PERRY RHODAN Infotransmitter
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größten Science-Fiction-Serie der Welt
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Hallo!

Rainer Nagel


Der zweite Infotransmitter des Jahres 2017 präsentiert sich wieder im gewohnten Zwei-Wochen-Rhythmus. Daran wird sich auch bis auf weiteres nichts ändern.

Während ihr heute euren Infotransmitter lesen dürft, bekommen meine Kleinen ihre Halbjahreszeugnisse. Die sind aber richtig gut ausgefallen – es gibt nur ganz wenige Vieren und keine einzige Fünf. Die machen sich ganz ordentlich. Ich muss ihnen nur noch schlechte Sitten abgewöhnen, die sie sich ganz offensichtlich von den Gyanli abgeschaut haben: Sie laden ihren Müll überall ab, vorzugsweise auf dem Boden. Und in unserem Schrank im Klassenzimmer könnte man eine ganze Materiesenke verstecken. Ein richtiger Katoraum, das. Muss man mal im Auge behalten – nicht, dass die mir noch einen Schnitter auspacken …

Der Katoraum, die Gyanli, die Materiesenke und KOSH, das Lot – all das ist für uns intern natürlich schon Geschichte. Wir befassen uns fleißig mit den Exposés zum »Genesis«-Zyklus und hier insbesondere der Situation in der Milchstraße. Die könnte sich ein bisschen unübersichtlich für die Daheimgebliebenen entwickeln, da es scheint, es hätte so Mancher/Manche/Manches nur darauf gewartet, dass ES seine Mächtigkeitsballung verlässt. Wohl auch die Topfpflanzen.

Bei den satzfertigen Manuskripten haben wir just diese Woche den »Sternengruft«-Zyklus mit dem Doppelband von Uwe Anton abgeschlossen. Die Situation in Orpleyd ist – unter aktiver Beteiligung von Perry Rhodan – zu einem Ende gekommen.  Aber das müsst ihr schon selbst lesen. Oder hören.

Hier und heute hingegen könnt ihr folgendes lesen (aber nicht hören – das wär’s mal, der Infotransmitter als Hörbuch, gelesen von der tragenden Stimme seines Redakteurs …): Zuerst einmal geht es um den nahenden Band 2900. Dann verraten wir ein wenig zur neuen Miniserie ab Ende April und schauen uns die vierte Ausgabe des Comics an. Als zweiwöchentlich erscheinendes Produkt ist NEO natürlich für den zweiwöchentlichen Infotransmitter ideal. Wie versprochen, reden wir über den Auftritt von PERRY RHODAN auf der Buchmesse in Leipzig. Zudem gibt es diesmal einen recht großen Fandom-Teil, den ich schon für die letzte Ausgabe vorgesehen hatte, leider aber wegen dringender anderer Themen verschieben musste. In »Hinter den Materiequellen« schließlich befassen wir uns diesmal (wegen des Comics) mit der »frühen« SOL.

Und nebenbei: »Das walte PERRY RHODAN!« aus »Hinter den Materiequellen« im letzten Infotransmitter ist der Schlusssatz des Handlungsausblicks von Ernst Vlcek und Kurt Mahr auf die PERRY RHODAN-Handlung ab Band 1300 vom WorldCon 1986, nachgedruckt im PERRY RHODAN-Werkstattband aus dem gleichen Jahr (das Zitat stammt von Seite 443).

Kosmisches Erbe




tl_files/comic/images/team/autoren/themsen.jpgWir haben ja schon mehrfach auf die laufenden Arbeiten am Einstiegsband des neuen Zyklus hingewiesen, der von Verena Themsen verfast wird – zum Beispiel hier, hier und hier. Verena Themsen ist (nach Michelle Stern mit Heft 2800, »Zeitriss«, April 2015) die zweite Frau, die einen PERRY RHODAN-Jubiläumsband schreibt.

Band 2900 trägt den Titel »Das kosmische Erbe« – weitere Informationen zu diesem Roman und seinem Inhalt folgen demnächst (man braucht ja auch noch etwas für spätere Infotransmitter …).

Der Titel des Handlungsabschnitts lautet bekanntlich »Genesis«, die ersten Romane liegen bereits als Manuskripte vor. Sie bauen auf Exposés auf, die von Wim Vandemaan und Christian Montillon verfasst werden; der Handlungsbogen wird hundert Romane umfassen.

»Terminus« beginnt im April 2017




tl_files/comic/images/audio/audio_jupiter/audio_pr_jupiter_komplettpaket.jpg… und endet entsprechend zwölf Ausgaben später (das war ein Wortspiel … Terminus beginnt …). So heißt nämlich unsere neue Miniserie, die, wie seinerzeit schon »Stardust«, von Uwe Anton konzipiert wurde.

Wer Anfang Oktober letzten Jahres auf dem AustriaCon in Wien war, hat die ersten (noch sehr verdeckten …) Ankündigungen dazu schon mitbekommen – sicherlich auch Uwe Antons Äußerung: »Ich denke, dass in Zukunft Miniserien nur in der Vergangenheit der Serienhandlung Sinn ergeben.«

Die ersten Details findet ihr hier. Aber es gibt auch noch einen kleinen Einblick in den aktuellen Stand der Arbeiten von unserem Chefredakteur Klaus N. Frick.

In diesem Zusammenhang (da uns der Platz wieder ausgeht): Unsere davorige Miniserie, PERRY RHODAN-Jupiter, gibt es jetzt auch als  Hörbuch-Komplettpaket! Gelesen werden die zwölf Hörbücher von Marco Sven Reinbold, der bereits der Miniserie PERRY RHODAN-Arkon seine Stimme lieh.

SOL in Gefahr!


Und nein, ich meine nicht das Mitgliedermagazin der PERRY RHODAN-FanZentrale (dazu ganz am Ende mehr), sondern die tatsächliche SOL, das Raumschiff – aber das wird (leider …) kein Spoiler zur Erstauflage, sondern es geht um den Betl_files/comic/images/news/news/comic_04.jpgginn der langen Odyssee des Schiffes auf dem Weg vom Mahlstrom der Sterne zur Milchstraße.

Wir reden also vom aktuellen PR-Comic von Cross Cult, dessen Handlung wiederum von Kai Hirdt stammt. Und diese zweite Staffel, deren erster (von drei Bänden) seit letztem Freitag vorliegt, heißt nun einmal »Kampf um die SOL«. Kai Hirdts Geschichte wird erneut von Marco Castiello illustriert. Zudem werden die drei Hefte durch ein durchgehendes Covermotiv verbunden, welches von Marco Castiello und Michael Atiyeh gestaltet wurde.

Mittlerweile habe ich den Band natürlich gelesen. Hier reckt nun der kosmologische Hintergrund sein Haupt, während zugleich die Action nicht zu kurz kommt. Das macht schon Spaß. Unserem Chefredakteur Klaus N. Frick gefällt’s auch.

Hier haben wir noch etwas mehr dazu geschrieben. Und auch bei Cross Cult gibt es aktuelle Informationen zu diesem Heft.

Lustig ist ja, dass »Kampf um die SOL« kein gänzlich unbekannter Titel bei PERRY RHODAN ist. Es gab da schon einmal ein Heft im Aphilie-Zyklus – also genau der Epoche der Serie, zu der die Comics gleichsam ein Vorspiel bilden –, das diesen Titel trug (mit dem bestimmten Artikel davor, also »Der Kampf um die SOL«): Heft 715 von H. G. Ewers vom Mai 1975. Damals wollten die Kelosker das Hantelraumschiff erobern, um mit ihm ihre dem Untergang geweihte Heimatgalaxis Balayndagar zu verlassen. Der Roman erschien im September 2003 als Teil des Silberbandes 83, der dann wörtlich mit »Kampf um die SOL« betitelt war.

Verschollen in den Weiten der NEO-Galaxis


Mittlerweile habt ihr ja gelesen, wie sich die Situation um die Sitarakh aufgelöst hat, als letzte Woche Rüdiger Schäfers »Der längste Tag der Erde« die Staffel »Meister der Sonne« abschloss. Jetzt wissen wir also mehr über die Entstehung von ES, und ein Schiff der Memeter hängt im Sonnenssystem. Tut sich da noch was? Aber klar!

tl_files/comic/images/cover/neo/neo141.jpgErst einmal aber widmen wir uns dem Schicksal der drei Verschollenen. Thora schrieb zwar: »Er ging den Weg zu den Sternen – und kehrte nicht mehr zurück«, doch damit werden wir es natürlich nicht bewenden lassen.

Und so schließt hier nächste Woche Michael Marcus Thurner mit dem ersten Band der nächsten Staffel nahtlos an, die ja bekanntlich »METEORA« heißt, von Band 141 bis Band 150 läuft und somit die »zweite Epoche« von NEO zu einem Abschluss bringt.

Michael Marcus Thurners Roman heißt »Der Rhodan-Faktor«, ein paar Informationen zu den Romanen 142 bis 145 gibt es hier.

Und wir verweisen noch einmal auf das Interview mit dem Autor: Teil 1 und Teil 2.

Der Arbeitstitel des Romans war laut Exposé »Atomkrieg droht!« Das wäre natürlich ein schöner Anklang an die Frühzeit der Mutterserie gewesen (wir erinnern uns: Band 5, »Atom-Alarm« von Kurt Mahr, 6. Oktober 1961, aber auch Band 21, »Der Atomkrieg findet nicht statt« von Kurt Mahr, 26. Januar 1962) und hätte somit auch ein wenig den Charakter der »METEORA«-Staffel als einsteigerfreundliche Lektüre betont – aber durch den tatsächlichen Titel steht unser Held direkt im Mittelpunkt, und das ist doch auch schön.

Also, es geht um Perry Rhodan (mit Tuire Sitareh und Atlan befassen wir uns dann in den Bänden 142 und 143). Das Exposé sagt: »Dieser Roman ist ein Einstiegsband, wie wir ihn schon lange nicht mehr hatten, weil er tatsächlich so gut wie keinerlei Vorkenntnisse erfordert. Wir fokussieren weitgehend auf einen Perry Rhodan, der sich allein und ohne Informationen in einer fremden Umgebung wiederfindet. Im Zentrum der Geschichte stehen der Held und sein Kampf gegen die widrigen Umstände!«
Der Autor selbst hat in seinem Blog auch noch etwas zu seinem Roman geschrieben,

Und apropos Michael Marcus Thurner: Der hatte ja auch, gleichsam als Vorbereitung des NEO-Wiedereinstiegs, die Geschichte »Der Traum von Chittagong« für Band 10 der NEO Platin Edition (»Die Macht des Imperiums«, November 2016) verfasst. Diese Geschichte liegt nun in einer eigenen, vom Platin-Buch unabhängigen E-Book-Version vor. Sie kostet wie immer 49 Cent und ist bei allen wichtigen E-Book-Plattformen wie Amazon, Science-Fiction-eBooks und iTunes erhältlich.

PERRY RHODAN in Leipzig


Vom 23. bis 26. März 2017 findet wieder einmal die Buchmesse in Leipzig statt. Natürlich ist auch die größte Science-Fiction-Serie der Welt: PERRY RHODAN dort erneut mit einem eigenen Stand vertreten – in Halle 2.0 an Stand H 314. Und natürlich gibt es wieder Frage- und Autogrammstunden mit unseren PERRY RHODAN-Autoren und Künstlern.

Das aktuelle Programm (das sich natürlich immer noch kurzfristig ändern kann) sieht derzeit so aus:

Freitag, 24. März 2017
13-14 Uhr: Kai Hirdt
14-15 Uhr: Madeleine Puljic
15-16 Uhr: Robert Corvus
16-17 Uhr: Dirk Schulz

Samstag, 25. März 2017
11-12 Uhr: Madeleine Puljic
12-13 Uhr: Kai Hirdt
13-14 Uhr: Verena Themsen
14-15 Uhr: Dirk Schulz
15-16 Uhr: Oliver Fröhlich
16-17 Uhr: Robert Corvus
17-18 Uhr: Verena Themsen

Sonntag, 26. März 2017
11-12 Uhr: Verena Themsen
12-13 Uhr: Dirk Schulz
13-14 Uhr: Kai Hirdt
14-15 Uhr: Verena Themsen

Weitere Informationen gibt es hier.

Es tut sich was im Fandom!


Gerade zwischen den Jahren hat sich viel getan, was die inkommerziellen Aktivitäten der PERRY RHODAN-Fans angeht. Und heute haben wir (im Gegensatz zur Ausgabe 55 vor zwei Wochen) die Gelegenheit, all das gesammelt an euch weiterzugeben.

Beginnen wir mit dem SFC Universum, der immerhin schon seit 1980 besteht. Der Club ist den Lesern des Infotransmitters in erster Linie durch seine hervorragenden Veröffentlichungen wie die »Zeitraffer« sowie die »PERRY RHODAN-Jahrbücher« bekannt.

Nur die Homepage lag etwas im Argen, und manchmal war es gar nicht so einfach, etwas zu finden oder gar zu bestellen. Das aber hat sich im Dezember 2016 geändert. »Nachdem in letzter Zeit immer wieder Anfragen kamen, ob der SFCU noch existiert und wann die Homepage mal wieder aktualisiert wird, entschieden wir uns für eine komplette Überarbeitung«, erklären die Verantwortlichen des Clubs auf der Website. »Die nun vorliegende Version wird nun kontinuierlich ausgebaut, bis sie die alte komplett ersetzen wird.«

Und ja, das sieht doch gleich viel besser aus.

Insofern passt es auch gut, dass der Club das »Jahrbuch« für 2015 herausgebracht hat – manchmal dauern solche Produkte eben etwas länger. Frank Zeiger und Andreas Schweitzer haben damit bereits die zwölfte Ausgabe erstellt. »Außerdem stellt es unser zehnjähriges Jubiläum dar, denn 2006 hauchten wir beide nach langer Pause der beliebten Reihe wieder Leben ein«, schreiben sie auf der Internet-Seite des Clubs. »Mittlerweile haben wir mehr Jahrbücher gemacht als unsere Vorgänger zusammen.« Der Stolz ist angesichts des beeindruckenden Werks voll und ganz berechtigt. Um Kurt Bernhardt zu zitieren (1967 zu K. H. Scheer als Reaktion zum Datenexposé für OLD MAN): »Ausnahmsweise akzeptiere ich Ihre katastrophalen Terminverzögerungen. Das war viel Arbeit.«

Auf sage und schreibe 544 Seiten bieten die Macher die bekannte und bei den Lesern beliebte Mixtur aus Artikeln, Zusammenfassungen, Interviews und Club-Aktivitäten rings um die größte Science-Fiction-Serie der Welt geboten. So fasst, neben einem großen Rückblick auf die PR-Serie von Robert Hector, Michael Thiesen mit seinem Zeitraffer die Handlung sehr detailliert zusammen. Claudia Höfs und Christina Hacker werfen einen Blick auf PR-NEO, Frank Zeiger und Andreas Schweitzer haben die Planetenromane unter die Lupe genommen. In zahlreichen weiteren Artikel werden beispielsweise die Comics aus dem Hause Cross Cult, die Risszeichnungen und SOL-Ausgaben behandelt.

Das Jahrbuch kostet 14 Euro und kann über die SFCU-Seite bestellt werden. Wer mag, kann auch die direkte Bestellung über versand@sfcu.de versuchen.

Weiter geht es mit dem Münchner PERRY-RHODAN-Stammtisch »Ernst Ellert« – das sind die, die alle paar Jahre den beliebten Garching-Con veranstalten, über den wir hier schon mehrfach berichtet haben. Auch diesen Stammtisch gibt es schon ganz schön lange, nämlich seit 20 Jahren – am 2. Januar war Jubiläum, und zwar mit dem 237. Treffen. Das ist doch was!

Immer wieder berichtet die »ES-Post« über die Treffen – die Abkürzung steht für »Ellerts Stammtisch Post«, und gemeint ist damit das regelmäßig erscheinende Informationsblatt des Stammtisches. Die aktuelle Ausgabe 217 umfasst sieben Seiten. Diese wiederum sind vollgestopft mit Informationen aus der PERRY RHODAN-Szene, mit »Tratsch und Klatsch« sowie zahlreichen Details, die man sich sonst mühsam aus dem Internet zusammensuchen müsste. Wem der Infotransmitter in dieser Hinsicht nicht ausreicht, kann sich hier noch weitere Informationen verschaffen. Auf der Stammtisch-Homepage stehen die einzelnen Ausgaben zur Verfügung. Dort ist auch eine Anmeldung zum Abo möglich. Ich (und beim Stand des Verfassens dieses Infotransmitters 340 Andere …) habe auch eines.

Auch der ATLAN-Club Deutschland (ACD) feiert ein Jubiläum – die 250. Ausgabe seines Clubmagazins »Intravenös«. Es heißt so, weil es das interne Fanzine des Clubs ist, von Clubmitgliedern für Clubmitglieder. (Es gibt auch eine »externe« Clubpublikation, die heißt entsprechend »Extravenös«.) Klaus N. Frick schreibt über das Jubiläum u.a.: »Dabei handelt es sich um die Januar-Ausgabe des Fanzines, das der ATLAN-Club Deutschland seit den 80er-Jahren veröffentlicht: konsequent altmodisch auf Papier und per Postversand. Mit der Jubelnummer 250 hat der Club zudem bewiesen, dass er noch lange nicht ausgereizt ist und seine Mitglieder genügend Aktivitäten entfachen.«

Klaus N. Frick schließt dem den Worten: »Das Heft ist 80 Seiten stark und macht echt Spaß.« Und da hat er Recht.

Erwähnen möchte ich zudem »Corona«, ein Science-Fiction- und Fantasy-Magazin, das seit vielen Jahren erscheint. Seit Herbst 2014 wird es vom Verlag in Farbe und Bunt veröffentlicht – als E-Book, das man in allen relevanten Shops herunterladen kann. Das Schöne dabei: »Corona« ist kostenlos bei den großen Online-Anbietern (Amazon, beam., Apple iTunes und Weltbild) erhältlich.

Neben vielen Artikeln rings um die Science Fiction und Phantastik spielt auch PERRY RHODAN immer wieder eine zentrale Rolle. In der aktuellen Ausgabe 01/2017 geht es unter anderem um die Tschubai-Chroniken in der laufenden Erstauflage sowie um die PERRY RHODAN-Autorin Madeleine Puljic, die bei PERRY RHODAN NEO eingestiegen ist. »Madeleine Puljic, mehr Horror und Fantasy bei Perry Rhodan NEO?« ist der Artikel übertitelt. Auch andere SF-bezogene Themen spielen eine Rolle, hinzu kommen Kurzgeschichten. Das Magazin erscheint monatlich, immer zum Monatsanfang hin.

tl_files/comic/images/news/news/ingenhoven.jpgLetztlich möchte ich euch das Blog »Heftehaufen« von Martin Ingenhoven ans Herz legen. Martin Ingenhoven hat ein ungewöhnliches Experiment gestartet: Weil er im Dezember 2016 eine PERRY RHODAN-Sammlung übernehmen konnte, hat er sich vorgenommen, die Serie komplett zu lesen und über seine Eindrücke zu schreiben. Der Untertitel ist eindeutig: »von einem der sich zurückzog, um 2600 Perry-Rhodan-Romane zu lesen«; die ersten Blogeinträge (nebst Kommentaren)  steht schon, und Fotos dokumentieren den Anfang des Projekts. Das liest sich bislang alles sehr interessant.

Wer dem Blogautor folgen möchte, kann dies direkt über das Blog tun – oder via Twitter. So lautet übrigens der Anfang des ersten Eintrages: »Willkommen im Heftehaufen!«

Hinter den Materiequellen: Die »frühe« SOL


Angesichts der Aktualität des Comics von Cross Cult (siehe oben – wo Band 1 einer Trilogie erscheint, sind Band 2 und 3 meist nicht fern) erscheint es mir angeraten, eine Blick auf die frühe Geschichte der SOL zu werfen, deren Reise ja im Comic den Handlungshintergrund bildet.

Der mit Band 700 (»Aphilie« von Kurt Mahr, 21. Januar 1975) von PERRY RHODAN eingeführte Raumer entsteht nach der Versetzung von Terra und Luna in den Mahlstrom der Sterne als Fernraumschiff, mit dem die Menschen die Milchstraße wiederfinden wollen, deren Position sie aufgrund der Manipulationen von ES nicht mehr kennen. Als aber aufgrund der Strahlungskomponenten der Sonne Medaillon, um die die Erde nun kreist, die Menschen zu streng logisch denkenden Aphilikern werden, die ihren Planeten nicht mehr verlassen können und wollen (da sie zur Aufrechterhaltung ihres Zustands auf die Strahlung der Sonne angewiesen sind), stellt das mächtige Raumschiff nur noch das Symbol einer vergangenen und aus den Geschichtsbüchern zu löschenden Zeit dar. Und so wird es den entmachteten Zellaktivatorträgern überlassen, um diese von der Erde zu verbannen.

Die SOL ist zu diesem Serienzeitpunkt (OLD MAN nicht eingerechnet) das größte jemals von Menschen erbaute Raumschiff. Zwei Ultraschlachtschiffe der UNIVERSUM-Klasse (die SOL-Zellen 1 und 2) werden durch eine 1,5 km lange und 1,5 km durchmessende  Röhre zu einem Raumfahrzeug verbunden, das insgesamt also 6500 Meter lang ist. Die offizielle Typenbezeichnung ist die eines »Kombinations-Träger-Schlachtschiffs der UNIVERSUM-Klasse.« Die drei Teile der SOL sind autark flug- und einsatzfähig. Kern- und Herzstück des Schiffes ist der Mittelteil, in dem sich die Bordpositronik SENECA befindet. Die ungewöhnliche Form des Schiffes trägt ihm schon bald den Namen »Hantelraumer« ein.

Karl Herbert Scheer berichtet in seinem von mir immer wieder gern zitierten Beitrag »PERRY RHODANs Technik« im PERRY RHODAN-Werkstattband von 1986 auf Seite 69 zum Thema SOL:
»Bei Band 700 angekommen, war eine neue technische Entwicklung fällig. Ich sprach mich mit WiVo ab und konstruierte das bislang großartigste Raumschiff der Menschheit, die SOL.
Als ich das Datenexposé ablieferte, besaß es einen Umfang von 28 Maschinenseiten. WiVo stöhnte, und mein Verlagsleiter tippte sich an die Stirn.

›Was, 28 Seiten Daten? Wahnsinn! Wer soll denn das verarbeiten?‹«
Na, offensichtlich hat es geklappt. Und das mit nachhaltigem Erfolg.

In Heft 701 (»Sprung in die Freiheit« von H. G. Ewers, immer noch Januar 1975) bricht die SOL am 10. Juli 3540 n.Chr. von der Erde auf (zwei Tage späte stiehlt ein siganesisches Geheimkommando 18 Hochenergiedatenspeicher mit dem gesamten Wissen von NATHAN, um es SENECA einzuspeisen) und geht auf eine längere Odyssee Richtung Milchstraße, die letztlich vierzig Jahre dauern soll. Als wir das Fernraumschiff das nächste Mal in der Serie sehen (in Band 710, »Raumschiff in Fesseln« von Hans Kneifel, April 1975), sind diese vierzig Jahre schon fast verstrichen – wir schreiben den 3. Juli 3578. Man trifft auf die Kelosker und dringt schrittweise in die Geheimnisse des Konzils der Sieben ein, bis die Rest-SOL (SZ-1 und Mittelstück) am 2. September 3851 in PR 750 (»Ein Freund der Posbis« von H. G. Francis, Januar 1976) endlich in ihrer Gänze in der Milchstraße eintrifft – die in Heft 710 abgetrennte SZ-2 gelangt bereits in Heft 736, »Rächer zwischen den Sternen« von Clark Darlton, September 1975, ans Ziel.

Was während dieser  vierzig Jahre passiert, wurde bislang nirgends berichtet. Hans Kneifel lässt zu Beginn von »Raumschiff in Fesseln« den Kybernetiker Joscan Hellmut über diese Zeit in seinem persönlichen Tagebuch reflektieren:

»Wir haben achtunddreißig Jahre lang nach Sol gesucht. Sol war unser Ziel, die relativ kleine und in den Dimensionen des Kosmos unbedeutende Sonne. Aber  beim Abflug des hantelförmigen Schiffes kannten wir nicht einmal den ungefähre n Standort der Galaxis, an deren Außenrand Sol um den das galaktische Zentrum kreiste.

Die SOL, das Schiff, das den Namen des Ziels trug, begann seine lange Wanderschaft.  Ununterbrochen, achtunddreißig Jahre lang, suchten menschliche Augen, riesige Antennen, Schirme und höchst komplizierte Optiken nach Formationen galaktischer Feuerräder, nach Galaxien aller Formationen, von den elliptischen Nebeln über die irreguläre Nebel, über einzeln stehenden Formationen zwischen den unbekannten Galaxien, bis zu den Balkenspiralnebeln und den Normalen Spiralnebeln.
Perry Rhodan, der vertriebene Großadministrator, hatte eine Erde verlassen, die mit der Welt seit der Dämmerung der großen Kulturen keinerlei Ähnlichkeit mehr hatte. Eine Welt, auf der der Begriff Liebe ausgestorben war.
Die einzelnen Stationen der Odyssee waren Legion...

Das biopositronische Logbuch verzeichnete die vielen, fast unzählbaren Versuche, das Ziel zu finden. Zwischenlandungen auf schönen und leeren Planeten, Vorbeiflüge an Sonnen aller erdenklichen Typen. Dann wieder die endlosen Jahre der Einsamkeit zwischen den Milchstraßen, im leeren Raum. Die SOL war die einzige Heimat, die eine Handvoll Menschen hatten. Sie zogen sich zurück und nutzten, um zu überleben und nicht vor Sehnsucht, Heimweh und Langeweile zu sterben, die Einrichtungen der drei Schiffsteile aus. Dies war der Moment, an dem ich das entdeckte, was ich mit der Verlorenen Kultur umschreiben muss.
Achtunddreißig Jahre lang... «

In diese Lücke stößt nun der Comic.

Im PERRY RHODAN-Computer des Bandes 710 hat Kurt Mahr seine Vorstellungen zum Zusammenleben an Bord eines Generationenraumschiffs dargelegt. Das ist eine durchaus interessante Lektüre (auch wenn sich wenig davon in den Romanen niederschlug), aber es sind auch immer noch knapp über 6000 Anschläge. Die bringe ich in zwei Wochen, da ist die Comic-Trilogie ja immer noch aktuell. Weitere Informationen (hauptsächlich technischer Natur), in denen Mahr die oben erwähnten 28 Seiten verarbeitet hat, finden sich in den Computern der Bände 713 (»Roboter lügen nicht« von Kurt Mahr, April 1976) und 714 (»Kinder der SOL« von H. G. Ewers, gleicher Monat). Ob wir die alle hier noch einmal präsentieren, sei erst einmal dahingestellt.

Kurt Mahr schrieb zu diesen Texten jedenfalls am 19. Februar 1975 an William Voltz (zitiert nach Band 1 von PERRY  RHODAN – Die Chronik von Michael Nagula, Seite 50f.): »Ebenso erhalten Sie die Durchschriften zweier Rhodan-Computer-Beiträge, die, wie von Ihnen gewünscht, die SOL abhandeln. Der Stoff war so umfangreich, dass ich das auf zweimal zwei Seiten nicht ganz ausschöpfen konnte.« Es war das erste Mal, dass ein Artikel für das Lexikon bzw. den Computer sich über mehrere Hefte erstreckte.

(Und wer bei mir jetzt eine gewisse Faszination mit dieser Ära der Serie vermutet, hat nicht ganz Unrecht: Ich habe mit Heft 734, Kurt Mahrs »Operation Gehirnwäsche« vom September 1975, angefangen, PR regelmäßig zu lesen.)

Einer geht noch im Februar


Wir sind zwar wieder zweiwöchentlich, aber der Februar ist so kurz, da langt es nur noch für eine Ausgabe. Diese kommt am 17. Februar zur gewohnten Zeit.

Dann wissen wir sicherlich ein wenig mehr zu »Terminus«. Und da die Redaktion bereits auf der Homepage den Redakteurswechsel der SOL angezeigt und eine erste Vorschau gegeben hat, liegt uns dann auch vielleicht schon ein Besprechungsexemplar vor. Wir werden sehen.

Bis dann,
Euer
Rainer Nagel

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