Logbuch: Die zweite Autorenkonferenz 2012

05.11.2012 12:08 von vpm

Klaus N. Frick

Seit ich als PERRY RHODAN-Redakteur tätig bin, gab es bislang nur ein einziges Mal zwei Autorenkonferenzen im Jahr. Das erste Mal war in den späten 90er-Jahren, das zweite Mal war im Oktober 2012. Der Grund diesmal: Wir mussten den Zyklus ab Band 2700 planen, und dazu wollten wir alle Autoren »an einem Tisch« haben.

Nachdem wir in den vergangenen JahrenAutorenkonferenz 2012: Die neuen Exposéautoren Wim Vandemaan und Christian Montillon stoßen mit dem Noch-Exposéautor Uwe Anton auf die Zukunft an (von links). Foto: Hubert Haensel immer in Hotels in Rastatt, also am Verlagsstandort, getagt hatten, wählten wir diesmal das Allee-Hotel in Karlsruhe. Ich hatte während der gesamten Konferenz das Gefühl, dass die neuen Räumlichkeiten auf die Autoren eine positive Wirkung ausübten: Sie gingen geradezu beschwingt an die Arbeit und schienen es zu genießen, in einer ganz anderen Umgebung an aktuellen Ideen schmieden zu können.

Los ging es am Donnerstag, 18. Oktober 2012: Bereits gegen 15 Uhr traf ich mich mit Christian Montillon und Wim Vandemaan, die ab dem Band 2700 die Exposé-Arbeit bei PERRY RHODAN übernehmen werden. Bei strahlend schönem Herbstwetter spazierten wir durch die Weststadt von Karlsruhe, tranken Kaffee am Gutenbergplatz und diskutierten über die aktuelle Exposéarbeit. Ideen lagen schon genug vor, jetzt mussten die zu erwartenden neuen Vorschläge der Kollegen entsprechend eingebaut werden.

Nachdem wir ins Hotel zurück gegangen waren, begrüßte ich dort die anderen Autoren. Beim gemeinsamen Abendessen im Hotel-Restaurant ging es um viele allgemeine Themen zwischen PERRY RHODAN und Fußball, Science Fiction und Politik. Wenn so viele unterschiedliche Charaktere an einem großen Tisch sitzen, wird naturgemäß sehr vieles angesprochen.

Nach einem gemütlichen Umtrunk in der Hotelbar fuhr ich nach Hause – erstmals mit dem Fahrrad –, um am nächsten Morgen wieder zur Stelle zu sein. Im Konferenzraum des Hotels beteiligte sich nun auch die PERRY RHODAN-Redakteurin Sabine Kropp an der Tagung.

Nach dem Rückblick auf die vergangenen Monate nahmen wir uns die aktuelle Stimmung bei den Lesern sowie kritische Briefe und Mails vor. Arndt Ellmer hatte eine Sammlung von Leserstimmen zusammengestellt, die hierzu als Grundlage dienten. In der Diskussion besprachen wir auch die unterschiedlichen Sichtweisen der Leser und machten uns Gedanken dazu, wie ein möglichst perfekter PERRY RHODAN-Roman aussehen sollte.

Vor der Mittagspause waren die neuen Kommunikationswege ein weiterer Schwerpunkt: Wie lässt sich die Arbeit des Autorenteams und der Redaktion neu und zeitsparender organisieren? Wie können wir gemeinsam besser Ideen entwickeln und Charaktere über mehrere Romane hinweg »führen« und auch verändern?

Das gemeinsame Mittagessen im Hotel-Restaurant schmeckte allen, danach folgten gleich die inhaltlichen Themen. Uwe Anton skizzierte den Ablauf des Neuroversum-Zyklus bis Band 2699; einige Details zur Handlung wurden durch die kreativen Autoren ergänzt – ich bin sehr zuversichtlich, dass diese Höhepunkte bei den Lesern für einige Überraschungen und ebenso für so manchen »Whow«-Effekt sorgen werden.

Richtig spannend wurde es danach: Christian Montillon und Wim Vandemaan hatten bereits im Vorfeld der Konferenz ihr Konzept für den neuen Zyklus ab Band 2700 verschickt – die Autoren waren also bestens vorbereitet. Jetzt ging es um die wichtigen Details, welche die bereits bestehende Planung vertiefen und ergänzen sollten.

In den vergangenen Jahren hatte es sich bewährt, Arbeitsgruppen zu bilden. Auch diesmal kam das sehr gut an: In kleinen Gruppen entwickelten die Autoren einige Schwerpunkte des neuen Zyklus, legten Details fest und tüftelten Handlungsbögen aus, die teilweise über den Band 2800 hinausführen werden.

Gegen 18.30 Uhr waren wir alle reichlich »geschafft« und beendeten die Konferenz. Sabine Kropp verließ uns, dafür stieß Heidrun Imo vom PERRY RHODAN-Marketing zur Gruppe. Gemeinsam spazierten wir durch die Nacht, um in einem nahe gelegenen Restaurant das Abendessen einzunehmen.

Zu später Stunde trafen wir uns wieder in der Hotel-Bar, um einen kreativen Tag ruhig ausklingen zu lassen. Ich hielt eine kurze »Rede« und bedankte mich noch einmal bei Uwe Anton für das Engagement, das ursprünglich als Krankheitsvertretung begonnen hatte. Vor allem hoffe ich künftig auf zahlreiche Romane aus seiner Feder – ich bin sicher, dass es vielen Lesern ähnlich gehen wird.

Die Autorenkonferenz endete mit Applaus für Uwe Anton; sehr schön!

Übrigens: Die Fotos zur Autorenkonferenz kommen in einer separaten Bildergalerie. Hier!


Klaus N. Frick

 

 

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