Logbuch: Clubnachrichten mit der Nummer 500

12.09.2014 08:10 von vpm

Dass die PERRY RHODAN-Clubnachrichten das Erscheinen ihrer Nummer 500 feiern, wird sicher den einen oder anderen Fan wundern. Und wer nachrechnet, findet womöglich heraus, dass die Nummer nicht hundertprozentig exakt ist – aber darum geht es weder mir noch Hermann Ritter, der die Clubnachrichten heutzutage zusammenstellt. Die 500 steht oben drauf, und das ist ein Grund, auf die lange Geschichte dieser redaktionellen Beilage zurückzublicken.

Anfangs wurden sie von Walter Ernsting alias Clark Darlton selbst zusammengestellt, später war es Walter A. Fuchs – heute der Geschäftsführer unseres Verlages –, bevor der PERRY RHODAN-Autor Horst Hoffmann die Rubrik prägte. Über Jahre hinweg war sie »nur« ein Teil des vierwöchentlichen PERRY RHODAN-Reports.

Ich selbst betreute sie ab Mitte der 80er-Jahre, und ich hatte damals stets die Absicht, sie ein wenig »journalistischer« zu machen: die Clubnachrichten als vierwöchentliche PERRY RHODAN-Beilage, die einen informativen Blick auf die Fan-Szene warf.

Ich besprach Fanzines, ich stellte Clubs und Spiele vor, ich fuhr auf Cons und berichtete darüber. Vor allem in den 80er- und 90er-Jahre, als sich ständig neue Vereine und Fanzines gründeten, war das eine spannende Aufgabe – die Szene war quirlig, und ständig tat sich etwas.

In den 80er-Jahren erlebte ich den Aufstieg des ATLAN-Clubs Deutschland mit, in den 90er-Jahren machten aktive Vereinigungen wie der Terranische Club Eden von sich reden. In den Nuller-Jahren verabschiedete sich die Szene zu den Stammtischen, die – wie in München oder Wien – auch gleich als aktive Converanstalter auftraten. In den Zehner-Jahren wechselten große Teile der Fan-Szene in die virtuellen Welten: Heute trifft man sich nicht mehr in einem Club oder an einem Stammtisch, sondern ist in einer Facebook-Gruppe zum Thema PERRY RHODAN aktiv.

Fans gibt es nach wie vor – und ihre Aktivitäten beflügeln die Arbeit der Redaktion und des Autorenteams. Schon früher hat sich PERRY RHODAN aus den Reihen der aktiven Fans immer wieder neue Impulse geholt. Heute und in Zukunft wird dies ebenso sein. Viele der Autorinnen und Autoren, die heute für unsere Serien schreiben, kenne ich aus Fan-Publikationen und von Cons her – eine solche Verbindung über Jahre und Jahrzehnte hinweg finde ich faszinierend und begeisternd zugleich.

Heutzutage hat es Hermann Ritter viel schwerer als ich damals: Heutige Fans können weder mit Clubs noch mit Fanzines viel anfangen. Aber dass es die Clubnachrichten heute noch gibt, ist Hermann Ritter zu verdanken. Ohne sein Engagement gäbe es dieses »Fanzine in der Zeitschrift« nicht mehr. Und deshalb hebe ich mein Glas auf die »Clubnachrichten zum fünfhundertsten«.

Klaus N. Frick

Zurück