Olaf Brill


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Von der Witzrakete zum Trivid-Lektor

»Ich liebe es, Bücher zu machen«, sagt Olaf Brill, geboren 1967. Er lebt und arbeitet in Bremen und Hamburg, vor allem an Filmbüchern, Web- und Museumsprojekten zur Filmgeschichte und Filmfestivals. Einmal im Monat diskutiert und philosophiert er in der Internet-Talkshow »Serienkiller« über neue und alte Fernsehserien.

Sein »Caligari«-Buch aus dem Jahr 2012 gilt als Standardwerk zur Stummfilmzeit. Ein Kritiker nannte es »eines der besten filmhistorischen Bücher, das der Rezensent seit längerem gelesen hat«. Olaf Brill hat einen Doktortitel, einen rosafarbenen Führerschein sowie ein Freischwimmerabzeichen und trägt eine Brille der Marke Hamburg Eyewear.

»Ich mag diese Detektivarbeit der Forschung«, sagt Brill. »Wenn du plötzlich eine Entdeckung machst oder einen Dreh findest, Dinge auf eine Art zu sehen, wie sie noch kein anderer gesehen hat. Dann kannst du ein Buch machen, in dem wirklich etwas Neues steht.«

Im Tagesgeschäft ist er meist als Redakteur tätig. »Da gefällt mir die Zusammenarbeit mit so vielen unterschiedlichen kreativen Menschen: den Autoren, dem Grafiker, Bildarchiv, Übersetzer usw. Wenn du als Redakteur auf dem Stuhl in der Mitte sitzt, dann bist du direkt dabei, wie das Buch zu dem wird, was der Leser später in der Hand hält. Und du bist derjenige, der entscheidet, wie es am Ende aussehen wird.«

Aufgewachsen in den Siebzigern, begeisterte er sich vor allem für Science Fiction und Comics. »Im Fernsehen lief ›Mondbasis Alpha 1‹, im Kino ›Krieg der Sterne‹, ich las ›Zack‹ und ›Kobra‹, und in einem Antiquariat entdeckte ich PERRY RHODAN-Hefte. Eine wunderbare Zeit für einen zehnjährigen Jungen!« Er war jugendlicher Teilnehmer des Weltcons 1980 in Mannheim und hat auch mal H. G. Francis in seiner berühmten Kellerbar in Hamburg besucht.

»Auf alten LKS findet man bestimmt den einen oder anderen Beitrag von mir«, grinst Brill. »Man kann auch sagen, ich habe mein erstes selbstverdientes Geld mit PERRY RHODAN gemacht: Für einen Cartoon in der sogenannten ›Witzrakete‹ bekam man damals einen Scheck über 30 Mark.«

Seit 2007 ist Brill als Autor für die PERRY-Comichefte der Alligator-Farm aktiv. Das erste PERRY-Album, das 2016 erschienen ist, stammt aus seiner Feder. Er schreibt regelmäßig für die Zeitschrift »phantastisch!« und ist gemeinsam mit Zeichner Michael Vogt Schöpfer der poetisch-skurrilen Comicreihe »Ein seltsamer Tag«.

Gelegentlich wirkt er als freier Mitarbeiter der PERRY RHODAN-Redaktion, so neuerdings als Lektor der E-Book-Miniserie »Trivid«. Auch da ist er manchmal zuständig für die Witze.