PERRY RHODAN Infotransmitter
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Auf in die Synchronie!








Rainer Nagel


Unser heutiger Infotransmitter steht ganz im Zeichen von PERRY RHODAN Band 2800: »Zeitriss« von Michelle Stern. Dieser Roman erscheint heute und leitet einen neuen Abschnitt in der Geschichte der größten Weltraumserie ein. Hierzu passt auch fast das Merkwort für die Zahl 13 aus meiner Fortbildung: »Fundbüro«. Unser Dozent seinerzeit: »Man findet ja allerlei Sachen in so einem Fundbüro, auch sonderbare. Und ›sonderbar‹ passt ja gut zur 13.« Wie sich das mit dem Jubiläumsband vereinbaren lässt, mag nun jeder Leser, jede Leserin und jedes Futogen selbst entscheiden – aber genügend zu finden gibt es darin schon.

Die Ferien sind seit Anfang der Woche vorbei. Meine Kleinen kämpfen damit, dass schon wieder Schule ist – und erst in 18 Wochen (!) Sommerferien. Das Schülerleben ist hart. Gleichzeitig steigt die Aufregung bezüglich der Klassenfahrt nach Berlin in fünf Wochen.

Während der Ferien habe ich eines der alten Taschenbücher noch einmal gelesen, nämlich »Der Flug der Millionäre« von Clark Darlton. Dieser Roman zeigt uns unter anderem, dass sich Ehrlichkeit und Verantwortungsbewusstsein auch bei Fehlern immer auszahlen. Vielleicht sollte ich den Roman meinen Kleinen zum Lesen geben – da haben sie noch einen gewissen Nachholbedarf …

Die Exposés liegen mittlerweile so grob bis zum Ende des ersten Drittels des neuen Zyklus’ vor. Die Handlung bewegt sich in beide Richtungen des Zeitstrahls. Ich liste mal wahllos drei Dinge aus der Abteilung »Das haben die bestimmt vergessen!« auf, die wir natürlich nicht vergessen haben: Medusa, Attilar Lecore, Julian Tifflor. Die aktuell eingegangen Satz-Manuskripte sind immer noch in der neuen Handlungsebene angesiedelt; ganz aktuell befassen wir uns mit Zeedun und den Hütern der Zeiten. Und einer Purpur-Teufe.

Aber jetzt hin zu der Vielzahl von Informationen zu Band 2800 und seinem Umfeld. Auch »Hinter den Materiequellen« habe ich diesmal ins Zeichen des neuen Zyklus’ gestellt.

Alpha und Omega




















PR 2800 - Variant-Cover 1 von Arndt Drechsler
Den ersten Satz von Band 2800 wollte ich im letzten Infotransmitter schon verraten, aber da durfte ich nicht. Er würde zu viel verraten, hieß es. Ich probiere das jetzt noch einmal. Der Band erscheint ja heute, da kann nicht mehr viel passieren – und durch die Leseprobe ist die ganze Passage ohnehin allgemein bekannt.

Also:

»Der Mann ohne Namen schleppte sich durch die rostrote Wüste.«

Das war jetzt nicht so spannend, richtig?

Wie wäre deshalb es mit dem letzten Satz des Romans? Coole Idee, nicht wahr?

Also:

»A ….« Oh. hallo Richter Kanef. Ich verändere die Zukunft, wenn ich diesen Satz zitiere? Aber er ist doch schon längst geschrieben, wie kann ich da noch etwas verändern? Und er wird immer so geschrieben worden sein, mit oder ohne Zeitriss? Ja, doch, ich bin natürlich ein großer Freund der Atopie. Ja, diese Entscheidung der Ordischen Stele empfinde ich auch als sehr gerecht. Auf Wiedersehen, Richter Kanef.

Uff, er ist weg. Aber das wird nicht klappen mit dem letzten Satz. Vielleicht den vorletzten? Rasch probieren, bevor die Zeitweide auftaucht: »›Ihnen das Fell über die gelben Lippen ziehen‹, knurrte Gucky.« Und jetzt schnell weiter, wir müssen jemanden aufhalten.

Wie sieht ein Zeitriss aus?


















PR 2800 - Variant-Cover 2 von Arndt Drechsler
Das verraten wir hier nicht, da sei Richter Veirdandi vor. Aber wir können ein wenig über die Aufmachung und Ausstattung des Jubiläumsbandes erzählen.

Der Roman hat bekanntlich Überlänge – ganze 96 Seiten! Wir fassen zudem die vorangegangenen 100 Bände durch ein »Was bisher geschah« zusammen – ideal für Einsteiger also! Dafür gibt es in diesem Roman ausnahmsweise kein Glossar.

Hinzu kommt ein vierseitiger Farbinnenteil in der Heftmitte. Und wer am 8. April den Facebook-Beitrag unseres Chefredakteurs gesehen hat, weiß auch, um was es geht: die RAS TSCHUBAI! Die Zeichnungen stammen von Arndt Drechsler, die Texte von Klaus N. Frick.

Über die beiden verschiedenen Versionen des umlaufenden Titelbildes von Arndt Drechsler (»Variant-Cover« nennt man das in der Fachsprache) haben wir ja schon hier berichtet.

Hier letztlich gibt es ein kurzes Video zum Produktionsablauf der Herstellung des Romans.



Atopisches Kino im Kopf






















Willkommen in deinem Kopfkino!
Sicherlich kennt ihr schon den aktuellen Trailer für Band 2800 – er läuft ja nun schon eine Woche auf YouTube. Nein? Wirklich nicht? Also gut – hier ist der Link.

Ist gar nicht so einfach, einen Trailer für PERRY RHODAN zu machen, habe ich mir sagen lassen. Immerhin hat jeder ein eigenes Bild unserer Helden – man muss sich nur einmal die Diskussionen ansehen, wenn wir einen neuen »offiziellen« Perry veröffentlichen (wie jetzt wieder auf dem Cover von Band 2800 – den Vogel schoss Forist »Trevor Casalle 839« mit seinem Kommentar » Sieht eher aus wie eine etwas jüngere Ausgabe unseres allseits geschätzten Redakteurs.... (KNF...)« ab). Insofern ist die in diesem Trainer gefundene Lösung sehr originell. Finde ich zumindest.

Und atopisch ist sie auch – ist doch die Lektüre von PERRY RHODAN nicht an einen bestimmten Ort gebunden …

Zugfahren lohnt sich!




















PERRY RHODAN-Ground-Poster
Oder zumindest der Aufenthalt in Bahnhöfen.

Schon seit drei Tagen machen sogenannte Ground Poster dort auf unseren Band 2800 aufmerksam. Sie heißen so, weil sie auf dem Boden kleben, in einer Größe von 1,20 mal 1,80 Metern. »Betroffen« sind die Hauptbahnhöfe in Berlin, Bochum, Dortmund, Essen, Frankfurt/Main, Hamburg, Köln, Mannheim, München, Nürnberg und Stuttgart.

Sage jetzt keiner, er würde unseren Perry mit Füßen treten … Aber wer über eines dieser Ground Poster läuft, kann uns gern eine E-Mail mit einem Foto davon schicken! Die Aktion läuft über den Erstverkaufstermin des Romans hinaus und endet erst am 20. April.

Viele von uns fahren zudem mit U-Bahnen oder S-Bahnen zur Arbeit. Nun liegt es in der Natur solcher Bahnen, dass sie nicht immer pünktlich sind. Die Wartezeit kann man sich natürlich prima mit der Lektüre von »Zeitriss« vertreiben.

Besser noch aber hebt man sich die Lektüre des Romans für die eigentliche Fahrt auf, denn wir haben uns da noch etwas einfallen lassen: An U- und S-Bahnsteigen diverser deutscher Städte bewirbt ein eigens gedrehter Spot unseren Jubiläumsband.

Dies geht natürlich nur an jenen Stationen, die über jene digitalen Großbildflächen verfügen, die man auf Neudeutsch »Infoscreens« nennt. Dort aber wird am 17., 20. und 21. April der Spot zwischen 6 und 9 Uhr sowie zwischen 15 und 21 Uhr alle zehn Minuten an U- und S-Bahnsteigen gezeigt. »Dort« bezieht sich in diesem Fall auf Berlin, Bochum, Dortmund, Düsseldorf, Essen, Frankfurt/Main, Hamburg, Köln, München und Stuttgart.

Hier könnt ihr euch den Spot anschauen.


Ein Stern kommt nach Frankfurt!












Michelle Stern
Na, gut, eigentlich müsste das heißen »eine Stern« – Michelle Stern nämlich. Die Autorin von »Zeitriss« ist am 18. April 2015 bei Schmitt & Hahn an der Nordseite des Hauptbahnhofs in Frankfurt zu Gast. Von 14 bis 15 Uhr können Leser und Interessierte die Autorin »hautnah« bei einer Signierstunde erleben. Diese Gelegenheit ist natürlich ideal, sich den neuen Roman signieren zu lassen – oder eines ihrer anderen Werke. Die Autorin war ja in letzter Zeit im Perryversum sowie bei NEO recht aktiv.

Der Eintritt zu dieser Veranstaltung ist frei. Hier gibt es weitere Informationen.

Was noch so zu sagen wäre …














Michael Marcus Thurner hat rund um PR 2800 einige Interviews geführt.

Es gab im Vorfeld des Jubiläumsbandes das eine oder andere Interview mit den Kreativschaffenden der Serie. Hier fassen wir diese noch einmal gebündelt zusammen, damit ihr euch die volle Infopackung holen könnt:

Schon vor über einem Monat hat Michelle Stern sich in einem zweiteiligen Interview mit Michael Marcus Thurner zum Schreiben von »Zeitriss« geäußert. Ihr findet das Gespräch hier und hier.

»MMT« war sehr eifrig und hat auch Exposé-Autor Christian Montillon zum Roman sowie dem gerade beendeten Zyklus befragt. Auch hier wurden wieder zwei Teile nötig: hier und hier.

Zwei Wochen her ist das Interview mit Titelbildzeichner Arndt Drechsler. Auch dies kommt in zwei Teilen, und ihr dürft höchstens einmal raten, wer es geführt hat. Das Ergebnis findet ihr hier und hier.

Und nicht zuletzt erzählt Chefredakteur Klaus N. Frick im Gespräch mit beam ebooks noch einiges zum neuen Zyklus. Dieses Interview hat aber nicht MMT geführt …

Hinter den Materiequellen







Über Zyklen und Veränderungen in der Serie

Anlässlich des neuen Zyklus’ bietet es sich an, ein wenig über den alten zu plauschen, die Bände von 2700 bis 2799.

Einer der Hauptvorwürfe, der dem Zyklus »Das Atopische Tribunal« gemacht wurde, ist, dass in seinem Verlauf die Grundlagen der bisherigen Serie total umgekrempelt worden seien, dass der geplagte Altleser »seine« Serie nicht mehr wiedererkennen würde: die JULES VERNE vernichtet, das Polyport-Nnetz abgeschaltet, Bostich mit Haluterarm, Gucky mit geänderten Fähigkeiten – und natürlich der Tod von Ronald Tekener.

Irgendwo stimmt das ja auch. Im vorletzten Infotransmitter habe ich Exposé-Autor Christian Montillon zitiert: »Im gerade ablaufenden Zyklus haben wir die Milchstraße einmal umgekrempelt und viele neue Voraussetzungen geschaffen.«

Aber: Ist das denn so schlimm?

In der mittlerweile fünfzigjährigen Geschichte der PERRY RHODAN-Serie hat es das immer wieder gegeben. Oft waren die Umwälzungen hinter Zeitsprüngen versteckt, das heißt, man schlägt das Heft auf, sieht, dass es gegenüber dem Vorgängerband 993 Jahre in der Zukunft spielt, und hat sich schon halb mit dem Gedanken abgefunden, dass man »seine« Serie nur noch in Teilen wiedererkennen wird. Neben dem gerade erwähnten Sprung von Band 399 im Jahre 2437 zu Band 400 im Jahre 3430 traf dies in noch stärkerem Ausmaß auf den von Band 1399 zu 1400 zu. Dabei vergingen zwar »nur« 695 Jahre, aber dafür war nach dem Zeitsprung praktisch kein Stein mehr auf dem anderen.

Warum tun Exposé-Autoren so etwas? Für das erste der beiden obigen Beispiele zitieren wir Karl-Herbert Scheer in seinem Beitrag zum PERRY RHODAN-Werkstattband (Seite 62f.): »Nur diese Zeitspanne ermöglichte das plötzliche Vorhandensein neuer Techniken, neuer Völker mit etablierten kosmischen Staatsgebilden sowie den Aufbau eines Konfliktstoffes, wie er bislang in der PR-Serie nicht vorgekommen war.« Kurz: Es wurde nach neuen Wegen gesucht, die Handlung spannender zu gestalten.

Der scharfe Schnitt nach Band 1399 hingegen war dem Vernehmen nach auf den damaligen Chefredakteur Dr. Florian Marzin zurückzuführen, dem der kosmische Überbau zu sehr aus dem Ruder gelaufen war. Zwar hatte Kurt Mahr bereits mit Band 1300 versucht, nach der Trennung von den Kosmokraten durch die Einführung der Gänger des Netzes die Kosmologie wieder auf ein bearbeitbares Maß zurückzuführen. Der danach stattfindende Transfer einer ganzen Galaxis und die ab Band 1400 geplante universenweite Gefahr durch die »terminale Symmeixis« (was immer sie letzten Endes geworden wäre) wies nicht unbedingt auf Besserung hin. Also hier: ein Schnitt als Ausgangslage zur Vereinfachung der Handlung.

Aber, so wird man jetzt sagen, darum geht es doch gar nicht: Zu wissen, dass ein neuer Zyklus mit vollkommen neuen Voraussetzungen beginnt, ist doch spannend – da können wir mit Perry Rhodan zusammen die neue Welt erforschen. Jetzt aber – jetzt wird im laufenden Zyklus alles umgeschrieben! Und wir müssen zusehen!

Hatten wir aber auch schon. Mehrfach. Zum Beispiel ab Band 650. Mit den Laren kam erst einmal der gefühlt siebenundneunzigste zu Zyklusbeginn unbesiegbare Invasor – man kennt das Muster.

Und dann … dann erweist sich der Gegner als wirklich übermächtig. Die Terraner schicken ihre Heimatwelt durch einen Sonnentransmitter. Das klappt nicht, und die Erde kommt irgendwo heraus. In der Zwischenzeit wird in der Milchstraße das, was vom Solaren Imperium übrig ist, gründlich zerlegt. Gründlicher als damals beim Schwarm, wo man schon dachte, jetzt könne es nicht mehr schlimmer kommen. Und die Terraner schaffen es mit Mühe (und mit fremder Hilfe) in den Orbit um eine neue Sonne.

All das geschieht in fünfzig Bänden.

Dann: ein Zeitsprung. Ah, denkt man sich, die Terraner haben in der Zwischenzeit aufgerüstet, jetzt geht es den Laren an den Kragen. Und was passiert? Perry Rhodan und seine Leute werden von Terra verjagt, mit der SOL irrt man durchs Universum. Die nächsten fünfzig Bände vergehen, und man ist immer noch nicht wieder in der Milchstraße zurück. Aber dafür stürzt die Erde in den Schlund und wird entvölkert. Und ist erneut im Universum verschollen. Nebenbei lassen die Autoren Ovaron sterben, weil ihnen aufgefallen ist, dass er mit seinen Machtmitteln eigentlich (erneut) wieder die Milchstraße hätte retten können müssen.

Band 750 sieht Perry Rhodans Rückkehr in die Milchstraße, aber dort will man ihn nicht mehr haben. Es kommt gar zum Streit mit Atlan, der sich mit den Laren arrangiert hat. Also bricht unser Held wieder in die Weiten des Universums auf. Man wird ihn vor Band 999 nicht mehr in der Milchstraße sehen. Und die vier seit Band 150 noch nicht gefundenen Zellaktivatoren werden durch das Gen-Kode-Destruktionsfeld der Laren auch noch entsorgt.

Das waren umfassende Änderungen, die die Leser Schritt für Schritt miterlebt haben: der Abschied von nahezu allem, was sie gewohnt waren. Gleichzeitig nahmen sie damit an dem kompletten Umbau der Rhodan-Philosophie von Scheer zu Voltz teil.

Manchmal frage ich mich: Hätte es damals schon ein Internet gegeben, in dem Leserreaktionen nahezu sofort verfügbar gewesen wären – wie hätte es damals in den Foren ausgesehen? Wütende Sturmläufe der Scheer-Jünger gegen die Zerstörung »ihres« liebgewonnenen Rhodan-Kosmos?

Von daher: So schlimm sind die derzeitigen Änderungen gar nicht; sie erscheinen uns nur so, weil wir uns direkter darüber austauschen können. Die aktuellen Exposé-Autoren möchten halt eine andere Art von Geschichten erzählen, und dazu benötigen sie andere Voraussetzungen. Genau so, wie man die Voltzschen Geschichten nicht im Scheerschen Solaren Imperium hätte erzählen können.

Viel Spaß in der Synchronie!






Oder wohin auch immer es die RAS TSCHUBAI nun verschlagen hat. Mit dem nächsten Infotransmitter wenden wir uns dann wieder dem gesamten PERRY RHODAN-Geschehen in Wort und Ton zu. Und es läuft intern immer noch die Diskussion, ob »Hinter den Materiequellen« jetzt nach London geht oder sich weiter mit Religion im Perryversum beschäftigt …

Bis dann,

Euer
Rainer Nagel

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