PERRY RHODAN 2800: Logbuch-Countdown 5

13.03.2015 08:00 von vpm

Exposés für das Finale eines Zyklus’

Christian Montillon

Im aktuellen Beitrag des Logbuch-Countdowns will ich mich mit den letzten Exposés im laufenden Zyklus beschäftigen. Eigentlich wäre das das Thema für das sechste Logbuch gewesen, weil das Finale im engeren Sinn erst nächste Woche mit Roman 2796 beginnt. Aber weil in einer Woche Klaus N. Frick als Gast im Logbuch-Countdown über den Doppelband 2796 und 2797 schreibt, ziehe ich es ein wenig vor.

Mit PERRY RHODAN 2796 verlagert sich die Handlung des Zyklus (wenn auch noch nicht sofort) an den finalen Schauplatz: ins Arkonsystem. Oder das Baagsystem, ganz wie gewünscht. Dort spitzen sich die Dinge zu. Dort muss das Projekt Ultima Margo seine Erfüllung finden, wenn es nach unseren Helden geht.

Ultima Margo?

Genau.

Was das inhaltlich bedeutet, darüber will ich gar nicht viel erzählen. Die Romane sollen für sich selbst sprechen. In diesem Logbuch-Countdown ist die richtige Frage eine ganz andere: Was bedeutet das Projekt Ultima Margo strukturell für die Arbeit an den Exposés?

Genau an diesem Punkt setzten Wim Vandemaan und ich an, als wir die Überlegungen zum Finale des Zyklus konkretisierten: Was wäre, wenn unsere Helden einen vierteiligen Plan entwickeln ... der Stück für Stück in exakt vier Romanen verwirklicht wird ... die als besonderen Gag jeweils eine Handlungsdauer von einem Tag haben?

Diese Idee bot einen interessanten Rahmen. Wir wollten uns nicht sklavisch daran halten, setzten ihn uns aber selbst, um herauszufinden, wie sich die Planungen darin entfalten konnten. Und siehe da, sie entfalteten sich prima.

So entstand die grundlegende Struktur des Zyklusfinales. Band 2796 schildert Phase 1 des Projekts Ultima Margo, Band 2797 die zweite Phase und so weiter. Im Fall von PERRY RHODAN 2798 hat es »Phase 3« sogar aufs Titelblatt geschafft.

Dass bei dieser grundlegenden Planung natürlich für unsere Helden nicht alles wie geritzt laufen durfte, versteht sich von selbst. Der Plan ist durchaus etwas raffinierter, in dem Sinn, dass Phase 3 sehr wohl anlaufen kann, auch wenn Phase 2 vielleicht gar nicht funktioniert. Oder eben zunächst unabhängig davon laufen muss. Oder ...

... aber inhaltlich will ich gar nicht so viel verraten. Ich war noch nie ein Freund von Spoilern und ärgere mich immer, wenn ich bei diversen Serien, die ich privat lese oder anschaue, etwas aus der zukünftigen Handlung erfahre.

Das Finale der Bände 2796 bis 2799 ist jedenfall sehr stark in sich abgeschlossen, bildet über vier Romane eine Einheit.
Gleichzeitig laufen viele Fäden zusammen, spielen andere Handlungen der letzten Romane mit hinein. Logisch: Am Ende eines Zyklus muss vieles gebündelt werden. So ist es natürlich kein Zufall, dass Luna nach seiner Odyssee jüngst ausgerechnet im Arkonsystem ankam oder dass ...

... aber halt, das kennen wir schon: Inhaltlich will ich gar nicht so viel verraten.

Dass wir mit Band 2800 in einem weichen Zyklusübergang weitererzählen, wirkte sich erleichternd aus: Es müssen (noch) nicht alle Fragen beantwortet werden. Was ohnehin längst nicht mehr möglich gewesen wäre. Ich habe bereits berichtet, dass Wim Vandemaan und ich schon sehr früh wussten, dass der Gesamtkomplex der Handlung nicht mit Band 2799 abgeschlossen sein würde.

Wie Projekt Ultima Margo endet, erfährt der Leser dann in wenigen Wochen in PERRY RHODAN 2799, wenn es »Zur letzten Grenze« geht, wie der Titel verrät. Auch in diesem Fall wird ein Logbuch zu schreiben sein, das darüber berichtet, wie Oliver Fröhlich und ich den Roman gemeinsam geschrieben haben.


Christian Montillon

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