PERRY RHODAN Infotransmitter
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Helau!







Rainer Nagel


Halt, zu spät … aber der Großteil dieses Infotransmitters entstand während der Fastnachtstage. Dies hat keine großen Spuren hinterlassen und war auch keinen Beitrag zu »Hinter den Materiequellen« wert. Aber immerhin haben die Terra-Nostalgiker nach der Monos-Zeit den rheinischen Karneval wiederbelebt.

Und hey, das ist ja schon mein zehnter Infotransmitter – ein erstes kleines Jubiläum. Die dazu passende Merkhilfe ist das Wort »Scheck«. Der nämlich, so der Dozent, bestünde ja häufig aus einer Zahl mit vielen Nullen, und vorne stünde meist eine »1«, das könne man auf »10« verkürzen. Man könnte aber auch wieder ein paar Nullen dranhängen und mir für den Infotransmitter … okay, okay.

Mit meinen Kleinen habe ich ein Experiment gemacht. Ich teilte sie in vier Gruppen zu sechs Schülern auf und ließ in jeder Gruppe einen Zeichner oder eine Zeichnerin wählen. Dann zeigte ich einem Mitglied pro Gruppe eine aus vier Teilen bestehende Zeichnung. Aufgabe war, sich die Bilder einzuprägen und nacheinander jedem Mitglied der Gruppe die Beschreibung weiterzugeben. Die Zeichnerinnen und Zeichner malten dann letztlich an die Tafel, was man ihnen beschrieben hatte.

Die Teilbilder waren: ein Jäger, eine strahlende Sonne, ein Grabstein mit Aufschrift auf einem Grashügel und eine nackte Frau am Strand, im Hintergrund ein Schiff. Jetzt mal vom Nebeneffekt des Gedächtnistrainings abgesehen, ging es darum, dass Tod und Nacktheit Problemthemen sind.

Und siehe da: Nur einer von vieren zeichnete beim Grabstein eine Aufschrift und einen Grashügel. Und bei der nackten Frau zeichnete sich bei den Jungs die Tendenz ab, die sekundären Geschlechtsmerkmale überzubetonen (und das Schiff zu vergessen), während zeichnende Schülerinnen gern die Haare der Frau so verlängerten, dass sie die Brüste bedeckten. All das behalten wir bitte für das Ende dieses Infotransmitters im Hinterkopf, wenn es um Erotik und PERRY RHODAN geht.

Mittlerweile habe ich die ersten Exposés des neuen Zyklus gelesen. Es tut sich Überraschendes. So wenden wir uns wieder einem Thema zu, von dem böse Zungen schon behauptet haben, wir hätten es vergessen. Stimmt natürlich nicht. Und noch ein neues Wort: »Sterngewerke«.

In den neu eingetroffenen Satzversionen hingegen trudelt das Ende des Zyklus ein. Projekt »Ultima Margo« geht voran. Und wir erfahren etwas über das Papa-Legba-Manöver. Dazu ein Zitat aus dem Roman: »›Papa wer? ‹, fragte Thaivva.«

Dieser Infotransmitter bietet Neues zu Band 2800, einen Hinweis auf Christian Montillons Blogserie zum Schreiben von Exposés und diverse Informationen zu PERRY RHODAN NEO. Es ist eine neue Ausgabe der SOL erschienen, und wir nennen die Termine der Schreibcamps 2015. »Hinter den Materiequellen« beginnt mit einer vorsichtigen Annäherung an den recht dornigen Komplex »Erotik und PERRY RHODAN«.

Ein Stern geht auf

















Michelle Stern
Mittlerweile darf verraten werden, wer Band 2800 schreibt: Es ist Michelle Stern. Somit hat es nach doch nur 2800 Romanen eine Frau geschafft, einen Jubiläumsband zu verfassen.

»In den vergangenen zwei Jahren hat Michelle Stern uns mit ihren spannenden Romanen begeistert«, so Klaus N. Frick. »Mit ihrem Jubiläumsband wirft sie unsere Helden hinein in einen unbekannten Kosmos.«

Der Band wird »Zeitriss« heißen und ab dem 17. April 2015 verfügbar sein. Bis dahin ist ja noch genug Zeit für weitere Info-Bröckchen. Wie unser zweites neues Wort für diesen Infotransmitter: »Hyperstenz«. Ansonsten: siehe hier.


Was macht eigentlich ein Exposéautor?














Christian Montillon
Viele wollen es wissen, aber nur wenige sind erleuchtet. Dem möchte Christian Montillon, die eine Hälfte unseres Expokraten-Duos, jetzt abhelfen. In insgesamt zehn Logbuch-Folgen berichtet er von unterschiedlichen Aspekten der Exposéarbeit.

Folge 1 ist seit letztem Freitag online, Folge 2 findet ihr hier.

Gucky im Mittelpunkt



















NEO-Cover Band 90 von Dirk Schulz
Manchmal spielt das Perry-Leben schon sonderbar: Während wir in der Erstauflage Gucky stärker in den Fokus stellen und seine Entwicklung in nächster Zeit zu einem vorläufigen Höhepunkt bringen, rückt der Mausbiber auch im aktuellen NEO-Zyklus »Kampfzone Erde« in den Mittelpunkt.

Rainer Schorm führt uns in »Flucht ins Verderben«, Band 90 der Serie und zugleich sein vierter Beitrag zu NEO, wieder zurück auf den Mars, auf dem die Mutanten ja kürzlich einen Agenten der Allianz gefangen genommen haben und sich nun Hinweise auf die Urheber der verheerenden Genesis-Krise versprechen. Hier knüpft Rainers Band an.

Zugleich stellt er aber auch Gucky ins Zentrum der Handlung: In einer Serie von Rückblenden erfahren wir dessen Leben vor den Terranern – und damit auch von der Geschichte der Ilts. Dabei enthüllen wir auch, wie der Mausbiber zum Titel »Retter des Universums« kam.

»Flucht ins Verderben« erscheint am 27. Februar 2015.

Vermischtes zu NEO

















PERRY RHODAN NEO
Unser Chefredakteur Klaus N. Frick hat in den letzten Tagen in seinem Redaktionsblog diverse Aussagen über PERRY RHODAN NEO gemacht, die ich hier zusammenstellen möchte:

Am 28. Januar berichtete Klaus, dass »die Platin Editionen laufen«: »Fürs vierte Buch habe ich bereits Werbetexte geschrieben, jetzt müssen wir an die ergänzende Kurzgeschichte für dieses Buch gehen. Hierfür habe ich schon einen Autor ›im Auge‹, der sich eine Geschichte ausdenken muss.«

Am 11. Februar beschäftigte er sich mit in Arbeit befindlichen Produkten: »Am heutigen Mittwoch ist es ein Roman, der im Rahmen von PERRY RHODAN NEO erscheinen wird. Verfasst wurde er von einem Autor, der bisher noch nicht für NEO geschrieben hat. Sein Erstling hat mir aber sehr gut gefallen – und das merke ich dann auch beim Versuch, das Werk zu redigieren: Der Roman ist spannend geschrieben, vor allem die Handlung auf der Erde gefällt mir sehr gut. Aber die Blicke nach New Earth und in die Stadt Hope sind ebenfalls faszinierend.«

Und nur zwei Tage später verriet er Neues zur Kurzgeschichte für die Platin Edition 4: »Das andere ist eine Erzählung für den vierten Band der Platin Edition. Wieder einmal enthält ein Band der PERRY RHODAN NEO-Buchausgabe neben den üblichen vier Romanen auch eine Erzählung. Diese muss ich in diesem Fall noch redigieren – was mir in diesem Fall aber Spaß macht, weil die Geschichte so herrlich melancholisch ist ... «

Und letztlich ging es am 14. Februar um die Zukunft von NEO über Band 100 hinaus: »Mit PERRY RHODAN NEO 101 werden wir eine neue ›Epoche‹ der Serie eröffnen und andere Wege einschlagen. Auch wenn die betreffenden Romane erst im Sommer 2015 erscheinen werden, müssen jetzt die Vorarbeiten laufen .... «

Aus dem Fandom: Die neue SOL ist da!









SOL 77
Letzte Woche traf die aktuelle Ausgabe der SOL, der Mitgliederzeitschrift der PERRY RHODAN FanZentrale , bei mir ein. Auf 68 Seiten ist Redakteur André Boyens wieder eine ausgewogene Mischung gelungen.

Neben dem zweiten Teil des sehr informativen Interviews mit K.H. Scheer von 1990 gibt es ein Gespräch mit Uwe Anton zu PERRY RHODAN-Stardust. Einen Schwerpunkt bildet Andreas Eschbach, der mit zwei Kurzgeschichten vertreten ist – eine davon ein (wie er es formuliert) »Atlan-Zeitabenteuer(chen)«, in dem der alte Arkonide auf Jules Verne trifft.

Zudem reminisziert Wilfried A. Hary über seinen Beinahe-Einstieg bei PERRY RHODAN, Rainer Stache begibt sich in gewohnt kritischer Weise auf die Suche nach der Probabilität in den Romanen 2760 bis 2771, und ich präsentiere die Ergebnisse einer Forumsdiskussion zu den Heftromanen 11 bis 19 und ihrem zeitgenössischen Umfeld. Hierzu gehöhrt auch der Abdruck eines großen Teils des Nachwortes des Taschenheftes 31, »Die Ferrol-Dolche« von Robert Feldhoff, das bislang nur in elektronischer Form als Teil des  PERRY RHODAN Kompakt 4 erhältlich war. Und das sind gerade einmal zwei Drittel des Inhalts …

Für Mitglieder der PERRY RHODAN FanZentrale ist der Bezug der SOL im Jahresbeitrag von 28 Euro eingeschlossen; Nichtmitglieder erhalten das Heft für 9 Euro im Space Shop.

Schreiben lernen in Wien










Michael Marcus Thurner
Das Schreiben ist ja nicht immer so einfach, wie man denken mag. Deshalb gibt es immer wieder Veranstaltungen, die dabei helfen sollen, diese Fertigkeit zu erlernen oder sich darin zu verbessern. Und am schönsten ist es natürlich, wenn ein derartiges Schreibseminar von PERRY RHODAN-Autoren durchgeführt wird.

Unterstützt von Leo Lukas, veranstaltet Michael Marcus Thurner auch im Jahre 2015 wieder zwei solcher Veranstaltungen. Der Termin im Herbst ist zwar schon ausgebucht, aber für die Zeit vom 22. bis 26. April sind noch Plätze frei.

Die Veranstaltung ist für Neuanfänger ebenso geeignet wie für Fortgeschrittene: »Schwerpunkt soll das Schreiben im Bereich der Phantastik sein. Textproben der Teilnehmer werden durchgearbeitet, danach beschäftigen wir uns in kurzen Theorie-Einheiten mit den verschiedenen Phantastik-Genres, geben Schreibtipps – und anschließend geht’s ans Üben, Üben, Üben. Thematisch geht’s ums Plotten und um das Erarbeiten von Action-Szenen.«

Weitere Informationen finden sich auf Michaels Homepage.

Hinter den Materiequellen







Erotik in PERRY RHODAN

»Ich denke, dies ist ein bisher zu Unrecht vernachlässigtes Thema.«, schrieb »DelorianRhodan« vor nicht allzu langer Zeit im PERRY RHODAN-Forum. Ein späterer Beiträger setzte dann hinzu: »Ich kenne einige, die das sehr gern lesen würden.« Wir verloren uns schließlich in einer Diskussion, dass Männer und Frauen offenbar unterschiedliche Vorstellungen zum Begriff »Erotik« haben. Ein weites Feld also. Wer mag, kann die Forumsdiskussion mit all ihren Wogungen und Wallungen hier nachlesen.

Fakt ist, dass die PR-Serie mit diesem Thema mehrheitlich recht … unauffällig umgeht. Die Perrypedia bringt es fast schon verschämt gerade einmal zu einem Artikel über Sexualität zwischen Spezies, der in fast schon wissenschaftlich-trockenem Stil darlegt, dass »Fortpflanzung innerhalb der Familie der Lemuriden meist problemlos möglich« ist. »Artübergreifende Sexualität wird eher selten geschildert, dann aber häufig als problematisch.« Abgelegt ist das Ganze unter der Sparte »Trivia«. Es gibt das zwar, aber man redet nicht wirklich darüber.

Woher kommt dies, gerade bei einer SF-Serie?

Nachweisbar unternahm Karl-Herbert Scheer, die ersten 15 PERRY-RHODAN-Jahre lang die beherrschende Figur, große Anstrengungen, »seine« Serie so erotikfrei wie möglich zu halten. Heiko Langhans beschreibt in »Karl-Herbert Scheer. Konstrukteur der Zukunft« (S. 31f.), wie 1956 bis 1958 die ersten neun Bände einer von Scheer unter dem Pseudonym Klaus Tannert geschriebenen Reihe von Romanen um einen Testpiloten und Geheimagenten indiziert wurden, da es dort u.a., so Langhans auf S. 31, zu »intensiven Kontakten mit dem weiblichen Geschlecht kam«. Für die damalige Zeit und den in ihr großen gewordenen Karl-Herbert Scheer ist dies sicherlich ein ungewöhnliches Romanelement. Vermutlich hat diese Indizierung nachgewirkt.

Heiko Langhans zitiert auf S. 32 aus dem Exposé von PERRY RHODAN 119 (1963): »… auch die sogenannte Schleicherotik muss vermieden werden. Unter Schleicherotik versteht man die Schilderung von Blicken auf weibliche Personen, Schilderungen von Gedanken und Überlegungen, die mit den Vertreterinnen des ›schönen Geschlechts‹ etwas zu tun haben könnten. Wenn Frauengestalten auftauchen, auf keinen Fall in Betrachtungen zum Verhältnis zwischen den Geschlechtern abschweifen, sondern vielmehr das menschlich Wertvolle, Große und Kameradschaftliche in den gegenseitigen Beziehungen hervorheben…«

Diese Einstellung blieb während der gesamten Scheer-Zeit vorherrschend. Ihren Höhepunkt findet sie im Dezember 1973 in Band 639, »Der Tod des Großadministrators«von Kurt Mahr. Wir befinden uns in der Endphase des »Kosmischen Schachspiels«: Perry Rhodans Gehirn kämpft in der Galaxis Naupaum in einem fremden Wirt um seine Rückkehr, während ein in seinem in der Milchstraße verbliebenen Körper deponiertes Androiden-Gehirn die Menschheit ins Verderben führen soll. Beobachten wir nun, wie dank der tatkräftigen Mithilfe von Orana Sestore, »die Frau, die von allen Anwärterinnen am häufigsten von den Gesellschaftsspalten der Nachrichtensendungen in romantischen Beziehungen zu Perry Rhodan gesehen wurde«, der falsche Rhodan entlarvt wird:

»Ein leises Geräusch ließ sie aufhorchen. Rhodan kam aus der Hygienezelle. Sie wandte sich ihm zu, setzte den Becher hastig auf den Tisch, um die Hände freizuhaben, wenn sie ihm entgegeneilte.

Der Anblick, der sich ihr bot, traf sie mit der Wucht eines Blitzes, der unmittelbar vor ihr in den Boden gefahren war. Sie stockte mitten in der Bewegung. Sie wurde zur Statue. Nur die Augen weiteten sich vor ungläubigen Staunen, starrten voll Abscheu auf das Bild.

Orana Sestore war keine prüde Frau. Aber die schamlose Eindeutigkeit, mit der der Mann vor ihr seine Absichten zu erkennen gab, erfüllte sie mit Ekel. Ein Gedanke schoss ihr mit schmerzender Deutlichkeit durch den Kopf: Und sie hatten doch recht! Der Mann, der wenige Minuten nach seiner Erklärung in von keiner Scham gehemmter Nacktheit vor ihr stand und sie mit lüsternen, auffordernden Blicken musterte … dieser Mann konnte unmöglich Perry Rhodan sein.«

So ist das in der PERRY RHODAN-Serie: als Doppelgänger aufgeflogen, weil man die Frau, der man kurz zuvor einen Heiratsantrag gemacht hat, scharf findet. Denn: »Damit war Andor[sic]-Rhodans Rolle im Kontrollzentrum Imperium-Alpha ausgespielt.« Hier wird nicht geschlichen!

Im nächsten Infotransmitter schauen wir uns dann an, wie die Scheerschen Verbote langsam aufgeweicht werden.

Am Aschermittwoch ist alles vorbei …



… und zwei Tage danach auch dieser Infotransmitter. Der nächste ist aber schon für den 6. März eingeplant, passend zur Leipziger Buchmesse. Dazu gibt es dann sicherlich auch einiges zu berichten.

Und ich trage ausgewählte Beispiele zur weiteren Entwicklung der Erotik innerhalb der PR-Serie und ihrer Nebenprodukte nach.

Bis dann,

Euer
Rainer Nagel

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