PERRY RHODAN Infotransmitter
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Saluton!

Rainer Nagel


Das ist Esperanto und heißt »Hallo!« (was sich die Romanisten unter uns sicherlich schon gedacht haben). Also geht es heute um das »S«.
Ich bin wohlbehalten von der Klassenfahrt mit meinen Ersatz-Kleinen zurück. Sie waren zwar pflegeleicht, aber furchtbar träge: Man musste sie manchmal von Programmpunkt zu Programmpunkt förmlich tragen. Fast kam ich mir ein wenig vor wie Thez, das auch dauernd umdenken und neue Inseln der Hiesigkeit aus dem Brei schöpfen muss (wobei wir übrigens noch genau erklären werden, wie dieses »Umdenken« vor sich geht).

Was uns zu den aktuellen Exposés bringt. Während ihr mittlerweile wisst, wie Richter Matan entstanden ist, weiß ich schon, wie er sich zu dem entwickelt hat, was er aktuell ist, und was genau seine Rolle innerhalb des Atopischen Tribunals ist. Und wer denkt, wir hätten klammheimlich das Polyport-System »vergessen«, wird noch vor Zyklusende eines Besseren belehrt. In der aktuellen Pfingstlektüre (sprich: satzfertige Manuskripte) treffen sich ein Unsterblicher und ein Toter. Odysseus kommt auch vor. Und in den Satzanweisungen eines anderen Bandes steht: »Bitte TLD-Chef nicht auf ›Direktor‹ ausbessern! Sonst geht der Dreischlag mit den anderen Chefs nicht auf.« So ist das. Im Glossar dieses Romans geht es um Meech Hannigan und Nemo Partijan. Ob uns das etwas sagen will …?

Hier und heute indes geht es um PERRY RHODAN bei Bastei Lübbe, um ein Eschbach-Hörbuch, natürlich um Arkon, um die beiden Voltz-Romane bei Zaubermond, um NEO und um eine Gewinnspielkooperation mit Nintendo. Und »Hinter den Materiequellen« nähert sich der drängenden Frage nach der Existenz des Deutschen Reinheitsgebots im 15. Jahrhundert NGZ an.

Seht die falsche Welt – bei Bastei Lübbe!

Im Oktober 2016 erscheint das PERRY RHODAN-Taschenbuch »Die falsche Welt« bei Lübbe
Eines der frühen Highlights des aktuellen Zyklus waren die Bände 2812 bis 2815, in denen Verena Themsen und Andreas Eschbach die »falsche Welt« beleuchteten, ein Solsystem eintausend Jahre in der Zukunft, in dem Perry Rhodan tot ist und sich die Atopen durchgesetzt haben. Das war schon recht beunruhigend, damals, im Juli 2015 – und gut geschrieben.

So gut geschrieben, dass diese vier Romane jetzt noch einmal bei Bastei Lübbe als eigenständiges Taschenbuch herauskommen werden. Na gut, »jetzt« bedeutet eher »14. Oktober 2016«, aber ich dachte, ihr wolltet das wissen.

Da Bastei den Aufruf zur Vorbestellung bereits Ende April an Amazon ausgab, können wir jetzt so langsam nachziehen. Unsere eigene Meldung zum Thema findet ihr hier.

Eine E-Book-Ausgabe ist übrigens nicht geplant – die vier Einzelromane sind nach wie vor erhältlich, und so groß sind die Unterschiede dann auch wieder nicht. Es werden halt die bei wöchentlich erscheinenden Heftromanen üblichen Wiederholungen des Geschehens der Vorwoche(n) etwas gekappt, da derlei beim Lesen eines zusammenhängenden Textes deutlich unangenehmer auffällt.

Solo für Eschbach

»Rückkehr nach Terra« enthält vier PERRY RHODAN-Hörbücher
Und wenn wir gerade von Andreas Eschbach reden … der Mann ist ja wohl unser beliebtester »Gastautor« – kein Wunder, dass er Band 2700 schreiben durfte.

Das dachten sich wohl auch die Kollegen von Lübbe-Audio, als sie sich entschieden, für den 9. Dezember 2016 vier Romane dieses Autors als Hörbuch-Box anzubieten. Es wird sie als MP3-CD geben, man wird sie aber auch downloaden können. Gut, das ist alles noch ein bisschen hin, und wir werden noch ausführlicher darüber berichten, sobald der Termin sich nähert, aber so ein wenig Vorfreude kann nicht schaden.

Denn es geht natürlich nicht um irgendwelche Romane von Andreas Eschbach, sondern um jene vier PERRY RHODAN-Hefte, die er zusätzlich zu den beiden, die in »Die falsche Welt« enthalten sein werden, noch geschrieben hat. Als da wären: »Der Gesang der Stille« (1935, September 1998), »Die Rückkehr« (2295, August 2005), »Die Falle von Dhogar« (2503, August 2009) und eben »Der Techno-Mond« (2700, Mai 2013).

Eine von Christian Montillon verfasste Rahmenhandlung bettet die Texte ins Gesamtgeschehen der PERRY RHODAN-Serie ein. Damit wird das Paket auch für vollkommen unbelastete Neuleser/-hörer interessant.

Der Sammeltitel ist »Rückkehr nach Terra«. Weitere Informationen (unter anderem zur Vorbestellung) findet ihr hier.

Sidhars große Stunde

Arkon-Cover Band 10 von Dirk Schulz
Bei PERRY RHODAN-Arkon bewegt sich nun schon alles auf den Abschluss der Handlung hin. Letzte Woche hat Kai Hirdt die »Flotte der Verräter« in Stellung gebracht und gleichzeitig Perry Rhodan den Weg nach Iprasa geebnet. Dort hat er das Gijahportal durchschritten und ist nun unterwegs zur Konfrontation mit seinem noch unbekannten Gegner.

Davor allerdings werfen wir einen Blick in die Vergangenheit. Wie schon mehrmals berichtet, wurde er von Arkon-Spezialistin Verena Themsen verfasst und trägt den Titel »Hüter der Gedanken«. Besagter Hüter der Gedanken, das haben wir schon vor zwei Wochen verraten, ist ein offensichtlich eher junger Mann namens Sidhar. Der Roman schildert seine Lebensgeschichte – und deren Auswirkungen auf die Handlungsgegenwart im Jahr 1402 NGZ. Der Roman kommt am 27. Mai in den Handel.

Nach der Enthüllung dieser historischen Hintergründe treffen Perry Rhodan, Gucky und Sahira dann in Band 11 – »Auf dem Wandelstern« von Susan Schwartz – auf den Schurken, der/die/das hinter den aktuellen Problemen steckt. Und wir erfahren, warum er/sie/es sich so entwickelt hat, wie er/sie/es sich entwickelt hat (ein Satz, den ich als Lektor so schnell aus einem Manuskript gestrichen hätte, dass ich ihn gar nicht erst zu Ende gelesen hätte …).

Marc A. Herrens Abschlussband ist am Dienstag in den Satz gegangen. Mittlerweile weiß ich auch den Namen: »Kampf um Arkon«. Der Kreis schließt sich, die Handlung wird abgeschlossen, alle Fragen aufgelöst, grausige Dinge passieren mit …. Erm. Na, die fünf Wochen haltet ihr auch noch durch.

(Wer hier nach neuen Informationen zu PERRY RHODAN-Jupiter sucht, den muss ich leider vertrösten – kein Platz dieses Mal … aber in zwei Wochen dann, versprochen!)

So war das mit Nome Tschato

PERRY RHODAN-Planetenromane 55/56 – Cover von Arndt Drechsler
Vor einigen Infotransmittern hatte ich mich in »Hinter den Materiequellen« über Nome Tschato ausgelassen, einen frühen Flottenoffizier, der im Sommer 1965 gegen Ende des Blues-Zyklus in die Handlung eingeführt wurde und uns vier Bände lang (191, 192, 197 und 198) begleitete, ausgearbeitet und in der Regel (mit Ausnahme von Heft 198) beschrieben von Willi Voltz.

Das habe ich natürlich nicht getan, weil mir die Ideen für »Hinter den Materiequellen« ausgegangen waren, sondern weil ich dieses Buch vorbereiten wollte: Band 55/56 der Planetenromane bei Zaubermond. Er enthält zwei der drei Taschenbücher, die Voltz mit und über Nome Tschato geschrieben hat. Hinzu kommen die üblichen Nachworte (diesmal über Herkunft und Entwicklung Nome Tschatos und seiner LION, wer hätt’s gedacht) und Einbindungen in den Serienkosmos in Form von »Hoschpian-Prologen«.

Nome Tschato ist eine sehr interessante Figur: Entworfen von K.H. Scheer als »typischer« Flottenoffizier mit allen Scheer-Spezifika, macht Voltz aus ihm eine tiefgründige Persönlichkeit, der auch eine Weiterentwicklung anzumerken ist. Diese sehen wir insbesondere in den Taschenbüchern. Der Band erscheint am 3. Juni und enthält die Romane »Ins Weltall entführt« (1966) sowie »Tunnel in die Unendlichkeit« (1967).

Weiter geht es danach mit zwei Romanen von H.G. Ewers aus der Frühzeit der Serie: »Die verhängnisvolle Expedition« (1964) und »Phantom-Station« (1965). Im ersten davon steht Julian Tifflor im Mittelpunkt, im zweiten Perry Rhodan und Reginald Bull. Immer ein Traumpaar.

Findet ihr es auch ein wenig mühsam, euch andauernd über die gerade aktuellen Planetenromane informieren lassen zu müssen? Dann ist es vielleicht an der Zeit für ein Abonnement der Reihe. Das macht vieles einfacher.

Auf dem anstehenden ColoniaCon am 28./29. Mai in Köln wird es auch einen Programmpunkt zu den Planetenromanen geben (das ganze Programm findet ihr hier). Dabei wird es auch um den Band 55/56 gehen – der erscheint in der Woche nach dem Con. Deshalb habe ich für das Con-Buch einen kleinen Artikel verfasst, in dem ich mir ausmale, wie der Roman wohl ausgegangen wäre, wenn ab einer bestimmten Stelle Willi Voltz ihn nicht mehr hätte weiterschreiben können und ein anderer der seinerzeitigen Autoren seine Rolle hätte übernehmen müssen. Ich habe mir Gedanken gemacht, wie das bei K.H. Scheer, Clark Darlton, Kurt Mahr und H.G. Ewers (und als Bonus Kurt Brand!) ausgesehen haben könnte.

Suator? Wer ist Suator?

NEO-Cover Band 122 von Dirk Schulz
Gute Frage, nicht wahr? Wenn ihr die Antwort wissen wollt, müsst ihr den 122. Band von PERRY RHODAN NEO lesen, den Kai Hirdt unter dem Titel »Geboren für Arkons Thron«, geschrieben hat und der genau heute veröffentlicht wird.

Ist es Suator, der/die/das »geboren für Arkons Thron« ist? Na, wohl eher nicht. Vielleicht gibt uns ja der Arbeitstitel einen Hinweis? Hm … mal sehen … »Thotons Triumph«. Ob das irgendetwas zu sagen hat?

Wir haben bereits vor zwei Wochen darauf hingewiesen, dass der Roman eher … ungewöhnlich aufgebaut ist: Im Prinzip besteht er aus zwölf Kurzgeschichten, die einen gemeinsamen Handlungsbogen bilden. Dabei stellt der Autor jeweils eigene Figuren und ihre Abenteuer in den Vordergrund. Einzelne Szenen werden sogar aus unterschiedlichen Blickwinkeln beleuchtet. Das ist originell und liest sich sehr gut.

Was meint das Exposé? »Wir haben in diesem Roman (insbesondere in Pro- und Epilog) Auftritte unserer maßgeblichen Antagonisten. Insbesondere bei Anathema [KRCH – Transmissionsstörung – KRCH] ist darauf zu achten, dass wir möglichst wenig von ihren Plänen und Absichten verraten.«

Rüdiger Schäfer und Michael H. Buchholz, die beiden NEO-Exposéautoren, erinnern sich in einem Zwiegespräch an die Vorarbeiten zur laufenden Staffel. Da es zwei Leute sind, haben wir den Text aus Fairnessgründen auch in zwei Teilen auf die Website gestellt: Teil 1 und Teil 2. »... und dann machen wir Arkon platt!«

Auch über NEO 123 können wir natürlich schon etwas erzählen. Dieser Roman hatte gar drei Arbeitstitel; es ging um eine Unterwelt, ein Höllentor und eine Tarnmission. Geworden ist es dann »Blick in den Abgrund«, Autor ist wieder einmal Rainer Schorm.

»Star Fox Zero« zu gewinnen!

Gewinne das Wii U-Spiel »Star Fox Zero«!
Nintendo hat uns ein Paket zur Verfügung gestellt, in denen sich eine Wii U sowie das Spiel »Star Fox Zero« befinden. Das ist doch nett.

Dieses Paket verlosen wir aktuell unter den PERRY RHODAN-Abonnenten. Hierzu wurden den Heften Postkarten beigelegt, mit denen man an dem Gewinnspiel teilnehmen kann. Das seht ihr also auch ganz ohne mich.

Wir haben aber noch zwei weitere Exemplare des Spiels. Und die verlosen wir online.

Was müsst ihr tun? Ihr schickt ganz einfach eine Mail mit dem Stichwort »Star Fox Zero« an die übliche Adresse für unsere Gewinnspiele: gewinnspiel@perryrhodan.net. Und schon habt ihr die Chance auf eines der beiden Exemplare. Einsendeschluss ist der 25. Mai 2016.

Ihr habt also Zeit genug, um nachzulesen, um was es hier eigentlich geht.

Stilechtes Bierbrauen? Wohl nur hinter den Materiequellen!


Am 24. April schrieb unser Chefredakteur Klaus N. Frick anlässlich des 500-jährigen Jubiläums im Redaktionsblog über die Frage, ob es denn im Perryversum noch das deutsche Reinheitsgebot für Bier gibt. Im Wortlaut:

»In solchen Fällen frage ich mich oft, wie das in der Zukunft sein soll. Das PERRY RHODAN-Universum, wie es in unserer Serie geschildert wird, greift viele Dinge aus unserer Zeit auf. Unter anderem werden wesentliche Dinge wie die Menschenrechte oder die Gewaltenteilung in diese fiktive Zukunft überführt.

Aber wie sieht es mit Dingen wie dem Reinheitsgebot aus? Wird Bier auf der Erde des sechsten Jahrtausends – ginge man nach unserer Zeitrechnung – nach dem Reinheitsgebot gebraut, oder geht man nach irgendwelchen kolonialterranischen Regeln vor? Gibt es noch originalen Champagner aus der Champagne? Was ist mit Parmaschinken?«

Gar keine üble Fragen.

Aber eigentlich geht es hier weniger um das Reinheitsgebot als um die Frage, wie viel von dem, das wir als Leser kennen und mit dem wir uns identifizieren können, es noch im Perryversum gibt. Wie fremdartig müsste uns eigentlich eine Gesellschaft sein, die fünftausend Jahre in der Zukunft angesiedelt ist? Würden wir sie eigentlich noch wiedererkennen?

Wohl eher nicht.

Und würden die Autoren, die ja auch alle Kinder ihrer Zeit sind, überzeugend eine solche Welt beschreiben können?

Wohl eher nicht.

Also was tun?

Beim Recherchieren zu dieser Frage fiel mir eine Publikation von 1996 in die Hände: der von Klaus N. Frick herausgegebene Band »Das große PERRY RHODAN Fanbuch« aus dem Heyne-Verlag (Nummer 9968). Darin sind unter anderem umfassende Auszüge aus dem von Peter Terrid verfassten »PERRY RHODAN-Handbuch« enthalten, das seinerzeit (Stand so um Band 1808) die Grundlage für die Schilderung der terranischen Menschheit war – also gleichsam ein Vorläufer zu Wim Vandemaans »Ein Tag in Terrania City«, erschienen als Beilage zu PR 2850 (wir haben und schon darüber unterhalten).

Werfen wir doch einmal einen Blick auf die terridsche Erde im 13. Jahrhundert NGZ …

Auf Seite 192f. lesen wir:

»Nachdem Terra in der PERRY RHODAN-Handlung zweimal weitgehend entvölkert und neu besiedelt worden ist, ist die Bevölkerung des Planeten von der unserer Zeit stark verschieden. ›Rassen‹ im bisher bekannten Sinn gibt es nicht mehr, schon gar nicht klar abgegrenzte ethnische Minderheiten konzentriert auf kleinere Regionen des Planeten. Es gibt zwar Kraushaarige, aber keine Afrikaner; Mandeläugige, aber keine Chinesen.

Der normale (durchschnittliche) Terraner ist von hellbrauner Hautfarbe, aber überall auf Terra  sind auch Nachkommen von eher exotischen Kolonisten (Rumaler oder Siganesen) zu finden, die äußerlich zwar nicht dem Durchschnitt entsprechen, aber ebenso als ›normal‹ gelten und auch so behandelt werden. Die Probleme, mit denen wir uns gegenwärtig auf der Erde herumschlagen, finden im dreizehnten Jahrhundert NGZ keinerlei Nährboden mehr, auf dem sie gedeihen könnten.



In Zahlen: circa 60 bis 65 Prozent ›Standardterraner‹, 30 bis 35 Prozent ›exotische Terraner‹, darunter ein Mausbiber, der Rest Angehörige anderer galaktischer Völker.«

So weit erst einmal Peter Terrid.

Würden sich die Autoren daran halten, wären auch 60 bis 65 Prozent unserer Handlungsträger (so es sich nicht gerade um Zellaktivatorträger oder andere Relikte aus der Vergangenheit handelt) eben von hellbrauner Hautfarbe ohne heutzutage klar erkennbare Rassenzugehörigkeit.

So richtig klappt das nicht immer in unseren Romanen. Schon Mark Twain schrieb in »The Adventures of Huckleberry Finn«: »Write what you know.« (»Schreibe über das, was du kennst.«) Natürlich muss das nicht immer stimmen – von Joe Haldeman, als SF-Autor nicht ganz unbekannt (»Der ewige Krieg«), stammt der pointierte Ausspruch (meine Übersetzung, Original zum Beispiel hier): »Schlechte Bücher über das Schreiben und gedankenlose Englisch-Professoren erklären Anfängern stets mit großem Ernst: ›Schreib über das, was du kennst.‹ Das erklärt, warum es so viele eher durchschnittliche Romane über englische Professoren gibt, die über einen Ehebruch nachdenken.«

Sicherlich ist es spannend, eine sauber durchdachte Gesellschaft des 13. (oder mittlerweile 16.) Jahrhunderts NGZ in jedem Roman präsent zu haben – aber bei einer durchschnittlichen Arbeitszeit von vier Wochen für einen PR-Roman bleibt dies häufig Wunschdenken. Also greift der gemeine PR-Autor gerade bei Nebenfiguren gern auf das zurück, was er kennt.

Die Exposés sind da bei den Hauptfiguren oft gründlicher. So erfahren wir über Mondra Diamond in ihrem Debütroman (1890, »Shaogen-Himmelreich« von Robert Feldhoff, November 1997): » Sie war eine grünäugige Schönheit, mit dunkler Haut und dunklen Haaren.« Die Hautfarbe kommt daher, dass Mondra vom Planeten Horrikos stammt.

Gut so.

Ein anderes Beispiel, wie man die nicht mehr vorhandenen Rassen/Nationalitäten immer noch in die Handlung einbringen kann, wenn man nur möchte und sich Mühe gibt, sieht man aktuell am Beispiel von Viccor Bughassidow. Der ist ganz klar Russe, und sein Raumschiff, die KRUSENSTERN, hat einen ebenso klaren russisch-ethnischen Hintergrund (den russischen Admiral Adam Johann von Krusenstern, 1770 bis 1846, und das nach ihm 1946 so benannte Segelschiff, das 1926 in Bremerhaven als Padua vom Stapel lief und nach dem Zweiten Weltkrieg an die Sowjetunion fiel).

Hier sagt der in diesem Infotransmitter bereits erwähnte Band 2700 klar aus: »Geboren am 3. September 1463 NGZ auf Rhea, Taranis-System. Alleinerbe des legendären Bughassidow-Vermögens. Entstammt einer Familie, die ihre Wurzeln auf Umwegen über zwei Dutzend Planeten bis ins zaristische Russland zurückverfolgen kann.«

So kann man das machen: traditionelle Siedler einer Kolonie, die stets auf ihre Wurzeln geachtet haben.

Jetzt hat aber nicht zwingend jeder Autor die Zeit, sich für jede Nebenfigur einen entsprechenden Ursprung einfallen zu lassen. Und manche wollen einfach über das schreiben, was sie kennen.

Das wusste auch Peter Terrid.

Also schrieb er auf Seite 193 unserer Quelle:

»Allerdings gibt es auf Terra und den anderen von Terranern besiedelten Welten eine Gruppe von Menschen, die sich gleichsam der Brauchtumspflege verschrieben haben. Das Motiv liegt vor allem darin, die eigene terranische Geschichte nicht in Vergessenheit geraten zu lassen, sich der Wurzeln der eigenen Persönlichkeit zu erinnern. Diese Gruppe wird allgemein als die Terra-Nostalgiker bezeichnet.

In der Gruppe dieser Terra-Nostalgiker lassen sich problemlos alle Typen finden, die die Autoren für ihre Handlungen brauchen. (In gewisser Weise sind beispielhaft die Beausoleils, und Don Redhorse wäre einer ihrer Vorläufer.) Damit haben wir die Möglichkeit, alle nur denkbaren Menschentypen in die Handlung einzuführen, ebenso überkommene Sitten und Gebräuche sowie alte Sprachen. Es sollte nur bei der Schilderung darauf hingewiesen werden, dass solche Handlungsfiguren eben nicht dem üblichen Standard entsprechen. Übrigens macht es dieser Kunstgriff auch möglich, dass Terra-Nostalgiker auch ›historische‹ Kenntnisse besitzen, über die ein Standard-Terraner längst nicht mehr verfügt.«

Hier könnten wir dann auch das Reinheitsgebot verorten – allerdings nur noch lokal begrenzt, als Auswirkung einer Terra-Nostalgiker-Enklave, die auch diese Tradition wiederbelebt hat.

Das aber schauen wir uns im nächsten Infotransmitter noch einmal genauer ein, gekoppelt mit der Frage, wie es denn zum Beispiel um heutige »Wahrzeichen« der Menschheit aussehen mag – sagen wir, den Kölner Dom oder den Schiefen Turm von Pisa. Mit diesem Thema haben wir uns in früheren Ausgaben schon beschäftigt, als es um London oder Ägypten ging – und auch Peter Terrid hat dieses Thema aufgegriffen.

Für heute aber ist unser Platz ausgeschöpft.

Sayonara!


Gut, das ist jetzt Japanisch und somit ebenfalls nur noch unter bestimmten Terra-Nostalgikern gebräuchlich. Aber wir hatten in der Frühzeit der Serie so viele japanische Mutanten, da passt das schon. Wie gesagt – nächstes Mal mehr.

Darüber hinaus gibt es wieder Infos zu Arkon, Jupiter und NEO – und was unseren eifrigen Arbeitern in der Redaktion sonst noch so an Neuem eingefallen ist. Und sicherlich auch einen Nachbericht zum ColoniaCon.

In gerade einmal zwei Wochen.


Bis dann,

Euer
Rainer Nagel

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