PERRY RHODAN Infotransmitter
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Grüße aus dem Katoraum!

Rainer Nagel


Der »Sternengruft«-Zyklus geht seinem Ende entgegen (und hier schreibt der Kollege Michael Marcus Thurner etwas zu seinem Band 2896 »Maschinenträume«), der Infotransmitter nicht. Aber der nächste wird trotz meiner früheren Ankündigung eine Woche länger auf sich warten lassen müssen als geplant. Dies liegt daran, dass dieses Jahr mein üblicher Osterurlaub in London ausfallen muss, da ich den Tennessee-Austausch unserer Schule begleite, und wir (will meinen: meine Verlobte Alexandra und ich) deshalb über Fassenacht einen vorgezogenen Kurztrip machen. Nach London halt. Und der kommt dem Abgabetermin für den 58. Infotransmitter in die Quere.

Bislang stößt übrigens das Unternehmen »Entrümpelt den Katoraum!« bei meinen Kleinen auf keinen großen Zuspruch. Zwar haben sich Johanne und Luisa bereiterklärt, dies bis zu den Osterferien zu erledigen (Luisa hat Erfahrung in solchen Dingen, sie muss jede Woche ihren Schulspind entrümpeln), aber das ist ja alles noch SO weit hin … Ob die Entwicklung noch zu stoppen ist? Oder rede ich da gerade von der Erstauflage? (Gespannt bin ich auch auf den zweiten Langzeitplan: »Besorgt eine neue Uhr für das Klassenzimmer!« Die alte hatte Vogelmotive und meldete sich zu jeder vollen Stunde mit einer anderen Vogelstimme – bis ein genervter Kollege sie von der Wand riss und in den Mülleimer warf. Die neue Uhr ist angeblich seit einer Woche da, hat aber noch nicht den Weg an die Wand geschafft.

Vielleicht hat sie ja Blumen als Motive, die hört man wenigstens nicht. Vögel sind ja ohnehin out – ist schon lange her mit den Jankaron. Topfpflanzen hingegen …)

(Davon abgesehen, freut mich das hier als Lehrer natürlich besonders, denn PERRY RHODAN gibt es jetzt an japanischen Universitäten.) Topfpflanzen spielen wohl keine Rolle in Japan, dafür irgendwie in den aktuellen Exposés. Topfpflanzen in der Milchstraße, um genau zu sein. Da wächst ganz schön was heran. Und ein alter Bekannter taucht wieder auf, mit dem man so sicherlich nicht gerechnet hätte. Zudem lag letzte Woche das Satzmanuskript für Band 2900 in meinem elektronischen Briefkasten. Dazu aber später mehr.

Ein Leser nahm meinen eher scherzhaften Vorschlag, es könne eine Hörbuchversion des Infotransmitters geben, auf und verwies auf unseren YouTube-Kanal. Die Idee ist recht attraktiv: Ich ziehe meine PERRY-RHODAN-Krawatte (ja, so etwas gab es mal) an und plausche über Neues aus der Welt von PR. Das kostet natürlich deutlich mehr Zeit, als ich derzeit in den IT stecke, was es schon einmal problematisch macht. Und wenn man das richtig machen wollte, müsste man an den richtigen Stellen die passenden Bilder einbauen. Manche Druckwerke könnte ich zwar direkt in die Kamera halten, aber bei Produkten, die noch nicht erschienen sind, müssten nachträglich Titelbilder usw. eingeblendet werden. Das stelle ich mir sehr aufwändig vor. Aber man kann ja noch einmal darüber nachdenken.

Ohne Videounterstützung erwarten euch heute Informationen zum immer mehr nahenden Heft 2900 (ich sehe sie schon förmlich fliegen, die RAS TSCHUBAI). Wir befassen uns zudem mit Terminus, dem nächsten Silberband sowie Neuigkeiten zu den Zaubermond-Planetenromanen Und natürlich mit NEO. Dann machen wir ein wenig Werbung für den zweiten PR-Tag der PERRY RHODAN-FanZentrale (und besprechen die Ausgabe 85 der SOL), während wir in »Hinter den Materiequellen« unsere Betrachtungen zur »frühen« SOL mit dem Nachdruck eines PR-Computers von Kurt Mahr fortsetzen.

Kosmisches Erbe zum Zweiten – und ein neuer Erbe




Wir haben schon auf die laufenden Arbeiten an Verena Themsens Einstiegsband in den neuen Zyklus hingewiesen – zum Beispiel hier, hier und hier. Verena Themsen ist (nach Michelle Stern mit Heft 2800, »Zeitriss«, April 2015) die zweite Frau, die einen PERRY RHODAN-Jubiläumsband schreibt.

Nun ist der Roman, der ja den Titel »Das kosmische Erbe« trägt, fertig. Er erscheint am 17. März, also gerade einmal eine Woche nach dem nächsten Infotransmitter. Hier schon einmal der erste Satz: »Stille senkte sich über die Tribünen.«

Das Titelbild stammt übrigens von Dirk Schulz.

Darüber hinaus hatl_files/comic/images/team/autoren/hirdt.jpgben wir unsere Autorenriege verstärkt: Kai Hirdt wird neuer PERRY-RHODAN-Stammautor! In der SOL 85 leitet Christina Hacker auf Seite 36 im Interview eine Frage an ihn mit den prophetischen Worten ein: »Rüdiger Schäfer erwähnte einmal, dass eine hohe Ablösesumme für dich fällig wäre, wenn die PERRY RHODAN-Redaktion dich bäte, in die Erstauflage zu wechseln.«

Kai Hirdt erwidert darauf diplomatisch: »Ich würde es allerdings begrüßen, wenn sich noch andere Heftromanverlage am Transfermarkt für Autoren beteiligten. Das steigert den Marktwert.« Tja – da waren wir wohl schneller.

Kai Hirdt stieg mit PERRY RHODAN NEO in unsere Romanwelten ein; sein erster Band war die Nummer 92 (»Auroras Vermächtni, März 2015). Bislang hat der Autor zehn Bände für die Serie verfasst (einen davon zusammen mit Madeleine Puljic), als letztes Folge 139 (»Schicksalswaage«, Januar 2017); mit Band 143 (»Herr der YATANA«) erscheint am 10. März ein weiteres Werk. Er hat also nicht gewechselt, er fährt zweigleisig.

Seine erste Begegnung mit dem »eigentlichen« Perryversum war im Mai 2016 Heft 9 unserer Miniserie PERRY RHODAN-Arkon: »Flotte der Verräter«. Es schloss sich sein Engagement bei PERRY RHODAN-Jupiter an, über das wir ausführlich berichtet haben.

Mit seinen Fähigkeiten als Autor sowie seiner umfassenden Kenntnis des Perryversums wird Kai Hirdt eine große Bereicherung des Perryversums darstellen. Sein erster Roman in der Erstauflage erscheint am 7. April 2017 unter dem Titel »Der Bund der Schutzgeister« als PR 2903.

Wer schreibt für Terminus?




Alles verraten wir hier natürlich noch nicht, aber ein Infohäppchen ab und an macht ja die Leser bekanntlich glücklich.

Dass Band 1 der Miniserie von Exposéautor Uwe Anton stammt, wird niemanden groß überraschen. Seine Handlung setzt irgendwann zwischen PR 2899 und 2900 ein. Ich zitiere noch einmal einen Satz aus »Das kosmische Erbe«: »Hoffentlich geht es dir dabei nicht wie damals bei dieser Terminus-Sache.« Dies sagt Farye Sepheroa-Rhodan zu ihrem Großvater.

Band 2 hingegen wurde von Dennis Mathiak geschrieben. Uwe Anton war von diesem Roman begeistert. Über den Inhalt darf ich verraten, dass er im Solsystem spielt und vor allem die Erde als Haupthandlungsort hat. Allerdings ist es eine Erde, die sich stark von der unterscheidet, die wir derzeit in der Erstauflage erleben … Und nein, was das bedeutet, verrate ich jetzt nicht.

Dass Roman Schleifer gewissermaßen »gesetzt« ist, hat Uwe Anton bereits auf dem AustriaCon in Wien ausgeplaudert. Es gibt in der Tat einiges zu tun für den Autor aus Wien ...

Im Grauen Korridor


Am 13. März erscheint der nächste Silberband mit den von Hubert Haensel bearbeiteten Nachdrucken von Heftromanen aus der »kosmischen« Zeit der Serie. Aktuell beschäftigen wir uns in der Buchausgabe mit den Angriffen der abtrünnigen Kosmokratin Vishna auf die Erde – die sie ja, wie ich immer wieder gern zitiere, »in Scheiben schneiden« möchte.
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Und damit fängt sie im März an. Der Silberband 137 trägt den Titel »Kampf um Terra« und beschäftigt sich mit den ersten der Sieben Plagen, mit denen Vishna (ganz biblisch) die Menschheit auf die Knie zwingen möchte.

Berücksichtigt wurden folgende Romane: 1151, »Das Babel Syndrom« von H. G. Ewers; 1152, »Gespensterwelt« von Ernst Vlcek; 1153, »Hölle auf Erden« von H. G. Ewers; 1154, »Flucht aus dem Grauen Korridor« von Clark Darlton; 1155, »Der Erwecker« von Arndt Ellmer (damals sein Einstieg in die Serie); 1162, »Kampf um Terra« von H. G. Ewers; 1163, »Invasion der Fairy Queens« von Thomas Ziegler; und 1164, »Vishna-Fieber« von Arndt Ellmer.

Übrigens: Alle Silberbände für das Jahr 2017 können schon jetzt als E-Book bei allen bekannten Plattformen, wie beispielsweise Amazon vorbestellt werden. Weitere Details sowie Bestelllinks und eine Übersicht der Bücher, die 2017 erscheinen werden, findet ihr hier.

Ein Mann und sein Okrill


Seit dem 3. Februar ist der aktuelle Zaubermond-Planetenromane-Band (die 71/72) mit zwei Tyll-Leyden-Romanen von W. K. Giesa (»Eine Sonne entartet« und »Weltraumfalle Sternenland«) auf dem Markt. Sie erinnern die Älteren unter uns doch sehr stark an die seinerzeitigen Werke von Kurt Brand (Leyden ist eine Brand-Figur).

tl_files/comic/images/cover/planetenromane/PRTH_73_74cover.jpgAm 3.März geht es weiter mit den beiden frühen Omar-Hawk-Romanen von H. G. Ewers, wenn man so sagen möchte, »Jugendromanen« aus dem Jahr 1967: Taschenbuch 34, »Die Festung der Raumfahrer«, sowie 36, »Die Katakomben der Besessenen«. Dies ist dann der Zaubermond-Band 73/74. Sie schildern die Vorgeschichte einer voll ausgeformt in der Heftromanserie aufgetauchten Figur. In diesem Fall lernen wir den Planeten Oxtorne kennen. Vieles von dem, was wir heute über Oxtorne wissen, hat hier seine Grundlagen. Ich habe mir sogar die Mühe gemacht, als eines der Vorwörter einen Baedeker-Auszug zu Oxtorne einzubauen. Und wir erleben, wie Omar Hawk und Sherlock überhaupt erst zusammenfinden …

Für den April stehen zwei Romane von Peter Griese auf dem Programm, die im Konzilszyklus angesiedelt sind: »Findelkinder der Galaxis« (vormals Planetenroman 221, 1981) und »Geheimprojekt der Hyptons« (Band 256, 1984). Unter anderem erfahren wir darin viel über die in der Heftromanserie von William Voltz in Band 650 (»Der Bund der Sieben«, Februar 1974) eingeführten Xisrapen.

Der Mai schließlich sieht zwei Taschenbücher von Robert Feldhoff, die im Imperium Dabrifa angesiedelt sind: »Scitt, der Zwerg« (ursprünglich TB 316, Juli 1989) und »Die Toleranz-Revolution« (376, Juli 1994). Interessant ist an diesen beiden Romanen, die durch die Person Scitt lose miteinander verknüpft sind, der Perspektivwechsel in das Reich des »Feindes«. In den Nachwörtern gehe ich deshalb auch darauf ein, wie sie in der ersten Hälfte des Cappin-Zyklus (PR 400 bis 449) zu verorten sind.

Ganz aktuell habe ich zwei frühe Planetenromane von Hans Kneifel mit dem dazugehörigen redaktionellen Beiwerk abgeliefert: »Der stumme Robot« (ursprünglich TB 35) und »Die Grenze des Imperiums« (TB 38), beide von 1967. Diese waren dann auch Teil meiner Urlaubslektüre in Ägypten (»Robot« passte da natürlich besonders gut) – sowie zwei andere alte Romane, mit denen wir vielleicht das bestehende Veröffentlichungsmuster ein wenig aufbrechen …

Der übliche monatliche Abschlussabsatz: Wer nicht dauernd nachsehen möchte, wann welcher Roman erscheint, kann ein Abonnement abschließen. Oder man bestellt sie einfach in der nächstgelegenen Buchhandlung.


Wer findet »METEORA«?


Nun ist Perry Rhodan seit letzter Woche und Michael Marcus Thurners Roman »Der Rhodan-Faktor« also in kosmischer Mission unterwegs. Damit ist er aber nicht allein, denn drei Männer suchen »METEORA«. Und all das findet statt in Sagittarius, wie unser Chefredakteur Klaus N. Frick hier ausplaudert. Diese Aliens, die er da erwähnt, die fliegen Birnenraumer. Das werden doch nicht etwa … ?

Jedenfalls gehttl_files/comic/images/cover/neo/neo142.jpg es in Band 142 mit Tuire Sitareh weiter, der sich ebenfalls in einer fremden Umgebung wiederfindet. In »Hort der flüsternden Haut« von Rainer Schorm muss Tuire herausfinden, wer für seine Entführung verantwortlich ist. Und er entdeckt, dass nur an einem Ort die Möglichkeit für die Heimkehr besteht – an jenem geheimnisumwitterten Ort, der dem Roman seinen Titel gab.

Ihr fragt nach Arbeitstiteln laut Exposé? Pech gehabt: Da steht nur der, den der Roman am Ende auch bekommen hat. Dort hat er aber ein Ausrufezeichen. Das Exposé sagt zudem: »Wie schon im vorangegangenen Band hat der Autor hier enorme eigene Gestaltungsmöglichkeiten.« Natürlich gibt es auch Neues zu Tuires Vergangenheit.

In Folge 143 beschäftigt sich Kai Hirdt mit Atlan – dann haben wir alle unsere drei Entführten durch und können darangehen, sie (und die Handlung) wieder zusammenzuführen.

Während ihr darauf wartet, gehe ich mal die Exposés für das Ende der Staffel lesen. Man braucht ja einen Informationsvorsprung als Infotransmitter-Redakteur …


Kommen wir noch einmal kurz zur gerade abgeschlossenen Staffel zurück, »Meister der Sonne«. Diese ist mittlerweile als E-Book-Paket erhältlich.

Und wenn wir gerade bei NEO sind: Im März steht Band 11 der NEO PLATIN-Edition an, der leicht bearbeiteten Nachdrucke der frühen NEO-Romane in Buchform. Das Buch heißt »Die Hand des Regenten« und befasst sich mit dem zweiten Vorstoß der Menschen nach Arkon. Dieser ist jetzt auch nicht unbedingt ein strahlender Erfolg, verläuft aber deutlich erfolgreicher als der erste … der mit der TOSOMA, die Thora zu Schrott geflogen hat. Enthalten sind die Romane »Zu den Sternen« von Marc A. Herren, »Welt aus Seide« von Oliver Plaschka, »Das Ende der Schläfer« von Alexander Huiskes und »Countdown für Siron« von Rüdiger Schäfer.

Zu so einem PLATIN-Band gehört ja auch eine Exklusivgeschichte. In diesem Buch ist es »Der Held von Siron«, worin der heutige Mit-Exposéautor Rüdiger Schäfer Bezug auf die Geschehnisse seines Romans in diesem Band nimmt und die dortigen Geschehnisse weiterschreibt. Details findet ihr hier – oder ab dem 13. März direkt im Buch. Passend dazu hat Rüdiger Schäfer einen Werkstattbericht unter dem klingenden Titel »Der Atomkrieg findet nicht statt!« geschrieben.

Teil 1 findet ihr hier, und das ist Teil 2.

Kommt nach Osnabrück – und lest die SOL!


Der erste PERRY RHODAN-Tag der PERRY RHODAN-FanZentrale im Sommer 2015 waren ein voller Erfolg – eine ausführliche Berichtserstattung gab es seinerzeit in der Ausgabe 81 (1. Quartal 2016) der PRFZ-Mitgliederzeitschrift SOL.

Dieses Jahr wird die Veranstaltung erneut durchgeführt – und diesmal erstreckt sie sich über zwei Tage, wird also vom PERRY RHODAN-Tag zu PERRY RHODAN-Tagen. Der Termin ist der 27./28. Mai 2017.

Folgende Themen stehen bereits fest:

•    20 Jahre Perry Rhodan FanZentrale als eingetragener Verein
•    Neues und Aktuelles aus dem NEO-Universum
•    Neues und aktuelles aus dem Perryversum.
•    Neues und Interessantes aus dem Perry Rhodan und Science Fiction Fandom
•    Interessantes und Seltenes aus dem Perry Rhodan und Science Fiction Fandom (die Versteigerung)

Bis zum 30. April 2017 gibt es die Eintrittskarten im Vorverkauf: 20 € für beide Tage / 15 € Samstag / 9 € Sonntag. PRFZ-Mitglieder zahlen 11 € für beide Tage / 9 € für Samstag / 6 € für Sonntag. Nach dem 30. April 2017 sind keine Anmeldungen mehr möglich; Besucher erhalten Eintrittskarten dann nur an der Tageskasse: 24 € für beide Tage / 17 € Samstag / 11 € Sonntag; PRFZ-Mitglieder zahlen vor Ort 13 € für beide Tage / 100 € für Samstag / 7 € für Sonntag.

Weitere Informationen findet ihr hier.

Mittlerweile hat es auch, wie im letzten Infotransmitter gemutmaßt, die neue SOL der PRFZ zu uns geschafft. Auf 64 Seiten bietet die Ausgabe 85 eine ausgewogene Mischung interessanter Beiträge (und ich sage das nicht – nur –, weil achteinhalb Seiten von mir sind; es schadet aber sicherlich auch nicht).

Neben meinen weisen Anmerkungen zu umwälzenden Veränderungen bei PERRY RHODAN und einer kurzen Anekdote zum »Kanef-Syndrom« finden wir: eine Nachbetrachtung von Dr. Robert Hector zum Atopischen Tribunal im typischen Stil; eine Zusammenfassung der ersten Jahre des Mensches Perry Rhodan von Angelika Rützel; das bereits erwähnte Interview mit Kai Hirdt; eine etwas andere Kurzgeschichte von Gerhard Huber; die Besprechungen der Bände 2867 bis 2875 von Markus Gerstung (dessen Kolumne sich jetzt »Das Echo von Thez« nennt); und diverse Beiträge zum Fandom sowie zu »Rogue One« und »Arrival«. Alles in allem einem eine schöne und unterhaltsame Mischung.

Für PRFZ-Mitglieder ist die SOL im Mitgliedsbeitrag enthalten, Nichtmitglieder können sie für 9 Euro pro Heft im SpaceShop erwerben.

Hinter den Materiequellen: Prügeleien auf der SOL


Der erste Bandtl_files/comic/images/news/news/comic_04.jpg der neuen Staffel des PR-Comics von Cross Cult hat einiges an Diskussionen losgetreten. Warum verhalten sich manche Besatzungsmitglieder des Schiffes so »arschig«, so gar nicht, wie man es von terranischen Spitzenkönnern im Scheerschen Sinne erwarten sollte?

Nun, das liegt daran, dass viele dieser Leute eben keine Spitzenkönner sind. Viele sind nicht freiwillig an Bord des Fernraumschiffes, da sie gezwungen wurden, die Erde zu verlassen – oder einfach eine Chance sahen, vor der Aphilie zu fliehen. Entsprechend fehlt häufig die charakterliche Eignung, wie man sie auf einer Langzeitmission erwarten sollte. Und das bringt der Comic sehr schön rüber.

Diese Problematik war schon Kurt Mahr bekannt, als das Schiff seinerzeit eingeführt wurde. Im PERRY RHODAN-Computer des Bandes 710 (»Raumschiff in Fesseln« von Hans Kneifel, April 1975) legte er seine Vorstellungen zum Zusammenleben an Bord eines Generationenraumschiffs dar. Das ist eine durchaus interessante Lektüre (auch wenn sich wenig davon seinerzeit in den Romanen niederschlug):


Das Generationen-Raumschiff

Im Jahre 3578 ist das größte Raumschiff, das die Menschheit je gebaut hat, die SOL, seit ihrem Start von der Erde achtunddreißig Jahre lang unterwegs, ohne, wie man erfährt, in der Zwischenzeit eine Planetenlandung von nennenswerter Dauer durchgeführt zu haben. An Bord des Riesenschiffes befinden sich weit über zehntausend Männer und Frauen. Nach achtunddreißig Jahren gibt es somit auf der SOL erwachsene Menschen, die im leeren Weltall geboren sind und noch nie den Fuß auf eine Sternenwelt gesetzt haben, die sie – mit Recht oder auch nur Kraft ihrer Einbildung – Heimat nennen könnten. Es ist selbstverständlich, dass eine solche Odyssee Probleme mit sich bringt, technischer Art ebenso wie menschlicher. Die Innenräume der SOL sind weitläufig genug, um einer solchen Zahl von Menschen spielend Unterkunft zu bieten. Wer sich von seinen Mitmenschen zurückziehen will, dem fällt es nicht schwer, in den teilweise öden Weiten des Schiffsinnern ein Versteck zu finden, in dem er tage-, sogar wochenlang alleine ist. Die Weitläufigkeit der Schiffsräume ist, um genau zu sein, sogar nahezu beängstigend.

Und dennoch bleibt die Tatsache, dass mehr als zwanzigtausend Menschen Tag für Tag, Woche um Woche, achtunddreißig Jahre lang immer nur dieselben, längstvertrauten Gesichter zu sehen bekommen, niemals eine neue Physiognomie (denn auch die an Bord Geborenen wachsen allmählich in die Schiffsgemeinschaft hinein und werden nicht als ›neu" oder ›fremd‹ empfunden). Es ist nicht anders, als riegelte man eine Kleinstadt vom Range der Gemeinde Geldern oder Fürstenfeldbruck oder Eschwege hermetisch von der Umwelt ab und überlasse sie sich selbst.

Was wunder, dass die Psychologen und Psychophysiker an Bord der SOL eine beachtliche Aktivität entwickeln – entwickeln müssen, weil es sonst auf dem Riesenschiff zu Unruhen und Revolten käme, zur Explosion der aufgestauten Emotionen, die gegen das Eingepferchtsein in einem wenn auch riesigen Käfig revoltieren.

Die SOL war für die Zwecke einer jahrzehntelangen Irrfahrt gleich von Anfang an mit einem Handicap ausgestattet. Zwar war ihre technische Ausstattung perfekt, aber von der ›menschlichen‹ Inneneinrichtung, die man als letztes hatte installieren wollen, fehlte noch jede Spur... und mit Rhodans Verbannung war es kurz nach dem Ausbruch der Aphilie so dringend gewesen, dass man sich keine Zeit mehr genommen hatte, ·das Riesenraumschiff auch in dieser Hinsicht zu vervollständigen. Als die SOL von der in Lieblosigkeit versunkenen Erde startete, fehlten in ihrem Innern jene Einrichtungen, die an Bord anderer Großfahrzeuge längst zur Selbstverständlichkeit geworden waren: Grünflächen, Erholungsgebiete, Sportzentren, Vergnügungsstätten. Es wirkt geradezu grotesk, dass Rhodans Mannschaft auf ihrer von Problemen betasteten Irrfahrt vorderhand nichts Eiligeres zu tun hatte, als Bars und Tanzdielen einzurichten, Grünflächen anzulegen. Schwimmbäder zu bauen und Kinobildflächen zu installieren, auf denen Filme abliefen, die aus an Bord vorhandenem Archivmaterial mehr oder weniger kunstvoll zusammengestückelt waren.

Durch rein oberflächliche Ablenkung ließ sich das Problem jedoch auf die Dauer nicht lösen. Jemand, der zwei oder drei Jahrzehnte lang Zeit gehabt hat, einen Groll gegen seinen Kabinennachbar zu nähren und zu züchten, wird diesen Groll nicht über einem Spaziergang im Grünen oder einem Schwimmwettbewerb vergessen. Die Fachleute inszenieren sogenannte ›Sensitivity Sessions‹, Gruppengespräche also, in denen die Teilnehmer einander die langgehegten Vorwürfe ungehemmt, jedoch unter psychologischer Leitung an den Kopf werfen können. Das hilft ein wenig, aber ein gewisses Maß an ›Residualgroll‹ bleibt übrig und lässt sich selbst mit den fortschrittlichsten Methoden nicht ausmerzen.

Da verfielen die Menschen selbst, ohne die Hilfe der Experten, auf eine der ältesten Methoden zur Abreagierung persönlicher Antipathien. Es fing damit an, dass eines Tages einer, der seinen Zellennachbarn schon seit geraumer Zeit mit Inbrunst hasste, auf diesen zuging und ihn fragte: Hast du was dagegen, wenn ich dich verprügele? Nun – die Psychologen waren zwar nicht selbst auf diese Idee gekommen, aber nachdem sie einmal geboren war, gingen sie sofort daran, sie zu vervollkommnen und unter Kontrolle zu bringen. Seitdem gibt es an Bord der SOL, im 36. Jahrhundert, wieder das mittelalterliche Duell. Zwei, die einander nicht riechen können, fordern einander zum Zweikampf auf. Beim Duell geht es durchaus rau zu, und es entstehen Wunden. Die fortgeschrittene Kunst der Medizin jedoch weiß zu verhindern, dass den Duellanten ernsthafter Schaden entsteht. Das Mittel wirkt! Menschen, die einander jahrzehntelang gehasst hatten, finden nach einer mordsmäßigen Prügelei plötzlich wieder zueinander. Im Laufe der Jahre wird das Duellsystem an Bord der SOL zu einem komplexen, aufregenden Spiel ausgebaut. Der Zweikampf entwickelt sich zum Volkssport. Ein uraltes Rezept löst die menschlichen Probleme der Neuzeit.

Technisch-physikalische Probleme waren vergleichsweise leichter zu bewältigen. Von Zeit zu Zeit mussten die Tanks für konventionellen Treibstoff wiederaufgefüllt werden. Die SOL löste diese Aufgabe, indem sie sich entweder auf wasserhaltigen Planeten bei Zwischenlandungen durch Elektrolyse das kostbare Element beschaffte oder indem sie es während einer mehrere Tage dauernden Flugperiode durch den Einstein-Raum mit riesigen Saugfeldern in Form von interstellarer Materie an Bord brachte. Auch andere anorganische Nutzstoffe ließen sich bei Zwischenlandungen auf fremden Welten leicht beschaffen oder per Elementensynthese in den Bordlaboratorien herstellen. Schwierigkeiten bereitete lediglich die Beschaffung von Frischnahrung.

Denn nicht jede Sauerstoffwelt beherbergt Lebensformen, die dem menschlichen Metabolismus zuträglich sind. Mitunter waren lange und schwierige Voruntersuchungen notwendig, bevor man sich dazu entschloss, fremde Pflanzen oder Tiere als Nahrung für den nach Frischkost hungernden Menschen an Bord zu nehmen.

Die Große Leere naht...


Wie bereits am Anfang erwähnt: Der nächste Infotransmitter kommt eine Woche später als bislang geplant, nämlich erst am 10. März 2017. Damit erscheint er wieder parallel zu den aktuellen NEO-Romanen, das ist doch auch schön.

Und mit einer Extra-Woche dazwischen ergibt sich auch bestimmt vieles an Neuigkeiten. Zum Beispiel zu Band 2900, der nur eine Woche danach veröffentlicht wird.

Bis dann,
Euer
Rainer Nagel


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