Die Woche der Krimi-Tipps (Teil 3)

07.05.2014 08:10 von vpm

Arthur Conan Doyle: Der Hund der Baskervilles

Krimi-Klassiker par excellence

Ich weiß nicht mehr, wie lange es her ist, seit ich zum letzten Mal einen »Sherlock Holmes«-Roman von Arthur Conan Doyle gelesen habe; sicher mehr als dreißig Jahre. Aber als ich – mehr durch Zufall – die schön gestaltete Hardcover-Ausgabe von »Der Hund der Baskervilles« sah, musste ich sie mir kaufen; mittlerweile habe ich sie auch gelesen und kann sehr gut verstehen, warum sich der britische Detektiv nach über einem Jahrhundert immer noch großer Beliebtheit erfreut.

DArthur Conan Doyle: Der Hund der Baskervillesie Handlung kann ich leicht zusammenfassen: Um einem jungen Adeligen zu helfen, lassen sich Sherlock Holmes und Doc Watson auf ein ungewöhnliches Abenteuer ein. Während Doc Watson mit Sir Henry ins Dartmoor fährt, wo er auf dem altertümlichen Schloss Baskerville seine Ermittlungen aufnimmt, bleibt Sherlock Holmes in London. Beide wollen nur eines: Sie möchten verhindern, dass Sir Henry ermordet wird – so wie es offensichtlich dem Vorbesitzer des Anwesens geschehen ist. 

Angeblich treibt ein monströser Hund sein Unwesen in den Sümpfen rings um das Schloss, aber die beiden Ermittler glauben nicht unbedingt an die Geschichte, sondern eher an einen menschlichen Mörder. Eine Reihe von ungewöhnlichen Charakteren wird vorgestellt, am Ende gibt es ein wenig Action, und dann siegt die Gerechtigkeit.

Käme so ein Krimi heutzutage auf den Markt, würde kein Hahn danach krähen. Er ist geradezu gemütlich erzählt, verzichtet auf Blutorgien und aufgesetzte Action. Aber er brilliert durch seinen eleganten Stil, der sich auch heute noch sehr gut lesen lässt; der Roman wurde 1901 und 1902 als Fortsetzungsgeschichte in einem englischen Magazin veröffentlicht. 

»Der Hund der Baskervilles« ist ein Krimi, der mich gepackt hat und den ich keine Sekunde langweilig fand. Doyles Stil wirkt nicht altmodisch, wenngleich die Sätze manchmal recht komplex sind; seine Figuren handeln stets nachvollziehbar, und die Auflösung des Falles ist glaubhaft genug. 

Nicht alle Klassiker, die zu solchen erklärt werden, finde ich heute noch gut. Diesen Roman mochte ich sehr – den kann man auch 2014 mit großem Vergnügen lesen!

Zum Buch an sich: Die Hardcover-Ausgabe, die ich mir gekauft habe, erschien 2011 im Verlag Kein & Aber; es handelt sich um ein kleinformatiges Buch, das sich leicht in jede Jackentasche stecken lässt. Übersetzer dieser Ausgabe ist übrigens Gisbert Haefs, der durch eigene Krimis, historische Romane, Science Fiction, einen PERRY RHODAN-Gastroman und zahlreiche Übersetzungen bekannt geworden ist.

Das Buch umfasst 336 kleinformatige Seiten, kostet 16,90 Euro und kann mithilfe der ISBN 978-3-0369-5612-1 noch bestellt werden. Diesen Roman kann ich auch heute noch jedem Leser gut gemachter Krimis empfehlen!


Klaus N. Frick

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