PERRY RHODAN Infotransmitter
Herzlich willkommen beim offiziellen Newsletter der
größten Science-Fiction-Serie der Welt
PERRY RHODAN im Internet: http://www.perry-rhodan.net
Ein Service der Pabel-Moewig KG, Rastatt

Äh … ist das hier der Infotransmitter nach dem »Z«?

Rainer Nagel


So schaut’s aus. Und wir machen mit den drei deutschen Umlauten weiter. Hoffe ich zumindest. Damit gewinnen wir Zeit bis zur Nummer 50, von der uns jetzt nur noch drei Ausgaben trennen.

Meine neuen Kleinen sind auch nach drei Wochen noch als »nett, aber geschwätzig« einzustufen. Und natürlich muss man sich erst einmal aneinander gewöhnen. So ein bisschen ist das wie damals, ab Band 2820 (»Der Geniferen-Krieg« von Michelle Stern, September 2015), als wir die ATLANC nach den 700 Jahren Reise durch der Synchronie wiedersahen und wir uns dachten: Huch, wo kommen die denn jetzt alle her?

Und schon wieder gab es neue Exposés. Oh, ein Doppelband von Robert Corvus – das ist doch nett. Und oh – hallo, Col Tschubai (mal schnell Band 339 auspacken …). Und die neue Zentrale der RAS TSCHUBAI ist auch richtig cool. Darauf müsst ihr aber noch ein wenig warten. Ansonsten zitiere ich Forist »Trevor Casalle 839«, der von einem kurzen Action-Zyklus spricht, »der ohne große Zusammenhänge kommt und in einer komplett neuen Umgebung spielt, in der die Expotarchen ohne Rücksichtnahme auf den sehr komplexen Rahmen der Serie agieren können.« Meine Antwort darauf: Oh dear.

In diesem Infotransmitter würdigen wir noch einmal das Zyklusende und vollenden zugleich die Berichterstattung zu den Festwochen zum Fünfundfünfzigjährigen. Wir ehren Uwe Anton zu seinem Sechzigsten. Band 6 von PERRY RHODAN-Jupiter ist draußen, bei Zaubermond drucken wir Planetenromane von Thomas Ziegler nach, die neue NEO-Staffel steht bevor. Und in »Hinter den Materiequellen« beschäftigen wir uns mit dem Sachstand um das PERRY RHODAN-Rollenspiel, zu dem immer mal wieder eine Anfrage einläuft.

Einen hübschen Tipp gab übrigens der Kollege Montillon: Wenn man schon immer einmal wissen wollte, mit welchem PR-Roman man zusammen Geburtstag hat, kann man in der Perrypedia nachsehen. Man klickt sich einfach zum eigenen Geburtsjahr und scrollt dann herum. In der Woche meines Geburtstages zum Beispiel erschien Band 77, »In den Fesseln der Ewigkeit« von Clark Darlton.

Äonen hat es gedauert …

Cover Band 2874 von Arndt Drechsler
… aber heute erfährt der Zyklus »Die Jenzeitigen Lande« sein Ende nach 75 Bänden (manche Leser würden sagen: nach 175 Bänden). Beides stimmt nicht so richtig. Ich habe vor zwei Infotransmittern gesagt, dass wir zwar vieles auflösen, aber einfach noch nicht alles auflösen (können). Wie auch immer Atlans Unterhaltung mit Thez ausgeht – der Weltenbrand ist damit nicht aus der … erm … Welt. Thez ist nicht allmächtig, die Atopen nicht allwissend und allsehend. Es soll sogar den Atopen verschlossene Bereiche geben, munkelt man.

Na, ihr werdet’s sehen. Der Band stammt von Wim Vandemaan und Christian Montillon, den beiden »Expotarchen«, und heißt »Thez«. Und Überlänge hat er auch. Aber das wisst ihr ja alles schon.

Da ihr durch die Leseprobe den Anfang des Romans schon kennt, gebe ich euch hiermit den letzten Satz. Er ist eher kurz, aber immerhin.

Wer ihn nicht kennen möchte, sollte jetzt zum nächsten Absatz springen, da geht es um die Jubiläumswochen.

Also?

Noch jemand da?

So.

Der letzte Satz von PERRY RHODAN 2874.

»Hoffnung.«

Jetzt wisst ihr’s. Und seid fast schon fit für Orpleyd ab Band 2875.

AETRON ist schon lange her …

Wir feiern 55 Jahre PERRY RHODAN

… so 55 Jahre halt. Der Name des auf dem Mond notgelandeten Forschungsschiffes der Arkoniden taucht zwar erst später in der Serie auf, aber das Schiff ist schon in Band 1 da (und »ae« gilt bestimmt auch als »ä«, das wollen wir jetzt einmal nicht unterschätzen).

Der Name »Aetron« findet übrigens zum ersten Mal in Band 38 (»Vorstoß nach Arkon« von Kurt Mahr, Mai 1962) Erwähnung. Er leitet sich dort von der Bezeichnung für Crests Expedition ab – die »Aetron-Expedition«. Die »serieninternen« Umstände sind durchaus komplex: Heiko Langhans kam darauf, dass damit auch das Raumschiff gemeint sein könnte, und dies wurde nach intensiven Austausch mit Rainer Castor in den Kanon aufgenommen (das erste Mal offiziell in der »Kosmos-Chronik« 1, dann in den ATLAN-Blaubänden und noch einmal in ATLAN Centauri 7).

Jedenfalls feiern wir noch ein wenig weiter.

Da ist zum einen dieses Gewinnspiel. Wir verlosen fünf PERRY RHODAN-Pakete, und das noch bis zum 25. September – also auf!

Die Pakete enthalten eine Reihe von echten Sammlerstücken:

  • ein Poster mit dem Motiv des ersten PERRY RHODAN-Bandes (Format: circa Din A0);
  • ein PERRY RHODAN-Werbeplakat aus dem Jahr 1996, mit dem vor 20 Jahren in  Bussen, S- und U-Bahnen auf die Science-Fiction-Serie aufmerksam gemacht wurde;
  • die Schallplatte »Ad Astra« von den Cosmolodics (Soundtrack zum PERRY RHODAN-WeltCon 2011);
  • und drei original signierte Autogrammkarten von Autoren und Illustratoren wie zum Beispiel Johnny Bruck, Clark Darlton, Kurt Mahr, Ernst Vlcek, William Voltz, Peter Griese, H. G. Francis und Robert Feldhoff (die Autogrammkarten variieren von Paket zu Paket).

Wer jetzt keine Lust hat, diesen Link anzuklicken und das alles auf der Homepage nachzulesen, kann auch einfach folgende Frage beantworten:

In welchem Jahr wird Band 3000 von PERRY RHODAN veröffentlicht?
a) 2017 – b) 2019 – c) 2025

Ist jetzt nicht so schwer. Die Lösung schickt ihr an gewinnspiel@perryrhodan.net – wie gesagt, bis zum 25. September 2016.

Wenn ihr damit fertig seid, hätten wir noch den kostenlosen Download von Band 1 unserer letzten Miniserie, PERRY RHODAN-Arkon: »Der Impuls«, geschrieben von Marc A. Herren, damals, 21. Januar 2016 (ich erinnere mich noch daran, wie ich Ende Dezember im Urlaub in Ägypten das Manuskript las …). Dieses Angebot gilt ab heute genau eine Woche, alle weiteren Informationen findet ihr hier. Außerdem bietet Eins A Medien die Hörbuch-Variante gratis an. Hier geht’s zum Angebot.

Den Reigen beschließt ab dem 22. September der Silberband 130, »Der Frostrubin«. Damit beginnt ein neuer Handlungszyklus der Serie, damals, 1982. In »Die Endlose Armada« geht es um die Ultimaten Fragen, um Geheimnisse, die seit Jahrmillionen verborgen sind, und um das Schicksal der Superintelligenz Seth-Apophis. Dieses Buch ist eine idealer Einstieg in die »kosmische Epoche« der PERRY RHODAN-Serie. Es wird ab diesem Termin für eine Woche lang zum halben Preis (also 4,99 Euro) in elektronischer Form erhältlich sein – danach kostet der Band wieder 9,99 Euro. Merkt euch schon einmal den Termin – einen Link können wir jetzt noch nicht anbieten.

Und danach warten wir auf Perrys Sechzigsten …

Älter werden führt zu PERRY RHODAN-Ehren

E-Book: PERRY RHODAN-Kompakt 7
Am 5. September feierte Uwe Anton seinen sechzigsten Geburtstag – die Redaktion gratulierte hier.

Wir möchten heute noch einmal kurz auf das hinweisen, was am Ende dieses Beitrags steht: die Ankündigung eines PERRY RHODAN-Kompakt (schon Nummer 7) zu Uwes Geburtstag!

Folgende Romane sind enthalten: PR 1922, »Die Solmothen« (Juni 1998); PR 1946, »Der fünfte Bote« (Dezember 1998); PR 2020 (natürlich!), »Die Lichtgestalt« (Mai 2000); PR 2050, »SEELENQUELL« (Dezember 2000); PR 2350, »Das schreiende Schiff« (September 2006); PR 2351, »Die gefallenen Mächtigen« (September 2006); und das Planetenroman-Taschenheft 5, »Eisige Zukunft« (März 2010). Hinzu kommt die Kurzgeschichte »In den Augen tausend Sterne« aus dem Planetenroman-Band 49/50, »Tempus fugit« (März 2016). Und zum Abrunden gibt es ergänzende Texte und Fotos.

Das E-Book ist bei allen bekannten E-Book-Shops erhältlich, unter anderem bei Amazon, Science-Fiction eBooks und eBook.de.

Ärger auf und um Jupiter

Jupiter-Cover Band 6 von Arndt Drechsler
Diese Woche ist Halbzeit bei unserer aktuellen Miniserie PERRY RHODAN-Jupiter.

Wim Vandemaan hat uns vor zwei Wochen in Teil 5, »Jupiters Herz«, zur Station Cor Jupiter geführt – und Perry Rhodan in die Fänge von Pao Ghyss. (Und ja, auch Perry ist für die Fähigkeiten dieser femme fatale anfällig; immerhin hat es sich noch etwas besser unter Kontrolle als, sagen, wir Spiros Schimkos – auch wenn er ein paar komische Sachen tut, die eher »unperryhaft« sind). Wie er da wieder rauskommt? Werdet ihr sehen. Nur nicht diese Woche.

Denn jetzt blenden wir erst einmal zurück zu Reginald »der mit Artefakten spricht« Bull. Hubert Haensel befasst sich in seinem heute erscheinenden Roman mit dem »Gravo-Schock« (wie schon vor zwei Wochen gesagt, war das auch der Titel des Kapitels im seinerzeitigen »Ziegelstein«). Ich verrate euch auch gern wieder den Untertitel des Romans: »Die CHARLES DARWIN II in Raumnot – das Artefakt zeigt sein wahres Gesicht«. Und genau das tut es – wir erfahren (noch) mehr über die Gefahr, die dem Solsystem droht.

Die »neue« Schiene um Chayton Rhodan wird dann mit Band 7 wieder aufgenommen. Deshalb wird als Autor von »MERLINS Todesspiel« (das hießt ursprünglich mal »DANAES größtes Spiel«) neben Christian Montillon auch wieder Kai Hirdt genannt – er hat also mindestens 30 Prozent neu geschrieben, das haben wir bereits geklärt. Neben Mondra Diamond, die sich den besagten Spielen hingeben muss, erhält somit auch Chayton neue Einsichten in seine eher unschöne Situation. (Lustigerweise trägt das letzte Kapitel den Titel »Halbzeit« – man könnte sagen, einen Band zu spät. Aber nein, es geht ja in Heft 9 mit diesem Handlungssteil weiter.)

Ähnlichkeiten mit dem real existierenden Perryversum waren vorhanden

PERRY RHODAN-Planetenromane 63/64 – Cover von Arndt Drechsler
… wenn Thomas Ziegler seine humoristisch-satirisch ausgelegten PERRY RHODAN-Taschenbücher schrieb (in der Heftromanserie war er … gemäßigter und einfach nur unbegrenzt fantasievoll). Jedenfalls tat er dies drei Mal, von 1982 bis 1985. Zwei davon werden nun Anfang Oktober als Doppelband 63/64 der Planetenroman-Reihe bei Zaubermond erscheinen, praktisch unüberarbeitet – also Ziegler pur.

Es handelt sich zum einen um »Die Stadt der Zukunft«, im November 1982 Zieglers erster Beitrag zur Serie, noch bevor er seinen ersten Heftroman schrieb. Mit diesem Taschenbuch hatte sich der Autor aufgrund einer Vielzahl von Details als intimer Kenner der Serie vorgestellt, aber zugleich auch einen Zugang zur Serie gewählt, der für viele Leser ungewohnt war: den der ins Absurde übersteigerten Satire.

Der zweite Teil dieses Doppelbandes ist Zieglers letztes Taschenbuch, nämlich »Der Narrenturm« vom April 1985. Auch hier spielt er sehr schön mit den üblichen Klischees des Perryversums, insbesondere dem der immer wieder neuen Invasionen.

(Was ist mit seinem zweiten Planetenroman, wollt ihr wissen? 246, »Expedition ins Totenreich«, September 1983? Es passten nur zwei in den Band, und den hier haben wir weggelassen, weil er praktisch der »normalste« der drei ist – wenn schon Thomas Ziegler, dann aber auch die volle Packung!)

Ich habe diesmal beide Nachworte mit der Bibliografie von Thomas Ziegler gefüllt – das gibt sie einfach her. Da es sich um einen vergleichsweise neuen Autor handelte, konnte ich zudem auf einige zeitgenössische Reaktionen zu seinen Werken zurückgreifen.
Im Zaubermond-Shop ist der Band bereits vorbestellbar.

Danach warten zwei Planetenromane von Arndt Ellmer (»Die Verschwundenen von Arkona« und »Kometenjäger«) auf euch; auch diese sind schon vorbestellbar. Im Dezember  kommen die beiden Wollonggong-Romane von Hans Kneifel, die im »Doppelformat« erst so richtig zur Geltung kommen, und parallel zu diesem Infotransmitter arbeite ich an zwei sehr frühen Taschenbüchern von Ernst Vlcek für Band 69/70.

(Und danach, ganz aktuell, ich weiß es auch erst seit Dienstag: W.K. Giesa! Tyll Leyden!)

Unser üblicher Abschlussabsatz: Wer nicht dauernd nachsehen möchte, wann welcher Roman erscheint, kann auch gleich ein Abonnement abschließen. Das macht nach wie vor vieles einfacher. Und ich lasse dann vielleicht auch irgendwann diesen Absatz weg.

Habt ihr eigentlich schon gewusst, dass die Planetenromane mittlerweile auch mithilfe der ISBN in jeder Buchhandlung bestellbar sind?

Ärgerliche Probleme mit der Sonne

NEO-Cover Band 131 von Dirk Schulz
»Arkons Ende« ist vollzogen, die Maahks sind befriedet (aber verstimmt), Agaior Thoton wurde seiner gerechten Strafe zugeführt – aber seine Mutter ist … ebenfalls verstimmt. Ziemlich sogar. Und mit dem allerletzten Satz von Rüdiger Schäfers »Welt ohne Himmel« haben wir erfahren, wie sie sich heutzutage so nennt. Da ist sicherlich die eine oder andere Assoziation hochgekommen …

Bevor wir zur nächsten Staffel weiterspringen (das dauert für euch noch eine ganze Woche …), möchte ich schnell auf einen kurzen Artikel verweisen, den der Kollege Klaus N. Frick geschrieben hat. Er verfasste ein Logbuch zum Thema: »Wie Arkon schon einmal starb …«. Natürlich vergleicht er darin den gerade abgelaufenen NEO-Handlungsstrang mit dem Untergang von Arkon III in Band 199 der Heftromanserie, »Arkons Ende« von Kurt Brand (Juni 1965) – mit dem Untertitel: »Die Raumortung war ausgeschaltet – die Angreifer auf M-13 hatten leichtes Spiel« Ach ja … die Halman-Kontakte …

Wie auch jetzt in NEO, war nach diesem Band Arkon als galaktische Großmacht erst einmal geschwächt. Wie schreibt Klaus N. Frick doch abschließend in seinem Logbuch-Eintrag: »Für die Leser der ersten Stunde dürfte es ein echter Schlag gewesen sein. Für mich als Jungleser der dritten Auflage war es schon heftig genug. Wie die Leser von heute auf ›Arkons Ende‹ bei PERRY RHODAN NEO reagieren, bleibt noch abzuwarten ...«

Und nun zwei Jahre Pause für die geplagten Menschen – zwei Jahre, in denen durchaus etwas passiert, von dem wir auch erfahren. Wie ich schon vor zwei Wochen schrieb: Der Roman beginnt in Dortmund, mit einer Gedenkfeier für die zahllosen Opfer der vergangenen Jahre. Und Perry Rhodans Schiff ist jetzt nicht mehr die CREST, sondern die LESLY POUNDER. Nach der Lektüre von NEO 130 vermag man sich vorzustellen, warum.

Jedenfalls erhalten die Terraner in »Der Kontrakt« von Rainer Schorm, NEO 131 und zugleich Band 1 von 10 der Staffel »Meister der Sonne«, unvermittelten Besuch von den Sitarakh. Und dann geht’s rund. Unter anderem wird intern von der »NEO-Aphilie« gesprochen. Das müsst ihr euch aber schon selbst erschließen – der Ausdruck fällt in den Romanen natürlich nicht.

Jedenfalls hatte unser Roman drei Arbeitstitel, deren dritter dann in verkürzter Form genommen wurde: »Hilferuf der Liduuri«, »Ankunft der Sonnenmeister« und »Kontrakt der Abriter«. Der erste Arbeitstitel weist schon ein wenig auf den zweiten Handlungsstrang der Staffel hin.

Dazu aber in zwei Wochen mehr, wenn Susan Schwartz die Handlung weiterführt. Peking ruft!

Älteres Rollenspiel, derzeit hinter den Materiequellen


Manchmal erwähne ich hier (meist wirklich hier, in »Hinter den Materiequellen«), wie »wir« bestimmte Elemente der PR-Serie »seinerzeit« in »PERRY RHODAN – Das Rollenspiel« aufgearbeitet haben. Und manchmal werde ich gefragt (in der Regel im Forum), wie man denn jetzt noch an diese Produkte herankommt.

Vielleicht sollte ich dazu einmal etwas ausholen.

Wenn ich bezüglich des Rollenspiels von »wir« spreche, meine ich damit nicht das fast schon royale »Infotransmitter-Wir«, sondern die (mittlerweile nicht mehr existierende) Edition Dorifer aus Elsa Franke, Alexander Huiskes und mir (mit Rainer Castor als »externem« Mitarbeiter).

Zusammen haben wir im Oktober 2004 das Grundregelwerk des Rollenspiels herausgegeben, dessen Texte hauptsächlich von Alexander und Rainer waren, während ich parallel an einem Quellenband zur BASIS (und danach den vier Abenteuern der »Sternenwächter«-Kampagne) arbeitete. Handlungszeit war 1332 NGZ, also die Zeit direkt nach dem Hyperimpedanz-Schock – was damals für die Erstellung der Regeln ein großer Vorteil war, da plötzlich Geschwindigkeiten, Waffenwirkungen usw. viel handhabbarer wurden.

Unseres war nicht das erste Rollenspiel zum Thema PERRY RHODAN – das war die Box des Agema-Verlages von 1993, die aus dem seit 1990 verfügbaren Raumkampfsystem entstanden war und um den MdI-Zyklus spielte, aber schon direkt nach Erscheinen des Quellenbandes zum Solaren Imperium eingestellt wurde. Der Grund:Es wurde von Leuten gemacht, die wenig Ahnung von Rollenspielen hatten, weshalb es trotz wirklich guter Hintergrundrecherche irgendwie nicht so recht spielbar war.

Das konnten wir natürlich besser, also haben wir uns daran gesetzt, das ultimate PR-Rollenspiel zu erschaffen, sozusagen, die eierlegende Wollmilchsau, die sowohl den Rollenspieler als auch den PR-Leser anspricht – ein gutes Spiel für die einen, ein umfassendes Nachschlagewerk für die anderen (so wie das Sammelkartenspiel ja nicht zuletzt auch als Bildarchiv geplant war) – das war der Plan. Als Grundlage für die Regeln nahmen wir das erprobte MIDGARD-System, damit kannten wir uns alle gut aus. Und da uns mit Rainer Castor der Hauch der »Kanonizität« strahlend umwehte, konnte  nichts schief gehen.

Dachten wir.

Es kam ein wenig anders. Das Spiel lief bei den Rollenspielern vergleichsweise gut, bei den PR-Lesern hingegen so eher gar nicht. Vermutlich hätte uns früher auffallen können, dass um die 350 Seiten für 35 Euro – Rainer Castor hin, Rainer Castor her – für den »normalen« Romanleser eher viel sind, wenn doch selbst ein Silberband nur 22,90 Euro kostet – und da kann man wenigstens lesen und muss sich nicht durch ein kompliziertes Regelwerk kämpfen.

Denn kompliziert waren sie, unsere Regeln – im Rückblick zu kompliziert, gerade bei der Figurenerschaffung. Innovativ war das schon, und es führte zu toll ausgerundeten Figuren, aber gerade für den Rollenspiel-Neuling wenig ansprechend. Das hätte man besser machen können, einfacher, schneller spielbar, besser zugänglich für den Einsteiger. (Wenn man im Nachhinein eine zweiseitige Zusammenfassung der Regeln für die Charaktererschaffung nachlegen muss, weiß man, dass man etwas falsch gemacht hat.) Ihre Tücken hatten auch die eigentlichen Regeln, gerade was das (sehr kurze) Raumkampfsystem Schiff gegen Schiff angeht. Einige Regeln hätten sicher ausführlicher ausgetestet werden müssen.

Obwohl wir uns bei den vier Abenteuern große Mühe gegeben haben, alte Elemente der Serie aufzunehmen (Nachkommen der Besatzung der zerlegten BASIS, diverse Planeten aus den Taschenbüchern, die Ter-Quaden, die Galactic Guardians, Rebekka DeMonn, Tizian Grannet, die Eloxima-Schiffe), hielten sich die Verkäufe irgendwie in Grenzen.

Als im Jahre 2009 PERRY RHODAN-Action herauskam (eigentlich ein Thema für einen eigenen Artikel …), hatten wir die Idee, mit einem kurzen Quellenband (»kurz« hieß für uns: 128 Seiten) diesen inhaltlich doch eher überschaubaren Handlungskomplex abzudecken. Darauf aufbauend, wollten wir mit einem Quellenband zum Zyklus »Das Zweite Imperium« weitermachen, um irgendwann den Lesern und Spielern den MdI-Zyklus präsentieren zu können. Der geht immer, warum nicht auch im Rollenspiel?

Dazwischen waren weitere Bände zu PR-Action angedacht, die die Lücke zwischen 2166 und 2326 hätten schließen sollen.
Leider war PR-Action selbst nicht so der Renner, wie wir uns das alle erhofft hatten, und als die Serie dann in Staffel 3 den Schatten des unseligen Lok-Aurazin endlich hinter sich gelassen hatte, waren die Verkaufszahlen schon zu stark gesunken (was schon schade war – Staffel 2 und 3 waren meine ersten Lektoratsarbeiten, und das keine schlechten).

Also haben wir die »Vergangenheitsschiene« wieder fallenlassen und uns erneut mit der Erstauflage beschäftigt. Da gab es schon länger Arbeiten an einem mehrbändigen Quellenbuch zur LFT, an dem neben den üblichen Verdächtigen auch PR-Größen wie Michael Thiesen und Heiko Langhans beteiligt waren. Band 1 (Überblick, Geschichte, politische Struktur, Flotte, dazu das Solsystem im Detail), angesiedelt im Jahr 1344 NGZ (immer diese Zeitsprünge in der Serie …), erschien 2010.

Es war ein sehr schöner Band, von der Balance zwischen Regeln und Hintergrundinformationen sicherlich das Beste, was wir bis dahin veröffentlicht hatten, und zu großen Teilen von Rainer Castor verfasst.

Ausreichend verkauft hat er sich trotzdem nicht

Vermutlich war das wie PR-Action: Als der Band herauskam, war der Ruf des Spiels schon dahin.

Also haben wir eingestellt; niemand bringt über Jahre hinaus ein Produkt heraus, das seine Kosten nicht trägt.

Lizenz und Lager wurden vom Münchner Verlag Games In übernommen, der das Spiel unbedingt retten wollte: »Das Spiel muss unbedingt auf dem Markt bleiben!«, sagte Verlagschef Karl-Heinz Strietzel damals. Seine erste Entscheidung war, den Demetria-Quellenband mit neuem Layout (einfacher, weniger Illustrationen) in einer Kleinstauflage (damit meine ich 300 Stück – das ist selbst für die Rollenspielszene wenig) noch einmal aufzulegen, gleichwohl das Original noch nicht ausverkauft war; der einzige Unterschied war das Hinzufügen eines von mir verfassten Kurzabenteuers, das bereits kostenlos online verfügbar war. Dafür war es teurer, wegen der Kleinstauflage.

Geplant war, nur die Vergangenheitsschiene weiter zu bedienen und insbesondere PR-Action abzuarbeiten. Erschienen ist dann aber zuerst der Band zum Zweiten Imperium, der praktisch schon fertig und auch schon von Rainer Castor begutachtet worden war. Der kam dann in zwei Bänden, da zwei dünne Bände ganz offensichtlich billiger zu produzieren sind als ein dicker. Immerhin haben wir uns sogar Mühe gegen, den Demetria-Sternhaufen ins Jahr 2326 fortzuentwickeln.

Und damit sind wir schon bei der letzten Games-In-Veröffentlichung, nämlich dem Quellenband zur zweiten PR-Action-Staffel unter dem Titel »Kristallmond« (2014). Autor war Dieter Fuchs, bearbeitet wurde der Band von mir; Rainer Castor war nicht mehr beteiligt.

Es waren seitens Games In weitere Produkte geplant (unter anderem, gleichsam als Prestigeobjekt, ein Raumkampfsystem, das sich aber in der Entwicklungsphase festlief, da niemandem eine gute Idee einfallen wollte, wie man die in dieser Phase der PR-Historie – noch vor der Einführung der HÜ-Schirme – absolut unschlagbaren Transformkanonen, die nahezu jeden bekannten Schirm problemlos durchdrangen und auch noch eine größere Reichweite als normale Geschütze hatten, für ein spannendes Brettspiel ausbalancieren konnte) – aber dann gab es verlagsinterne Probleme, und das war’s dann.

Wir waren bei der Aufbereitung des Wegasystems (für den Band zum »Wega«-Zyklus) sowie Spieldaten für Posbis und Matten-Willys (für ein Kompendium mit Zusatzregeln), als das deutlich genug wurde, um die Arbeiten einzufrieren. Ein ziemlich fertiges Wegasystem sowie ein erster Entwurf für die Posbis finden sich immer noch auf meiner Festplatte.

Meines Wissens ist das Spiel an sich tot, ich habe seit »Kristallmond« nichts mehr von Games In gehört. Die Produkte sind noch bei diversen Online-Händlern erhältlich – Games In selbst bietet auf seiner Homepage die ganze Palette noch an (den Laden gibt es wohl noch, man produziert nur keine eigenen Spiele mehr).

Wir hatten seinerzeit zusätzlich zu den Printprodukten eine ganze Menge PDFs herausgebracht, hauptsächlich Abenteuer, aber auch einen umfangreichen Quellenband zur BASIS und ihrer Umgebung (auf 1344 fortgeschrieben) mit insgesamt 110 Seiten, alle von Rainer Castor durchgesehen und »abgesegnet«, die mit dem Ende der Lizenz und der Abschaltung der Homepage natürlich aus dem Netz verschwunden sind (deshalb gibt’s auch keinen Link zur Dorifer-Verlagsseite, mangels Dorifer-Verlagsseite). Ich habe diese Dateien aber allesamt noch, und wer sie dringend braucht, kann sich bei mir melden. Kostet auch nichts.

Als kleinen »Teaser« habe ich den 48-seitigen Einsteigerband, den wir für Neulinge entworfen hatten, hier speziell für Infotransmitter-Leser als kostenfreies PDF (7 MB) zugänglich gemacht.

Auf neue Produkte aus dieser Ecke braucht man meines Erachtens nicht zu warten ...

Änderungen unbedeutend


Oh je, das klingt wie ein ZbV-Roman … Was ich meine, ist, dass trotz der vielleicht etwas gewagten Idee mit den Umlauten die Überschriften gut funktioniert haben. Mal sehen, wie sich nächste Ausgabe das »Ö« entwickelt. Ich denke, der erscheint am Tag meines Fluges nach Österreich zum Austria-Con, da haben wir ja schon einmal ein passendes Wort. Alles andere findet sich dann. Vielleicht plauschen wir ja ein wenig über den abgelaufenen Zyklus …


Bis dann,

Euer
Rainer Nagel

Impressum
Der PERRY RHODAN-Infotransmitter ist eine kostenlose E-Mail- und
Internet-Publikation der Pabel-Moewig Verlag KG, Rastatt

Postanschrift:
Pabel-Moewig Verlag KG
PERRY RHODAN-Kommunikation
Postfach 23 52,
D-76413 Rastatt

E-Mail:
infotransmitter@perryrhodan.net
Internet:
http://www.perry-rhodan.net

Verantwortlich: Philine-Marie Rühmann (v.i.S.d.P)

Wir haben keinen Einfluss auf die Gestaltung und die Inhalte fremder
Seiten. Gemäß eines Urteils des Landgerichts Hamburg vom 12. Mai
1998 distanzieren wir uns von Aussagen und Inhalten gelinkter Seiten.

Falls Sie zukünftig keinen PERRY RHODAN-Infotransmitter mehr erhalten
möchten, können Sie ihn hier abbestellen.