PERRY RHODAN Infotransmitter
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Und da sind wir wieder!

Rainer Nagel


Und zwar beim »U«. Das ist noch einfach. Aber so langsam nähern wir uns den spannenden Buchstaben …Außerdem ist das erneut so ein »Donnerstags-Infotransmitter«, weil Katrin Weil am Freitag wieder Urlaub hat. Wie macht sie das nur?

Mit meinen Kleinen ist derzeit wenig anzufangen: Die Ergebnisse der Leistungskurswahlen stehen an, und die Gerüchte schlagen wilde Purzelbäume. Manche driften gar, wie K.H. Scheer es formuliert haben würde, nach Feuerlee ab, während gegen andere die Aktivitäten Matan Addarus wie ein Kindergeburtstag erscheinen. Gleiches gilt für die Spekulationen, wer denn nun in welchem Fach einen Leistungskurs unterrichten wird. Das hat fast schon die Komplexität der Fandiskussion eines PERRY RHODAN-Zyklus kurz vor Zyklusende …

In diesem Zusammenhang: Mittlerweile liegen mir die Exposés zum Zyklusabschluss vor. Ich verrate natürlich kein Sterbenswörtchen. Außer: Oh dear. Da wird es ziemlich rund gehen, und es warten noch einige Überraschungen auf die Leser. Anders ausgedrückt: Das ist ein Beitrag aus der Serie »Mit vielen Worten wenig sagen.« Aber hättet ihr das zum Zyklusende wirklich anders erwartet?


Die aktuellen Manuskripte hingegen … die sind noch nicht ganz so zyklusendig. Aber wichtig. Also was haben wir denn da …? Einen Hof. Einen sehr finalen. Und ein Land ohne Himmel. Danach kommt ein Turm, auch der ziemlich final. Hey, ein Bacctou! Und dann wissen wir alle viel mehr, was es mit den Jenzeitigen Landen auf sich hat. Und wie Thez umdenkt.

Im heutigen Infotransmitter hingegen würdigen wir noch einmal Perry Rhodans achtzigsten Geburtstag. Überraschenderweise reden wir über Arkon, Jupiter, die Planetenromane und NEO. »Hinter den Materiequellen« schließlich befasst sich aus gegebenem Anlass mit dem Wohnen auf der Erde der Zukunft.

Unser Perry wird 80!

© Gregor Sedlag
Wie bereits im letzten Infotransmitter angekündigt, konnten wir am 8. Juni 2016 den 80. Geburtstag unseres Serienhelden feiern. Zwar sind die meisten der Sonderaktionen zu diesem Thema (z.B. der kostenfreie Download von Band 1000) schon wieder vorbei, wenn dieser Infotransmitter erscheint, aber das Ereignis ist dennoch epochal genug, um es noch einmal zu erwähnen.

Eine Reihe von Kolleginnen und Kollegen (die schriftstellerischen, nicht die raumfahrenden …) haben Perry zum Geburtstag gratuliert. Nach aktuellem Stand handelt es sich um: Christian Montillon, Ben Calvin Hary, Dennis Mathiak, Rainer Schorm, Oliver Fröhlich und, etwas verspätet, Hubert Haensel.

Besonders hübsch fand ich darüber hinaus zwei Beiträge:

Hier stellt Risszeichner Gregor Sedlag den achtzigjährigen Perry als Präsidentschaftskandidaten auf einem TIME-Cover vor.

Und hier gibt es eine real existierende Geburtsurkunde Perry Rhodans aus Manchester, Connecticut, zusammen mit einem Verweis auf die vielfältigen Aktivitäten des Münchner PERRY RHODAN-Stammtisches Ernst Ellert (das sind die, die auch den Garching-Con organisieren).

Untergehen wird Arkon schon nicht ...

Arkon-Cover Band 12 von Dirk Schulz
… hoffen wir zumindest mal. Immerhin ist jetzt der Schurke unserer Miniserie klar, nachdem ihr letzte Woche Susan Schwartz’ Roman »Auf dem Wandelstern« (also Band 11) gelesen habt. Folgt man den bisherigen Beiträgen im PERRY RHODAN-Forum, kam die Enthüllung des Fieslings durchaus überraschend. Da freuen wir uns doch.

Aber was da alles an Spekulationen kam … Sidhar … der Oberpatriarch der Springer … Benjameen da Jacintha (!) … Ocnu-Glas … Siela Correl … Kassian da Orbanaschol (knapp, ganz knapp …) … Atlan (!!) … Da haben wir wohl etwas richtig gemacht.

Und so kommen wir nächste Woche (also am 24. Juni) zum Abschlussband unserer aktuellen Miniserie, nämlich Marc A. Herrens Roman »Kampf um Arkon«. Dann wissen wir alle Bescheid – insbesondere darüber, was aus Sahira wird. Frage der Woche aber ist: Hat Atlans Gedankenpalast einen Keller?

Unternehmen Jupiter

Die exklusive Kurzgeschichte »Das Herz von Kallisto« gibt es ausschließlich im Rahmen der Jupiter-Edition.
Bereits am 8. Juli ist es soweit, und Band 1 von PERRY RHODAN-Jupiter eröffnet unsere zweite Miniserie für dieses Jahr. Klaus N. Frick hat einige einführende Worte zum Thema geschrieben.

Der Roman trägt den Titel »Kristalltod«, auf dem Cover sind Wim Vandemaan und Kai Hirdt als Autoren angegeben. Warum das so ist, habe ich ja vor zwei Wochen schon erläutert.

Mittlerweile hat sich Kai Hirdt im Forum der von mir prognostizierten grausigen Verwirrung der Autorenstatistiker angenommen. Fazit: Es wird gar nicht so schlimm. Doch lassen wir ihn selbst zu Wort kommen:

»Ausgangsmaterial ist der Ziegel. Der hat Prolog, neun in sich geschlossene Teile und Epilog. Wir gucken uns jetzt Prolog und den ersten Teil an. Der Prolog hat 55.000 Anschläge. Der erste Buchteil hat 255.000. Ein Heftroman hat rund 185.000 Anschläge +- x. Würde man Prolog und Buchteil 1 zusammen in zwei Hefte packen, fehlen da also noch ca. ein Viertel Heftroman …

Aber das gibt dramaturgisch überhaupt keinen Sinn. Jeder einzelne Heftroman muss für sich funktionieren, an sinnvollen Stellen beginnen und aufhören. Wenn man mehrere Handlungsstränge hat, muss man zwischen den Strängen hin- und herschneiden und erzählt nicht erst den einen, dann den anderen usw. Also schauen wir den Originaltext auf sinnvolle Sollbruchstellen an und schauen, welche Längen das ergibt.

Ergebnis: Der Prolog kommt in ein Heft, und Buchteil 1 wird als ›Zweiteiler‹ an einer gut dafür geeigneten Stelle getrennt und auf zwei Hefte gesplittet.

Daraus wiederum folgt, wie viel Platz in dem jeweiligen Heft gefüllt werden muss, um die richtige Heftromanlänge zu erreichen. Bei Heft 1 waren das ca. 130.000 Anschläge, bei Heft 2 ca. 70.000, bei Heft 3 ca. 45.000 (Zahlen aus dem Gedächtnis, nagelt mich nicht drauf fest).

Aufgabe ist jetzt, die Handlung so zu entwickeln, dass ein sinnvoller, in sich geschlossener Teil die richtige Länge erreicht, dramaturgisch mit dem Bestehenden harmoniert *und* die Gesamtgeschichte bereichert, statt sie nur zu ergänzen …

Bei Heft 3 ist es i. Ü. einen kleinen Tacken unter der 30-Prozent-Grenze. Aber immer noch ein eigener Handlungsstrang mit eigener Perspektive, nicht nur eine kurze Ergänzung, die möglichst unauffällig in den Text von Hubert, Wim oder Christian eingeschoben wurde.

Gegenbeispiel: Der zweite Buchteil wird Heft 4 füllen, und er hat vom Originalmanuskript her fast die richtige Länge. Ich werde da nur eine Szene dazuschreiben, um den Teil mit dem neuen Handlungsstrang zu verzahnen. Das ist eher ein kleiner Texteingriff als eine eigenständige kreative Arbeit – für so etwas muss ich meinen Namen dann nicht mit auf den Titel setzen lassen.«

So, jetzt wisst ihr’s.

Band 2 wird also »Das Artefakt von Ganymed« heißen und von Hubert Haensel und Kai Hirdt stammen.

Wir verweisen noch einmal auf die »Jupiter-Edition«, also das Abo über alle zwölf Romane, wie schon seinerzeit bei Arkon. Statt eines Posters gibt es diesmal eine exklusive Kurzgeschichte von Wim Vandemaan, die mit Band 1 als separates Heft ausgeliefert wird. Sie heißt »Das Herz von Kallisto«. Und ja, es gibt sie NUR für die Abonnenten der Printausgabe.

Und selbstverständlich wird es das alles auch als Hörbuch und als E-Books geben!

Unendliche Weiten …

PERRY RHODAN-Planetenromane 57/58 – Cover von Arndt Drechsler
Im Zaubermond Verlag ist gerade Band 55/56 der neuen Planetenromane erschienen, mit den Nachdrucken von zwei der drei Taschenbücher, die Willi Voltz über Nome Tschato geschrieben hat, der zwischen Band 191 und 198 der Heftromanserie viermal auftauchte.

Wie erinnerlich, habe ich für den ColoniaCon zu diesem Band einen kleinen Artikel geschrieben, in dem ich darüber spekuliere, wie wohl die anderen Autoren, die zum Zeitpunkt seiner Veröffentlichung aktiv waren, den Roman vollendet hätten. Wer nicht in Köln dabei war, aber den Artikel trotzdem nicht missen möchte – das Conbuch gibt es für gerade einmal 4,95 Euro zu kaufen! (Und da ist noch mehr drin, das die Anschaffung lohnt, so ist das ja nicht …unter anderem eine CD mit Musik von Singh Boncard.)

Anfang des nächsten Monats geht es dann mit einem Doppelband weiter, der zwei frühe Romane von H. G. Ewers enthält – unter anderem seinen PR-Erstling. Vorbestellen kann man den Roman hier.

Und danach kommen die beiden einzigen Taschenbücher von Falk-Ingo Klee, die beide in der Spätphase des Solaren Imperiums angesiedelt sind, also zwischen Band 599 und 600 spielen. Auch diesen Band kann man bereits vorbestellen.

Wer die ewige Vorbestellerei satt hat, kann natürlich ein Abonnement abschließen. Das macht vieles einfacher, und man muss sich nicht einzeln durch jeden Roman klicken.

Und meinen Artikel zur Auswahl der Planetenromane am Beispiel von Band 53/54 habt ihr ja sicherlich alle gelesen.

Untergegangen ist Arkon schon so ein bisschen …

NEO-Cover Band 124 von Dirk Schulz
… aber es zappelt noch. So ein bisschen zumindest. Und schon sind wir bei PERRY RHODAN NEO 124. Der Roman erscheint morgen und trägt den Titel »Kaverne des Janus«; es ist der vierte Band der laufenden Staffel »Arkons Ende«. Verfasst hat ihn Susan Schwartz.

Dabei bietet sie uns ein »klassisches« Planetenabenteuer auf der Welt Janus, bei dem Eric Leyden und sein Team im Mittelpunkt stehen. Wer sich mit der römischen Mythologie nicht so gut auskennt und deshalb vom Titel her nicht auf die Natur der Probleme schließen kann, dem sei der Arbeitstitel ans Herz gelegt: »Der Doppelkopfplanet«. (Ich nehme an, das wurde geändert, damit nicht gleich jemand fragt, ob das System auch einen Skatplaneten hat.) Das Exposé verspricht auf jeden Fall: »SF trifft Schauerroman.« Mal schaue(r)n, wie das so wird.

Davon abgesehen, laufen die drei Handlungsebenen aus Band 123 erst einmal weiter und später zumindest teilweise zusammen. Und Ishy Matsu geht ein bisschen aus sich heraus.

Und dann kommt auch schon bald Band 125, den man durchaus als ein kleines Jubiläum bezeichnen kann – zumal es das erste der neuen Exposéautoren ist. Entsprechend kommt es dort auch zu einem »Knaller«. Aber über den unterhalten wir uns in zwei Wochen. Also gut, ich verrate zumindest, dass der Roman von Rüdiger Schäfer geschrieben wurde. Und dass er nur eine einzige Handlungsebene haben wird. Wie ungewöhnlich.

Unterkunft auf Terra? Nicht hinter den Materiequellen!


Oder doch? Wir haben uns in der letzten Ausgabe des Infotransmitters über die Vorstellungen der Autoren über Terra in der Zukunft unterhalten – auch über den Wohnraum. Nun ist mir bei den Arbeiten am (für mich …) aktuellen Planentenroman-Doppelband ein Text in die Hände gefallen, den ich hier wiedergeben möchte. Er stammt aus Thomas Zieglers Roman »Die Stadt der Zukunft« vom November 1982. In ihm legt Gene Milwony, der Projektleiter, seine Sicht dar.

Auch wenn wir nicht vergessen wollen, dass die nachstehende Abhandlung letztlich satirischen Charakter hat (was Namen wie MAMMA erklärt), erschafft sie doch eine erstaunliche Vision der Zukunft der Menschheit – und das schon Ende 1982.

Der Text ist leicht gekürzt, da er ansonsten den Umfang des Infotransmitters gesprengt hätte.

»Bis vor zweihundert Jahren war die Menschheitsgeschichte geprägt von Expansion; zuerst beschränkt auf die vergleichsweise winzige Oberfläche Erde, dann hinaus zu den Planeten des Sonnensystems, den Sternen der Milchstraße, sogar zu anderen Galaxien wie dem Andromedanebel oder den Magellanschen Wolken.

Fast tagtäglich wurden die Grenzen weiter hinausgeschoben, neue Erkenntnisse erworben, neue wissenschaftliche Durchbrüche erzielt. Der Kontakt mit den extraterrestrischen Völkern dieser und der anderen Milchstraßen war ungeheuer befruchtend, wenn auch zuweilen gefährlich oder gar tödlich. Trotz aller Widrigkeiten, trotz aller Fehler, die man zwangsläufig begangen hat, zog es die Menschen immer weiter hinaus. Hunderte, Tausende fremde Welten wurden besiedelt. Das Imperium wuchs, und mit ihm wuchsen seine Macht und die Hoffnung der Menschen.

Die Expansion, die Besiedelung der Sterne war mehr als nur Selbstzweck, mehr als der Drang, der Galaxis den eigenen Stempel aufzudrücken. Die Expansion war Teil des menschlichen Selbstverständnisses, des Bewusstseins, dass es immer noch ein Weiter, Größer, Schneller gab und ewig geben würde.

Die Ereignisse, die mit OLD MAN und den Hypno-Kristallen aus den Magellanschen Wolken ihren Anfang nahmen und ihren schrecklichen Höhepunkt in der entscheidenden Konfrontation mit den Uleb fanden, beendeten endgültig diesen Glauben.

Die Menschheit musste einsehen, dass es Grenzen gab und dass Quantität und Qualität durchaus einen Gegensatz darstellen konnten.

Für Terra selbst war diese Erkenntnis schmerzhafter und revolutionierender als für die Kolonien, denn auf den Kolonien gab es tatsächlich noch etwas zu erreichen und Grenzen zu verschieben.

Für Terra, Wiege der Menschheit und für fast fünfhundert Jahre Machtzentrum dieser Galaxis, bedeuteten die Verwüstungen im Krieg gegen die Uleb und die Dolans der Zweitkonditionierten der Beginn eines langwierigen Umdenkungsprozesses.

Die Erde musste akzeptieren, dass sie nur ein Planet unter vielen von Menschen besiedelten Planeten war. Dass historische Größe nicht ausreichte, um ihren Führungsanspruch zu rechtfertigen. Sie benötigte ein neues Selbstverständnis.

Fort von der schieren Quantität, der Sucht nach dem Großen, die in schierem Gigantomanismus erstarrt war.

Hin zu der Qualität, zu neuen Formen menschlichen Zusammenlebens, der Verbesserung der Umwelt, der Entwicklung neuer, humaner Technologien und der Schöpfung von Philosophien, von Bewusstseinshaltungen, die der veränderten Situation angemessen waren.«

Dieser Umdenkungsprozess ist noch lange nicht abgeschlossen. Vieles ist noch unvollkommen, vieles fließt noch in den alten Bahnen. Doch wichtig ist, dass die Veränderung begonnen hat. Und Whistler, meine Damen und Herren, ist im Augenblick dabei, einen entscheidenden Schritt in diese Richtung zu machen.

Der Mensch wird geprägt von seinem sozialen Umfeld. Seit Jahrhunderten ist dieses Umfeld die Stadt, oder besser die Megalopole, die Millionenstadt. Gleichzeitig prägt der Mensch aber sein Umfeld. Es ist ein interaktiver Prozess ohne klar erkennbare Grenzen.

Nun, wir alle kennen die Vor- und Nachteile moderner Großstädte. Seit Jahrhunderten sind sie gleich geblieben, wenn auch die technische Entwicklung neue Elemente hinzugefügt und alte verändert hat.

Ab einer bestimmten soziokulturellen Entwicklungsstufe ist eine technisch orientierte Gesellschaft auf die Stadt als Lebensraum angewiesen. Wirtschaftliche Gründe bedingen dies. Wo es zur Konzentration von Kapital kommt, wo Dienstleistungen benötigt und gut bezahlt werden, konzentrieren sich auch die Menschen. Das kulturelle Angebot, die Freizeitmöglichkeiten, die Gelegenheiten zur persönlichen Lebenserfüllung sind größer und auch bedeutender als in kleineren Kommunen.

Doch diese Vorteile ziehen gleichzeitig Nachteile mit sich.

Kriminalität, neurotische Fehlentwicklungen in der Anonymität Millionen fremder Menschen, die Vereinsamung der Alten, der Schwachen und physisch, psychisch oder sozial Behinderten sind nur einige Stichworte.

Die Fragestellung lautet: Sind diese Nachteile immanent, das heißt zwangsläufige Folge des Umfeldes Stadt? Oder lassen sich durch städtebauliche und infrastrukturelle Maßnahmen die Nachteile reduzieren oder ganz ausschalten?

Kurz, gibt es die Möglichkeit, durch ein neues System urbanen Wohnens das Positive zu erhalten und das Negative zu verbannen?

Meine Damen, meine Herren, ich bin überzeugt, die Antwort auf diese Frage lautet: ja.

Und aufgrund dieser Überzeugung habe ich in Zusammenarbeit mit vielen Kollegen der unterschiedlichsten natur- und geisteswissenschaftlichen Disziplinen MAMMA entwickelt – die Multifunktionelle Adamasische Metropole Modell A.

Multifunktionell – weil es sich bei ihr um eine vollelektronische, perfekte Stadt handelt, die ihren Bewohnern bisher unerreichte Lebensqualität schenken und sie von den Fehlern und Unbequemlichkeiten, den Gefahren und Mühsalen herkömmlicher Metropolen entlasten wird. Sämtliche Versorgungs- und Dienstleistungssysteme sind computerisiert. Ein fast hundertprozentiges Recycling schützt die Umwelt vor Belastungen. Die völlig neuartige Konstruktionsweise MAMMAs – später mehr davon – bettet die Stadt nahtlos in die natürliche Umgebung ein.

Der Begriff adamasisch stammt aus dem Griechisch-Lateinischen und bedeutet soviel wie unbezwingbar.

Denn MAMMA-1 ist unbezwingbar.



Die Positronik MAMMAs verfügt über ein dichtes Netz halborganischer Sensoren. Die Sensoren sind ihre Augen und Ohren, ihre Nase, ihre Stimme. MAMMA tritt – wenn es gewünscht wird oder notwendig ist – direkt mit jedem einzelnen Bewohner der Stadt in Verbindung. Sie ist die Stadt, der unbelebte Teil der Stadt, während die Menschen den belebten Teil darstellen.

Aus dieser Synthese entsteht der von mir so genannte adamasische Effekt.

Die Stadt – MAMMA, die Biopositronik – ist für ihre menschlichen Bewohner Beichtvater und Arzt, Psychiater und Kindermädchen, Lehrer und Putzfrau. Sie ist Strom- und Wasserwerk, Verwaltung und Krankenhaus, Freizeitzentrum und Universität, Bank und Seelsorge. Die Anonymität ist besiegt. Wer Beschwerden hat, wendet sich an MAMMA direkt. Wer Wünsche hat, spricht MAMMA an. Wer sich Sorgen macht, bittet MAMMA um Rat. Wer Hilfe braucht, fragt MAMMA.

Und die Stadt ist noch mehr.

Sie ist der gute Geist ihrer Bewohner, denn sie kennt jeden einzelnen und weiß um seine Sorgen, Nöte, Hoffnungen und Sehnsüchte.

Ich behaupte, dass die Architektur trotz aller scheinbaren Fortschritte noch immer eine Architektur des Höhlenmenschen ist.

Ich behaupte, dass wir nach wie vor in urbaner Steinzeit leben.

Es gibt Ausnahmen, gewiss, doch in unseren Städten herrschen starre, unverrückbare Formen vor. Fester Stein, harter Stahl, unflexibles Glas, steifer Kunststoff. Die Häuser sind statisch, gleichgültig, ob sich die Bedürfnisse der in ihnen wohnenden Menschen ändern oder nicht. Eine Fassade bleibt stets die Fassade, die sie auch vor zehn oder zwanzig Jahren war, gleichgültig, ob man ihr einen neuen Verputz, einen neuen Anstrich gegeben hat.

Unsere Städte sind kristallisiert.

Unsere Städte bieten wenig Raum für Veränderungen – und wenn doch, dann durch barbarische Abrissmethoden, durch Zerstörung und anschließendem Neuaufbau, der wiederum statische, eherne Unveränderlichkeit bedeutet.

Bei MAMMA ist alles anders.



MAMMA besteht aus semi-lebendem Biokunststoff, eine Fortentwicklung jenes organischen, genmanipulierten Materials, das die Zweitkonditionierten zum Bau ihrer Dolans benutzt haben.

Niederfrequente Mikrowellenströme können bei Bedarf dem Zellgewebe jede gewünschte Form verleihen. Auf ein Wort hin erschafft MAMMA runde, ovale, eckige Raumformen. Sie vergrößert oder verkleinert die Zimmer, bildet Trennwände oder löst sie auf, lässt Terrassen und Treppen wachsen und verschwinden, ganze Häuser aus dem Boden sprießen, verengt oder verbreitert Straßen und Plätze, kreierte Tunnels und Überführungen, Brücken oder Schwimmbäder.

Und MAMMA kann noch mehr.

Der Biokunststoff ist ein autochromatisches Gewebe; er kann jede verlangte Farbe oder Farbschattierung annehmen, jede Konsistenz, von geleeartiger Weichheit bis zu stählerner Härte.



MAMMA bedeutet das Aus für das Höhlenleben der Steinzeit. Deshalb ist sie die Stadt der Zukunft – weil sie aus dem Wohnen Leben macht.«

Und das war’s auch schon wieder


Der nächste Infotransmitter erscheint dann wieder an einem Freitag – dem 1. Juli, um genau zu sein. Ein wenig bleiben wir dann noch im Zweiwochenrhythmus, dann müssen Katrin und ich unsere Urlaube koordinieren. Wenn wir Pech haben, könnte das zu einer längeren infotransmitterfreien Zeit führen.

Arkon wird dann schon beendet sein, aber Jupiter kurz vor der Auslieferung stehen – das geht gleichsam nahtlos ineinander über. Es gibt da zudem ein Geheimprojekt, das in PERRY RHODAN-Arkon schon einmal ganz kurz angerissen wurde – darüber sollte ich euch in zwei Wochen und einem Tag eigentlich etwas berichten können. Es hat ebenfalls mit der Zahl »80« zu tun. Und vielleicht vergleichen wir Thomas Zieglers Entwurf zur »Stadt der Zukunft« mit dem, was in der Heftromanserie geschildert wird …


Bis dann,

Euer
Rainer Nagel

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