PERRY RHODAN Infotransmitter
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Lange nicht mehr gesehen!



































Rainer Nagel

Na, gut, zwei Wochen. Aber wir wissen ja alle, dass die Zeit relativ ist. Und wäre dieser Infotransmitter Teil eines Ewers-Romans, hätten genauso gut auch zwei Millionen Jahre vergangen sein können. Oder zwei Minuten. (Wie komme ich auf Ewers? Dessen Planetenromane 5 und 16 stehen als nächstes auf meiner Arbeitsliste.)

Sieht man davon ab, dass die feierwütigen unter meinen Kleinen von der Absage des Mainzer Rosenmontagszuges schwer getroffen wurden (dazu gibt es eben in Wiesbaden keinen Ersatz …), geht es ihnen gut. Weiberfastnacht letzte Woche hat mich sechs Krawatten gekostet (aber ich war ja vorbereitet und hatte ausreichend Ersatz dabei): »Wir haben Sie aber in einer Doppelstunde, da müssen Sie zwei Krawatten mitbringen!«.

Die Exposés klären immer noch wichtige Dinge, die sich aus dem bisherigen Handlungsverlauf ergeben. Um einmal ein paar Fragen aus dem PERRY RHODAN-Forum aufzunehmen: Hat der Pensor noch eine Funktion, außer Atlans Eintrittskarte in die Jenzeitigen Lande zu sein? Wird aus ihm ein Atopischer Richter? Oder gar aus Atlan? Das klärt sich alles.

Ganz so weit sind wir in den satzfertigen Romanen noch nicht. Da befassen wir uns gerade mit der hypervereisten RAS TSCHUBAI. Und diesmal geht’s voran.

In diesem Infotransmitter geben wir erste Informationen zum neuen Zyklus ab Band 2875. Wir plauschen zudem über PERRY RHODAN-Arkon, den Abschluss der Zaubermond-Hörspiele und NEO (einschließlich erster Infos zur neuen Staffel). Eine Vorschau auf PERRY RHODAN auf der Buchmesse in Leipzig sowie ein Nachtrag zu »Kinder der Unsterblichen« aus dem letzten IT runden diese Ausgabe ab, bevor wir uns in »Hinter den Materiequellen« mit Nome Tschato beschäftigen.

Lustiges zur Fassenacht …

















































Autorenkonferenz 2016
… gab es hoffentlich am Montag und Dienstag dieser Woche (richtig: wir reden von Rosenmontag und Fastnachtsdienstag) in Rastatt: Während Mainz ob des abgesagten Rosenmontagszugs trauerte, trafen sich die Autoren sowie die Redaktion zur diesjährigen Autorenkonferenz. Man darf gespannt sein, was dort über den Zyklus ab Band 2900 besprochen wurde …

Auf jeden Fall hat Michael Marcus Thurner in seinem Blog einige Eindrücke und viele Bilder gepostet. Und Marc A. Herren twitterte: »Eine Frage, die uns auf der Autorenkonferenz beschäftigte: Wird Perry zum Dorksteiger?« Argh … Kein Wunder, dass die Expokraten auf Michaels Bildern so komisch gucken.

Vor dem Dorksteigen aber kommt mit »Sternengruft« ein Kurzzyklus ab Band 2875, der bis Band 2899 laufen wird. Seine 25 Bände erzählen eine abgeschlossene Geschichte, die natürlich nicht aus dem Nichts entsteht, sondern sich logisch aus dem ableiten lässt, was derzeit zu Ende geht.

Man munkelt von einem »Brückenzyklus«. Man denke bei diesem Kurzzyklus also weniger an die aus der Verlegenheit geborenen Altmutanten, sondern eher an »Die Heliotischen Bollwerke« (Band 1876 bis 1899 – hey, das ist dann genau 1000 Romane her!). Da wurde auch ein »Scharnier« (das ist ein geschichtswissenschaftlicher Fachbegriff zur Beschreibung von Epochenübergängen, jawohl!) eingebaut, um vom einen großen Handlungsblock zum nächsten zu schwenken.

Dass der »kleine« Jubiläumsband 2850 eine Gemeinschaftsproduktion unserer beiden Exposéautoren Wim Vandemaan und Christian Montillon ist, hat sich bestimmt schon herumgesprochen. Der Roman heißt passenderweise »Die Jenzeitigen Lande«. Er hat zwei Handlungsschienen, die die beiden Autoren untereinander aufgeteilt haben.

Kurzer Exposéauszug gefällig? »Dieser Roman stellt einen markanten Wendepunkt in der kosmischen Ebene dar.« Und so ist es auch.

Unser Chefredakteur Klaus N. Frick wendet sich auf Facebook eher dem Umfeld zu, der Produktionsseite (Auszug): »So gibt es beispielsweise einen speziellen Mittelteil, der zwar schon geschrieben worden ist, zu dem ich aber noch einiges tun muss. Oder es geht um den einen oder anderen Text, der rings um diesen ›Halbzeitroman‹ zu verfassen ist. Romane mit einer ›50‹ am Ende der Bandnummer sind bei den Lesern stets beliebt – also muss dazu ein wenig mehr als üblich ›getrommelt‹ werden.«

Und so endet unser bescheidener Beitrag zur Buschtrommel.


Langsam wird es ernst …
















































Arkon-Cover Band 3 von Dirk Schulz
PERRY RHODAN-Arkon nimmt weiter Fahrt auf. Mittlerweile kennt ihr Sahiras Hintergrundgeschichte (mit Ausnahme der Herkunft dieses mysteriösen Impulses, aber da werdet ihr euch noch ein wenig gedulden müssen), und dass es um das Reich der Arkoniden nicht so gut steht, ist mittlerweile auch klar.

An dieser Stelle geht es nächste Woche weiter, wenn sich Ben Calvin Hary in Band 3 mit den »Kristallzwillingen« beschäftigt. Er beleuchtet die Lage in M 13 weiter und treibt zugleich die Grundhandlung des Zyklus voran. Auch hier wird es ein Wiedersehen mit alten Bekannten aus der Erstauflage geben.

Über Band 4 (»Der Palast der Gedanken« von Michael Marcus Thurner) haben wir in der letzten Ausgabe bereits gesprochen. Kleiner Spoiler: Atlan sitzt in einer Hütte und zählt Sand.

Am Montag habe ich das lektorierte Manuskript von Band 5 abgegeben, der ja bekanntlich den Titel »Der Smiler und der Hund« trägt; Autor ist Gerry Haynaly, den man bereits von NEO 34 (»Die Ehre der Naats«) und 51 (»Lotsen der Sterne«) kennt. Im Inhalt passiert genau das, was der Titel erwarten lässt: Der Smiler und der Hund greifen ins Geschehen ein. Erfahrene Leser wissen natürlich, wer gemeint ist (ja, genau die beiden, die sich in der Erstauflage nie getroffen haben), alle anderen werden sich überraschen lassen müssen. Auf jeden Fall handelt es sich um einen eher »klassischen« Agentenroman im Stile der frühen ATLAN-Bände.

Statt weiteren Informationen dazu folgen hier drei Einträge aus meiner Arbeitsliste während des Lektorats, die sagen ja auch schon etwas aus:

»Wie funktioniert eine Strega?

Welche Farbe hat ein Paratronschirm?

Duzen sich Monkey und Tekener?«

Mehr dazu dann in fünf Wochen – lest erst einmal die »Kristallzwillinge«.


Letzter Vorhang für die Hörspiele

























Plejaden 10: »Die Vital-Maschine«

Vor nicht ganz einem Jahr, am 2. März 2015, haben wir mit einer Veranstaltung im Hamburger Planetarium den Start der neuen PERRY RHODAN-Hörspiele gefeiert. Und nun ist die in sich abgeschlossene »Plejaden«-Handlung mit ihren zehn Folgen abgeschlossen!

PERRY RHODAN-Exposéautor Christian Montillon sorgte dafür, dass die eigens für die neue Serie entwickelten Exposés sich stimmig in den Gesamtrahmen einfügen, Andrea Bottlinger schrieb die einzelnen Folgen.

Und nun ist die letzte erhältlich, sowohl als CD als auch zum Download: »Die Vital-Maschine«. Ihr könnt sie direkt über den Zaubermond-Shop erhalten. Die digitale Version ist dort sogar etwas billiger als bei den anderen Anbietern.

Wie schon in Folge 9, kommen zum eigentlichen Hörspiel auch wieder Soundtrack-Dateien hinzu.


Leerraum ade!




























NEO-Cover Band 115 von Dirk Schulz
Ich weiß, ich weiß – noch sind wir mittendrin in der Posbi-Staffel, und dazu gibt es auch gleich mehr. Aber spannender ist vielleicht, dass wir heute den Titel der nächsten NEO-Staffel bekanntgeben werden. Diese wird von Band 121 bis Band 130 laufen.

Alle da?
Ihr sitzt gut?
Fein.
Also:
Der Titel der Staffel lautet:
»Arkons Ende«

Ja, ich habe auch gestaunt.

So wie Klaus N. Frick in der verlinkten Meldung: »Als die beiden Exposéautoren mir bei unserer Besprechung im Dezember das Konzept der neuen Staffel erläuterten, war ich ziemlich beeindruckt. Erfahrene PERRY RHODAN-Stammleser wie ich werden überrascht sein, was die beiden sich ausgedacht haben, und neue Leser werden von dem packenden Auftakt mitgerissen werden.«

Ich bezweifele, dass in dieser Staffel marodierende Blues, die von den Akonen mit Halman-Kontakten versorgt wurden (siehe Band 199 der Heftromanserie, »Arkons Ende« von Kurt Brand), losfliegen, um Arkon III zu zerstören ...

Lassen wir uns also überraschen!

Bis dahin haben wir ja auch noch die laufende Staffel »Die Posbis« zu bieten, die sich mit Band 115 ihrer »Halbzeit« nähert. Und da geht es gut rund, denn im fünften Band der Staffel schildert Mit-Exposéautor Rüdiger Schäfer den »Angriff der Posbis«. Der Arbeitstitel war »Angriff der Bakmaátu«, was zwar serienintern korrekter ist, sich aber doch eher sperrig liest.

Das Rennen um Crests Leben setzt sich fort, wird aber (wer hätte es in der Mitte der Staffel gedacht …) trotz eines Erfolges erneut kompliziert. Eric Leyden und Co. hingegen geraten zwischen die Mehandor und die Bakmaátu. Und es gibt hochinteressante Informationen über den Arkoniden Kunli …

Das Exposé macht uns den Mund ein wenig wässrig: »In diesem Roman wird ein Großteil der Hintergrundgeschichte der Posbis enthüllt (weshalb ihn auch einer der Expokraten schreibt). Dadurch präsentieren wir den Lesern einen ersten Staffel-Höhepunkt und haben im Finale mehr Zeit, uns auf unsere Hauptfiguren und eine spannende Handlung zu konzentrieren.«

»Angriff der Posbis« erscheint … heute. Wie immer halt: NEO erscheint am gleichen Tag wie der Infotransmitter. Wer kein Abo hat, kann den Roman so wenigstens nicht vergessen.

Zu NEO 116 gibt es übrigens auch schon erste Informationen.


Leipzig ruft!






























Leipziger Buchmesse
Auch auf der Leipziger Buchmesse 2016 wird PERRY RHODAN wieder mit einem eigenen Stand vertreten sein – Halle 2.0, Stand H 316. Die Messe findet vom 17. bis zum 20. März statt. Wir erwähnen das heute schon, falls noch jemand seine Reise planen muss.

Die nachfolgend aufgeführten Autoren und Illustratoren stehen für Autogramm- und Fragestunden am PERRY RHODAN-Stand zur Verfügung:

Freitag, 18. März 2016
13-14 Uhr: Marc A. Herren
14-15 Uhr: Dirk Schulz
15-16 Uhr: Marc A. Herren
16-17 Uhr: Kai Hirdt

Samstag, 19. März 2016
11-12 Uhr: Marc A. Herren
12-13 Uhr: Kai Hirdt
13-14 Uhr: Dirk Schulz
14-15 Uhr: Marc A. Herren
15-16 Uhr: Kai Hirdt
16-17 Uhr: Oliver Fröhlich
17-18 Uhr: Marc A. Herren

Sonntag, 20. März 2016
11-12 Uhr: Marc A. Herren
12-13 Uhr: Dirk Schulz
13-14 Uhr: Kai Hirdt
14-15 Uhr: Oliver Fröhlich
15-16 Uhr: Kai Hirdt

Änderungen sind natürlich wie immer vorbehalten – man weiß ja nie.

Ausführliche Informationen zur Leipziger Buchmesse gibt es hier, die Informationen auf unserer Homepage hier.


Leider verschollen: Ribald Corello





















Cover Band 404 von Johnny BruckAdolf Faber hat mich darauf aufmerksam gemacht, dass ich im letzten Infotransmitter ein Unsterblichenkind nicht erwähnt habe: Ribald Corello. Auf dem Zettel hatte ich ihn schon, aber dann wurden die Anmerkungen zu Marc A. Herrens Erwähnungen in Band 2564 (»Die verlorene Stimme«) so lang, dass das nicht auch noch hineingepasst hätte. Zumal es durchaus verständlich ist, dass Perry Rhodan an diese anfangs doch eher zwiespältige Figur auf Anthuresta nicht gedacht hat.

Der am 5. September 2909 geborene Ribald Corello ist der Sohn von Kitai Ishibashi und der Báalol-Mutantin Gevoreny Tatstun. Er ist das vorläufige Endprodukt des »Supermutanten«-Projekts der CONDOS VASAC (siehe auch den Planetenroman 393, »Atlans Todfeinde« von Hans Kneifel, Dezember 1995).

Corello macht in den Jahren nach 3430 erstmals von sich reden, als er durch das von den Antis eingepflanzte Offensivprogramm zum erbitterten Feind der Menschheit wird; wir hören zum ersten Mal von ihm in Band 404 (»Die Piraten-Lady« von William Voltz, Mai 1969), treffen ihn aber erst in Heft 416 (»Der Supermutant« von H.G. Ewers, August 1969) persönlich. Zu diesem Zeitpunkt hat er dem Solaren Imperium schon einigen Schaden zugefügt; sein prominentestes Opfer ist Iwan Iwanowitsch Goratschin (siehe Band 409, »Der Mann, der doppelt starb« von Clark Darlton, Juni 1969).

Nach einigen Irrungen und Wirrungen wird er, hauptsächlich dank Alaska Saedelaere bzw. dessen Cappin-Fragment, von seinem Hypnoblock befreit und zum Freund der Menschheit, nachdem ein Gerichtsverfahren ergeben hat, dass er für sein Verhalten nicht verantwortlich gemacht werden kann (siehe die Hefte 433 und 434, »Die Stadt der tausend Fallen« von William Voltz sowie »Das Erbe des Ertrusers« von H.G. Ewers, beide Dezember 1969).

Ribald Corello bleibt den Terranern erhalten, bis er 3587 zusammen mit den acht Altmutanten und weiteren Mitgliedern des Neuen Mutantenkorps in ES aufgeht, um das Bewusstseinspotential der Superintelligenz zu verstärken (in Band 968, »Exodus der Mutanten« von Clark Darlton, März 1980). Seinen Zellaktivator erhält später Jen Salik.

Corello wird mehrmals kurzfristig von ES freigesetzt, um bei Bedrohungen helfen zu können. Am 7. Mai 1463 NGZ stirbt er endgültig als Bestandteil eines Parablocks, der versucht, ein Feuerauge an der Vernichtung von Sol zu hindern. (Heft 2576, »Tor nach Terra« von Rainer Castor, Dezember 2010).

Zu LFT-Zeiten wird ein Ultraschlachtschiff der GALAXIS-Klasse nach ihm benannt (erwähnt in den Romanen 1296 und 1297, »Intrigen zwischen den Sternen« von Peter Griese bzw. »Zweikampf der Sothos« von H.G. Ewers, beide aus dem Juni 1986).

So, das muss reichen.

Löwen und Panther im Perryversum – nicht nur hinter den Materiequellen
























Zu Beginn des Jahres 2329 n. Chr. (entspricht dem realweltlichen Frühling/Frühsommer 1965) befindet sich Perry Rhodan in einer wenig beneidenswerten Lage: Zusammen mit Atlan, Reginald Bull, dem Mutanten André Noir und dem USO-Spezialisten Melbar Kasom ist ihm nach einer Monate langen Gefangenschaft in den Händen von Iratio Hondro, dem Obmann der gegen die Mutterwelt Terra revoltierenden Kolonie Plophos, zwar die Flucht gelungen, aber die Rückkehr nach Terra steht noch buchstäblich in den Sternen.

Wir sind mitten in der sogenannten Plophos-Schiene des vierten Zyklus der Serie, »Das Zweite Imperium«. Nach dem Ende der Auseinandersetzung mit den Blues hatte dieser am 5. Februar 1965 mit Band 179, »Notlandung auf Beauly II« von K.H. Scheer, begonnen; er sollte sich bis Band 199 erstrecken. Lesern der Silberbände ist dieser Hintergrund unbekannt, da der Teilzyklus bei der Bearbeitung für die Bücher nahezu vollständig unter den Tisch fiel; er ist thematisch zwischen den Silberbänden 20 und 21 angesiedelt.

Erst im Jahre 2000 wurden diese Romane im Rahmen der sogenannten Bertelsmann-Ausgabe als Bände 68 (Plophos 1) bis 71 (Plophos 4) in angemessener Bearbeitung nachgedruckt. Im Jahr 2006 erschien eine Neuauflage der vier Bände als Moewig-Paperbacks mit Titelbildern von Dirk Schulz. Die Buchrücken ergeben aneinandergelegt ein fünftes Bild.

Zitieren wir also kurz aus dem Vorspanntext der seinerzeitigen Romane (hier aus Band 189), damit wir alle im Bilde sind:

»Seit Monaten schon sind Perry Rhodan, Atlan und Reginald Bull in den Tiefen des Alls verschollen. Die einstmals mächtigsten Männer der Galaxis besitzen keine Macht – solange es ihnen nicht gelingt, Raumschiffe der USO oder der Solaren Flotte, die noch immer nach den Verschollenen suchen, zu benachrichtigen.«

Die Rettung naht schließlich in Band 191: »Tschato, der Löwe« von William Voltz. Nach der Aushebung eines Stützpunktes der Akonen fängt die LION, ein moderner Schlachtkreuzer der SOLAR-Klasse, unter Oberstleutnant Nome Tschato die Signale der Verschollenen auf und bringt sie in Sicherheit. Dies ist der Beginn der nur vier Romanhefte dauernden Karriere des Flottenoffiziers »afrikanischer Abstammung«, einem von K.H. Scheer beispielhaft konzipierten »Spitzenkönner« der modernen Solaren Flotte.

Im Exposé des Bandes steht: »Nome Tschato ist ein Terra-Afrikaner, hünenhaft gewachsen, 2 Meter groß, und er besitzt kohlschwarze Haut. … Dieser Mann, der wie ein schwarzer Fels aussieht, ist ein scharfsinniger Denker und zum schnellsten Handeln befähigt. … Bei diesem verwegenen Plan, der so blitzschnell aufgestellt werden musste, ist nichts vergessen worden. Nome Tschato ist ein Könner, der zur Elite der terranischen Kosmonauten zählt.«

Voltz aber geht über diese Vorgaben deutlich hinaus und bemüht sich um eine glaubhafte Charakterisierung seines Helden. Insbesondere aber bleiben die Nebenfiguren im Gedächtnis, hauptsächlich der im Exposé gar nicht vorgesehene Dan Picot.

Nome Tschato und die LION (bzw. ihr gleichnamiger Nachfolger drei Monate nach den Geschehnissen von Band 192) halten sich bis zum Ende des Zyklus in der Handlung. Voltz stellt sie in den Heften 192 (»Die Kriegslist des Akonen«) und 197 (»Höllentanz der Riesen«) in den  Mittelpunkt des Geschehens, H.G. Ewers führt die Schilderung in Band 198 (»Die letzte Bastion«) fort – war das Exposé ursprünglich für Willi Voltz gedacht und wurde kurzfristig an Ewers vergeben, dessen Debütband es dann wurde? Hat Voltz Ewers bei der Ausarbeitung bezüglich »seiner« Figuren beraten? Das Exposé verrät nichts dazu, sieht man davon ab, dass es dem neuen Autor empfiehlt, der Besatzung der LION als Voltz-Figuren nur eine Nebenrolle zu geben.

Danach ist die Serienzeit von Nome Tschato abgelaufen, da der Zeitsprung von 71 Jahren zu Band 200 ihn als Handlungsträger ungeeignet macht.
Willi Voltz indes hängt an der Figur und greift sie ab 1966 in insgesamt drei Planetenromanen noch einmal auf, die zwölf, dreizehn und gar zweiunddreißig Jahre nach den Ereignissen der Heftromanserie spielen. Die vom Standpunkt des Oberstleutnants ersten beiden (»Ins Weltall entführt« und »Tunnel in die Unendlichkeit«) werden wir Anfang Juni als Band 55/56 der Planetenromane bei Zaubermond nachdrucken.

Als wir die LION-Besatzung im Taschenbuch wiedersehen, sind wir im Jahr 2341. Tschato selbst bleibt, wie er schon in den Heftromanen war – das ist so ein wenig wie die Voltzsche Behandlung von Perry Rhodan als Handlungsträger: Die Hauptfigur bleibt als Ideal unveränderlich, Charakterentwicklung gibt es nur bei den Nebendarstellern. Es sind somit die Voltz-Figuren (neben Dan Picot noch Walt Heintman, der zwar seinerzeit im Exposé stand, aber nur als Funktionsträger ohne eigenen Charakter), die sich in den Planetenromanen weiterentwickeln – doch dazu mehr im Nachwort des Zaubermond-Bandes.

Der chronologisch letzte Auftritt des Löwen im Perryversum findet im Planetenroman 37 statt, »Die Macht des Träumers« von 1967. Ein deutlich älterer Tschato agiert hier losgelöst von seiner angestammten Umgebung, als Kommandant des Schweren Kreuzers WHIP. Die LION ist (wieder einmal) in der Werft, und der alte Dan Picot gerät langsam in die Jahre (mit 80 gilt man damals bei PERRY RHODAN als alt). Andere stehen nun im Mittelpunkt der Romanhandlung.

Danach war Nome Tschato für William Voltz offensichtlich auserzählt. Allerdings hatte der Autor mit dem im Zyklus »Die Meister der Insel« eingeführten Don Redhorse bereits einen würdigen Nachfolger gefunden …

Ganz endet Tschatos Existenz bei PERRY RHODAN allerdings nicht – er wirft seinen Schatten sogar auf PERRY RHODAN NEO, was Zeugnis von der Beliebtheit der Figur ablegt.

In Band 89 (»Tschato, der Panther« von Michael H. Buchholz und Rüdiger Schäfer, Februar 2015) begegnet uns mit Orome Tschato die NEO-Version des Charakters, ein mit dem Widerstand sympathisierendes Mitglied der Terra Police auf der von den Arkoniden besetzten Erde. Er ist nun kein unspezifizierter »Afrikaner« mehr, sondern, in typischer NEO-Detail-Manier, ein Ovambo aus einem kleinen Dorf im von Krisen gebeutelten Namibia, der als Asylant nach Berlin kam und dort studierte, bevor er nun in Baikonur Dienst tut; und aus dem Löwen als Beiname wird der titelgebende, schon auf dem Cover dargestellte Panther, aber die Anspielung ist klar. Auch die Details der Beschreibung (fast zwei Meter groß, durchtrainiert, sehnig, katzenhafter und federnder Gang, herabhängende Schultern) kommt bekannt vor. Wobei der Begriff »Panther« in der Erstauflage natürlich mit Don Redhorse verknüpft ist …

Im »neuen« NEO ab Band 101 sehen wir ihn in Band 105 (»Erleuchter des Himmels« von Susan Schwartz, September 2015) als Kommandant des Spionageraumers MAYA wieder – also endlich in seiner allgemein erwarteten Funktion als Flottenoffizier. Das Exposé zu diesem Band sagt: »Er hat sich in Jahren nach dem Abzug der Arkoniden zu einer herausragenden Führungspersönlichkeit entwickelt und im Rahmen des Aufbauprogramms Großes geleistet.«

Was aus dem NEO-Tschato noch wird, bleibt abzuwarten – die MAYA ist ja derzeit auf der Fährte der gen Arkon ziehenden Maahks. Mehr Auftritte als sein Erstauflagen-Vorbild hat er jedenfalls schon.

Leider war es das schon wieder …










… aber keine Sorge, es geht in zwei Wochen weiter. Wieder mit Arkon, wieder mit NEO. Ein neuer Silberband steht an, Buch 7 der NEO Platin Edition auch. Und ob sich die nächste Folge von »Hinter den Materiequellen« tatsächlich mit den Mausbibern beschäftigt …? Mal sehen.


Bis dann,

Euer
Rainer Nagel

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