PERRY RHODAN 2800: Logbuch-Countdown 4

06.03.2015 08:00 von vpm

Die altbekannte und doch völlig neue Handlung

Christian Montillon

Dieses Logbuch setzt den Artikel von letzter Woche direkt fort ... wer sich die bisherigen Überlegungen in Erinnerung rufen möchte, klickt hier.

Wim Vandemaan und ich haben mit »Die Jenzeitigen Lande« unseren zweiten Zyklus für die PERRY RHODAN-Serie konzipiert. Ist das eine andere Art der Arbeit als damals, als wir den Zyklus »Das Atopische Tribunal« enwickelt haben? Einiges habe ich bereits letzte Woche darüber erzählt – ohne dabei den wichtigsten Unterschied zu erwähnen.

Eigentlich liegt es auf der Hand: Als wir an die Bände 2700 bis 2799 gingen, standen wir anfangs vor dem Nichts. Als wir hingegen an die Planung des Zyklus ab PR 2800 gingen, sah das völlig anders aus. Denn grundlegend hatten wir den nun bald startenden Zyklus von Anfang an mitgeplant; was in den Bänden 2800 ff geschieht, wissen wir schon seit zwei Jahren.

Kein Wunder, bringt der kommende Zyklus doch die Auflösung und den Hintergrund dessen, was die Leser seit Band 2700 miterleben. Und ohne diese Hintergründe zu kennen, wäre es für uns unmöglich gewesen, den Zyklus um das Atopische Tribunal zu erzählen.

Die kommenden Romane sind also von Anfang an Teil des Konzeptes gewesen. Dass dennoch mit Band 2800 eine grundlegende Wende geschieht, versteht sich dabei von selbst: Das Geschehen wird auf eine neue Ebene gehoben. Neue Schauplätze tauchen auf, ein neues Volk, eine neue Bedrohung ... die allerdings ihre Schatten schon vorausgeworfen hat beziehungsweise von der Perry Rhodan und mit ihm die Leser schon gehört haben.

Ein Wort zu den Schauplätzen: Im gerade ablaufenden Zyklus haben wir die Milchstraße einmal umgekrempelt und viele neue Voraussetzungen geschaffen. Altbekannte Schauplätze kamen wieder – neulich etwa die Provcon-Faust oder Olymp. Dorthin werden wir natürlich zurückkehren, nun, da die Weichen für die Zukunft gestellt sind.

Es dürfte allseits bekannt sein, dass einige Testleser für mich jedes Exposé auf Logikfehler abklopfen und mich auf Schwächen hinweisen. Da hörte ich nun durchaus, dass in den Exposés ab Band 2800 eine völlig andere Stimmung herrscht, obwohl doch eigentlich direkt weitererzählt wird. Das war beruhigend – denn genau so sollte es sein. Ich bin selbst schon sehr gespannt, wie sich diese andere Stimmung in den Roman niederschlagen wird.

Band 2800 stellt unsere Helden vor völlig neue Gegebenheiten. Eine große kosmische Ebene nimmt ihren Anfang – und ein sehr handfestes Geschehen, das auf der strukturellen Ebene eine neue Art der Handlungsverknüpfung bringt.

Noch einmal: Mit Band 2800 wird vieles neu und anders – aber es bleibt so, wie Wim und ich es von Anfang an geplant hatten. Die kommenden Geschichten bildeten von Anfang an einen unabdingbaren, notwendigen Bestandteil des Gesamtgeschehens um das Atopische Tribunal. Natürlich hatten wir nicht alle Details schon so lange geplant, aber: Der Anfang kann ohne das Ende nicht sein, der Weg nicht ohne das Ziel.

Vieles findet bald seine Erfüllung, Charaktere werden neu positioniert und entwickeln sich weiter ... dorthin, wo sie schon lang hinstreben.

P.S.: Und für alle, die es genau wissen wollen: Ja, Wim und ich haben auch schon eine Vorstellung, wie es nach dem Zyklus um die »Jenzeitigen Lande« weitergehen wird. Wir wissen, was aus dem Gesamtkomplex »übrigbleiben« und uns weiterhin beschäftigen wird. Doch darüber schreibe ich vielleicht in einem Jahr ein neues Logbuch ...

Christian Montillon

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