner) findet ihr hier.

Trivid ist Geschichte


PERRY RHODAN-Trivid, unsere nur in elektronischer Form verfügbare Miniserie aus sechs Kurzromanen, ist zu Ende. Bereits vor zwei Wochen habe ich mich darüber gewundert, wie schnell das alles ging. Angekündigt auf dem AustriaCon in Wien Anfang Oktober, direkt danach kam der kostenlose Prolog und vor bereits drei Wochen der letzte Roman. So schnell ist das alles heutzutage in Zeiten des Internets.

tl_files/comic/images/news/news/Trivid_Logo.jpgKlaus N. Frick hat sich in einem Logbuch dem Phänomen des »reinen« E-Books noch einmal angenähert. Er gibt neben einem historischen Rückblick in die Geschichte der elektronischen Publikationen zur Serie auch eine kurze Zusammenfassung des Entstehungsprozesses von Trivid. Und er kommt zu einem verhalten positiven Fazit.

Auch im PERRY RHODAN-Forum kommt die Serie sehr positiv an. So meint Forist »Langschläfer«: »Die Serie hat mir gut gefallen. Sowohl vom Umfang als auch vom Stoff her. Ein paar kleine Holperer gab es schon mal, aber für mich keinen wirklich gröberen Kritikgrund. Das am Ende dann doch die grobe Kelle rausgeholt werden musste passte auch durchaus zur geschilderten Situation. Insgesamt sage ich mal Note 2. Mit einem kleinen Plus.«

Ob wir das noch einmal machen? Nun, das hängt letztlich von der Annahme durch die Käufer ab. Da sind wir noch beim Sammeln der Daten, wie ja auch unser Chefredakteur schon geschrieben hat.

Alle sechs Bände sind nach wie vor bei Amazon, Science-Fiction-Ebooks, ebook.de und iTunes erhältlich!

Ganymed bleibt weg, wird aber neu gebaut


Auch PERRY RHODAN Jupiter ist mittlerweile fertig. Vor zwei Wochen haben Wim Vandemaan und Kai Hirdt im Abschlussband unserer Miniserie: »Der ewige Lügner« die Geschehnisse zu ihrer Auflösung gebracht. Dabei hat Kai in erster Linie einen neuen Epilog beigesteuert, der seinen »neuen« Handlungsstrang mit den »alten« aus dem Ziegelstein von 2010 verknüpft.

tl_files/comic/images/news/news/jupiterpaket.jpgIm PERRY RHODAN-Forum haben sich nicht wenige Leser geäußert, dass sie die Miniserie erst lesen (oder hören) wollen, wenn sie komplett vorliegt. Das ist ja  nun der Fall. Und dem kommen wir damit entgegen, dass wir nun ein Komplettpaket mit allen zwölf Romanen als E-Book anbieten. Es kostet 19,99 Euro, was bei einem Einzelpreis von 1,99 Euro pro Roman schon einen kleinen Preisvorteil darstellt.

Das Jupiter-Komplettpaket ist bei folgenden Plattformen erhältlich: Amazon; Science-Fiction eBook; ebook.de und iTunes.

Die Miniserie (und insbesondere ihr Finale) kamen bei den Foristas durchaus gemischt an. Wir verweisen wieder einmal auf die Rezension des Abschlussbandes von Uwe Baetz – der wir auch das Thema des heutigen »Hinter den Materiequellen« verdanken.

Gleichsam als Ergänzung: Hier hat Uwe Baetz ein sehr interessantes Interview mit Kai Hirdt zum Thema Jupiter geführt.

Und auch hier die Frage: Machen wir so etwas (den überarbeiteten Nachdruck eines bereits erschienen Produktes als Miniserie) noch einmal? Dazu unser Klaus N. Frick: »Ob wir ein solches Experiment wiederholen werden, weiß ich bisher nicht. Das Jupiter-Abenteuer wurde auf diese Weise auf jeden Fall ein zweites Mal veröffentlicht – ganz anders als bisher, mit anderen Schwerpunkten und in einem anderen Format. Allein schon die Veröffentlichungspraxis war etwas Besonderes, und das sollte man nicht außer Acht lassen.«

Auf jeden Fall haben Ziegelstein und Miniserie ihre Spuren in der Heftromanserie hinterlassen: Ganymed ist vernichtet, wird aber von der SYKONPHA neu erbaut. Dies haben wir in den aktuellen Romanen mehrfach erwähnt, und das werden wir auch nicht vergessen. In PR 2617 (Hubert Haensels »Der dunkelste aller Tage«, Oktober 2011) haben wir ja ausgesagt, dass mit einer Rekonstruktionszeit von etwa hundert Jahren zu rechnen ist. Das war 1469 NGZ. Mit dem Zeitsprung ab Heft 2900 sind diese hundert Jahre zwar noch nicht vergangen, aber wir nähern uns …

Ein echter Kneifel-Held


Seit Anfang Dezember liegt bei Zaubermond ein weiterer Band mit zwei Romanen von Hans Kneifel vor: Es handelt sich um die beiden Wollonggong-Romane, Kolonistenabenteuer aus dem 24. Jahrhundert, die im neuen »Doppelformat« erst so richtig zur Geltung kommen. Der zynische Alleingänger ist der Archetyp des Kneifelschen Heldenparadigmas – und Sherpa Carmichael ist ohne Zweifel die extremste Ausprägung eines solchen Helden. Die beiden Romane, die im Zaubermondschen »Doppelband-Format«, beziehen einen nicht unbeträchtlichen Teil ihrer Spannung daraus, wie sich der gefallene Offizier wieder aufrichtet – eine interessante Charakterstudie. Unser Chefredakteur Klaus N.Frick hat dazu hier auch noch ein paar Worte geschrieben.

tl_files/comic/images/cover/planetenromane/PRTH_69_70cover.jpgAm 6. Januar kommen zwei sehr frühe Taschenbücher von Ernst Vlcek: »Der Untergang des Solaren Imperiums« und »Drei Stufen zur Ewigkeit«, in denen wir uns noch im Solaren Imperium bewegen, aber dabei sehr abenteuerliche und farbenfrohe Handlungen erhalten. Auf Facebook kam dazu ein Kommentar von Torben Kneesch: »›Der Untergang des Solaren Imperiums‹ ist besonders interessant, wenn man sich an den Abruse-Zyklus erinnert. Da werden viele Ideen aus dem späteren Heftzyklus vorweggenommen.« Und das ist gar nicht so falsch.

Im Februar geht es mit zwei der drei Tyll-Leyden-Romane von W. K. Giesa weiter (»Eine Sonne entartet« und »Weltraumfalle Sternenland«). Diese Romane erinnern die Älteren unter uns doch sehr stark an die seinerzeitigen Werke von Kurt Brand (Leyden ist ja eine Brand-Figur), das fand ich bei der Bearbeitung sehr interessant.

Danach gibt es die beiden frühen Omar-Hawk-Romane von H. G. Ewers weiter, den, wenn man so sagen möchte, »Jugendromanen« aus dem Jahr 1967: Taschenbuch 34, »Die Festung der Raumfahrer«, sowie 36, »Die Katakomben der Besessenen«. Mit denen hat es etwa die gleiche Bewandtnis wie mit den »frühen« Tekener-Abenteuern von H. G. Francis, deren erste vier wir bei Zaubermond als Bände 41/42 bzw. 61/62 nachgedruckt haben: Sie schildern die Vorgeschichte einer voll ausgeformt in der Heftromanserie aufgetauchten Figur.

Und in diesem Fall lernen wir den Planeten Oxtorne kennen, von dem wir bis dahin zwar gehört, aber noch nie etwas gesehen hatten. Vieles von dem, was wir heute über Oxtorne wissen, hat hier seine Grundlagen.

Gerade letzte Woche habe ich das Manuskript für den Doppelband 75/76 abgegeben, zwei Werke von Peter Griese, die im Konzilszyklus angesiedelt sind: »Findelkinder der Galaxis« (vormals Planetenroman 221, 1981) und »Geheimprojekt der Hyptons« (Band 256, 1984). Dazu habe ich für die Nachwörter intensiv die Geschichte des Konzils der Sieben recherchiert – das war ganz spannend und wird sich demnächst auch in »Hinter den Materiequellen« niederschlagen.

Der übliche monatliche Abschlussabsatz: Wer nicht dauernd nachsehen möchte, wann welcher Roman erscheint, kann ein Abonnement abschließen. Oder man bestellt sie einfach in der nächstgelegenen Buchhandlung.

Weiße Welten und schlaflose Menschen


In Arno Endlers »Schlacht um die Sonne« haben wir letzte Woche gesehen, dass die Sitarakh die Erde fest im Griff haben und auch durch einen Überraschungsangriff der Solaren Flotte nicht aus der Ruhe zu bringen sind. Auf Oac steckt man auch in einer Cliffhanger-Sackgasse. Wer es noch nicht gelesen hat: Arno Endler hat zu seinem Roman einen Werkstattbericht verfasst.

Wie also geht es weiter?

tl_files/comic/images/cover/neo/neo138.jpgNun, das erfahrt ihr heute in einer Woche, am vorletzten Tag dieses Jahres, in Oliver Plaschkas Band 138 von PERRY RHODAN NEO. Der achte Teil der laufenden Staffel »Meister der Sonne« berichtet unter dem Titel »Die Weißen Welten« zum einen über die angespannte Situation auf der Erde, wo ein Massensterben bevorzustehen scheint, sowie die Lage in den Tiefen der Milchstraße, wo Perry Rhodan um Hilfe bei den mächtigen Liduuri ersucht hat – denen dazu aber erst einmal selbst helfen muss.

Das Exposé weiß zu berichten: »In diesem Roman haben wir erneut eine Menge Handlung – und einige dicke Überraschungen. Dabei darf der Autor nicht vergessen, immer mal wieder an die katastrophalen Zustände auf der Erde zu erinnern. Die meisten Menschen stehen kurz vor dem Kollaps. Das sollte dem Leser stets bewusst bleiben.«

Und die Überraschungen … ja, doch. Da passiert so einiges, das nicht zu erwarten war. Oder das zumindest niemand auf dem Schirm hatte. Und es stirbt mal wieder jemand – diesmal aber kein Mutant. Und … erinnert ihr euch noch an Josue Moncadas …?
Die Arbeitstitel waren laut Exposé jedenfalls »Das Weiße Dilemma« sowie »Studie in Weiß«. Und ja, ein (wirklich fieses) Dilemma taucht in der Tat auf.

Und ganz am Ende sagt das Exposé: »Mit dieser überraschenden Eröffnung den Roman beenden!« Ja, aber mit welcher denn …?

Offiziell nichts Neues gibt es zur »METEORA«-Staffel – obwohl ich hier schon jede Menge Exposés vorliegen habe. Aber wir brauchen ja auch noch Meldungen für das nächste Jahr.

Mit Jupiter hinter den Materiequellen


PERRY RHODAN Jupiter war ein Experiment: Wir nehmen einen Text, der vor sechs Jahren bereits auf eine andere Art (als Taschenbuch) veröffentlicht worden war, und machen eine Miniserie daraus. Aus dem intern seit 2010 so bezeichneten »Ziegelstein« (das Buch ist mit seinen 1007 Seiten schon ziemlich dick …) wurden zwölf Heftromane.

Weiter oben hat Klaus N. Frick dazu ja schon etwas gesagt, und im Interview mit Uwe Baetz hat sich zudem Kai Hirdt als der federführende Überarbeiter geäußert, insbesondere was die Kürzungen und Ergänzungen angeht:

»Es gibt gar keine riesigen Unterschiede: Jupiter ist immer noch Jupiter. Im Wesentlichen haben wir einen weiteren Handlungsstrang ergänzt, sodass wir in mehreren Heftromanen zwischen zwei Handlungsebenen hin- und herblenden. Aber unser Ziel war nicht, die Dramaturgie grundlegend zu verändern. Ein paar Verbesserungen wollten wir einführen, wo die erste Fassung noch Aufwärtspotenzial hatte.«

Im PERRY RHODAN-Forum wurde, insbesondere gegen Ende dieses Stranges, bemängelt, dass die einzelnen Handlungsstränge nicht gut zusammenlaufen oder sich inhaltlich wie stilistisch stark voneinander unterscheiden.

Ersteres war natürlich nicht so geplant und ist in den Teilen den etwas … hastigen Produktionsabläufen des seinerzeitigen Ziegelsteins geschuldet (ich hatte im Infotransmitter vom 2. September 2016 ausführlich darüber berichtet), Kai Hirdt hat sich große Mühe gegeben, einige Schwächen, die der Ziegelstein in diesem Bereich hatte, auszubügeln. Wie sagt er doch selbst im Interview mit Uwe Baetz (und das kann ich nur unterschreiben): »Der wesentliche inhaltliche Grund ist, dass wir dadurch die Möglichkeit hatten, einige Ungereimtheiten des Taschenbuchs zu erklären. Darin ist die Informationsvergabe an mehreren Stellen etwas abrupt, oder es wurden Dinge gar nicht erklärt, die ich als Leser gerne besser verstanden hätte. Ich konnte den Text so gestalten, dass Chayton Rhodan nach und nach all diesen Dingen begegnet und all diese Informationen erhält, sodass sich für den Leser zugleich die drei schon bestehenden Handlungsstränge runder und stimmiger anfühlen.«

Und zum inhaltlich-stilistischen Teil … Da hatten wir uns überlegt: Wer schreibt den Band, was möchten wir haben, was sind die Stärken der einzelnen Autoren? Da wir eine »kosmische« Komponente wollten, war klar, dass hier Wim Vandemaan ran musste – das Darstellen großer kosmologischer Zusammenhänge ist sein Ding. In einer zweiten Handlungsebene wollten wir eine wissenschaftlich-technologisch orientierte Handlung, bei der die Leser sofort bemerken, dass sie sich im »Herzen« des Perryversums befinden; dafür ist Hubert Haensel der richtige Mann.

Den Leuten, die ihren PERRY RHODAN gern mit krachender Action haben (und das sind schon gar nicht so wenige), wollten wir natürlich auch etwas bieten. Und da war Christian Montillon natürlich erste Wahl. So ergab sich also eine »Drittelung« in unterschiedliche Spielarten, wie man mit unserer Serie umgehen konnte.

Für die Miniserie kam dann noch eine vierte Handlungsebene hinzu, über sich die Kai Hirdt im Interview ausführlich ausgelassen hat. Da sie gleich am Anfang stand, wurde auch klar, dass ein neuer Epilog her musste, der »alte« und »neue« Miniserie miteinander verknüpfte. Und: Wir fangen mit Chayton Rhodan an, er stirbt in Band 11 – wie reagiert seine Familie? Auch Caruus Krankheit brauchte einen Abschluss.

Also musste ein neuer Epilog her.

Der Abschluss des Ziegelsteins bestand in einem längeren Gespräch zwischen Perry Rhodan, Reginald Bull und Homer G. Adams im Haus des Finanzmanagers in Kent. Man isst englisches Frühstück, unterhält sich (teilweise in englischen Sprachbrocken) und arbeitet die Geschehnisse auf. Adams erklärt, wie das Syndikat der Kristallfischer abgewickelt wurde und wie aus ihm die SYKONPHA entstand. Sie reden über den »Neubau« von Ganymed, und Rhodan sinniert, ob sich vielleicht einige Schiqalaya unter die anderen Engel von Los Angeles zurückgezogen haben könnten.

Der ursprüngliche Epilog endet so:

»Dann schaute er den Butler-Roboter an, der mit der Geduld einer Maschine noch auf seine Antwort wartete.
Ob er zufrieden war?

›Ja‹, sagte Perry Rhodan. ›Das bin ich. Alles ist wunderbar.‹«
Der neue Epilog geht von dieser die Handlung betrachtenden Metaebene auf eine persönlichere, die sich mit dem Schicksal einige der Charaktere beschäftigt. Dabei bleiben die großen Zusammenhänge und der vorausgreifende Ausblick etwas auf der Strecke, aber die Miniserie erhält einen runden Abschluss.

(Das einzige, was mich daran stört, ist, dass Dorian Sherrinford als terranischer Finanzminister nicht mehr erwähnt wird. Der war nämlich von mir. Oh, und die Schaben aus Band 5, die ich eigenhändig gerettet hatte, nachdem der fiese Wim sie sterben lassen wollte. Sie leben, keine Sorge, auch wenn sie nie wieder erwähnt werden. Dazu der Original-Epilog: »Nach der Vernichtung von MERLIN konnte er nicht mehr nach ihnen suchen, doch eine verwaschene, kurze Ortung beim Einzug der Flüchtlinge aus der Faktorei in die TYCHE gab Anlass zur Hoffnung.«)

Interessanterweise erhielt der neue Epilog gemischte Reaktionen. Ich zitiere Uwe Baetz aus seiner Rezension zu Band 12: »Das Ende ist überraschend. Caruu verkuppelt Amurri mit Tante Payette. Diese Verkuppelung passt irgendwie gar nicht an das Ende der Serie. Die Figur Porcius Amurri taucht in Heft 4 auf und hat mit den Geschehnissen vom Band 1 gar nichts zu tun. Die Figur ist Chayton zweimal begegnet. Einmal in den Lüftungsschächten (seufz) und zum zweiten Mal, als Chayton stirbt. Mit Mühe kann ich aus der letzten Begegnung den Zusammenhang herstellen, dass der TLD-Agent in das Privatleben des Titelhelden involviert wird. Aber die Verkuppelungsgeschichte?«

An sich dachte ich mir, dass hier tatsächlich ein positives Ende aufgebaut werden sollte: Da Chayton Rhodan ja zwangsweise tragisch enden musste (von der Anlage der Figur her blieb ja gar nichts anderes übrig), brauchte Caruu ihr Happyend. Das bekommt sie im doppelten Sinne: Sie überlebt nicht nur, sondern die Familie erhält gleich einen »Ersatz-Chayton«.
Vorsichtshalber habe ich aber noch einmal bei Kai Hirdt nachgefragt. Er hat mir erlaubt, seine Antwort hier abzudrucken:
»Ich finde die Reaktion auf den neuen Epilog recht überraschend. ›Happy-end‹, ›Verkuppelungsgeschichte‹ … Nee. Die Szene hat jede Menge ganz schön fiese Zwischentöne. Die wurden aber anscheinend überlesen.

Aber zunächst einmal: Warum überhaupt dieser neue Epilog?

Band 1 war ja größtenteils ein Prolog zur eigentlichen Jupiter-Handlung. Da haben wir ein 13-jähriges Mädchen im Koma zurückgelassen. Mir war von Anfang an klar, dass wir einen Epilog brauchen, in dem wir auf diese Situation noch mal eingehen, um den Gesamtrahmen zu schließen.

Auch die Figur Porcius Amurri hatte für mein Gefühl einen vernünftigen Abschluss verdient, statt einfach nach Band 11 sang- und klanglos aus der Handlung zu verschwinden.


Beides funktioniert gut in einer gemeinsamen Szene. Das finde ich sogar sehr naheliegend: Denn dass Chaytons Familie mit den Menschen sprechen möchte, die im Augenblick seines Todes bei ihm waren, ist eine völlig normale Reaktion.

Und wenn wir uns das sogenannte Happy-end mal unter der Lupe ansehen, haben wir da ein paar ziemlich verstörende Elemente drin: Porcius leidet unter Posttraumatischer Belastungsstörung. Caruu hat einen undurchsichtigen Mediziner an der Backe, der sie möglicherweise für finstere Experimente benutzen will. Porcius und Mondra müssen die Manchester-Rhodans nach Strich und Faden anlügen. Und Caruu arrangiert zwar das gemeinsame Essen von Porcius und ihrer Tante, aber sie tut das aus eiskaltem Eigennutz – und zwar nicht, um einen Ersatzdaddy zu kriegen, sondern um sich einen ausgebildeten Agenten als Leibwächter zu sichern. Dabei benutzt sie ihre Gabe, um ihre Tante zu manipulieren, was moralisch sicher auch nicht astrein ist.

Alles in allem: Möglicherweise finden zwei Handlungsträger am Ende zusammen, und einer davon ist ein sehr weit entfernter Verwandter von Perry. Unter all diesen Vorzeichen finde ich das Ganze aber wahrlich nicht süßlich. Ganz im Gegenteil – ich habe das vage Gefühl, dass den Manchester-Rhodans noch einiger Ärger bevorstehen wird.«

Und das bringt uns, der Stimmung des kommenden neuen Jahres entsprechend, zu einem möglichen Ausblick, den Kai Hirdt im PERRY RHODAN-Forum vielleicht getan hat: »Tatsächlich gibt es noch Aufhänger für weitere Geschichten, die man machen könnte. Die Geschichte von Caruu Rhodan kann weitererzählt werden, es gibt noch ein paar Schiqalaya auf der Erde, und YNTRIM und der Psionen-Born schreien eigentlich auch danach, da noch einige Rätsel aufzulösen. Ich wüsste nur nicht so recht, in welchem Format das geschehen könnte. Noch mal eine Zwölfer-Miniserie als Spin-off eines Spin-Offs? Das wird wohl wirtschaftlich nicht funktionieren. Während ich hier tippsle, entsteht aber eine andere vage Idee. Mal schauen, was der Chef davon hält …«

Und auf dieser vielleicht hoffnungsvollen Note beenden wir unsere Betrachtungen zu PERRY RHODAN Jupiter.

Frohe Weihnachten und ein gutes neues Jahr 2017!


tl_files/comic/images/news/news/weihnachten.jpgWie gesagt: Wenn ihr dies lest, bin ich bereits in Ägypten. Ich komme am 9. Januar wieder und schaffe in dieser Woche keinen neuen Infotransmitter. Also werden wir, auch aus redaktionsinternen Gründen, noch eine weitere Woche warten müssen. Der nächste Infotransmitter kommt also erst am 20. Januar. Ja, ich weiß, ein Monat infotransmitterlose Zeit ist hart – aber da müssen wir jetzt alle sehr tapfer sein. Und der hier ist ja auch wirklich wieder lang geworden.

Ich vergleiche dann wohl die Invasion des Konzils der Sieben mit der des Atopischen Tribunals. Und an der Neuheitenfront sollten wir mehr zu Band 4 der Cross-Cult-Comics erfahren, kommt ja schon kurz darauf. Und Philine-Marie Rühmann versprach mir: »Die Leser dürfen gespannt sein, denn im neuen Jahr gibt es einige größere Projekte – mehr dann im Infotransmitter #55«.

In diesem Sinne: Schöne Weihnachten und ein Frohes Neues Jahr – nicht nur von mir, sondern von der ganzen PERRY RHODAN-Redaktion!

Bis dann,
Euer
Rainer Nagel


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