PERRY RHODAN Infotransmitter
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Infoflut zu Weihnachten!





























Rainer Nagel


Wir steuern den letzten Infotransmitter des Jahres an. Und danach zumindest ich zweieinhalb Wochen Urlaub in Ägypten.

Die Klassenkonferenz verlief erfreulich pflegeleicht. Nur zwei meiner Kleinen werden dem schrecklichen Pensor (also unserem Oberstufenleiter) selbst gegenübertreten müssen. Und auch Felix hat eingesehen, dass Andrabasch (also die E-Phase) kein so schöner Ort ist, dass man dort länger bleiben möchte als nötig. Da ist er sich ja ganz mit Atlan einig. Der muss aber wiederum nicht die Mathearbeit mit einem Schnitt von 3 Punkten wiederholen lassen … Danach ist dann aber letzter Schultag des Jahres mit Weihnachtsfeier in der Klasse (einschließlich Wichteln). Die wiederum hat Altan sicherlich nicht.

Die aktuellen Exposés bilden einen »Dreierblock« um die Heimreise der RAS TSCHUBAI, die weniger »irgendwo«, sondern eher »irgendwann« aufgetaucht ist. Aber das klärt sich dann schon. Und wir erfahren dabei etwas Neues über ES. In den fertigen Romanen geben gerade die Ordischen Stelen den Tifflor. Und wir bereiten den erneuten Schwenk auf die Andrabasch-Handungsebene vor, damit Thez endlich umdenken kann. Laut unserem Chefredakteur laufen übrigens schon die Planungen für die Bände nach 2900.

Dieser Infotransmitter ist wieder einmal ganz schön lang, da es kurz vor Weihnachten noch viel Neues zu berichten gibt: über einen neuen Werbefilm zum Beispiel. Oder die neue Spiele-App. Band 2 des Comics steht noch vor Weihnachten an. PERRY RHODAN-Arkon sowie NEO wollen wir natürlich auch nicht vergessen. Und wir denken an Leser, die dringend noch ein Weihnachtsgeschenk benötigen. In »Hinter den Materiequellen« letztlich befassen wir uns mit der Frage, warum Anspielungen auf die reale Welt im Perryversum nicht immer eine gute Idee sind.

Nebenbei bemerkt: Im PERRY RHODAN-Forum gibt es vom 21. Dezember bis zum 26. Dezember ein Weihnachtsquiz mit tollen Preisen! Details findet ihr hier.


Im Kino sieht man besser












































PERRY RHODAN-Kinowerbung vor dem neuen »Star Wars«-Film
Oder, anders ausgedrückt: PERRY RHODAN kommt ins Kino. Zumindest in der Werbung. Vor dem neuen »Star Wars«-Film. Zwar noch nicht mit einem eigenen Kinofilm (da gibt es leider nichts Neues), aber immerhin: 19 Sekunden lang PERRY RHODAN im Kino.

Ab dem 18. Dezember 2015 bis Mitte Januar 2016 läuft unser Werbespot in folgenden Kinocentern vor jeder Vorstellung von »Star Wars: Episode VII – Das Erwachen der Macht«: Ansbach (Capitol 1 – 5), Bad Tölz (Isar Kinocenter 1– 5), Bamberg (Cinestar 1 – 8), Bayreuth (Cineplex 1 – 8), Cham (Cineworld 1 – 8), Dachau (Cinema 1 – 5), Deggendorf (Lichtspiele 1 – 5), Erlangen (Cinestar 1 – 10), Hof (Central 1 – 6), Ingolstadt (Cinestar 1 – 10), Karlsruhe (Schauburg 1 – 3), Kaufbeuren (Corona 1 – 5, 7 – 9), Kaufering (Filmpalast 1 – 7), Konstanz (Cinestar 1 – 9), Kulmbach (Cineplex 1 – 4), München (Münchner Freiheit 1 – 4, Neues Leopold 1 – 3, Museum 1 – 4, Rio 1 – 2), Neckarsulm (Cineplex 1 – 7), Passau (Cineplex 1 – 8), Ravensburg (Die Burg 1 – 8), Stuttgart (Kinocenter Atelier am Bollwerk 1 – 4), Traunreut (Kino 1 – 4), Tuttlingen (Scala 1 – 5), Villingen-Schwenningen (Cinestar 1 – 7), Weiden (Kinocenter Neue Welt 1 – 3), Weil (Kinopalast 1 – 5), Weilheim/ Oberbayern (Trifthof 1 – 5) und Würzburg (Cineworld 1 – 8, 10).

(Der Infotransmitter-Redakteur sucht seufzend nach Orten in der Umgebung von Mainz oder Wiesbaden. Dann fällt ihm ein, dass er den größten Teil dieser Zeit ohnehin nicht in Deutschland sein wird.)

Wer sich in der obigen Liste ebenfalls nicht wiederfindet (oder es eilig hat), kann sich den Kinospot hier anschauen.


Impulse für Arkon










































Arkon-Cover Band 1 von Dirk Schulz
PERRY RHODAN-Arkon kommt uns mit jedem Infotransmitter mindestens zwei Wochen näher. Mittlerweile wissen wir, dass der erste Band »Der Impuls« heißt und von Marc A. Herren verfasst wurde. Band 2 stammt aus der Feder von Susan Schwartz und trägt den Titel »Aufstand in Thantur-Lok«. (»Klarer Titel. Prima. Kein geheimnisvolles Drumrumgeschwurbel.«, meint »spaceman spiff« im PERRY RHODAN-Forum.)

Unser Chefredakteur Klaus N. Frick vermerkt im Forum zum Thema Handlungsträger: »Es geht um Perry Rhodan – und er ist zumindest am Anfang im Bereich des Kristallimperiums unterwegs.« Wir bleiben am Ball.

Wir möchten hier noch einmal auf die Arkon-Edition verweisen: Die komplette Miniserie (Band 1 bis 12) gibt es für gerade einmal 29,90 Euro, Porto und Verpackung (zumindest innerhalb von Deutschland) schon eingeschlossen. Die Vorteile sind bekannt: Alle zwölf Ausgaben werden unmittelbar zum Erscheinungstermin zugestellt; das Abo gilt nur für diese Serie und nicht für irgendwelche späteren Produkte; und exklusiv für die Besteller der Arkon-Edition gibt es ein Poster des Titelbilds von Band 1 im Format DIN A3, das sonst nirgendwo im Handel erhältlich sein wird.

Natürlich liefern wir die Arkon-Edition auch an Leser in Österreich und der Schweiz, so ist das ja nicht. In jene Länder verschicken wir allerdings nicht einzeln, sondern als Sammellieferung zum jeweiligen Monatsende. Die Editon kostet in Österreich 34,70 Euro, Schweizer Kunden erhalten die zwölf Romane für 56,50 Schweizer Franken.

Das klingt doch wie ein schönes Weihnachtsgeschenk für den Perry-Fan, der sonst schon alles hat! (Außer der STARDUST natürlich, aber dazu kommen wir weiter unten.)

Und haben wir schon erwähnt, dass Marco Sven Reinbold die Hörbücher liest?


In Umal unterwegs



















Die Kartografen der Unendlichkeit 2
Kurz bevor ich mit diesem Abschnitt des Infotransmitters anfing, habe ich den Soundtrack zu »Star Trek: Voyager« eingelegt.

Warum?
 Weil ich natürlich vor zwei Wochen im PERRY RHODAN-Report des Bandes 2832 den Werkstattbericht von Kai Hirdt zum zweiten Band des neuen Comics »Die Kartografen der Unendlichkeit« gelesen habe. Kai schreibt dort sehr anschaulich von einem der großen Probleme bezüglich der Geschichte seiner Comic-Bände: In Band 701 bricht die SOL von der Erde auf – nachdem die Aphiliker die Koordinaten der Milchstraße aus SENECA gelöscht haben. Als wir die SOL 38 Jahre später in Heft 710 wiedersehen, haben die Mannen und Frauen um Perry Rhodan diese immer noch nicht gefunden – was letztlich zur Begegnung mit den Keloskern führt.

Also können sie diese Koordinaten auch im Comic nicht finden – denn fänden sie sie, wäre man mit den technischen Möglichkeiten der SOL (Dimesexta-Triebwerk) in sehr kurzer Zeit am Ziel. Dann kämen wir aber weder zu den Keloskern noch danach zu den Zghmahkonen, die ganzen Erkenntnisse zur Hintergrundgeschichte des Konzils der Sieben fielen also flach. Und das nennt Kai das »Voyager-Problem«: Wir wissen, dass sie während der Handlung nicht ankommen können. Also kann man auch nicht die Geschichte vom Weg in die Milchstraße erzählen – man kann die SOL noch nicht einmal eine Spur der Koordinaten finden lassen.

Um also der Serie nicht zu widersprechen, muss sich die Handlung der Comics schnell von diesem Thema wegbewegen, muss eine neue Handlung aufgebaut werden.

Und genau da setzt Band 2 an, der am 22. Dezember 2015 erscheinen wird. Die Geschehnisse werden sich in eine neue Richtung entwickeln, hin zum historischen Hintergrund der Galaxis Umal, der dann sauber in die Kosmologie des Perryversums eingepasst werden wird – Kai kennt sich ja aus.

Herausgeber Cross Cult hat mittlerweile das Titelbild dieses zweiten Bandes veröffentlicht – und das lässt auf weitere spannende Action mit Gucky und Co. hoffen. Hier hat’s einen Auszug. Und hier noch einen. Wir werden weiter berichten.

Und auch wenn schon etwas älter, passt dazu ganz gut das zweiteilige Interview mit Kai Hirdt: Teil 1, Teil 2.





Im Leerraum verschollen






















NEO-Cover Band 111 von Dirk Schulz
Nein, der Infotransmitter endet nicht, ohne dass wir über PERRY RHODAN NEO geredet haben. Auch wenn die NEO-Fans dafür diesmal ziemlich lange ausharren mussten. Falls sie den »Henker von Leverkusen« (siehe den letzten Infotransmitter) unbeschadet überstanden haben.

Der erste Handlungsstrang (im Volksmund ja »Staffel« genannt) von PERRY RHODAN NEO nach dem Wechsel der Exposéredaktion ist seit zwei Wochen beendet, jetzt geht es mit dem zweiten Zehnerblock weiter. Bekanntlich haben Rüdiger Schäfer und Michael H. Buchholz die »zweite Epoche« von NEO auf fünfzig Bände ausgelegt. Insofern darf man auch nicht erwarten, dass die nächsten zehn Bände alles auflösen werden, was ab Band 101 (oder vielleicht schon länger) wartet. Aber es wird deutliche Fortschritte geben. Und einige dräuende Fragen der Leser beantwortet.

Und die Posbis kommen ins Spiel. Oh dear, wie Leilâ und Sophie sagen würden.

Verantwortlich für den Staffelauftakt ist Oliver Fröhlich, dessen Roman »Seid ihr wahres Leben?« (auch als NEO 111 bekannt) seit heute im Handel ist. Er ist somit Band 1 (von 10) der Staffel »Die Posbis«. Der Roman erscheint parallel zum Deutschlandstart von »Star Wars: Episode VII – Das Erwachen der Macht« und spielt damit auch ein wenig, wenn der Autor die »Star Wars«-Filme als festen Teil des »Neoversums« etabliert. NEO kann so etwas auch gut tun, die Serie beginnt ja erst 2036.

NEO 111 spielt im weiter oben erwähnten Kinotrailer die Hauptrolle. Wie wir in der Schule auf Pädagogendeutsch sagen würden: »Man muss die Leser da abholen, wo sie stehen.«

(Der Arbeitstitel des Romans war übrigens etwas dezenter; er lautete schlicht »Seid ihr …?«, und der Leser hätte sich den Rest denken dürfen. Klappt natürlich nur bei Lesern, die sich gut in der Erstauflage auskennen, was wir ja bei NEO nicht voraussetzen können oder gar wollen.)

Das Exposé sagt (stellvertretend für die ganze Staffel): »Da sich Eric Leyden und seine Begleiter zu den beliebtesten Figuren der Methan-Staffel entwickelt haben, spielen sie auch in der Posbi-Staffel eine wichtige Rolle. Außerdem stellen wir ihnen Tuire Sitareh zur Seite. Aus dem gleichen Grund behalten wir auch die bewährte Struktur mit den zwei Handlungsebenen bei.« Gut, dass wir das geklärt haben.

(Spannend ist auch, dass ich, während ich diesen Infotransmitter erstelle, parallel an einem Planetenroman für Zaubermond arbeite, in dem die Posbis eine zentrale Rolle spielen. Ist Weihnachten Posbi-Zeit?)

Band 112 ist übrigens wieder von Susan Schwartz.

Noch einmal (er)klären sollten wir hingegen, dass wir besagten Band 111 kostenlos als E-Book zur Verfügung stellen! Einsteigen ist also nicht nur inhaltlich an dieser Stelle gut möglich, sondern auch preislich. Wer gern einmal in NEO hineinschnuppern möchte, ohne auch noch Geld dafür bezahlen zu müssen, ist hier genau richtig. Das Angebot gilt bis Mitte Januar und ist in dieser Meldung versteckt.


In Smartphone und Tablet tut sich was!
























Neue PERRY RHODAN-Spiele-App
Und zwar ein neues Spiel – oder, wie man heute auf Neudeutsch sagt, eine App. Noch im Dezember dieses Jahres wird es/sie erscheinen und sich sowohl auf Android- als auch auf Apple-Geräten spielen lassen.

Die App heißt »PERRY RHODAN: Der Jahrmillionen-Feind« und ist zeitlich in der aktuellen Serienhandlung angesiedelt, stellt aber eine eigenständige Geschichte dar. Diese ist gut in den laufenden Zyklus eingepasst: Es geht um die Tiuphoren und die Gefahr, die sie für die Milchstraße darstellen.

Der Spieler wird durch einen gelungenen Trick in die Handlung gezogen: Er erhält auf seinem elektronischen Endgerät Botschaften eines terranischen Agenten nahe des Zeitrisses, der in eine üble Lage geraten ist, aus der ihn der Spieler in Echtzeit (man nennt dies, so haben mir meine Kleinen erklärt, ein » Real Time Text Adventure« – wenn ihr Englisch doch nur immer so gut wäre …) retten muss. Man muss aber trotzdem nicht sofort antworten, sondern kann nach Belieben reagieren, während der Agent brav wartet. (Ich muss das meinen Kleinen mal nahelegen. Wenn sie das Spiel in den Pausen spielen, können sie den Klassenraum nicht mehr verschmutzen oder aus Versehen Scheiben einwerfen. Das wäre doch was.)

Verantwortlich für das Spiel ist die Gamopolis GmbH mit Sitz in Falkensee, geschrieben hat das Abenteuer Kai Hirdt. Die App kostet 2,99 Euro und ist ab Ende Dezember im Google Play Store und im Apple App Store erhältlich.

Im Maßstab …


























Das STARDUST-Modell
… na, ja, weiß ich auch nicht so genau. Aber wenn das Original 91,60 m hoch ist und das Modell um die 30 cm, dann reden wir wohl vom Maßstab 1:300. Grob gerundet.

Wessen Original? Wessen Modell?

Na, das von der STARDUST natürlich – ich hatte doch weiter vorne noch ein Weihnachtgeschenk versprochen.

Das Modell war lange angekündigt und noch länger unterwegs, aber mittlerweile ist alles gut. Etwa 30 Zentimeter hoch und fast ein Kilogramm schwer, macht die Mondrakete einen überzeugenden Eindruck. Darüber hinaus ist sie sehr fein detailliert. Mit 149,90 Euro (zuzüglich 5,99 Euro Versandkosten) ist sie deshalb aber auch nicht allzu billig.

Und da kommt nun Weihnachten ins Spiel …

Bei Eins A Medien sagen sie, es gäbe noch welche. Das sollte man nutzen! Das Modell ist auf Lager, bei Bestellung geht alles sehr schnell.

Wer immer noch nicht überzeugt ist, kann sich hier Klaus Bollhöfener ansehen, wie er voller Stolz den Kasten öffnet und das Modell herausholt. Da sieht man dann auch die Größe ganz gut.

Hinter den Materiequellen
















Indiana Jones im Perryversum? Nur hinter den Materiequellen!

Wie bereits weiter oben erwähnt, greift Oliver Fröhlich in NEO 111 die »Star Wars«-Serie mit einem leichten Augenzwinkern als selbstverständlichen Teil der terranischen Kultur des Jahres 2049 auf. So wird in einem Dialog zwischen den Raumfahrern Amanda Heikkinen und Ron Daltrey klar, dass beide sehr gern die »Star Wars«-Filme gesehen haben. Der Lieblingsfilm von Ron Daltrey ist »Aufstand der Wookiees«, und er bezeichnet den Streifen als »Episode XIII«. In der Zukunft des Neoversums ist das natürlich die Vergangenheit ... die Filme erschienen ja deutlich vor der Romanhandlung.

Im »eigentlichen« Perryversum ist das anders: Perry Rhodan flog 1961 zum Mond, und ab dann ersetzte die Begegnung mit den Arkoniden so ziemlich alles, was sich die Menschen im Bereich SF bis dahin vorgestellt hatten. Und es gab erst einmal keinen weiteren Markt, sich neue »Zukunftsgeschichten« auszudenken, wenn die Zukunft die Menschheit gerade einge- und überholt hatte.

Deshalb lasse ich im Vorwort zu Planetenroman 52 (»Bomben auf Karson« von Kurt Mahr) Allan D. Mercant sagen: »Wenn Sie mir ein wenig Nostalgie gestatten, meine Herren, dann erinnert mich das ein wenig an die Worte eines längst vergessenen Autoren einer heute kaum noch bekannten Literaturgattung, die man einst Science Fiction nannte. Der Mann hieß Arthur C. Clarke und schrieb in der Zeit kurz vor der Gründung der Dritten Macht, also noch bevor die Science Fiction von der Realität überholt wurde. Er schrieb damals: ›Jede hinreichend fortschrittliche Technologie ist von Magie nicht zu unterscheiden.‹« Das passt zum Roman, das passt auch hier.

Ich stelle mir das in etwa so vor wie bei »Watchmen«: Ebenso, wie es in einer Welt, in der Superhelden Realität sind, keinen großen Markt für Superhelden-Comics gibt, werden SF-Geschichten überflüssig, wenn das, was sie erzählen, von der Realität praktisch jeden Tag von immer neuen Erkenntnissen überholt wird. Aus der SF werden also Abenteuergeschichten, gerade in den frühen Tagen der Dritten Macht den heutigen Kriegsromanen sehr ähnlich. Wir müssen uns eigentlich nur daran erinnern, was Perry Rhodan in Band 48 den Terranern zur Entwicklung innerhalb der Galaxis und der Situation der Menschheit erzählt, da kann einem Angst und Bange werden. Der Kulturschock, dem die Menschheit damals ausgesetzt war, muss immens gewesen sein.

Im Vorwort zum Planetenroman 48, »Die schwarze Macht« von Klaus Fischer, habe ich noch ein wenig weiter ausgeführt, wie sich Abenteuerliteratur im Perryversum entwickeln könnte (man verzeihe mir die Anspielung auf »Raumpatrouille« – das war ja vor Rhodans Mondflug):

»Ende des fünfundzwanzigsten Jahrhunderts christlicher Zeitrechnung hatten ›Lemurerromane‹ eine ähnliche Bedeutung erreicht wie kurz vor dem Mondflug Perry Rhodans die Science Fiction des zwanzigsten Jahrhunderts – ein eigenes literarisches Genre war entstanden, das sich großer Beliebtheit erfreute. Im Mittelpunkt dieser Romane stand in der Regel der Krieg gegen die ›Bestien‹, der teilweise zur Grundlage ganzer Reihen und Serien wurde. Große Beliebtheit erfreute sich die von 2418 bis 2431 laufende Serie ›Haluterpatrouille‹, die monatlich erschien und es auf immerhin 145 Folgen brachte. Sie schilderte die Abenteuer eines lemurischen Aufklärungskreuzers am Rande des Tamaniums, dessen Besatzung immer wieder mit neuen Ränken der Haluter konfrontiert wurde und der es in jeder Folge sehr knapp gelang, den Untergang des Tamaniums noch ein wenig aufzuschieben.«

Ich erinnere mich in diesem Zusammenhang an eine meiner ersten Lektoratsarbeiten für PERRY RHODAN – einen Roman aus der zweiten Staffel von PERRY RHODAN-Action. Dort hatte der Autor eine direkte Indiana-Jones-Anspielung eingebaut. Klaus N. Frick meinte, die müsse raus. In der internen Diskussion ergab sich, dass es wohl im Perryversum kein »Star Wars« gegeben hätte, aus den erwähnten Gründen, George Lucas sich also anderen Projekten zugewandt hätte – vielleicht hätte er ja Piratenfilme gemacht …? Ohne »Star Wars«, so Klaus N. Frick, auch kein »Jäger des verlorenen Schatzes«. Okay, kann man so sehen. Ich denke nicht, dass der Roman darunter gelitten hat.

Wir gehen jetzt nicht darauf ein, dass, wenn man das alles konsequent durchdenkt, die Geschichte des Perryversums bereits ab 1945 vollkommen anders hätte verlaufen müssen, damit sich die in »Unternehmen Stardust« geschilderte Welt ergeben konnte. Das hat zudem Rainer Castor in seiner Abhandlung im ATLAN-Blauband 13 bereits erledigt, die ist sehr gründlich und konsequent zu Ende gedacht.

Einen habe ich aber noch, ebenfalls aus meiner Zeit bei PERRY RHODAN-Action. Dort hatte ein Autor einen Leichten Kreuzer (Staaten-Klasse) namens BARACK OBAMA eingeführt. Noch bevor ein Kommentar aus Rastatt kommen konnte, regte sich schon meine innere Pedanterie, da Barack Obama kein Staat ist und zur Handlungszeit von PERRY RHODAN-Action Leichte Kreuzer der Staaten-Klasse nun eben nach Staaten benannt wurden. Klaus meinte zudem, dass es in Zeiten einer geeinten Erde sicherlich keine Notwendigkeit gäbe, ein Raumschiff nach einem vergleichsweise eher unbedeutenden Regionalpolitiker von vor etwa 150 Jahren zu benennen – da war die Namensgebung doch eher der politischen Überzeugung des Autors als der Serienrealität (wenn man das so nennen darf) geschuldet.

Ich habe den Kreuzer dann in ILLINOIS umgetauft. Der reale Obama war Senator in Illinois, und ein Staat ist das auch … es gab ja auch einmal eine CALIFORNIA (eines der wohl bekanntesten Schiffe der Klasse – PR 75, 76, 77, 80, 85, 88 und 96), eine MONTANA (PR 139) und eine WYOMING (PR 266). Sicherlich sind auch die anderen 48 amerikanischen Bundesstaaten verewigt worden, wir wurden nur nie darüber informiert.

Wirklich verwirrt hat mich, wenn wir gerade bei diesem Thema sind, allerdings die RASTATT in ATLAN-Monolith 6, »Sprung ins Jenseits« von Achim Mehnert – aber gut, der Roman spielt im Jahre 3112 n. Chr., da ist Rastatt vielleicht wirklich ein Staat (sicherlich regiert vom weisen König Kanef XXXIII.). Und da war natürlich auch noch die PINGUIN aus Band 142, »Agenten der Vernichtung«. Pinguinland? Pinguinstaat? Gut, der Name ARCTIC war schon vergeben (Band 81, »Raumschiff der Ahnen« von Clark Darlton), das könnte es erklären. Dann wiederum ist der Roman von Kurt Brand, da war ohnehin immer alles möglich.

Im nächsten Jahr geht es weiter …






…, denn ich bin bis 9. Januar in Ägypten. Wir betrachten dann neben den »üblichen Verdächtigen« noch einmal die MYTHOR-E-Books, für die hat heute der Platz nicht mehr gereicht. In jener Ausgabe ist dann das »J« dran, und das schreit für »Hinter den Materiequellen« förmlich nach »James Bond und Perry Rhodan«. Da ist mir nämlich tatsächlich etwas aufgefallen, als ich zwei Agentenstorys von Kurt Mahr für die Planetenromane aufbereitet habe …

Am 15. Januar lesen wir uns dann wieder.


Bis dann,

Euer
Rainer Nagel

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