PERRY RHODAN Infotransmitter
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Was gibt es denn heute?

Rainer Nagel


Richtig, den Infotransmitter mit dem »W«. Und danach kommen drei sehr interessante Ausgaben, was die Überschriften angeht …

Meine Kleinen habe ich heute zum letzten Mal gesehen, da dies unser letzter gemeinsamer Schultag war. Ein bisschen traurig war das schon, aber so ist das halt. Einige davon werde ich in der Q-Phase wiedersehen, aber dann natürlich in anderer Kurszusammensetzung. Und dann gibt es neue Kleine. Das Haluterdasein ist ein schweres, wenn man so langlebig ist und die Schützlinge dauernd flügge werden. Jetzt sind aber erst einmal Ferien …Sie haben übrigens dann doch alle den Weg aus den Jenzeitigen Landen gefunden, auch Leylâ, die nach hartem Ringen ihren einen Punkt in Chemie erhalten hat. Hoffentlich bleibt keiner von ihnen in der Sternengruft hängen.

Die Exposés befinden sich mittlerweile zu Beginn des neuen Zyklus. Wir erleben Perry Rhodan in einer vollkommen neuen Umgebung, von der wir bislang nur sehr indirekt gehört haben. Nennen wir den Ort doch einmal Orpleyd. Oder Sternengruft. Und in den aktuellen Manuskripten geht es um das Polyport-System – wie schon erwähnt, wir haben es nicht vergessen. Und es geht um eine Eiris-Kehre. Ich verrate aber nicht, wie die Besen dazu aussehen.

Mit der Sternengruft befassen wir uns auch in unserem ersten Beitrag für diesen Infotransmitter. Zudem geht es um PERRY RHODAN-Jupiter, den »Methankrieg«-Sammelband, noch einmal das neue ATLAN-Zeitabenteuer sowie die aktuellen Planetenromane. Darüber hinaus gibt es wieder einiges zu NEO. Und in »Hinter den Materiequellen« befassen wir uns aus (für mich …) gegebenem Anlass mit dem großen Umbruch der PERRY RHODAN-Serie von Scheer zu Voltz.

Wim Vandemaan, Christian Montillion und Klaus N. Frick in Köln …


… da wird es wohl um den »Sternengruft«-Kurzzyklus gegangen sein. Und richtig, so ist es auch. Beziehungsweise war. Eine Besprechung der Exposéautoren mit dem Redakteur nennt man das.

Es bleibt zwar »kosmisch« (weil es um große, übergreifende Zusammenhänge geht), wird aber zugleich auch wieder »bodenständiger« – die Jenzeitigen Lande haben wir (wie meine Kleinen) hinter uns, jetzt erforschen wir eine neue Galaxis. Nennen wir sie Orpleyd. Oder Sternengruft.

Dort wird auch ein nicht unbedeutender Teil der Handlung spielen. Natürlich steht Perry Rhodan im Mittelpunkt, aber auch Attilar Leccore und Pey-Ceyan werden ihre Momente im Rampenlicht haben. Gar nicht mal wenige sogar.

Wem das jetzt alles zu kryptisch war, kann hier noch ein wenig mehr erfahren.

Statt dessen ein paar Spekulationen aus dem PERRY RHODAN-Forum gefällig?

Forist »Richard«: »Ich hoffe, dass die Tius spätestens in Band 2874 endgültig entsorgt werden.« – Oh dear.

Forist »christianf«: »Und dann öffnet sich knirschend die Sternengruft und eine Armee von körperfressenden Tiu-Zombies fällt über die Milchstraße her.« – Schon besser.

Forist »Kardec«: »Sternengruft: Was sollen Sterne in einer Gruft? Oder bilden Sterne eine Gruft – und wenn, für was? Oder sind Sterne gemeint, die selber eine Gruft sind. SOL für ARCHETIM/TAFALLA. Geht es um die Sonnensiegel?« – Fragen über Fragen ...

Wohnen auf Ganymed?

Jupiter-Cover Band 2von Arndt Drechsler
Klar, warum nicht? Einfach PERRY RHODAN-Jupiter lesen, und ihr seid dabei!

Band 1 unserer neuen Miniserie, »Kristalltod« von Wim Vandemaan und Kai Hirdt, ist seit letzter Woche im Handel und wurde auch, zusammen mit Wim Vandemaans Kurzgeschichte »Das Herz von Kallisto«, an die Abonnenten der Jupiter-Edition ausgeliefert. Nun wisst ihr also mehr über Perry Rhodans entferntere Verwandtschaft sowie seinen Strafzettel in Manchester, USA.

Nächste Woche, am 22. Juli, geht es dann weiter mit dem zweiten Band. »Das Artefakt von Ganymed« wurde von Hubert Haensel und Kai Hirdt verfasst. Unser Chefredakteur Klaus N. Frick vermeldet: »Weil viele Leser immer genau wissen wollen, welcher Autor wieviel beigesteuert hat, nennen wir die Anteile diesmal wieder. Der Anteil von Hubert Haensel beträgt rund 60 Prozent, der von Kai Hirdt etwa 40 Prozent.«

Wir haben hier den ersten der drei großen Handlungsblöcke des früheren »Ziegelsteins« vor uns, in dem Reginald Bull auf Ganymed mit ebendiesem mysteriösen Artefakt konfrontiert wird.

Band 3 wird am 5. August diesen ersten Block zu einem einstweiligen Abschluss bringen. Wir wollen jetzt noch nicht zu viel verraten (wir brauchen ja auch noch Material für spätere Ausgaben …), aber hier ist schon einmal ein Blick auf das Titelbild von »Galileo City« von Kai Hirdt und Hubert Haensel. Der ziegelsteinerfahrene Forist »Trevor Casalle 839« meint dazu: »Gezeigt wird übrigens das Zentralstadion (Fußball, ja Fußball) in Galileo City – und die Spiralgalaxie ist eine Projektion als Teil der geschilderten Feierlichkeiten zur Gründung von Galileo City ... «

Die »Jupiter-Edition« ist übrigens weiterhin bestellbar.

Wie war das noch mit dem Methankrieg …?

»Der Methankrieg« als Gesamtausgabe
Vor langer, langer Zeit hatte ich in der Einleitung zu einem Infotransmitter erwähnt, dass es da diese drei Romane gäbe, mit denen wir noch eine Sonderüberraschung vorhätten, über die ich aber später noch berichten würde.

Ich zitiere mich mal selbst aus der Ausgabe vom 29. Januar 2016: »Da ist der gerade der in der Vergangenheit spielende »Dreierblock« um die RAS TSCHUBAI akut. Der ist aber in einem künftigen Infotransmitter seine eigene Meldung wert.« Damals wusste ich natürlich schon, was ich jetzt schreibe – es stand sogar im Exposé.

Also, worum geht es?

Es geht um die Heftromane 2844 bis 2846, die den »Abstecher« der RAS TSCHUBAI in die Zeit der Methankriege während ihres Dilatationsheimfluges aus der fernen Vergangenheit schildern. Wir reden hier von Michael Marcus Thurners »Der Verschwiegene Bote« sowie »Die Methan-Apokalypse« und »Karawane nach Andromeda«, beide von Hubert Haensel, erschienen im Februar/März 2016.

In den Exposés stand seinerzeit: »Hinweis zur Gesamttrilogie ›Methankrieg‹ PR 2844 bis 2846: Diese Trilogie wird auch für eine besondere Marketingaktion genutzt. Sie soll als ›Sammelband‹ erscheinen und in dieser zusammengebundenen Form im Sommer länger am Kiosk ausliegen – als ›Einstiegs- und Rückkehrangebot‹ für Urlauber, die nach Lektüre suchen. Deshalb ist die Trilogie auch als selbstständig funktionierende Einheit konzipiert.«

Entsprechend wurden gleich einige tausend Innenteile mehr gedruckt. Und jetzt gibt es den Sammelband im Handel, als »Sonderband 1« für 3,80 Euro.

Was will Atlan in Assur?

»Die Rätsel von Assur« von Hans Kneifel
Ganz genau weiß er das selbst nicht, aber da er von ES aus seinem Tiefschlaf geweckt und dorthin geschickt wird, muss er sich notgedrungen um die aktuellen Ereignisse im Großraum Assur kümmern – wir haben bereits vor zwei Wochen darüber berichtet.

All dies geschieht in »Die Rätsel von Assur«, einem allerletzten ATLAN-Zeitabenteuer aus Hans Kneifels Tastatur, das wir am 11. Juli als E-Book (und zwar nur als E-Book) veröffentlicht haben. Warum gerade am 11. Juli, einem Montag? Nun, an diesem Tag wäre Hans Kneifel 80 Jahre alt geworden.

Der Roman schließt fast direkt an die Ereignisse aus dem Taschenbuch 196, »Invasion der fliegenden Monde« aus dem Jahre 1979, an, befasst sich also erneut mit den räuberischen Ter-Quaden, die mit ihren mondgroßen Raumschiffen durch das Universum ziehen. Auch dort sind sie an der Ausplünderung der Erde interessiert – allerdings nicht mit einem einzigen Mond, wie im vorliegenden Roman, sondern gleich mit deren sieben.

Zusammen mit Zakanza-Upuaut und Ptah-Sokar (die wir auch in »Die Rätsel von Assur« wiedersehen) kann Atlan das Problem lösen: Er lässt sich in einen der Monde bringen und beschädigt diesen mit Bomben schwer; dann allerdings übernimmt der Arkonide die Kontrolle über den Sternenwanderer und droht damit, die anderen anzugreifen. Daraufhin verlassen diese das Sonnensystem. Aber einer kam dann doch noch …

Oder eigentlich zwei, denn die Ter-Quaden tauchen später noch in einer Kneifelschen Kurzgeschichte auf: »Der vergessene Bericht« aus dem PERRY RHODAN-Magazin 6/81 (Juni). Sie schildert den Kampf gegen einen bis dahin unbekannten achten Mond der Ter-Quaden, den Atlan und seine Gefährten führen müssen. Sie werden allerdings von einem parapsychischen Angriff gelähmt und müssen hilflos zusehen, wie die Ter-Quaden einen Roboter ausschleusen. Da taucht plötzlich ein Mann auf, der immun zu sein scheint. Er greift den Roboter mit einem Schwert an und zerstört ihn in einem Zustand der Raserei. Der Fremde stellt sich als Nomazar oder Tervor Aretosa vor und verschwindet wieder. Der achte Mond tut es ihm gleich, nachdem sein parapsychischer Angriff fehlgeschlagen ist. Atlan mutmaßt, dass es sich bei dem Mond ursprünglich um ein Vorauskommando der Ter-Quaden gehandelt haben müsse. (Der Fremde ist Razamon, der in der ATLAN-Serie ab Band 300 eine wichtige Rolle spielen wird; Kneifel versucht auch hier wieder, Querverbindungen zwischen den einzelnen Elementen des Perryversums herzustellen.)

All dies spielt auch im vorliegenden neuen Werk eine Rolle – und wird in meinem Nachwort in einen umfassenden Zusammenhang gestellt.

»Die Rätsel von Assur« kostet 5,99 Euro und ist bei allen bekannten E-Book-Shops wie Amazon, iBooks Store, eBook.de und Science-Fiction eBooks erhältlich.

Wieder einmal stimmen Arbeitstitel und Endtitel überein …

NEO-Cover Band 126 von Dirk Schulz
… was ja bei NEO nicht so häufig ist. Bereits im Exposé hieß Band 126, der sechste der aktuellen Staffel »Arkons Ende« von Michael H. Buchholz, »Schlaglichter der Sonne«. Der Titel ist eher doppelsinnig: Zum einen geht es natürlich um das Muttergestirn der Erde und die sonderbaren Vorgänge, die sich derzeit darin abspielen. Das schlägt schon ganz schön zu. Und zum anderen erfahren wir in schlaglichtartiger Form, was sich so alles auf der Erde ereignet hat, während Perry Rhodan mit der CREST unterwegs war und ist. Julian Tifflor und Reginald Bull werden tragende Rollen haben. Wir haben aber auch Eric Leyden nicht vergessen.

Das Exposé vermeldet: »Im Hinblick auf das Umblenden auf die Erde stellt dieser Roman einen wichtigen Meilenstein dar. Da wir uns in der nächsten Staffel u. a. mit … KKKRRRKKKK … beschäftigen, werden hier schon erste Voraussetzungen geschaffen.« Ach, immer diese Übertragungsstörungen zum falschen Zeitpunkt …

Aber dafür gibt es auch schon erste Informationen zu Band 127. Er stammt aus der Tastatur von Rainer Schorm und wird den Titel »Jagd im Sternenmeer« tragen.

Und noch einmal zu den Bänden ab 131: Die neue Staffel trägt, wie bekannt, den Titel »Meister der Sonne«. Die Geschichte führt uns diesmal länger zur Erde zurück, zugleich aber auch in die Weiten des Universums. Der treue NEO-Leser kann sich schon denken, dass wir uns in dieser Staffel ausführlich mit dem Sonnenchasma beschäftigen, mit dem sich unsere Helden bereits jetzt herumschlagen. Andere sind daran ebenfalls interessiert und besuchen deshalb die Erde. Und auch die Liduuri haben so ihre Probleme …

Den Zeitsprung von zwei Jahren haben wir bereits erwähnt, aber hier ist er nun offiziell.

Wohin zieht es Zaubermond?

PERRY RHODAN-Planetenromane 59/60 – Cover von Arndt Drechsler
Anfang dieses Monats haben wir in der Reihe der Nachdrucke der alten Planetenromane bei Zaubermond einen Doppelband veröffentlicht, der zwei frühe Romane von H.G. Ewers enthält – unter anderem seinen PR-Erstling »Die verhängnisvolle Expedition«. Auch unser Chefredakteur findet das gut.

Nun geht es am 5. August mit dem nächsten Band weiter, also der Doppelnummer 59/60. Hier legen wir die beiden einzigen Beiträge vor, die Falk-Ingo Klee, in der Spätphase der ATLAN-Serie einer ihrer beliebtesten Autoren, für die Taschenbücher verfasst hat. Wir veröffentlichen »Im Bann des Kometen« und »Geiseln der Sterne« zum ersten Mal seit den Jahren 1982 bzw. 1983. Die Romane sind in der Spätphase des Solaren Imperiums angesiedelt, spielen also zwischen Band 599 und 600. In beiden steht Perry Rhodan im Mittelpunkt, aber auch die MARCO POLO.

Der Band für den September ist auf der Zaubermond-Website noch nicht angekündigt, aber wir können das hier schon verraten: Es gibt die beiden nächsten Abenteuer des jungen Ronald Tekener, veröffentlicht 1981 bzw. 1982: »Das rote Leuchten« sowie »Der Waffenhändler«. Hier lernen wir Sinclair Marout Kennon kennen, Tekeners späteren Psychopartner, als er noch keinen Roboterkörper hatte. Zudem erleben wir weitere Schlüsselelemente in der Karriere des »Smilers«, die ihn zu der Figur machten, die ab Oktober 1969 vollgeformt in der ATLAN-Serie zu bewundern war.

Wem es zu viel wird, dauernd nachzusehen, ob der neue Band jetzt schon vorbestellbar ist oder nicht, kann natürlich ein Abonnement abschließen. Das macht vieles einfacher.


Wechsel im Perryversum – hauptsächlich hinter den Materiequellen


Gelegentlich kommt ja aus Leserkreisen die Beschwerde, wie umfassend die aktuellen Exposéautoren mit dem bislang bekannten Perryversum aufräumen würden, mit welcher grausigen Gründlichkeit sie die Weichen für großräumige Veränderungen stellen würden.

Das mag ja alles sein.

Aber es ist nicht das erste Mal.

Letztes Wochenende habe ich für Zaubermond den Planetenroman-Doppelband 65/66 fertiggestellt, in dem unter anderem Arndt Ellmers Taschenbuch »Die Verschwundenen von Arkona« (1981) nachgedruckt wird. Der Roman spielt im Jahr 1 der Kosmischen Hanse, erschienen nicht ganz ein Jahr nach dem legendären Band 1000, »Der Terraner« von William Voltz. Entsprechend gibt es viele Anspielungen auf die Zeit vor dem Wechsel der Zeitrechnung, die Zeit vor Band 1000. Als ich diese übersichtsartig für das Nachwort zusammenstellen wollte, fiel mir etwas auf:

Mir fiel auf, wie gründlich, ja gleichsam grausig gründlich (Ja, ist das denn hier der Infotransmitter mit dem »G« …?) William Voltz fast 500 Bände daran gearbeitet hatte, das Scheersche »Schneller – höher – weiter« mit seinen eigenen Ideen zu ersetzen. Im Prinzip ist »Der Terraner« die Zusammenfassung der ersten 999 Romane der Serie. Alles, was bislang geschehen ist, wird in einen neuen, größeren Zusammenhang gestellt, vor dessen Hintergrund eine vollkommene Neuausrichtung der Serie stattfindet. Keiner dieser neuen Hintergründe dürfte der ursprünglichen Konzeption von Scheer und Darlton entsprochen haben, ihre Ideen werden von Voltz radikal uminterpretiert.

Schauen wir uns das doch einmal an.

Im Prinzip waren die ersten 399 Bände der Serie die konsequente Umsetzung des erwähnten »Schneller – höher – weiter«: Unsterblichkeit, Einigung der Menschheit, Sprung in den Leerraum, Kampf mit den Blues, Sprung nach Andromeda, Auseinandersetzung mit M 87. Man sieht da eine gewisse Progression bei zugleich sich im Grunde wiederholenden Handlungsmustern.

Der erste große »Bruch« kam mit Band 400 (»kleinere« Dinge wie die Entsorgung der Zellgeduschten, die keinen Aktivator bekamen, ab Band 150 lassen wir hier mal außen vor). Dieser allerdings hatte rein externe Gründe, da die Serie aufgrund der negativen Berichterstattung im ZDF Monitor plötzlich einen ausgesprochen schlechten Ruf hatte, den man wohl dringend aufpolieren wollte. Deshalb kam es zu einem Zeitsprung von 993 Jahren, dem »Ausverkauf« von fast allem Personal und der Einführung einer Vielzahl von neuen Handlungssträngen.

Und doch befanden wir uns am Ende des Cappin-Zyklus gleichsam wieder im alten Fahrwasser, in dem das Solare Imperium einen am Anfang überlegenen Gegner besiegt. Der Beinahe-Vernichtung des Solsystems durch eine überlegene Flotte in Heft 398 folgte parallel die Vernichtung Plutos durch eine ebensolche in Heft 499. Details mochten sich geändert haben, das Muster war geblieben.

Nun setzte William Voltz an, die »alte« Serie, wie sie von K. H. Scheer maßgebend geprägt worden war, zu einem für ihn sinnvollen Abschluss zu bringen – weg vom »Schneller – höher – weiter« und hin zur kosmischen Bestimmung der Menschheit. Der erster Versuch in diese Richtung, das Auftauchen des Schwarms, hatte nicht wirklich funktioniert (warum, wäre eine eigene Abhandlung wert): Das Solare Imperium war nach dem Schwarm-Zyklus wieder vergleichsweise intakt (und das erstaunlich schnell) und erfreute sich nach dem Ende des mit heißer Nadel gestrickten Altmutanten-Zyklus, der den Platz der letzten 30 Romane des Schwarm-Zyklus einnahm, wieder bester Gesundheit. Der Versuch, neue Themen zu bringen (zum Beispiel das Wahlkampfszenario), scheiterte daran, dass die Autoren einen spannenden Wahlkampf nur in der Form schildern konnten, dass eine Seite verbrecherisch betrügt.

Der sich anschließende Zyklus um das »Kosmische Schachspiel« erweiterte immerhin die PR-Kosmologie um ANTI-ES und erlaubte uns mit den »Hohen Mächten« einen ersten kurzen Blick auf das, was später die Kosmokraten werden würden. Dazu hatte die PAD-Seuche das Potenzial, die Milchstraße grundsätzlich umzukrempeln, noch stärker als das, was die Tiuphoren gerade tun – aber aufgrund der Zeitkorrektur  änderte sich immer noch nichts.

Die zweite Hälfte des Zyklus, die Gehirnodyssee in Naupaum, war zwar farbenfrohe Science Fiction vor einem ungewohnten Hintergrund, aber am Ende war wieder einmal alles beim Alten – vielleicht abgesehen von Orana Sestores Seelenheil, nachdem sie den nackten Perry mit dem Androidengehirn in voller Pracht vor sich gesehen hatte.

Also griff Voltz ab Band 650 mit der Invasion der Laren zu drastischen Mitteln. Letztlich löste er damit das Solare Imperium auf und entfernte der Erde aus der Milchstraße. Dies ermöglichte ihm die schrittweise Einführung seiner neuen Ideen und damit eine Änderung der Konflikte, mit denen es die Terraner zu tun bekamen. Und langsam legte er die Grundlagen, die er dann in »Der Terraner« zusammenführte.

Gleichzeitig begann er mit einer grundlegenden Überarbeitung des handelnden Personals der Serie die mit Band 968 ihren Abschluss fand. Dieser gleicht schon fast einem Kahlschlag, als in Heft 968 (»Exodus der Mutanten« von Clark Darlton, März 1980) 15 Angehörige des Mutantenkorps, darunter zwei Zellaktivatorträger, sowie die beiden Konzepte Kershyll Vanne und Ellert/Ashdon in ES aufgehen, um dessen Bewusstseinsinhalt nach der Gefangenschaft in der Materiesenke zu stärken. Dies verfolgte natürlich in erster Linie das Ziel, mit Band 1000 einen personellen Neuanfang starten zu können und als überschüssig empfundene Handlungsträger zu »entsorgen«. Ganz wie bei Band 400.

Bis Band 999 hatten die Terraner um Perry Rhodan Teile des »kosmischen Überbaus« erlebt, waren ihnen auf den Fernexpeditionen der SOL und der BASIS gleichsam schrittweise begegnet: Mächtige, Kosmische Burgen, Sporenschiffe, Materiequellen, Materiesenken, Ritter der Tiefe, Orbiter, Laires Auge … Es fehlte aber noch der große Zusammenhang. Diesen lieferte Voltz in »Der Terraner«.

Und ab dann war alles anders.

Die Leser erfuhren vom Zwiebelschalenmodell und davon, dass Perry Rhodan und Atlan gezielt von den Kosmokraten ausgewählt wurden, um wichtige Aufgaben zu erledigen, von denen die Existenz des Universums abhängt. Es war zwar nicht das erste Mal, dass die Kosmokraten erwähnt wurde (zuerst in Heft 908, »Aura des Friedens«, veröffentlicht am 16. Januar 1979 und natürlich verfasst von William Voltz), aber erst Band 1000 offenbaren sich die Zusammenhänge.

Es tut sich Vergleichbares in der Serie derzeit. Die Veränderungen sind noch nicht abgeschlossen, es wartet noch mehr auf dem »Kurs 3000« auf uns. Nicht alles davon wird den Stammlesern gefallen.

Aber Paradigmenwechsel (also hier ein Wechsel in der grundlegenden Ausrichtung) haben Tradition in der PERRY RHODAN-Serie. William Voltz hat dies seinerzeit vorexerziert wie noch niemand vor ihm. Oder nach ihm.

Wochenlange Infotransmitter-freie Zone? Oh dear!


Der nächste Infotransmitter wird spannend. Am 29. Juli fahre ich in Urlaub. Da ist Katrin Weil noch nicht wieder da, sie kommt erst in der Woche darauf zurück. Also schicke ich ihr direkt vor dem Urlaub eine Datei, und sie ergänzt sie um mögliche aktuelle Neuerungen und schickt den IT dann um den 5. August heraus. Mal sehen, wie das so klappt …

Danach können wir in den gewohnten Zweiwochenrhythmus zurückkehren, wenn ich ab dem 15. August wieder da bin.


Bis dann,

Euer
Rainer Nagel

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