PERRY RHODAN Infotransmitter
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Zurück in Deutschland

Rainer Nagel


Und zwar schon seit anderthalb Wochen, wenn ihr diesen, meinen 62. Infotransmitter lest. Und so schnell kommt schon wieder eine neue Ausgabe … und angemessen lang ist sie auch wieder.

Meine Kleinen haben die Zeit ohne mich gut überstanden und auch fast alle Arbeitsaufträge erledigt, die ich für die Vertretungsstunden hinterlassen hatte. Und auch sie sind mittlerweile im neuen Zyklus angelangt – der Katoschrank ist aufgeräumt, die Uhr hängt (bei letzterem musste allerdings unser Hausmeister nachhelfen, da die von den Schülern konstruierte Aufhängung der Uhr als gemeingefährlich erachtet wurde – einen Kran bauen die mir sicherlich nicht). Dafür haben sie auch keine Sonnen gezündet, nur um mir eine Nachricht zu schicken. Vermutlich haben sie auch weniger Hintergedanken als das Gondunat, aber da bin ich mir noch nicht ganz sicher. In welcher Richtung auch immer.

Natürlich sind wieder neue Exposés gekommen. Ihr habt das mit der Scherung nicht verstanden und fragt euch, welches ES jetzt wann wo was tut? Dann kommt demnächst der Roman für euch, der einiges etwas klarer macht. Auf jeden Fall hat »unsere« Superintelligenz ihre Mächtigkeitsballung keinesfalls vergessen – aber das sage ich ja schon länger …

Und was die Rückkehr von vermissten Figuren angeht, über die ich ja schon im letzten und vorletzten Infotransmitter etwas geschrieben habe: Dazu hat unser Chefredakteur Klaus N. Frick hier etwas geschrieben. Man könnte vermuten, auch dort ginge es um eine Person mit »B«. Aber ob das die gleiche ist, von der ich geschrieben habe …? Ihr werdet es sehen.

In den aktuell hier eingegangenen Satzdateien sind wir schon wieder in Sevcooris. Und da finden wir etwas, mit dem weder Perry Rhodan noch ihr gerechnet ha(b)t. Vor allem die »Altleser« nicht. Ich bin schon sehr gespannt, wie die Reaktionen darauf sein werden …

Und der Infotransmitter? Er geht zuerst einmal auf den Start von PERRY RHODAN-Terminus ein – und gibt ein paar Lesetipps zum Vertiefen. Wir reden über PERRY RHODAN NEO und schauen uns die aktuelle Ausgabe der SOL an. In »Hinter den Materiequellen« versuche ich, etwas Licht in die doch recht komplexe Situation von PERRY RHODAN in den USA zu bringen, da saß ich gerade an der Quelle.

Terminus ist nun offen …




… oder so ähnlich (es geht natürlich nicht um einen Bahnhof, aber so was mit »Endstation« könnte schon sein ..)

Jedenfalls ist stl_files/comic/images/cover/terminus/PR_Terminus01.jpgeit zwei Wochen unsere aktuelle Miniserie PERRY RHODAN-Terminus im Handel – Uwe Antons Auftaktroman »Zeitspringer«. Und heute kommt auch schon Band 2. Aber dazu später mehr.

Nach dem Auftakt auf dem Rückflug von Orpleyd, der als Einleitung diente (und in Zusammenhang mit der Nennung der Handlungsträger bis zuletzt viele verwirrt hat – was auch Sinn der Aktion war), wisst ihr jetzt, dass wir uns in der Zeit des Solaren Imperiums bewegen, ganz am Anfang des Cappin-Zyklus, so um Band 400, K. H. Scheers »Menschheit im Zwielicht« (Mai 1969).

Über die sich abzeichnenden Änderungen der Zeitlinie, scheinbaren Widersprüche zum Serienkanon sowie deren Gründe und Aufklärung verrate ich hier natürlich nichts – darum geht es ja in der Serie. Aber in einer späteren Folge von »Hinter den Materiequellen« werde ich einiges zu den politischen Hintergründen des Jahres 3430 n.Chr. verraten, die von manchen Lesern in der Miniserie als zu knapp geschildert empfunden wurden.

Nun aber zu ein paar Reaktionen zu PERRY RHODAN-Terminus Band 1 »Zeitspringer«.

Zumindest, wenn wir dem PERRY RHODAN-Forum folgen, ist der Serienauftakt gut angekommen. So schreibt Forist »wepe«: »Es hat viel Spaß gemacht, diese Einstiegsgeschichte zu lesen! Solsystem, bekannte und neue Charaktere, halutischer Donnerhall im Konferenzraum, alte Technik, neue Zeitpartikel, eine vertraute Szenerie, die noch gar nicht bekannt sein dürfte, ...«

Sehr schön gibt »Arthur Dent« den (ja auch so gewollten) Effekt auf den Leser wieder: »Das Jahr 1523 NGZ trifft auf das Jahr 3430 der alten Zeitrechnung. Du trifft Sie. Ein moderner Schreibstil trifft sein verstaubtes Pendant. Mensch (Perry) trifft Legende (Großadministrator). Gleichberechtigung trifft auf eine Männerwelt. Ich musste schmunzeln, als ich mehrfach den Satzbeginn ›Meine Herren‹ las. In einem Fall, als der Professor den Raum betritt, ist auch mit Takayo Sukurai eine Frau zugegen, dennoch werden ›nur‹ die Herren angesprochen.«

Forist »heppen shemir« berichtet: »Großadministrator ... Antitemporales Gezeitenfeld ... Cynos ... hier fallen Ostern, Pfingsten und Weihnachten auf einen Tag.«

Und »dandelion« schreibt: »Gut zu lesender Roman mit packendem Beginn. Was hat Rhodan getan? Wird wohl dauern, bis wir es erfahren. Einige schöne Versatzstücke gab es auch. Uneinige Agenten, ein seltsamer (sieh an), aber genialer Wissenschaftler, der noch wenig erfahrene Saedelaere in seinem ersten (?) bekannten Einsatz und vor allem eine Sympathieträgerin aus dem Lager des ›Feindes‹. Kann so weitergehen. Wann gibt es gleich noch mal das nächste Heft?«
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Dem Manne kann geholfen werden: Genau heute erscheint mit »Flucht durch Terrania«, verfasst von Dennis Mathiak, ebendieses nächste Heft. Hier kommen nicht zuletzt die Action-Freunde auf ihre Kosten.

Und in zwei Wochen kommt mit Roman Schleifers »Konfrontation auf Mimas« auch schon Band 3 auf den Markt. Und danach schildert Susan Schwartz den »Kampf um Merkur«, während Dietmar Schmidt uns in seinem ersten PR-Roman »Im Sonnenpalast« herumführt.

Da ihr den ersten Satz von Band 3 ja schon aus der Leseprobe kennt, gebe ich euch hier den vorletzten, ganz exklusiv: »Sie keuchte.« Aber keine Sorge, Roman kann auch lange Sätze … Er hat übrigens in der aktuellen ESPost vom 4. Mai, dem kostenlosen Mitteilungsblatt des Perry Rhodan Stammtisch »Ernst Ellert« München, einige Zeilen zu Terminus im Allgemeinen und seinem Band im Besonderen geschrieben. Wen das interessiert, kann den Newsletter hier bestellen.

Lesetipps für PERRY RHODAN-Terminus


Da unsere Miniserie PERRY RHODAN-Terminus in der Handlungszeit des Cappin-Zyklus spielt, der in seiner Gesamtheit die Bände 400 bis 499 der Erstauflage umfasst, dürfte es noch wenige Leser geben, denen dieser Zeitpunkt der PERRY-RHODAN-Handlung nicht vertraut ist.

Was tun?

Man kann sich natürlich darauf verlassen, dass die für das Verständnis der Handlung notwendigen Informationen in der Miniserie oder ihrem Lesermagazin geliefert werden. Dietmar Schmidt hat hier in Band 1 ja auch schon einiges an Hintergründen beigesteuert, und da wird auch noch mehr folgen.

Für die Hastigen unter uns bietet sich die Perrypedia an, die ist für Recherchen über PERRY RHODAN immer ein guter Ausgangspunkt – was Chefredakteur Klaus N. Frick hier sehr deutlich macht. Neulinge in diesem Handlungsabschnitt sollten mit der Kurzübersicht zum Zyklus mit ihrer veritablen Vielzahl von weiterführenden Links beginnen.

Die frühen Hefte der Serie gibt es allesamt als E-Books in 50er-Packs; hier findet ihr eine Liste mit Anbietern, die diese vertreiben. Die Hefte 400 bis 449 kosten als elektronisches Bündel 59,99 Euro.

Wer eher auf gedruckte Produkte steht, ist wohl mit den Silberbänden am besten bedient (die es natürlich auch in elektronischer Form und als Hörbücher gibt). Sie fassen die frühen Romane der Serie überarbeitet zusammen, wobei Fehler ausgemerzt, Wiederholungen gestrichen und Füllmaterial, das die Handlung nicht voranbringt (ja, so etwas gab es früher einmal …) gestrichen wurde.

Für unsere Zwecke sind die Bände 45 bis 49 von Interesse, insbesondere natürlich 45, da er die Ausgangslage des Geschehens schildert und uns direkt in die Handlungszeit von PERRY RHODAN-Terminus führt. Die anderen schreiben die Geschichte weiter, auch deutlich über das hinaus, was in PERRY RHODAN-Terminus passiert, aber man erhält durch sie immer noch einen guten Einblick in die doch recht komplizierte (und für den heutigen Leser ungewohnte) Situation des 35. PR-Jahrhunderts nach Christus. Zum Hörbuch des Silberbandes 46 hat sich Klaus N. Frick beispielhaft hier recht ausführlich geäußert.

Die fünf Silberbände stammen aus den Jahren 1993 und 1994, wurden also noch nicht von Hubert Haensel betreut, der diese Tätigkeit heute innehat, sondern von Horst Hoffmann. Ihre Titel sind: »Menschheit am Abgrund« (Mai 1993), »Der Todessatellit« (September 1993), »Die Cappins« (März 1994), »Ovaron« (Mai 1994) und »Welten in Angst« (September 1994). Danach hat sich das Imperium Dabrifa erledigt, und es geht zur Galaxis Gruelfin, der Heimat der zyklustitelgebenden Cappins.

tl_files/comic/images/cover/planetenromane/PRTH_77_78cover.jpgWie ich vor zwei Wochen berichtet habe, gibt es zudem einen passenden Doppelband des Zaubermond-Verlags, der zwei alte Taschenbücher von Robert Feldhoff, die im Imperium Dabrifa angesiedelt sind – und glücklicherweise (als hätten wir es geplant …) just heute erscheinen:  »Scitt, der Zwerg« (ursprünglich TB 316, Juli 1989) und »Die Toleranz-Revolution« (376, Juli 1994).

Interessant ist an diesen beiden Romanen der Perspektivwechsel in das Reich des »Feindes«. Hier steht noch etwas mehr zu diesem Band, und hier hat sich Klaus N. Frick noch ein wenig ausführlicher darüber ausgelassen.

Weiter oben habe ich Forist »dandelion« zitiert, der von Alaska Saedelaeres erstem (?) Einsatz schrieb. Alaska tritt in der Heftromanserie zum ersten Mal in Band 404 auf, William Voltz’ »Die Piraten-Lady« vom Mai 1969, Handlungszeit Mitte Februar 3432. Insofern würde das stimmen.

Allerdings gibt es noch die von Hubert Haensel verfassten »Kosmos-Chroniken« 2 (Oktober 2002), die Alaskas Vorgeschichte ab dem Jahr 3428 schildern – also den Transmitterunfall und die Folgen.

Leider ist dieser Roman nur noch antiquarisch erhältlich, es gibt aktuell ein E-Book. Die elektronische Version dieses Buches gehörte zu unseren allerersten E-Books, die seinerzeit als Rocket-Books erschienen sind – aber das gibt es natürlich längst nicht mehr.

Abschließend erlaube ich mir, J. R. R. Tolkien aus der deutschen Ausgabe von »Der kleine Hobbit« zu zitieren (natürlich aus der Scherf-Übersetzung): »Nun, das ist vorerst genug, und wir wollen fortfahren.« (Was ein bisschen doof übersetzt ist, wenn ich so darüber nachdenke; das Original hat hier »Now you know enough to go on with.«, was irgendwie besser zu dem passt, was ich sagen will.)

PERRY RHODAN-Terminus ist da!


Zeitgleich mit diesem Infotransmitter ist Band 1 von PERRY RHODAN-Terminus im Handel – Uwe Antons Miniserienauftakt »Zeitspringer«. Über die gedruckten Romane hat unser Chefredakteur Klaus N. Frick ja hier schon berichtet.

Auch zu den Protagnisten der Miniserie liegen erste Informationen vor, die natürlich bestimmte Zusammenhänge noch nicht verraten – dazu werdet ihr schon Uwes Roman lesen müssen.

Aber da ihr euch sicherlich schon mit der Leseprobe in PR 2904 beschäftigt habt, seid ihr schon ganz gut eingestimmt. Und wir erleben ein völlig anderes Terrania.

Auch zu Band 2 liegen bereits erste offizielle Informationen vor: »Flucht durch Terrania« stammt bekanntlich von Dennis Mathiak, der die Zeitspringer in den Mittelpunkt stellt.

Über Band 3 haben wir ja bereits vor zwei Wochen geredet; Nummer 4 stammt aus der Tastatur von Susan Schwartz und trägt den Titel »Kampf um Merkur«, während Dietmar Schmidt mit »Im Sonnenpalast« nach seinen STELLARIS-Geschichten seinen ersten Beitrag zum Perryversum in Romanlänge liefert. Das steht auch alles noch einmal hier.

Die Terminus-Edition im Abo kann übrigens hier bestellt werden.

Die Pilgerfahrt geht weiter!


Dann fahren wir doch mit PERRY RHODAN NEO fort.

tl_files/comic/images/cover/neo/neo147.jpgIm siebten Band der METEORA-Staffel erreichen Perry Rhodan und Tuire Siterah in Kai Hirdts »Das verfluchte Land« auf ihrer Reise gen Amphabal eine Agrarwelt der Gurrads namens Doka. Nicht, dass sie da unbedingt hingewollt hätten, aber diese Pilgerfahrt steht ganz offensichtlich unter keinem günstigen Stern …

Neben spannenden Abenteuern erfahren wir auch Details über die politischen Verhältnisse in Sagittarius und die Auswirkungen der Politik der Gurrads. Wie sagt schon das Exposé: »Im Mittelpunkt der Handlung sollen deshalb möglichst kurzweilige und phantasievolle Abenteuer stehen. Mit dem Planeten Doka und seinen Bewohnern wollen wir zeigen, welche Auswirkungen die Politik der Autarkie auf eine ganz normale Gurradwelt hat.« Und vermutlich, da es sich um eine Agrarwelt handelt, war der Arbeitstitel des Romans laut Exposé »Farm 147«. Ob die Nummer der Farm ein Gag ist, weiß man nicht so genau. Ich nehme aber an, es geht ihr wie dem Roman: Sie liegt zwischen Nummer 146 und Nummer 148 …

Und in besagter 148 ist es dann in zwei Wochen soweit: Amphabal! Rainer Schorm! Drei Arbeitstitel! Aber dazu in zwei Wochen mehr. Und welche alten Freunde hier wohl wieder auftauchen …?

Und da bei der Diskussion der derzeitigen »Reiseromane« gelegentlich das weiter vorne bereits erwähnte Wort »Lückenfüller« fiel, hat sich Rüdiger Schäfer im PERRY RHODAN-Forum zu diesem Thema geäußert. Ich zitiere das hier mal in voller epischer Breite, da es doch sehr interessant ist:

»Jetzt muss ich doch mal ein paar allgemeine Worte zum Thema ›Lückenfüller‹ verlieren.

tl_files/comic/images/team/autoren/schaefer.jpgRomane, die man ›streichen‹ könnte, oder die für die Gesamthandlung irrelevant sind, gibt es bei NEO nicht. Wir setzen uns ja nicht zusammen und sagen ›So, jetzt lasst uns mal eine Zehnerstaffel komponieren, aber die Bände 3,5 und 8 sind Lückenfüller. Da servieren wir den Lesern nur völlig Unwichtiges und lassen unsere Helden sinnlos in der Gegend herumirren.‹

Natürlich werden die großen Fragen erst am Staffelende aufgelöst. Wir können (und wollen) nicht in jedem Roman kosmische Epen spinnen und die letzten Geheimnisse des Universums enthüllen. Wir erzählen Geschichten! Dazu gehören spannende Planetenabenteuer genauso wie verlustreiche Raumschlachten, emotionale Beziehungsdramen und eben der große kosmische Hintergrund, der das Perryversum (auch, aber eben nicht ausschließlich!) ausmacht.

Wir legen den Fokus immer wieder auf andere Aspekte, um möglichst viele Leser anzusprechen. Der eine mag es eher kosmisch und geheimnisvoll, der andere will viel lieber mit Perry & Co. durch fremde Umgebungen streifen und spannende Abenteuer erleben. Was hat die Identität METEORAS mit der dramaturgischen Qualität der Staffel zu tun? Ich verrate in einem Krimi doch auch nicht auf der ersten Seite, wer der Mörder ist.

Einzelabenteuer, die es auch in der nächsten Staffel wieder geben wird, setzen den Ton. Sie stellen die Bühne mit ihren vielfältigen Kulissen vor und bereiten den Boden für ein großes Finale am Staffelende. Sie schildern die Beziehungen der Figuren untereinander, zeigen Entwicklungen auf, machen mit Charakteren vertraut und liefern Detailinformationen zu Hintergründen. Dabei wollen wir den Autoren größtmöglichen Raum geben, ihre eigenen Ideen einzubringen und nach ihren persönlichen Vorlieben Schwerpunkte zu setzen.

Trennt euch also ruhig mal von der Mär der ›Lückenfüller‹. Ich schreibe das übrigens völlig ohne Verstimmung, denn zu meiner Zeit als Fan und Rezensent habe ich auch so manchen Roman als redundant gebrandmarkt. Heute weiß ich, das in jedes Exposé und in jede Ausarbeitung durch den entsprechenden Autoren nicht nur viel Mühe, sondern auch eine Menge Herzblut einfließt. Dass wir nicht alle zwei Wochen das Universum retten können, versteht sich dabei von selbst. Höhepunkte wollen vorbereitet sein ...«

An anderer Stelle sagt Rüdiger Schäfer im Forum mit Datum vom 18. April: »Gestern habe ich übrigens NEO 150 abgeschlossen. Bei den Expos bewegen Rainer und ich uns schon Richtung Band 160 – und sind damit voll im MdI-Modus, auch wenn ich über Ostern die 149 von Madeleine Puljic gelesen habe. Ein grandioser Roman, der viele Zusammenhänge erklärt und hoffentlich Appetit auf die nächste Staffel macht ...«

»MdI-Modus«? Heißt dass …? Ja, tut es. Eigentlich ist das durch die Einführung von Mirona Thetin ja auch schon klar. Mehr dazu verrät Klaus N. Frick hier. Und noch deutlicher wird er hier – auch, was das Staffelfinale von METEORA angeht.

Fandom pur!


tl_files/comic/images/news/news/SOL_86.jpegLetzte Woche lag die neue Ausgabe der SOL (die Nummer 86), der Mitgliederzeitschrift der PERRY RHODAN-FanZentrale, im Briefkasten. Die von Christina Hacker betreuten 64 Seiten stehen diesmal im Zeichen des PR-Fandoms.

Wir erhalten einen Reisebericht (zum Technik-Museum in Speyer), Interviews mit Martin Ingenhoven (dem Initiator des Blogs »Heftehaufen«, über das ich hier Anfang des Jahres bereits berichtet habe) und dem Zeichner Stefan Wepil, dessen Werke in einer Farbgalerie vorgestellt werden.

Auf der sekundärliterarischen Seite gibt es neben den üblichen Anmerkungen zur Erstauflage von Markus Gersting und zu PERRY RHODAN NEO von Christina Hacker noch einen von Rüdiger Schäfer verfassten Nachruf auf Michael H. Buchholz sowie Teil 2 von Angelika Rützels Artikelserie »Der Mensch Perry Rhodan«.

Im hinteren Teil des Heftes stoßen wir dann mit einem Werkstattbericht von Uwe Anton zu PERRY RHODAN-Terminus noch einmal auf ein kleines Juwel.

Für PRFZ-Mitglieder ist die SOL im Mitgliedsbeitrag enthalten, Nichtmitglieder können sie für 9 Euro pro Heft im SpaceShop erwerben.

Hinter den Materiequellen: »Neues« zu PERRY RHODAN in den USA


Die meisten von euch werden wissen, dass es verschiedene Versuche gab, PERRY RHODAN  in den USA zu etablieren. Der erste davon, eingeleitet durch Forrest J. Ackerman und federführend übersetzt von seiner Gattin Wendayne (die von Sig Wahrman und Stuart J. Byrne unterstützt wurde), startete 1969 bei ACE Books mit Band 1 (immerhin mit zwei Nachauflagen) und kam, in wechselnden Publikationsformen, fast bis zum Ende des Posbi-Zyklus.

Ich habe dazu 2003 in dem Buch »Spurensuche im All« (Untertitel »Perry Rhodan Studies. Wissen. Theorien. Perspektiven«) einiges geschrieben. Wen das interessiert: Es gibt den Band vielleicht noch in der Taschenbuch-Ausgabe von SPEED Comics (ISBN 978-3936068887), und seit Mai 2012 ist das Buch auch als E-Book erhältlich (hier zum Beispiel auf Amazon in der Kindle-Ausgabe für 12,99 Euro).

Sollte an dieser frühen Übersetzung hier Interesse bestehen, kann ich dazu gern in einer späteren Ausgabe des Infotransmitters noch etwas schreiben.

Heute geht es aber um Dinge, die ich erst erfahren habe, als ich dieses Jahr die nun wirklich ausführlich erwähnten vier Wochen in den USA war. Deshalb bedeutet »Neues« hier nicht zuletzt auch »neu für mich« – und die Anführungszeichen kommen daher, dass wir hier über Dinge reden, die realweltlich doch schon einige Jahre in der Vergangenheit liegen. Die meisten der nun folgenden Informationen verdanke ich David Crowley II, der mit seinem Wissen und seinen Dateien sehr entgegenkommend war. Danke dafür!

Kommen wir noch einmal kurz zur ACE-Ausgabe. Die kam (in Taschenbüchern, die in der Regel jeweils zwei Originalromane erhielten, wobei manche aus weggelassen wurden; dafür gab es einen Planetenroman – PRTB 11, »Im Zentrum der Galaxis« von Clark Darlton, im Original 1965, in der Übersetzung Januar 1978 – und ein paar Ausgaben von ATLAN) bis zur Übersetzung der PR-Romane 125 und 126, also »Retter des Imperiums« von K. H. Scheer und »Die Schatten greifen an«, beide Januar 1964 (bzw. August 1977 in den USA).

Danach führte Forrest J. Ackerman bis 1979 die Serie im Heftformat in Eigenregie unter dem Label Master Publications weiter, wobei diese Bände nur im Abonnement erhältlich waren, nicht mehr im Handel. Einzig die letzte Ausgabe, nach amerikanischer Zählung die Nummer 137, erschien wieder im Taschenbuchformat. Der Titel dieses Bandes war »Phantom Horde«, es handelt sich also um die Übersetzung von PR 145, »Armee der Gespenster« von Clark Darlton, im Original aus dem Juni 1964. Danach war endgültig Schluss.

Wie ich nun von David erfahren habe, ist, befinden (oder befanden) sich im Besitz von Vector Eterprises(zu denen kommen wir gleich) Fan-Übersetzungen der letzten vier Bände des Posbi-Zyklus  (oder befanden). Diese sollten 1988 veröffentlicht werden, was aber letztlich nicht geklappt hat.

Vector Enterprises – das ist im Prinzip John Foyt, der 1997 mit dem Tolkander-Zyklus einen amerikanischen Neustart hinlegen wollte. Dwight Decker übersetzte die wenigen in den USA erschienenen Romane, »Time Lapse« (nach Robert Feldhoffs PR 1800, »Zeitraffer«, im Original Februat 1996, also durchaus aktuell) erschien mit einem Vorwort von Forerst J. Ackerman und dem Originaltitelbild von Alfred Kelsner (die ACE-Ausgabe hatte andere, häufig bezugslose Cover) im September 1997.

Danach folgten aber nur noch drei Bände, und die zogen sich bis Mitte 1998 hin. PR 1804 (im Original »Kampf ums Überleben« von Arndt Ellmer, März 1996) lag übersetzt vor und sollte zumindest als E-Book erscheinen, was aber nie geschah. David hat mir die Datei zugeschickt – der Roman hätte auf Englisch den Titel »Struggle to Survive« getragen. Am Ende findet sich noch eine Vorschau auf den nächsten Band, »Arsenal of Power« von Peter Terrid (im Original »Arsenal der Macht«, März 1996).

Weitere angedachte Versuche waren Übersetzungen der Silberbände 21 (»Die Straße nach Andromeda«, Mai 1985) und 36 (»Die Zeitpolizei«, Mai 1990), von denen ich aber auch nur aus Berichten weiß. Die Romane hätten als Book on Demand erscheinen sollen. Offensichtlich war geplant, mit dem Anfang des sehr beliebten MdI-Zyklus bzw. dem Moment, in dem der M87-Zyklus so richtig ins Rollen kam, das amerikanische Publikum mit »deutscher Space Opera« anzusprechen, von der man annahm, sie würde den amerikanischen Geschmack treffen. Passiert ist aber nichts, es liegen wohl auch keine Dateien mehr vor.

Über den bis dato letzten Versuch, PERRY RHODAN in den USA zu etablieren, haben wir schon in früheren Infotransmittern berichtet. Im August 2008 erschien die von Dwight Decker bereitete Übersetzung von Frank Borschs »Die Sternenarche«, dem ersten Teil des sechsbändigen »Lemuria«-Taschenbuchzyklus bei Heyne (Oktober 2004), mit dem Originaltitelbild von Oliver Scholl unter dem Titel »Ark of the Stars«. Mit »Sleepers of Time« (»Die Schläfer der Zeit« von Hans Kneifel, November 2014) lag auch der zweite Band bereits übersetzt vor, wurde aber nicht mehr gedruckt.

Der komplette Zyklus ist natürlich seit Anfang 2016 in der Übersetzung von Dwight Decker als E-Books verfügbar.

Mehr Details zur englischsprachigen Ausgabe findet ihr als Orientierungshilfe in der Perrypedia, wobei einige der Informationen, die ich von David erhalten habe, dort noch fehlen (die Versuche nach der ACE-Ausgabe sind generell nicht umfassend dokumentiert).

Interessant könnten auch diese Links sein: die Sektion »International« auf der PERRY RHODAN-Homepage sowie die amerikanische PR-Seite  (auch wenn sie nicht mehr so fürchterlich aktuell ist).

Abschließend: Ich habe vor gar nicht allzu langer Zeit den Anfang einer (deutschen) Fan-Übersetzung von PERRY RHODAN NEO 1 (»Sternenstaub« von Frank Borsch, September 2011) probegelesen, aber der Text war sprachlich nicht ausreichend für eine Veröffentlichung.

Und das ist der aktuelle Stand der Dinge.

Und so geht es weiter ...


Wir bleiben noch ein wenig im Zwei-Wochen-Rhythmus, bis es dann in der sommerlichen Urlaubszeit aus verschiedenen Gründen wieder ein wenig unregelmäßiger zugehen wird. Aber das ist ja keine Überraschung. Einstweilen jedoch lesen wir uns am 19. Mai 2017 wieder. Da reden wir ein wenig mehr über den Cappin-Zyklus. Und über den Zaubermond-Band, an dem ich gerade arbeite.

Bis dann,

Euer
Rainer Nagel

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