Logbuch des Expokraten: Von Emotionen, Entwicklungen und Strukturen

05.06.2015 08:15 von vpm

Exposébesprechung in Köln

Christian Montillon

Am 28. Mai hatte ich es gut: Klaus N. Frick, der PERRY RHODAN-Chefredakteur, holte mich gegen 10 Uhr bei mir zuhause ab. Unser Ziel: Köln. Ich musste nur in sein Auto steigen. Er erwischte mich im Garten, wo ich einer äußerst wichtigen Aufgabe nachging: mit meinem jüngsten Sohn Bälle werfen und mit meiner Frau Alltagsdetails planen.

Die Planungen setzten Klaus und ich während der Autofahrt fort, wenngleich wir das Thema wechselten: Rund um PERRY RHODAN gab es eine Menge zu besprechen. Zunächst widmeten wir uns einigen »Nebenthemen«.

Zum Beispiel redeten wir über den Plejaden-Zyklus, also die Hörspiele, die aktuell bei Zaubermond erscheinen. Wie können wir diese ein wenig besser »ins Bewusstsein der Leser« bringen? Da ist unter anderem die Erzählung wichtig, die ich gerade schreibe – sie schlägt einen Bogen von der Handlung der Hörspiele mitten hinein in PERRY RHODAN 2816. Dazu wird aber ein anderes Mal mehr zu erzählen sein.

Wir überlegten zudem, wie wir Termine und Abläufe noch besser koordinieren können. Oder: Was brauchen wir, um die E-Books optimal zu präsentieren, wo muss man vielleicht umdenken? Solche Fragen haben mit den Inhalten unserer Serie zunächst gar nichts zu tun, sind aber enorm wichtig – und sie werden immer spannender, je länger man sich damit beschäftigt.


Nach gut zwei Stunden Fahrt kamen wir in Köln an und wechselten rasch auf das eigentliche Thema für diesen Tag: Inhalte der kommenden Romane und der detaillierte Verlauf bis zum Ende des Zyklus »Die Jenzeitigen Lande«!


Wim Vandemaan war schon eine Viertelstunde vor uns angekommen, er reist aus der entgegengesetzten Richtung an. Die Besprechung konnten wir netterweise in den Räumlichkeiten der Firma Florianfilm abhalten, die unter anderem die hervorragende Dokumentation »PERRY RHODAN – Unser Mann im All« produziert hat.

Nun ging es ans Eingemachte: Wie geht es weiter mit den Tiuphoren? Mit der ATLANC? Mit den Tefrodern? Mit Olymp und dem Kaiserpaar? Mit der Verbindung der Handlungsebenen? Welche Überraschungen warten in Sachen »Medusa« auf die Leser?

Eigentlich wussten wir all das bereits vorher, aber wenn man zusammensitzt und in das direkte Gespräch geht, wird vieles rasch konkreter. Die Ideen flogen nur so über den Tisch ... und auf ein Blatt Papier, auf dem ich die Struktur und Abfolge der kommenden Romane immer klarer skizzierte.

Wir haben eine ganze Menge Charaktere im Spiel, deren Geschichten einem Ende zusteuern ... oder einer Wendung, je nachdem.

Eine wichtige Frage war die nach den Beziehungen und der emotionalen Wirkung dieser Figuren: Wo geht das hin? Was erwartet zum Beispiel die beiden Frauenfiguren Sichu Dorksteiger und Pey-Ceyan? Oder, anders gedacht: Was erwarten wir von ihnen? Was erwarten die Leser von ihnen?

In den nächsten Stunden verfeinerten wir unseren Zyklusplan. Während ich diese Zeilen tippe, steht noch die Aufgabe vor mir, das alles zu verschriftlichen, die neuen Details einzuarbeiten und die veränderte und erweiterte Struktur auf einer »Roadmap« festzuhalten.

Jedenfalls fuhr ich mit einem sehr guten Gefühl nach Hause. Oder ließ mich nach Hause fahren. Das war Luxus – sagte ich es schon? Und dass Klaus und ich während der zweistündigen Heimfahrt munter weiterdiskutiert haben, versteht sich wohl von selbst.

Christian Montillon

 

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