Logbuch: Ein Leser tritt in PR 2657 auf

13.07.2012 08:11 von vpm

Klaus N. Frick

Wenn in wenigen Tagen der PERRY RHODAN-Roman mit der Nummer 2657 erscheint, werden sich manche Leser vielleicht über den Namen eines speziellen Handlungsträgers wundern. Gerhard Uklei klingt eher »deutsch« und überhaupt nicht wie ein typischer Name aus dem Perryversum. Kein Wunder: Vorbild für diese Romanfigur bildete ein »echter Mensch«. Doch erst einmal der Reihe nach ...

Im Vorfeld des PERRY RHODAN-WeltCons 2011 starteten wir mehrere Aktionen; eine davon lief unter dem Oberbegriff »Werde ein Science-Fiction-Held«. Unter anderem wurden sogenannte City Cards im Großraum Mannheim verteilt, ebenso in kleinen Mengen in anderen Städten – im Umfeld von PERRY RHODAN-Stammtischen beispielweise.

Wer Lust darauf hatte, nahm an einem kleinen Online-Spiel teil, das von Dirk Schulz und seiner Firma Animagic programmiert worden war. Man musste dabei einen Kugelraumer durch ein stilisiertes »2600« steuern, ohne gegen verschiedene Hindernisse zu stoßen – ich persönlich fand das schwierig und bekam mein Raumschiff nie ans Ende der Strecke.

Es beteiligten sich zahlreiche Leser und Mitspieler. Heidrun Imo, auf deren Betreiben das Spiel veranstaltet worden war, spielte die Glücksfee, und im Oktober 2011 reichte Gerhard Uklei, der Gewinner, ein sorgsam ausgefülltes Formular bei der Redaktion ein. In diesem hatte er notiert, wie er sich sein persönliches »Werde ein SF-Held« vorstellte.

Dummerweise schafften wir es in den vielfältigen Arbeiten nach dem WeltCon, bei denen es um PERRY RHODAN NEO und andere Dinge ging, diese Unterlagen nicht so zu bearbeiten, wie es angebracht gewesen wäre. Die »Akte Uklei« rutschte bei mir in einen Stapel von »dringend zu erledigendem« Papier, wo praktisch jeden Tag neue Unterlagen obendrauf geschichtet wurden.

Glücklicherweise meldete sich Gerhard im März 2012 wieder bei uns. Ganz höflich fragte er an: Er wolle nicht ungeduldig erscheinen, habe aber Angst, dass er in Vergessenheit geraten sei. Das war mir in diesem Moment extrem peinlich ... Zu allem Überfluss kam die Leipziger Buchmesse, und bis ich mich wieder um das Thema kümmern konnte, war April.

In der Folge konnten wir aber vergleichsweise rasch weitere Schritte einleiten. Leo Lukas, der gerade an den Vorarbeiten für seinen aktuellen PERRY RHODAN-Roman »Geheimbefehl Winterstille« war, erklärte sich bereit, den Leser sowie seine Familie in seinem Werk auftauchen zu lassen. Er hatte allerdings auch den Ehrgeiz, den Leser »handlungstragend« einzubringen – und das wiederum führte dazu, dass Gerhard Uklei und seine Familie bei den Auseinandersetzungen in Terrania immer wieder beteiligt sind.

Im Roman selbst wird die gesamte Familie Uklei vorgestellt. Zitat aus dem ersten Auftritt:

»Wenn irgend möglich, aß Familie Uklei gemeinsam zu Mittag. Vater Gerhards Werkstatt grenzte sowieso an die Wohnräume, und Mutter Cornelia arbeitete als Gartendesignerin ebenfalls viel von Zuhause aus.

Die Ukleis bewohnten ein Appartement in der mittleren der sieben imposanten, reich begrünten Stufenpyramiden, die allgemein als ›Hängende Gärten Terranias‹ bezeichnet wurden. Am südlichen City-Ring gelegen, handelte es sich um eine der begehrtesten Adressen der Stadt, wenn nicht des ganzen Solsystems.

Die Pyramiden hatten einen quadratischen Grundriss von drei mal drei Kilometern und waren 250 Meter hoch. Dadurch verfügten alle Wohneinheiten über Terrassen, was die Lebensqualität beträchtlich erhöhte.

Üblicherweise speisten die Ukleis mittags im Wintergarten. Seit jedoch das Licht der Kunstsonnen gedämpft worden war und den ganzen Tag über nur matte, leicht rötliche Dämmerung herrschte, zogen sie es vor, das Essen in der Wohnküche einzunehmen.«

Was davon jetzt aus »unserer Realität« stammt und was vom Schriftsteller erdacht wurde, das verrate ich an dieser Stelle natürlich nicht. Ebensowenig werde ich mehr über die Handlung ausplaudern.

Aber ich freue mich sehr, dass am 20. Juli 2012 ein PERRY RHODAN-Roman in den Handel kommt, in dem es einen ganz besonderen Handlungsträger gibt: einen aus der Realität. Ich glaube, die Leser können auf den Roman mit der Bandnummer 2657 aus den unterschiedlichsten Gründen gespannt sein ...

Klaus N. Frick

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